Sind wir dafür geschaffen monogam zu leben?

Hallo,

in einem meiner Klubs geht es gerade um dieses Thema und ich habe selber bereits das eine oder andere Seminar zum Thema gehabt. Nun interessiert mich Eure Meinung.

Wie seht Ihr das: Ist der Mensch dafür gemacht monogam zu leben?
Entscheiden wir uns nur dafür, weil es so viel besser in unsere Gesellschaft passt oder sind wir unserer biologischen Verfassung so ausgeliefert, dass jede Wahl zwecklos ist?

lg,

schullek

Ob "wir" dafuer geschaffen sind, weiss ich nicht. Ich bin es nicht, mein Mann auch nicht und einiger meiner Freunde auch nicht und darum leben wir auch nicht monogam.
Es muss jeder fuer sich selbst entscheiden. Fuer mich ist beides "normal" und verstaendlich. Ich hatte einige momogame Beziehungen und war in denen auch immer monogam. Auf Dauer ist das aber nicht fuer mich.

LG

Biene

Darf ich da mal nachhaken und fragen wie genau das dann aussieht?

Ich habe eine Zweit-Beziehung seit einiger Zeit mit einem anderen Mann. Diese ist also nicht nur der reine Sex, sondern durchaus ausgehen, zusammen einfach nur TV gucken oder oder oder. Bei mir ist also durchaus auch irgendwo eine emotionale Beziehung da. Ich MAG die Person.
Mein Mann hat eher kurze Affairen, da geht es eigentlich nur um den Sex.

LG

Biene

weitere 29 Kommentare laden

Also...
Meine Meinung kennst Du ja zum Teil.

Das Thema macht mir große Gedanken grad.
Der Vergleich hinkt vielleicht, aber im Moment es ist der Beste, der mir grad einfällt.
Wir brauchen so viele verschiedene Menschen in unserem Leben. Die Freunde, die Kinder, Partner, Verwandte, Kollegen.
Jeder trägt ein kleines Stück zu unserem persönlichen Glück bei.
Es wird halt nunmal individuell bei jedem Menschen anders sein, was er für sich braucht.
Wir sind so eingeklemmt in Moralvorstellungen, das wir manche Wege sie für Paare zu lösen glaub ich gar nicht erkennen und tun uns deshalb schwer, eigene Lösungen zu erarbeiten.

Puh, für mich ist das grad echt schwer, das zu entscheiden, wie ich das seh. Ich bin da noch nicht fertig.

Lg, Cora

ja, ich find das alles logisch und passend, was du da sagst.
jeder mensch in unserem leben füllt oder efüllt bestimmte bedürfnisse. ich bin deine verwandte seele:-), dann die kinder, freunde etc., wie du schon sagst.

aber ich denke, man(n) bzw. frau kann sich dafür entscheiden mit nur einem partner zusammen zu sein. ob es auf dauer dann klappt oder woran es eventuell scheitert steht ja auf nem anderen blatt geschrieben.

Wir sind so eingeklemmt in Moralvorstellungen, das wir manche Wege sie für Paare zu lösen glaub ich gar nicht erkennen und tun uns deshalb schwer, eigene Lösungen zu erarbeiten.


??? WAS ???

weitere 24 Kommentare laden

Zu Beginn der Menschheit, würde ich sagen, hat Polygamie schon einen Sinn gehabt. Die Menschen mussten sich, so gut es ging, fortpflanzen wie die Karnickel ;-) Durch die äußeren Umstände wäre sonst der Fortbestand der menschlichen Art nicht gesichert gewesen. Entsprechend biologisch ausgestattet sind wir Menschen ja auch, vor allem die Männer: theoretisch können sie mehrmals täglich Kinder zeugen, sofern sie nur genügend Frauen dafür finden. Bei uns Frauen sieht das schon etwas anders aus: nur 1 x im Monat und dann mindestens 9 Monate Pause, bis zur nächsten Schwangerschaft. Aber schließlich müssen wir Frauen für den Fortbestand der Menschheit ja auch ein klein wenig mehr tun, als nur für ein paar Sekunden ein wenig Körpersaft zu verschleudern ;-) Da braucht´s halt etwas mehr Zeit...

Unter den heutigen äußeren Lebensumständen, zumindest für die zivilisierten Teile unserer Welt, ist Polygamie aber nicht mehr notwendig, um unsere Art zu erhalten. So hat sich wohl im großen und ganzen die Monogamie durchgesetzt (naja, bei vielen hat´s auch nur bis zur Bigamie gereicht... ;-)).

Ursprünglich "geschaffen" wurde der Mensch aber erst mal nicht zur Monogamie. MHO.

Gruß
MOP

Vielleicht war die Polygamie ja gar nicht NUR für die Fortpflanzung gedacht?

ja, so soehts biologisch-genetisch aus.
die frage ist nur: können wir uns dagegen wirklich wehren?

und was ist mit den oben schon diskutierten seiten, wie bedürfnisserfüllung, nicht sex? dass einfach ein menshc, ob mann oder frau, bestimmte bedürfnisse einfach nicht zu erfüllen vermag, was ja auch u.u. zu viel verlangt sein könnte. ist dann die beste freundin oft der zweite partner? und wenn die beste freundin der frau ein mann ist, ist das dann das selbe? udn macht dann sex als akt noch so viel unterschied?

schwierige sache.

weitere 13 Kommentare laden

Hallo,

ich finde das ist ein sehr schwieriges Thema.

Meiner Meinung nach kann man das so pauschal gar nicht sagen.

Von mir kann ich sagen ich bin dazu geschaffen.

Ich bin glücklich verheiratet, habe eine Tochter und führe sozusagen mittlerweile ein "normales" monogames Leben.

In meiner Vergangenheit habe ich das ein oder andere ausprobiert, auch versucht, eine lockere, offene Beziehung zu führen. Dachte auch, monogam leben würde quasi Stillstand bedeuten, meine Natur würde sowas nicht vorsehen.

Na ja, schließlich paßte es nicht in mein "Weltbild", Eifersucht, Emotionen etc., der Schuß ging nach hinten los. Die Zeit war auch spannend, aufregend, keine Frage, aber auf Dauer, auch alles andere.

Entfernte Bekannte leben ein sehr offenes Leben, sie haben fremde Partner, teilen sich Partner, haben auch nicht nur Affairen sondern durchaus auch "Bezíehungen" nebenher, bei ihnen läuft es toll. Sie brauchen das, sie fühlen sich gut damit. Ihre Kinder bekommen davon nichts mit.

Ich glaube, die Spezies Mensch KANN das durchaus, aber wie im Tierreich gibt es auch welche, die nicht dafür geschaffen sind.


LG Silke



oder es verändert sich mit der Zeit....

bin ein bißchen schwer von Begriff...

meinst Du das Weltbild?

weitere 6 Kommentare laden

Hallo,

ich denke dass kommt auf den Partner an, wenn es absolut der Richtige ist, ist man automatisch monogam.

Vorallem wenn der Partner alle Bedürfnisse erfüllt!

LG

Das gilt aber nur dann, wenn man sich nicht weiterentwickelt und neue Bedürfnisse dazukommen.
Kann also in Deiner Theorie auch nur einen gewissen Zeitraum abdecken....

Mit dem richtigem kann es bis in den Tod gehen.

Mein Mann ist für mich alles, mit ihm kann ich besser reden als mit jeder Freundinn.

weitere 3 Kommentare laden

Hallo

Monogamie ist tatsächlich kulturell bedingt. Aber da liegt der Hase auch schon im Pfeffer. Kultur! Ohne die können wir auch wieder auf Bäumen leben und alles bespringen, was uns vor die Linse fällt.

Grüßle
Sylvia

Duhu Süße, nur mal so als klitzekleinen Hinweis:

es gibt noch die ein oder andere Farbe zwischen Schwarz und weiß ;-)

das weiß ich doch Schnecke und nun komm her und küss mich! Männe ist auf Nachtschicht und wir haben viel Zeit...#sex#kuss#schwimmer#fest

weitere 29 Kommentare laden

ich bin der überzeugung, dass wir für ein monogames Leben geschaffen wurden.

ja, warum?

lg,

schullek

Also ICH finde Ihr habt ALLE irgendwie Recht!
Es ist ein wirklich schwieriges Thema.

Ich finde die Menschen und die Natur widersprüchlich und bescheuert! Das mal dazu.

Grundsätzlich glaube ich nicht, dass die Menschen für die Monogamie geschaffen sind. Vielleicht immer mal zeitweise. Der eine mehr der andere weniger, aber eigentlich sind sie für die Monogamie nicht gemacht.
Es vögelt doch jeder 2. fremd oder verliebt sich neu, oder schwärmt oder dieses oder jenes.
Nein, die Menschen sind nicht für die Monogamie geschaffen.

Um so blöder ist es aber, dass die Menschen trotzalledem dazu streben sich zu verlieben, zu vereinen, zu heiraten, sich an einen Menschen zu binden, sich ewige Liebe und Treue schwören, auf dem Gipfel der Liebe ein Kindlein zeugen und und und.

Irgendwie streben sie nach der Monogamie obwohl es ihnen nicht möglich ist sie zu erfüllen. (es gibt immer Ausnahmen)

Und dann ist da das Thema mit der Eifersucht.
Wenn Menschen nicht zur Monogamie geschaffen sind, warum hat die blöde Natur dann das Gefühl der Eifersucht gemacht?
Wir kennen es alle. Es ist einer der größten psychischen Schmerzen, die einem so zugefügt werden köönen. Es zerreißt einen, löst Traumen aus, dauert manchmal Jahre bis man wieder innerlich heilt. (Also je nach dem was passiert ist)

Das ist alles total unlogisch!

Deswegen muss ein jedes Paar irgendwie eine zufriedenstellende Lösung für sich selbst finden.

Fakt ist mal:
eine glückliche, erfüllte, zufriedene Ehe oder Beziehung kann eher zur Monogamie führen.
Da simma uns ja einig.

Einerseits finde ich es wichtig, dass man seine Bedürfnisse erkennt und erfüllt, andererseits, wo ist die Grenze?

Wir können nunmal nicht jedes Bedürfnis erfüllt bekommen, das geht halt nicht.
Sonst hätte ich längst Til Schweiger auf der Bettkante gehabt, meinem Chef Kaffee ins Gesicht geschüttet, mein LieblinsAuto geklaut und meiner Kollegin gesagt, dass sie einen fetten Arsch hat und würde 20 Tafeln Schockolade am Tag essen und mein Geld nur für Klamotten ausgeben. Die Liste ist endlos!

Ich zitiere auch immer wieder gerne den Freund meiner Freundin, der hat mal gesagt, als es wieder hieß "ich bin doch auch nur ein Mann...", da hat er gesagt:
"Dass Männer sich immer selbst zu solchen Zuchtbullen, die entsamt werden müssen, degradieren müssen. Mann kann sich doch auch einfach mal beherrschen."
Das fand ich herrlich!

Zusammenfassend kann man aber sagen, und wenigstens dazu habe ich eine feste Meinung:

Egal wie man leben möchte, ob polygam oder monogam, man braucht einen Partner, der es genauso sieht.
Denn Bescheißen und Gefühle verletzten ist einfach nix.
Wenn man eine offenen Beziehung will, dann muss man jemanden finden, der das auch will. Punkt.

Aber alles sagt sich immer so leicht, wenn man selbst gerade nicht in einer schwierigen Situation steckt, in der man gerade gegen unheimlich starke Gefühle für einen dritten ankämpfen ( oder auch nicht?) muss....ein Patentrezept....
gibt es nicht!

Man muss halt seine Wichtigkeiten und Wertigkeiten und Prioritäten auch kennen....

schwierig.......

Lg

Hallo!

Ich hab mir jetzt so einige Meinungen dazu durchgelesen, und möchte jetzt auch meinen Senf dazu geben ;-)


Also in unserer Gesellschaft ist Monogamie ein fester Bestandteil und Polygamie gilt als verwerflich.

Ich für meinen teil finde das sehr schade, denn auch ich glaube, dass ich zur Monogamie eigentlich nicht eigne... Früher hab ich so ziemlich jeden meiner Freunde betrogen, und ja- ich schäme mich dafür...

Heute bin ich verheiratet und habe 2 Kinder, ich betrüge meinen Mann NICHT aber finde das in gewissen situationen schon sehr anstrengend.

Ich bin immer schon für die freie Liebe eingetreten... Jedoch habe ich noch keinen Mann gefunden, der dies mitmachte, und die Liebe kann man sich ja bekanntlich nicht aussuchen.


Nunja, ich werde damit Leben müssen, auch wenn es ein ständiger Kampf ist.


LG


Nura

hi


das ist Käse. Kein Lebewesen auf der Welt kann monogam leben. Wir brauchen Menschen, Liebe und Soziale Kontakte wie die Luft zum Atmen. Das ist eher einen Dank an unsere Deutsche Kultur und Politik die das eigene Ego an den Mittelpunkt des Lebens stellt.

Nicht die deutsche Kultur und Politik ist schuld an der Monogamie. Da musst du weiter zurück gehen und die lieben Kirchenväter mal fragen.

Sie prägten die früheren Moralvorstellungen und haben Monogamie als einzige vorstellbare Beziehung gebriesen.

Ohne Kirche würden wir wahrscheinlich nicht monogam leben.

Gruß
Beate

"Ohne Kirche würden wir wahrscheinlich nicht monogam leben."

Die christliche Kirche kannst Du aber nicht meinen, denn monogames Leben ist aelter....

weitere 2 Kommentare laden

Vielleicht war es früher aus evolutionären Gründen zweckmäßig, polygam zu leben. Das ist aber schon ein bisschen her, und jeder der seine Polygamie damit begründet, nimmt das nur als Ausrede.

Die Gründe eine möglichen Polygamie sind die Sozialisierung oder andere persönliche Gründe. Wer nicht monogam leben kann, sollte das nicht auf die Natur schieben.

LG
Peter

es sind aber tatsachen, die nicht von der hand zu weisen sind. und das unser erbgut eben noch fast gänzlich das selber ist auch nicht.
was ich aber viel wichtiger finde: was ist mit psychosozialen faktoren? wir haben das gestern ja schon mehrfach diskutiert. kann ein mensch für einen anderen menschen alles leisten? muss er das oder ist das gar nicht erstrebenswert?

ich persönlich möchte auch nicht polygam leben, aber sehe das ganze als entscheidung, nicht prädestination.

lg,

schullek

Hallo,
ich glaube die Monogamie kam mit dem Besitz.Als wir noch Sammler und Jäger waren, spielte sie keine Rolle.Hauptsache das Paar blieb zusammen bis das Kind die ersten Jahre überlebt hatte, danach suchte man sich einen neuen Sexual- Partner.Bei einigen Naturvölkern ist dies heute noch so-die Lebensgemeinschaften bestehen für ca. 3 Jahre und sichern das überleben des Kindes.
Mit der Sesshaftigkeit änderte sich dies-------Grundbesitz, Besitztümer überhaupt sollten auch an den rechtmäßigen Nachkommen weitergegeben werden.Dazu musste sich der Mann der sexuellen Treue der Frau sicher sein.
Die Moralvorstellungen wurden erst später entwickelt-und von Kirche und Gesellschaft weiter ausgebaut.
Für viele erschöpfen sich Beziehungen noch heute nach 3,4 Jahren ;-)
L.G.