Kampfhund - Rechtsfrage

    • (1) 07.09.09 - 15:39

      Hallo,

      ich bräuchte dringend mal Infos über die Haltung von Kampfhunden.

      Es geht um folgendes: unser Nachbar hat auf seinem Grundstück zwei Hunde, einen Dobermann und einen jungen Staffordshire oder Pitbull (kann ich nicht genau sagen, kenne mich da nicht so gut aus). Die Hunde laufen frei auf dem Grundstück herum, ohne Halsband. Das Grundstück ist eingezäunt und hat ein großes Tor, das immer! offensteht. Die Hunde können also, wenn sie wollen, das Grundstück jederzeit verlassen!

      Wir haben drei Kinder (6, 12 und 15) und tageweise unter der Woche einen jungen Mops. Ehrlich gesagt habe ich eine Sch***-Angst um unsere Kinder, den Mops - und letztlich auch um mich.

      Darf unser Nachbar seine (Kampf-)Hunde einfach so auf dem unverschlossenen Grundstück herumlaufen lassen???

      Wir haben noch andere Hundebesitzer in der Straße - sie alle haben ihre Hunde auf verschlossenen Grundstücken.

      Heute passierte nun folgendes: wir waren mit dem Mops Gassi und mussten zwangsläufig am Nachbargrundstück vorbei. Der junge Staffordshire (oder Pitbull) kam sofort angelaufen und beschnüffelte sich mit unserem Mops. Ich bin ruhig geblieben, habe den Mops nach ein paar Minuten auf den Arm genommen und bin nach Hause gegangen. Der Nachbarshund benahm sich einwandfrei, keine Aggression. Aber er folgte uns und wollte mit ins Haus! #schock Zum Glück konnte ich ihn erfolgreich wegschicken - aber ich war hinterher nassgeschwitzt... #schwitz Ich weiß ja, dass nicht jeder "Kampfhund" oder Dobermann aggressiv und bissig ist - aber es ist ja nun kein Geheimnis, dass diese Hunde eine sehr niedrige Aggressionsschwelle haben und - je nach Erziehung - sehr gefährlich sein können. (Möpse haben übrigens eine sehr, sehr hohe Aggressionsschwelle oder gar keine - und unterwerfen sich anderen Hunden gar nicht oder nur selten, da sie gar nicht auf die Idee kommen, ein anderer Hund könnte ihnen etwas böses wollen...)

      Ich möchte mit unserem Nachbarn reden und ihn bitten, sein Tor geschlossen zu halten oder die Hunde anzuleinen. Wenn er sich querstellt, würde ich auch notfalls rechtliche Schritte einleiten.

      Dazu brauche ich aber ein paar Infos über die Pflichten des Hundehalters.

      Könnt ihr mir helfen???

      Liebe Grüße
      MOP

      • Sorry, aber was Du über das Aggressionspotential, Hemmschwelle und Hundeverhalten überhaupt schreibst, ist so ein Schwachsinn, dass man es nicht lesen mag.

        Lies mal ein vernünftiges Hundebuch, wenn Du weiterhin unversehrt mit Deinem sich nicht unterwerfenden Mops in freier Natur unterwegs sein magst.

        Du solltest ihn im übrigen im jungen Alter SOZIALISIEREN mit anderen Hunden und nicht von friedlichen Junghunden in vermeintliche Sicherheit auf den Arm nehmen.

        Mal abgesehen von der Rasse, muß Dein Nachbar natürlich seine Hunde ausbruchssicher halten.

        Gruß,

        W

        • Schwachsinn? #kratz

          Dann erkläre mir bitte mal, warum es immer Pitbull, Am. Staffordshire und ähnliche Rassen und Züchtungen sind, die Menschen und Tiere, insbesondere Kinder und Hunde angreifen und oft tödlich verletzen. Ist das immer nur Zufall? Ich habe geschrieben, dass das sehr viel auch mit der Erziehung des Tieres durch den Halter zu tun hat. Aber eben nicht nur.

          Was den Mops angeht, der im übrigen nicht meiner ist, mach dir mal keine Sorgen. Der wird sozialisiert. Aber nicht unbedingt beabsichtigt mit Kampfhunde-Rassen.

          Was deinen letzten Satz angeht, danke ich dir für die Information. Obgleich mir mit der Angabe einer entsprechenden Quelle mehr geholfen wäre.
          Musst du aber nicht nachholen - ich werde mich Morgen beim Ordnungsamt informieren.

          Gruß
          MOP

          • > Dann erkläre mir bitte mal, warum es immer Pitbull, Am. Staffordshire und ähnliche Rassen und Züchtungen sind, die Menschen und Tiere, insbesondere Kinder und Hunde angreifen und oft tödlich verletzen. Ist das immer nur Zufall? <

            Weil das Fälle sind, die in den Medien breit getretten werden bis zum Abwinken, wenn ein Pudel einem Kind ins Gesicht beißt kräht kein Hahn danach :-[

                • #pro genau so ist das.

                  Ein Collie hat mich als ich knapp 5 war derart ins Gesicht gebissen das es laut Krankenhaus nur pures Glück war das ich mein linkes Auge nicht verloren habe...da hab ich aber auch nicht die Collies für verantwortlich gemacht.

                  lg

                  Andrea


                  Da kann ich nur zustimmen#pro

                  Das mag schon sein. Aber ich denke trotzdem, dass die Verletzungen eines Hundes einer sogenannten Kampfhunderasse gravierender ausfallen werden. Jedenfalls würde ich mir nicht so viel Sorgen machen, käme mir ein nichtangeleinter Dackel, Pudel oder ähnliches entgegen als käme mir ein nichtangeleinter "Kampfhund" entgegen.

                  klar, das würde mir auch so gehen. obwohl man ja immer wieder fragen muss, was nun ein sogenannter kampfhund ist.

                  mir ging es aber um die psyche des kindes. und da ist es egal ob es ein kampfhund ist oder nicht.

                  mein sohn wurde von einem westi gebissen, mein neffe von einer französichen bulldogge, ein nachbarskind von einem dackel genau ins gesicht.
                  das waren alles keine kapfhunde.

                  ich finde es äußerst gefährlich für kinder die hunde in gefährlich und ungefährlich einzustufen.

                  den in wirklichkeit ist jeder hund gefährlich für ein kind, was unkontrolliert und hemmungslos auf ihn zuläuft und versucht zu streicheln. das liegt in der natur der hunde, dass sie in solchen situationen auch mal zubeißen.

                  wenn mich einer fragt, ob mein hund beißt sage ich immer. "ja, wie jeder andere hund auch"

                  man steckt doch nicht drinn in so einem tier.

                  also, um nochmal auf die anfangsgeschichte zurückzukommen. egal was es für ein hund ist, ein grundstück, auf dem sich hund befinden muss ausbruchsicher sein, also in dem fall hoftor zu!

                  viele grüße maren

          Ach komm, laß sie doch.
          Jetzt hat endlich mal ne Hausfrau mit einfachsten Mitteln die Psyche und das verhalten der verschiedenen Hunderassen erforscht und auf den Punkt gebracht und wir kritisieren hier rum....#rofl

          LG

      ich weiß nicht woher du deine informationen hast. vielleicht aus der presse mit den großen buchstaben?

      statistisch gesehen ist es aber so, dass die meisten beißunfälle mit dem ach so lieben deutschen schäferhund geschehen.

      und warum in aller welt soll der mops nicht mit sogenannten kampfhunden sozialisiert werden und warum findest du es toll, dass sich der mops nicht unterwirft?#kratz


      du gibst mir viele rätsel auf.

      maren

      • Hallo Maren,

        ich lese täglich die HAZ, höre Radio und gelegentlich schaue ich TV. Von Beißunfällen mit Schäferhunden hört man tatsächlich nichts. Hätte unser Nachbar ein oder zwei Schäferhunde, würde ich mir aber ähnlich Sorgen machen. Jedenfalls, wenn diese frei in der Nachbarschaft herumliefen.

        Meinetwegen kann der Mops ruhig mit Kampfhunden sozialisiert werden. Das überlasse ich dann aber dem Besitzer - und das bin nicht ich. Es ist quasi mein "Tageshund".

        Habe ich irgendwo gesagt, dass ich es toll finde, dass der Mops sich nicht - oder selten - unterwirft? #kratz

        Gruß
        MOP

        "(Möpse haben übrigens eine sehr, sehr hohe Aggressionsschwelle oder gar keine - und unterwerfen sich anderen Hunden gar nicht oder nur selten, da sie gar nicht auf die Idee kommen, ein anderer Hund könnte ihnen etwas böses wollen...) "

        das hattest du am anfang geschrieben. vielleicht hast du es anders gemeint als ich es verstanden habe.

        aber noch mal ein tipp. auch wenn es nicht dein hund ist, kann man ja trotzdem was falsch machen. bitte den hund nicht auf den arm nehmen. damit zeigst du ihm, dass die situation nicht normal ist und verunsicherst ihn nur. außerdem kann es auch gefährlich für dich werden. wenn ein andere hund den hund auf dem arm angreifen will, kann es schnell passieren, das du gebissen wirst.

        viele grüße maren

        • Ja, das hatte ich geschrieben. So hatte die Züchterin es uns erklärt und auch in Büchern (über Möpse) habe ich das gelesen. Ich habe aber nicht geschrieben, dass ich das toll finde! In einer brenzligen Situation zwischen zwei Hunden ist es ja meist sehr hilfreich, wenn der eine sich dem anderen unterwirft. Leider machen Möpse das wohl nicht oder nur selten....

          Danke für deinen Tipp! Ich werde das in Zukunft beherzigen.

          Grüße
          MOP

          • Ein normal gehaltener und sozialisierter Mops verhält sich wie jeder andere Kampfhund auch.

            Hunde, die sich nicht unterwerfen, sind falsch sozialisiert und haben einen an der Waffel. Dass sie das aber tun, weil sie selbst so unendlich gutmütig sind und das auch von anderen voraussetzen, ist eine bescheuerte Vermenschlichung.....aber das hat wohl was mit der Klientel zu tun, die sich im allgemeinen mit Möpsen und ähnlichen Rassen beschäftigt.

      Es ist Unsinn, dass sich Möpse nicht unterwerfen....sofern wir von denen mit jeweils einem krummen Beinchen an jeder Ecke sprechen!

      Wissen die Besitzer Deines Tageshundes, wie wenig kompetent der bei Dir gehalten wird? Ich hätte keine ruhige Minute....

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