Thema bezügl. der Adoptivtochter Enke und deren Zukunft

    • (1) 11.11.09 - 10:38

      Es stehen nun ja alle unter Schock, insbesondere die Witwe.

      Welche Frage sich mir ernsthaft stellt, und ich weiss nicht mal warum, ist, ob die Witwe die erst vor kurzem adoptierte Tochter behalten wird?

      Ich bin nicht kalt oder so. Bin selbst Mutter. Aber die Frage stellt sich mir komischerweise wirklich.

      Was macht jetzt eine junge Witwe mit einem (noch recht fremden) Adoptivkind?

      Ob die Bindung schon da ist und sie schon in ihre Mutterrolle reingewachsen ist?

      Das Kind wurde ja mal ursprünglich adoptiert, um eine Familie zu komplettieren - nehme ich mal an.

      Nun wird plötzlich eine junge Frau Witwe, wobei der Tod der leiblichen Tochter eventuell ja auch keine unwesentliche Rolle spielt.

      Die Witwe ist jetzt alleinerziehend. Sie muss Einschränkungen trotz des Geldes was sie hat, hinnehmen. Wird wohl Unterstützung nach allen Kräften bekommen, Kindermädchen haben usw.........aber, machen wir uns nichts vor: Ohne Kind hat man es immer irgendwie leichter.

      Was meint ihr? Was würdet ihr tun? Angesichts natürlich des kurzen Zeitraumes, den die Tochter erst im Haushalt Enke lebt. Und Fakt ist doch auch, ein so kleines Mädchen würde auch gerne ruckzuck von vielen anderen Paaren adoptiert werden.

      Geht sowas rechtlich überhaupt, ein adoptiertes Kind wieder zur Adoption freizugeben?

      Wäre schön, wenn die Diskussion sachlich bleibt. Ich will hier keinem zu Nahe treten, nur Gedanken und Meinungen austauschen.

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      • (2) 11.11.09 - 10:42

        hallo,
        gehts noch?wieso sollte die bindung nicht da sein?sie haben das kind seit 6 monaten bei sich.
        und wenn ich mich entschließe ein kind zu adoptieren,dann mit dem vollen bewusstsein,das ich es nicht mal wie margarine umtauschen kann.
        wäre es das eigene kind,und das kind wäre im selben alter,wäre die frage dann aufgekommen?nein.unmöglich deine frage,da kann ich nur mit dem kopf schütteln.würdest du das kind nicht mehr haben wollen?

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        (3) 11.11.09 - 10:42

        Um sachlich zu bleiben: Vielleicht sollte man einfach mal die Klappe halten!

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        (4) 11.11.09 - 10:47

        Ein Kind ist kein Gegenstand, den man je nach Bedarf wieder "abgibt"!!

        "Ohne Kind hat man es immer irgendwie leichter."........Ist das Dein Ernst? Warum bist Du dann Mutter?

        Ich glaube die Frau hat in all ihrem Kummer eine GANZ große Stütze!!!! Und das ist dieses Kind!!!!

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      • Auch mir fehlen gerade die Worte.
        Wie bist du denn drauf???Sowas ist unter aller Sau.Er hat Selbstmord begangen und er wird wohl seine Gründe gehabt haben und ich finde deinen Beitrag echt heftig.

        Und warum sollte sie das Kind zurückgeben???
        Jeden Tag sterben Menschen ,wenn jeder der einen Partner verliert seine Kinder abgibt hätten wir wohl schon eine Tauschbörse.

        S.

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        (6) 11.11.09 - 10:57

        Also ich weiss nicht, warum hier grad alle so empört sind? Ich finde die Frage oder den Gedankengang berechtigt - den Gleichen hatte ich nach der Todesmeldung auch.

        Sicher ist ein Kind kein Gegenstand, das man nach belieben wieder abgibt.
        Aber es könnte dennoch möglich sein, dass dieses "gemeinsame Projekt" Adoption eine zusätzliche, emotionale Belastung ist? Immerhin war es eine gemeinsame Entscheidung, ein gemeinsamer Weg - den die Frau nun alleine tragen muss.

        Und - in wie weit ist die emotionale Bindung zu einem zunächst mal fremden Kind tatsächlich gegeben? In diesem recht kurzen Zeitraum?
        Ist sie tatsächlich schon so gefestigt, wie bei einem leiblichen Kind, das man monatelang austrug, geboren hat etc?

        Ich denke, würde die Frau sich von dem Kind trennen, dann nicht aus wirtschaftlichen Gründen ("ohne Kind hat man es leichter"), sondern aus emotionalen.

        Ich persönlich vermute allerdings eher, dass das Kind eine grosse Stütze sein wird in der Trauerarbeit...und eine wertvolle Erinnerung an ein letztes gmeinsames Ziel.

        Gruss
        agostea

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        • (7) 11.11.09 - 11:04

          "Ich persönlich vermute allerdings eher, dass das Kind eine grosse Stütze sein wird in der Trauerarbeit...und eine wertvolle Erinnerung an ein letztes gmeinsames Ziel."

          Genauso wird es wohl auch sein.
          Mensch die hat das Kind doch nicht erst seit drei Tagen. Das sind immerhin sechs Monate. Eine Freundin von mir hat drei Monate ein Pflegekind gehabt und als sie das Kind wieder abgeben musste, hat sie gelitten wie Sau!!!


          Bestimmt sind manche Dinge ohne Kinder leichter zu bewältigen (besonders wirtschaftlicher Natur), aber man würde es doch trotzdem nicht abgeben - egal ob leiblich oder adoptiert!

          *bist ja immer noch nicht im Bett* #schein

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          • (8) 11.11.09 - 11:25

            >>aber man würde es doch trotzdem nicht abgeben - egal ob leiblich oder adoptiert! <<

            Weiss man es? Jeder Mensch tickt anders und die Frau steht unter schwerem, emotionalen Druck. Erst der Verlust der Tochter, dann das ganze Adopitonsverfahren (was bekanntermaßen ja nun auch kein Spaziergang ist), jetzt der Tod des Partners...

            Das sind Bürden, die wiegen so schwer, das zumindest ICH mir nicht vorstellen kann, wie man das erträgt.

            Bett.

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            • (9) 11.11.09 - 11:30

              Ja da ist jeder anders. ICH würde diese Bürden gerade MIT diesem Kind überstehen. Als Stefan damals den schlimmen Unfall hatte, war Marie ein Jahr alt und ich bin heute noch froh, dass sie damals schon bei mir war #gruebel

              #stern#stern gute Nacht

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      (10) 11.11.09 - 10:58

      Angesichts der Schicksalsschläge wird das kleine Mädchen ihr wahrscheinlich ein wichtiger Halt in der kommenden Zeit sein.

      Da die kleine schon seit Mai da ist, ist die Rückgabefrist abgelaufen #klatsch


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      (11) 11.11.09 - 10:58

      Du hast mal Komische Gedanken!!!!!!!

      Da fällt mir nur das hier ein

      #klatsch

      Wieso sollte keine Bindung da sein? Ich kann zu jedem Kind eine Bindung aufbauen in kürzester Zeit, ob Leiblich oder nicht Leiblich! Gerade bei Adoptierten Kindern, Pflegekindern ist es ein Besonderer Fall, da eine lange Vorgeschichte besteht!

      >>Ohne Kind hat man es immer irgendwie leichter. <<

      Ach, wenn ich jetzt Heute Witwe werde, soll ich dann auch meine Kinder hergeben, weil ich es ja dann LEICHTER habe?!

      Gerade Kinder geben in solchen Situationen halt!

      Ich finde du hast wirklich komische Gedanken!

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      (12) 11.11.09 - 11:00

      #klatsch#klatsch#klatsch

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      (13) 11.11.09 - 11:05

      *autsch*

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      (14) 11.11.09 - 11:06

      ???????????????

      öhm...

      ist das dein ernst?

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      (15) 11.11.09 - 11:08

      Was soll man Frau Enke denn noch alles zumuten?

      2006 stirbt ihre 2jährige Tochter. 2009 stirbt ihr Ehemann durch Selbstmord.

      Glaubst du echt, irgendeine Behörde würde der armen Frau jetzt das Kind wegnehmen? Damit würde man wohl das nächste Familienmitglied in den Selbstmord treiben.

      Und ich hoffe ja sehr stark, dass eine Adoptivmutter nicht einfach so hergeht und sagt "ach, jetzt habe ich doch keinen Bock mehr auf mein Kind" (kann ich mir auf jeden Fall nicht vorstellen).

      Was man aber kritisch hinterfragen sollte:
      wie kann es sein, daß ein Adoptivkind ausgerechnet in eine Familie gegeben wird, wo offensichtlich ein Elternteil psychisch labil ist?

      Allerdings ist es pietätslos, so kurz nach dem tragischen Tod von Robert Enke das weitergehend zu diskutieren.

      LG,
      J.

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      (16) 11.11.09 - 11:08

      Man hat nur zwei Wochen Rückgaberecht. Und Babies gibt`s nur originalverpackt zurück!

      #augen

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      (17) 11.11.09 - 11:16

      Hallo,

      ich finde diese Gedanken nicht toll.

      Niemals würde ich mein Kind weggeben, wenn mein Partner stirbt.
      Ein Adoptivkind ist ein Kind für das man sich bei vollem Bewusstsein entscheiden hat - mehr noch als die ganzen ungeplanten Schwangerschaften hier und natürlich würde ich auch kein Adoptivkind weggeben, denn es wäre meines!!!

      Ich finde man kann etwas besser verarbeiten, wenn an nicht allein ist!

      Gruss

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      (18) 11.11.09 - 11:20

      Du brennst ja wohl! Dazu gibt es keine "Gedanken" und "Meinungen". Ein Kind ist kein Gegenstand. Adoptiert ist rechtlich dem leiblichen gleichgestellt.

      Deinen Text kannst du nur mit einem weichen Brötchen im Kopf geschrieben haben. :-[

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      (19) 11.11.09 - 11:30

      Sag' mal...

      Sie wird das Kind SICHER nicht wieder zur Adoption freigeben!

      Mich wundert es immer wieder, auf was für seltsam anmutende Gedanken manche User in diesem Forum kommen.

      An deiner Stelle hätte ich meine abgedrehte Meinung für mich behalten.

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      (20) 11.11.09 - 11:32

      Angesichts deiner Frage hätte ich eine kurze Gegenfrage...






      bist du noch ganz dicht?#klatsch

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      (21) 11.11.09 - 11:38

      Diese Diskussion, wie du sehen kannst, kann nicht sachlich bleiben.

      Du hast, vermute ich mal, diese Gedankengänge. Du würdest so reagieren, weil sonst hättest du es hier nicht ausgesprochen.

      Das Paar hat sich damals für dieses Kind entschieden.

      Du schreibst: Es ist einfacher ohne Kind. Dieser Satz ist unter aller Kanone! Erkläre es einer Mutter die vor Jahren ihr Kind verloren hat. Wie kannst du nur glauben, dass es einfacher wäre für sie, dieses Kind wieder abzugeben? Ist ja nicht so, dass sie gerade ihren Mann verloren hat. Dann setzt sie natürlich einen drauf und verabschiedet sich auch vom Kind. Sie hätte es ja dann einfacher!

      Und, was würdest du machen?

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      (22) 11.11.09 - 11:48

      Oh, wie man hier lesen kann, haben einige wieder Ihre gute Kinderstube vergessen #augen

      Ich frage mich immer wieder, wie man bei ein paar geschriebene Zeilen nur so austicken kann #gruebel

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      (23) 11.11.09 - 11:52

      "Wäre schön, wenn die Diskussion sachlich bleibt. Ich will hier keinem zu Nahe treten, nur Gedanken und Meinungen austauschen."

      Ein frommer Wunsch der sich aber hier in Urbia nicht erfüllen wird.

      Du schreibst, daß du keinem zu nahe treten willst; dieses ist dir gelungen. Du bist den Müttern hier nicht zu nahe getreten, nein, die Mütter hier scheinen sich von dir mächtig auf die Füße getreten zu fühlen. Jedenfalls wenn man die überwiegenden Reaktionen auf dein Posting liest.

      Du hast einen schweren Fehler gemacht: Du möchtest über etwas reden, über was man nicht spricht! Das sind Gedanken, die sich nicht gehören! Pfui, schäm dich!

      Ich gebe zu, mir sind ähnliche Gedanken wie dir durch den Kopf gegangen, als ich die Meldung gehört habe. Verlust des eigenen Kindes, dann Adoption und nun Verlust des Ehemannes.
      Natürlich kann es sein, daß das Kind der Witwe jetzt eine große Stütze sein kann; es könnte aber auch sein, daß sich die Frau erstmal komplett zurückzieht und mit nichts und niemandem was zu tun haben will.
      Eine Reaktion, die ich durchaus verstehen kann.
      Und was ist dann mit dem Kind?

      Aber über soetwas spricht man nicht. Jedenfalls nicht hier in Urbia. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.



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      • (24) 11.11.09 - 12:08

        #pro

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        (25) 11.11.09 - 12:17

        Liebelein, wäre ja auch schön, wenn man mit der TE darüber diskutieren könnte. Hätte gerne gewusst, was SIE machen würde. Es wird von den anderen erwartet dies zu tun, sie äußert sich wiederrum nicht!

        Ich habe mich über einige Sätze tierisch aufgeregt. Gebe ich zu! :-)

        Diskussion stillgelegt
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