Wie lange Kinder finanziell unterstützen ...

    • (1) 09.09.09 - 20:30

      ... also hier die Frage, mag etwas naiv sein. Aber: Ich habe drei Kinder und ich habe mir das einfach so vorgestellt: Ich biete ihnen nun eine schöne Kindheit im vernünftigen Rahmen (Musikunterricht, nette Ausflüge) etc., finanziere Schule und Ausbildung und dann sind sie (auch finanziell) für sich selbst verantwortlich. Ist das naiv?

      Ich frage nur da wir total viele Freunde im Bekanntenkreis haben, die (und wir sind alle Mitte dreißig) zwar berufstätig sind und dennoch von ihren Eltern finanziell supergroßzügig unterstützt werden - geht die Waschmaschine kaputt, finanziert das mal schnell die Mama, kauft man ein Haus, fließt da die gesamte Lebensversicherung des Vaters rein, auch wenn die Eltern selbst in einer bescheidenen Mietwohnung wohnen. Da heiratet man mal für 20.000€ und die Eltern bezahlen das. Schluck. Ich meine, wenn die alle damit glücklich sind, ist das okay ... aber so stelle ich mir das mit meinen Kindern nicht vor.

      Klar werde ich sie unterstützen, wenn Not am Mann ist. Aber wirklich nicht dauerhaft ... versteht ihr, was ich meine? Ich liebe meine Kinder, aber denke, irgendwann sollten sie finanziell auf eigenen Füßen stehen. Wie seht ihr das?

      LG
      Anne

      • Hallo

        Wir werden auch unterstütz. Obwohl mein Mann als Beamter sehr gut verdient. Haben diese JAhr noch keine Pamers gekauft, Schuhe werden auch von den Grosseltern gekauft, für Urlaube gibt es immer Taschengeld.
        Hochzeit wurde auch teilweise finanziert.


        Wenn unsere Eltern es nicht könnten, würden sie es in dem Rahmen nicht machen. Sie tun es aber gerne.
        Sie sagen immer, ist ja fürs Enkelkind.

        Bianca

              • Hallo

                Ich weiss, was wir haben. Es reicht dicke , das ich 3 Jahre zu Hause bleiben kann. Ich müsse eigendlich gar nicht arbeiten, will es aber für mich wieder tun.
                Und als Anfangsgehalt finde ich das, was wir haben, sehr gut.

                BIanca

      Hallo Anne,

      ich sehe das genau so. Meiner Meinung nach gehört das auch zum Erziehungsauftrag. Man muss lernen, das Geld, das man ausgeben möchte vorher auch zu erarbeiten.
      Wie gesagt, Notsituationen mal außen vor gelassen.
      Wir werden es genauso handhaben.

      LG

      Dani

      (9) 09.09.09 - 20:40

      Ja, ich finde das auch immer etwas komisch, wenn erwachsene Menschen sich noch total von ihren Eltern unterstützen lassen. Bei mir ist das nicht so - naja, wahrscheinlich fände ich es auch toll, wenn sie mir ständig Geld geben würden.
      Ich habe nichtmal den Führerschein bezahlt bekommen, geschweige denn ein Auto und das ist glaube ich sonst schon sehr üblich.

      Ich denke, meinem Kind werde ich mehr bezahlen, als ich es selbst erfahren habe, aber sicher werde ich es auch nicht total übertreiben.


      • (10) 09.09.09 - 21:05

        So war das bei uns auch. Ich spare für jedes Kind im Monat 50 Euro - aber alle Verträge laufen auf meinen Namen, das die Kinder das nicht automatisch bekommen, wenn sie 18 sind - Führerschein möchte ich auch zumindest teilweise noch zahlen, aber dann eben die Zuwendungen einstellen und das Geld - wenn ich noch welches habe und wenn es mir noch gut genug geht, eben auch wieder für mich verwenden.

        LG
        Anne

    Solang ich es mir leisten kann und will werde ich meine Kinder später auch unterstützen. Warum auch nicht, kommt halt immer darauf an was die Kinder aus der Unterstützung machen.

    Wagenau bedeutet für dich unterstützen?

    Bei uns ist es z.B. so, dass wir uns Geld geliehen haben, um "schnell" einige Sachen im garten zu erledigen, dass aber wieder zurückzahlen. Des weiteren geben unsere Eltern uns immer "Urlaubsgeld" (100€ für die gesamte familie) oder kaufen auch mal die Winterschuhe für Yannick.
    Allerdings sind in dieser Hinsicht jetzt keine Erwartungen von uns. Wenn sie es tun, dann ist das okay und wir freuen uns, ansonsten ist es auch gut. Ich persönliche würde aber niemals die LV meiner eltern nehmen. Aber glücklicherweise haben meine Eltern da auch noch den nötigen Egoismus, es selbst "verpulvern" zu wollen.

    vg, m.

    Hallo,

    ich sehe es wie Du, viel mehr kann ich dazu nicht schreiben.

    Meine Eltern haben uns auch mal finanzell etwas unterstützt das war als wir die künstliche Befruchtung haben machen müssen. Meine Geschwister werden das selbe Geld jetzt für ihre Hochtzeit zur Verfügung gestellt bekommen aber wir reden hier von einer Summe von ca 2000Euro nicht von 20 000Euro.

    Meine Eltern geben auch nicht viel Geld für ihr Enkelkind aus, sie kaufen keine Schule oder ähnliches. Meine Mutter kauft oft Röcke auf dem Markt in sehr schmalen Damengrößen 32/34 und näht sie dann passend für unsre Tochter. Die bekommt dann immer Bodenlange Röcke und ist Megaglücklich mit ihren "Einzelstücken" für das Stück 1 Euro.

    LG dore

    (14) 09.09.09 - 20:47

    Hallo,

    ich bin ganz deiner Meinung!
    Meine Kinder werde ich im Rahmen der Möglichkeiten unterstützen, solange es angebracht ist.
    Bei uns in der Familie ist es eher so, das die Kinder, die Eltern unterstützen-auch finanziell!

    Vg Sue

    Hallo,
    also wenn ich später die noch die Finanziellen Möglichkeiten habe,dann werde ich meinen Sohn auch weiterhin unterstützen.Und auch deren Kinder.
    Das ist aber Ansichtssache und wenn du deine Kinder "nur" bis dahin unterstützt,dann ist das völlig OK.Eigentlich sollten sie ja in dem Alter schon für sich selbst sorgen können.
    Wir bekommen von der Oma von meinem jeden Monat 50€ "Taschengeld".Jeder.Sie will es so und wenn wir es nicht nehmen ist sie beleidigt.Und das will ja keiner :-p

    lg

    ab dem ersten job habe ich ich selbst finanzier ( in der ausbildung habe ich noch zuhaus gewohnt kostenlos und essen war frei, alles andere habe ich selber bezahlt), gehört sich auch so finde ich, auch wenn man da nicht viel verdient, da muss man halt lernen zu sparen und mit wenig geld zu leben.

    Hallo!

    Meine Eltern haben 3 Kinder. Ein Bruder und ich haben einen Job seit wie 16 waren und wir stehen auf eigenen Füßen.

    Unser anderer Bruder ist Langzeit-Arbeitslos. Er wohnt in der Anliegerwohnung meiner Eltern, zahlt keine Miete und geht regelmäßig mit Mama bei Aldi einkaufen und sie bezahlt es ihm.

    Ich denke, wenn so wie bei ihm, "Not am Mann" ist, kann man als Mama nicht anders. Man macht es einfach, weil das "Kind" es nicht alleine schafft. (Mein Bruder ist 32)

    Ich kann mich noch erinnern, daß ich mit 16 einen erweiterten Realschulabschluß hatte und überlegt habe, Abi zu machen. Meine Mutter sagte zu mir, ich kann gerne Abi machen, aber wenn ich studieren möchte, wird sie mich finanziell nicht unterstützen können.

    Also habe ich kein Abi und habe eine Ausbildung angefangen. Über Bafög usw. habe ich mir damals keine Gedanken gemacht.

    So ist es halt im Leben. Man kann nicht erwarten, daß einem die Eltern alles finanzieren, wenn man erwachsen ist.

    Liebe Grüße, Shakira0619

    • (18) 10.09.09 - 00:25

      >>>Über Bafög usw. habe ich mir damals keine Gedanken gemacht.<<<

      Verständlich in dem Alter, aber unverständlich, dass deine Mutter sich darüber keine Gedanken gemacht hat.

      Außerdem, Abi zu haben, ist immer gut, auch wenn man nicht studieren möchte.

(19) 09.09.09 - 21:34

Hallo Anne,

ich finde Deine Frage nicht naiv, im Gegenteil.

Meiner Ansicht nach, und da bin ich mit Sicherheit durch meine Familie geprägt, spricht es für einen funktionierenden Familienverband, wenn die Eltern oder Großeltern auch nach der Volljährigkeit, Ausbildung, Berufsstart oder was auch immer für die nachfolgende Generation da sind. Das kann auch in finanzieller Hinsicht der Fall sein, warum auch nicht, wenn es ohne selbst zu verzichten möglich ist.

Ich persönlich würde aber, wie es mir auch vorgelebt wurde, unterscheiden, ob die finanzielle Unterstützung sinnvoll und zielgerichtet ist. So sehe ich einen Beitrag zum Wohneigentum, Wohnungseinrichtung oder zur Weiterbildung auch für Kinder, die auf eigenen Füßen stehen, sehr positiv.

Andererseits würde ich, bei aller Liebe, nichts finanzieren, was unter meine (subjektive) Rubrik 'unnützer Luxus', 'Angeberei' oder 'selbstverschuldete Notlage' fällt.

Gruß

Ralf


Hallo,

also bei mir ist die Situation folgende:

Ich bin mit 17 ausgezogen, zum Auszug habe ich etwa 7000€ von meinen Eltern bekommen die waren zum Teil von ihnen gespart und der andere Teil bestand aus dem "Wohn und Kostgeld" dass ich ab beginn meiner Ausbildung in Höhe von 250€ mntl. abgeben musste.
Ab da habe ich dann meinen Lebensunterhalt sowie auch Auto, Führerschein, Urlaub, etc. selbst bestritten.
Ab und an gabs mal ein größeres Geschenk zu Weihnachten oder Geburtstag (z.B. eine neue Couch) und wenns mal knapp bei mir wurde konnte ich mir immer was leihen, dass ich dann aber auch wieder zurück bezahlt habe.

Tja und dann hab ich mich im Dezember 07 von meinem Mann getrennt, war im 7. Monat schwanger und hatte einen Haufen Schulden und keine Bleibe.

Natürlich haben meine Eltern mich wieder aufgenommen, so konnte ich schön den größten Teil meiner Schulden abbezahlen weil ich zu Hause nichts abgeben musste (hab dann aber freiwillig 150€ gezahlt) und mich ein wenig erholen.
Meine Eltern haben viel für meinen Sohn gezahlt (Kinderwagen, Laufstall, ein paar Klamotten). Und als ich dann im Januar diesen Jahres wieder ausgezogen bin, haben sie mir den Umzug gezahlt (bin in den 4. Stock ohne Aufzug gezogen...). Seit dem bekomm ich immer wieder eine kleine Finanzspritze. Meistens in Form von einem Einkauf, einem Zoobesuch oder auch mal 50€ oder sie zahlen mir eine Rechnung wenns gar nicht mehr geht.

Außerdem hat meine Mutter ab Oktober einen neuen Job und kann mich dann nicht mehr zur Arbeit mitnehmen (arbeiteten bis dahin in der selben Firma und die ist 25km vom Wohnort weg und hat super mega schlechte öffentliche Verkehrsanbindung). Darum kratzt jetzt die ganze Familie ein wenig Geld zusammen, damit ich ein Auto kaufen kann und meine Tante wird mir Steuer und Versicherung fürs 1. Jahr zahlen.

Was ich mit diesem ellenlangen Text sagen will:

Ich wurde zwar dazu erzogen auf eigenen Beinen zu stehen und mein leben selbst zu finanzieren, aber wenn Not am Mann ist, ist meine Familie für mich da. Und das finde ich, ist was eine Familie ausmacht
- für einander da zu sein im Rahmen der eigenen Möglichkeiten -

Wenn ich meine Familie nicht hätte, säße ich auf einem Haufen Schulden und müsste ALGII beziehen.

Das ist auch das, was ich meinem Sohn vermitteln möchte.

Ich hoffe es gelingt mir.

Grüßle Krüml

  • (21) 10.09.09 - 09:42

    #pro

    Halo Krüml,

    toll, wie du versuchst, dein Leben wieder zusammenzubauen & super, dass dich deine Eltern so unterstützen (das hätte meine nie gemacht). Aber ich denke, du weißt das zu schätzen.

    Meine Frage ging dahin, dass es im Freundeskreis bei uns viele viele Beispiele gibt, dass Leute, obwohl sie nicht in einer Notlage sind von den Eltern allen möglichen Luxus finanziert bekommen, den sich die Eltern selbst nie leisten würden.

    Ich liebe meine Kinder und möchte ihnen auch vieles ermöglichen, aber ich möchte auch, dass ich mal wieder eine Phase im Leben habe, wo mein Geld auch "meins" ist.

    LG
    Anne

    • Hallo Anne,

      ja da hast Du recht, das weiß ich sehr zu schätzen. Allerdings denke ich, dass ich das nur darum so zu schätzen weiß weil mich meine Eltern so erzogen haben ;-)

      Das was in Deinem Freundeskreis so üblich ist, ist für mich unverständlich. Vorallem wenn die Eltern selbst zurück stecken müssen um den Kinder unnötiger Weise irgend einen Luxus zu finanzieren.

      Ich schätze wir sind also einer Meinung ;-)

      LG Krüml

Ich bin da voll und ganz deiner Meinung! Ich denke wir reden hier nicht von kleinen Geschenken für die Enkel ab und zu oder ähnliches, sondern wirklich von finanzieller Unterstützung. Meiner Meinung nach ist das eine Frage der Erziehung und ob man gelernt hat mit Geld umzugehen und es wertzuschätzen. Ab einem gewissen Alter ist man einfach für sich selbst verantwortlich!

(25) 09.09.09 - 22:03

Huhu

kommt drauf an, wie die Eltern finanziell stehen ;-)

Also ich habe keine Unterstützung meiner Eltern bekommen. Ich stand imme rauf eigenen Beinen und möchte es auch heute nicht, dass mir irgendjemand was zahlt. Aber ich weiß ja auch, wie es finanziell bei meinen Schwiegereltern aussieht. Das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. ABER wenn ich wirklich viel Kohle hätte und meine Kinder erwachsen sind, dann würde ich mich freuen, ihnen noch eine Freude machen zu können.

Und meine Enkel würde ich sicherlich auch mitfinanzieren. DAS machen die Großeltern meines Mannes, also die Urgroßeltern meiner tochter auch. Ich erwarte es überhaupt nicht aber wir haben beispielsweise ein Spielgerät für den garten gekauft, Oma fragte, was es gekostet hat und meinte, dass sie was dazu gibt. Sie macht das einfach total glücklich trotz der Entfernung was tolles für die Kleine zu machen :-)

Liebe Grüße

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