Zusatzkrankenversicherung bei Vorerkrankungen

    • (1) 25.11.09 - 16:38

      Guten Tag.
      Meine Tochter wurde mit offenen rücken geboren.
      Wir würden Sie gerne privat krankenzusatzversichern.
      Leider haben uns die großen Versicherungen alle mitgeteilt das es keine Möglichkeit einer Zusatzversicherung gibt aufgrund ihrer Vorerkrankung. Kennt vielleicht jmd eine Versicherung die ein krankes Baby nicht wie ein Menschen zweiter Klasse behandelt. Ich wäre ja sogar bereit einen höheren beitrag als normal zu zahlen.
      Freue mich auf eure antworten. Danke Schonmal

      • Hi,
        ich fürchte, mit der Vorerkrankung wirst du kaum Chancen haben. Das ist schlicht und einfach Mathematik - die berechnen die Chancen (durch Beitragseinnahmen) und Risiken (durch Inanspruchnahme der KV), und wenn da nichts gutes bei rauskommt lehnen sie ab. Das Gesetz eines gewinnorientierten Unternehmens...

        Ist leider so - so wie ich niemals mehr im Leben eine Risikolebensversicherung bekommen werde.

        Selbst mit harmlosen Vorerkrankungen, die nach allem, was die Ärzte heute sagen können auskuriert sind haben wir für unsere zwei Kinder die private Zusatzversicherung nur mit Einschränkungen bekommen (Max: wegen Hypospadie vor 2 Jahren erfolgreich operiert: alles möglichen Folgen wurden von der Versicherung ausgeschlossen; Sebastian: PFO (verheilt wie ja bei den allermeisten Babys, die damit geboren werden) und Nabelbruch (verheilt ohne OP) nur mit Aufschlag auf den Beitrag). Und das sind ja wirklich harmlose Dinge.

        Fragen könnt ihr, ob alle Folgen der Vorerkrankung von der Versicherung ausgeschlossen werden - nur, ob die Euch dann wirklich noch was bringt? Ist halt dann eine Frage, was da alles erfolgreich hineininterpretiert werden kann.

        Eine private Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen gibt es m.W. nach nicht, leider für Euren Fall (wobei die Beiträge eines solchen Anbieters vermutlich auch für die meisten unbezahlbar wären, denn das enorm erhöhte Risiko durch den Wegfall der Gesundheitsfragen würde ja umgelegt werden).

        Tut mir leid, dass ich da nichts besseres weiß - vielleicht hat ja jemand noch eine Idee.

        Viele Grüße
        Miau2

        Hallo du.

        Bitte nimm mir das nicht übel, aber generell gesehen für das Gesundheitssystem sind kranke, alte und chronisch kranke Menschen einfach nicht tragbar.
        Mein Tipp an dich: den Beitrag, den du in eine private KV investierst so gewinnbringend wie möglich anlegen und dort dann im Fall der Fälle drauf zurück greifen.
        Wird wahrscheinlich keine goldene Lösung sein, aber du wirst keine Versicherung finden, die euer Baby versichert, weil sie es als Fass ohne Boden ansehen.

        Alles Liebe für euch.

        Henning.

        Das hat nichts mit "zweiter Klasse" zu tun, sondern mit schlichter Profitorientierung: Private KV sind Wirtschaftsunternehmen, die selbst entscheiden können, mit wem sie ins Geschäft kommen wollen. Ein krankes Kind ist ein ungünstiges Risiko, die versichern nur Gesunde gegen Krankheitsrisiken, Kranke wären zu teuer. (Verteilen Schirme bei Sonnenschein)
        Ich muss mich freiwillig teuer und schlecht gesetzlich versichern, weil ich chronisches Asthma habe und die Risikozuschläge und/oder Ausschlüsse jenseits der Rentabilität wären in der privaten KV.
        Gräm dich nicht - ist so und nicht zu ändern. Tu das Geld weg und zahle die Zusatzleistungen cash auf die Hand beim Doc, geht mindestens genauso gut.
        Sei froh, dass es eine gesetzlich KV gibt, die deine Kleine aufnehmen muss und ein angemessene Versorgung ohne Chichi ja durchaus garantiert.
        LG
        Mariella

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