Fast Zusammenstoß mit einem Fahrrad...

    • (1) 13.11.09 - 20:02

      Hab vorhin fast eine Fahrradfahrerin umgefahren...:-(

      Wollte aus einer Ausfahrt nach rechts abbiegen, hab dann auch links geguckt, dass kein Auto mehr kam, kurzer Blick nach rechts und los...

      ...und dann knallte es fast! Ich hab mich echt erschrocken, zum Glück hab ich die Fahrradfahrerin nicht angefahren, die konnte gerade noch runterspringen.

      Ich seh ja auch ein, dass ich bestimmt eine Mitschuld an diesem Fast-Unfall trage, ABER:


      - Die Dame fuhr auf der falschen Seite (auf der gegenüberliegenden Seite war auch ein Fahrradweg, dann wäre sie rechts gefahren)
      - sie war komplett pechschwarz gekleidet
      - Die Dame hatte KEIN LICHT am Fahrrad!! (Es war schon stockdunkel)#schock

      Ganz unschuldig ist sie doch am Fast-Zusammenstoß dann auch nicht, oder? Sie hat mich nämlich die ganze Zeit angemotzt, dass ich an allem Schuld wäre..

      Oder sehe ich das falsch?

      • Hallöchen,

        ja, sie fuhr auf der falschen Seite und hatte sicher nicht die passende Kleidung an. Wäre es aber wirklich zu einem Unfall gekommen, hättest Du leider eine erhebliche Mitschuld bekommen.
        Bei uns in der Stadt ist letztens ein Radfahrer tödlich verunglückt. Ist auch im Dunkeln bei Rot ohne Licht über die Ampel gefahren und wurde vom Taxi erwischt. Jetzt wird gegen den Taxifahrer, der bei grün fuhr, ermittelt. Und kaum äussert man sich, dass der Radfahrer ja selbst schuld sei, so wird man mit Steinen beworfen.

        Ja so ist das hier, die Fehler sucht man immer beim Anderen. Das man selber was falsch gemacht hat, kann ja gar nicht sein.

        Sei froh, dass es bei Dir so glimpflich ausging...

        Liebe Grüße, Sandra

        • Wenn jemand stirbt oder verletzt wird, dann wird IMMER durch die Staatsanwaltschaft ermittelt. D.h. aber noch nicht, dass der, gegen den man ermittelt, auch deshalb verurteilt wird.

          An die TE, in dem von dir geschilderten Fall würde die Fahrradfahrerin eine Teilschuld treffen, denn auch sie hat die Pflicht, sich ausreichend kenntlich zu machen, sei es durch entsprechende Kleidung wie auch natürlich durch Licht.

          vg, m.

      Wenns nach mir ginge,sollte jeder Radfahrer ohne Licht am Rad die alleinige Schuld tragen!

      Wer so hirnamputiert ist und zu dieser Jahreszeit ohne fährt,verdient nichts Besseres!!

      • (5) 13.11.09 - 22:02

        Ich fahre jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit, bin überzeugter "ohne Licht Fahrer". Seit Jahren ohne großere Probleme. Einmal, vor ca. 12 Jahren, wurde ich von der Polizei gestoppt und musste 10 DM zahlen, was soll's. Ich parke am Bahnhof. Da kann man nur mit Rädern hinfahren, die nicht mehr als 20 EUR wert sind, und diese Räder haben nun mal kein Licht bzw. es funktioniert nicht.
        Wenn ich ohne Licht fahre, fahre ich so als wäre ich unsichtbar. Ich bremse also auch wenn ich Vorfahrt habe.

        Seit Montag habe ich ein "neues" altes Rad bei dem das Licht funktioniert. Und, was soll ich sagen...
        3 gefährliche Situationen, bei denen Autofahrer mir die Vorfahrt genommen haben (rechts vor links), wenn ich nicht voll in die Eisen gegangen wäre hätte es gekracht ! Und das M I T Licht !!!!

        Ab Montag nehme ich mein altes, altes Rad wieder. Ich will nämlich noch ein bisschen leben !

        • Ob du nun wirklich länger lebst, wenn du ohne Licht im Straßenverkehr unterwegs bist ist fraglich. Sicher ist man auf der Straße nie. Jedoch kann man einigen gefährliche Situationen vorbeugen, wenn man im Straßenverkehr gesehen wird! Außerdem bin ich der Meinung, dass man seinen Kindern mit gutem Beispiel voran gehen sollten.

          "Seit Montag habe ich ein "neues" altes Rad bei dem das Licht funktioniert. Und, was soll ich sagen...
          3 gefährliche Situationen, bei denen Autofahrer mir die Vorfahrt genommen haben (rechts vor links), wenn ich nicht voll in die Eisen gegangen wäre hätte es gekracht ! Und das M I T Licht !!!!"

          Das liegt momöglich auch daran, dass man sich als Radfahrer MIT Licht zu sicher fühlt und zu sehr auf die Autofahrer verlässt. Viele Autofahrer achten auch bei Tageslicht nicht auf Radfahrer. Aber wenn ein Radfahrer bei Dunkelheit auch noch unbeleuchtet unterwegs ist, wird es nochmal um einiges gefährlicher. Ob du also länger lebst, wenn du mit deinem Fahrrad dauerhaft "unsichtbar" im Straßenverkehr unterwegs bist, glaube ich definitiv nicht.

          Mich nervt es, wenn ich bei Dunkelheit auf einer Landstraße unterwegs bin und plötzlich sehe ich im letzten Moment vor mir einen Radfahrer, der ohne Licht unterwegs ist. Das kann nicht nur für den Radfahrer böse enden, sondern auch für den Autofahrer, der erschrocken in letzter Sekunde das Lenkrad verreißt, in den Gegenverkehr oder ins nächste Feld rast, nur damit er den Radfahrer nicht, bei 100 km/h, weiter auf seiner Motorhaube spazieren fährt!

          Ich jedenfalls schalte mein Fahrradlicht bei Dämmerung und Dunkelheit immer ein. Auch bei dem Fahrrad meines 4-jährigen Sohnes haben wir nachträglich vorne und hinten ein batteriebetriebenes Licht montiert. Denn wie schon erwähnt, sicher ist man im Straßenverkehr nie, jedoch kann man einiges selbst dazu beitragen, dass es sicherer wird.

          LG,
          Steffi

        • (7) 14.11.09 - 19:57

          Ich kann dir nur dringend raten zumindest Batterielampen zu benutzen, die man extra anklippen kann.

          Kosten ca. 10 EUR und können einfach an und abmoniert werden (ohne Werkzeug).

    (8) 14.11.09 - 12:41

    Hallo,

    sie hätte immerhin 30% Mitschuld tragen müssen, weil sie auf der falschen Seite fuhr und natürlich den Krankenhausaufenthalt gleich mit.

    Als leidenschaftliche Radfahrerin gebe ich dir vollkommen Recht, ethisch gesehen wäre sie am Unfall mit Schuld gewesen.
    Ich kann auch nicht nachvollziehen, wenn Radfahrer sich getarnt ducrh den Strassenverkehr begeben, keine Helm tragen und kreuz und quer fahren wie es gerade passt.
    Ich arbeite auch auf einer Intensivstation und habe reichlich Radfahrer sterben sehen oder in Pflegeheime verlegt:-(
    Die wenigsten von ihnen waren verkehrssicher ausgestattet.

    Sei in Zukunft einfach noch vorsichtiger und umsichtiger!

    LG belala

    • (9) 14.11.09 - 19:54

      "sie hätte immerhin 30% Mitschuld tragen müssen, weil sie auf der falschen Seite fuhr"

      Und was ist mit dem Fahren ohne Beleuchtung? Ist das bereits berücksichtigt oder nicht?

      • (10) 14.11.09 - 20:09

        Hallo,

        ich weiß es nicht.

        Vor vielen Jahren wurde ich von einer Autofahrerin über den Haufen gefahren und selbst fuhr ich auf der falschen Seite.
        Nur daher weiß ich, daß ich 30% mitschuldig war.

        Theoretisch müßte das verkehrsunsichere Fahrrad von der getarnten Radfahrerin ebenso zur Schuldfrage beitragen, aber ob es so im Gesetz verankert ist, weiß ich leider nicht.

        LG belala

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