Autokauf, gewerblich oder privat?? 1% Regelung..Fragen dazu

    • (1) 25.09.09 - 11:58

      Hallo

      mein Mann hat ein Reisegwerbe als Zweitberuf

      Nun geht es darum,daß wir uns ein neueres Auto kaufen.

      Unsre Überlegung ist,es übers Gewerbe zu kaufen, u.a. um die MwSt. rauszubekommen..;-)

      da wir aber das Auto auch privat nutzen, kommt für uns die 1% Regelung in Frage.
      Diese 1% vom Neuwert des Autos kommen ja zu dem zu versteurnden Einkommen dazu. Soweit so gut.

      Bisher konnte man ja bei unsrer Eink.st.erkl. alle Haftpflichtversicherungen angeben.
      > Sehe ich das richtig,daß das dann wegfällt?

      Was kann ich privat noch absetzen am Auto?#kratz

      Was kann ich gewerblich angeben?
      Wie ist das mit Werkstattrechnungen z.B.?Reifenkauf??#kratz

      Und kann ich dann trotzdem wie bisher die gefahrenen Km angeben wenn wir gewerblich unterwegs sind? (bisher haben wir km angegeben,keine Tankrechnungen)

      Ohje Fragen über Fragen.. einen Steuerberater haben wir (noch) nicht, bisher ging es immer so #schwitz

      Vielleicht ist ja jemand von Euch so nett und erklärt mir mal Vor-und Nachteile#aha #dankeDanke
      LG dhl

      • Hallo,.

        als wenn das Fahrzeug über das Gewerbe angeschafft wird läuft das wie folgt:

        - Kosten des Kaufes Betriebsausgaben
        - Steuer, Versicherung, Kraftstoff, Reparaturen sind ebenfalls Betriebsausgaben des Gewerbes (ja auch Reifen)

        Ihr tragt "lediglich" die 1% vom Bruttolistenpreis.

        Die gefahrenen KM könnt ich nicht mehr über das Gewerbe absetzen, ist ja doppelt gemopppelt (einerseits könnt ihr die Tankbelege als Ausgabe geltend machen und ihr wollt noch KM Pauschale?!?)

        Aber, anstatt der 1% Regelung könntet ihr auch ein Fahrtenbuch führen (dies muss aber sorgfältig geführt sein)

        LG Angelika

        Hi,

        selbst auf die Gefahr hin das ich in meinen Erleuterungen etwas vergesse, will ich es mal versuchen.

        Ich bin der Meinung das geht so einfach nicht wie Du dir das vorstellst. Folgende Szenarien sind meiner Meinung nach Möglich:

        1. Ein Unternehmen stellt einem Mitarbeiter ein Fahrzeug zur Verfügung. Dies kann auch der Geschäftsführers. Bedingung hier ist das der Mitarbeiter ein Gehalt bezieht und angestellt ist d.H. Hier muss der Mitarbeiter monatlich 1% des Bruttolistenpreises zzgl. 30 Cent je Entfernungskm von der Wohnung zur gewöhnlichen Arbeitsstätte als geldwerter Vorteil sich seinem Gehalt zurechnen lassen. MWST fällt hier teilweise auch an. Im Gegenzug trägt das Unternehmen ALLE Kosten bzw. die Kosten die in der Firmenwagennutzungsvereinbarung geregelt sind.


        2. Eine Firma schaft ein Fahrzeug an und stellt es jemand zur Verfügung der nicht angestellt ist zur Verfügung z.B dem Inhaber in einer Personengesellschaft oder dem freischaffenden Geschäftsfüher. Hier hier gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder wird ein privater Nutzungsanteil des Fahrzeuges festgelegt (wird vom Finanzamt überprüft) Z.B. 40%. Somit sind bei 40% aller Kosten kein Vorsteuerabzug möglich, ebenfalls werden dann die 40% Der Kosten (dazu gehört auch die Abschreibung) als Privatentnahme gewertet. Ich denke das auch nur 60% der Vorsteuer des Kaufpreises hier geltent gemacht werden können. Also Gewinnerhöhend. ebenfalls besteht die Möglichkeit 1% des Listenpreises +30 Cent je Entfernungskm zzgl. 19% UST dem Nutzer in Rechnung zu stellen und als Betriebseinnahmen zu verbuchen. Natürlich sind hier auch alle Kosten abgedeckt. Analog Beispiel 1.
        Interessant wird es dann beim Verkauf des Fahrzeugs. Denn hier wird die komplette Umsatzsteuer fällig, ein evtl. Ertrag - da der Erlös größer als der Buchwert ist- sind Betriebseinnahmen und man hat als Unternehmen eine 1. Jährige Gewährleistung auf Gebrauchtwagen zu geben.

        Also eine solche Konstruktion sollte schon gut bedacht sein und einem zumindest eine Beratung beim Steuerberater wert sein

        grüßle

        peter






        • Hallo Peter,

          ich lege ein kleines "Veto" ein.
          Und zwar hat sich der Fehlerteufel bei dir eingeschlichen: Es sind nicht 30 Cent die für die Fahrten W&A hinzugerechnet werden sondern 0,03% des inländischen Listenpreises ;-)

          Ansonsten gebe ich Dir Recht.
          Jedoch besteht auch die Möglichkeit der Fahrtenbuchmethode (die bei älteren Fahrzeugen nicht außer Acht zulassen ist, meiner Meinung nach)

          LG angelika

          • Hi,

            hast natürlich recht!.

            Wobei an die Fahrtenbuchführung hohe Ansprüche seitens der Finanzverwaltung gestellt werden und es doch recht aufwändig sein kann. In der Frage geht es wohl auch um einen Neuwagen.


            Hinzu kommt noch, das bei richtig alten Fahrzeugen es sich richtig rentieren kann die 1% Regelung zu wählen und im Extremfall ein 800.000 teures Auto für 170 Euro geldwerten Vorteil fahren kann. Oder ein absolut schickes Cabrio für 80.000 Euro kauft und nur 85 Euro geldwerter Vorteil hat. Dazu hat ein BMW 507 oder einen DB190SL aus den 50ern nicht jeder ;-).

            grüßle

            peter

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