krankenhaus verklagen? wer kennt sich aus

    • (1) 23.02.10 - 09:20

      hallo
      ich hatte letztes jahr eine schwere krebs-op. angefangen aht alles im mai als ich wegen rückenschmerzen beim orthopäden war. der spritze mich über wochen bis er mich im sept. ins kh schickte. dort wurde ich trotz einweisung wieder nach hause geschickt mit der begründung ich müsse ein ct-termin abwarten . der wäre in 14 tagen. nach einer woche wurde ich wegen massivsten schmerzen mit dem rtw ins kh gebracht . notfallmäßig versorgt und mir wurde gesagt es müsse ein neurochirug kommen ansonsten müsse ich nach hause. nach 4 tagen war noch keiner da. als ich mit rtl und anwalt drohte war 10 min. apäter einer da um mir zu sagen, dass er nicht zuständig sei.
      es wurde eine gewebeprobe entnommen und ich wurde mit dem rtw nach hause gebracht, da ich nicht mehr sitzen und stehen konne. nach 14 tagen rief mein mannwegen dem ergebnis an und sagte , dass man in der zwischenzeit sterebn könne. anwort: soetwas kann schon mal vorkommen.
      die sache schob sich bis ende november hinaus. der tumor war auf mittlerweile 4kg angewachsen und es mussten mehrere organe in einer 10 std-op mitentfernt werden. bis heute bin ich kaum belastbar.
      wäre nicht soviel zeit vergeudet worden, wäre die op nicht so ausgeartet.

      das ist nur die kurzfassung. viele andere dinge, die in meinem fall schiefgelaufen sind kann ich gar nicht alle ausführen.
      wer hat schon mal ähnliches erlebt und hat die klinik verklagt?
      es geht mir nicht um irgendwie geld rauszuholen, sondern darum zu zeigen, dass man menschen so nicht behandeln darf. käme dabei schmerzensgeld raus, würde ich damit eh nicht glücklich werden.

      gruß petra







      Hallo Petra!!

      Vereinbare einfach mal bei einem Anwalt einen Termin für ein Beratungsgespräch.
      Der wird dir die Möglichkeiten schildern.

      Das würde ich auch nicht so einfach auf mir sitzen lassen.

      Viel Erfolg!!

      Gruss Carmen

      Hallo,

      es tut mir sehr leid, was Dir passiert ist. Wir haben in der Familie einen ähnlichen Fall. Der Krebs wurde auch unötig verschleppt - durch Ignoranz des Arztes usw. Allerdings fehlt dem Patienten und den nächsten Angehörigen einfach die Kraft, um zu klagen. Sie haben mit der Behandlung, dem Kampf ums Überleben und dem Kampf um die notwendigsten Dinge schon genug um die Ohren. Du weißt ja sicher selber, wie viel Papierkram neben den Arztbesuchen und Behandlungen in so einem Fall zu erledigen ist.

      Wenn Du klagen möchtest, was ich sehr gut finde, nimm Dir einen guten Anwalt. Ich wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

      Gruß,

      B.

    • Hallo,

      du musst dir absolut sicher sein, im Recht zu sein,

      dann

      such dir einen Patientenanwalt der auf Arzthaftungsfehler spezialisiert ist.

      Schildere deinen Fall.

      Wenn es ein guter Anwalt ist, kann er dir im Vorfeld deine Chance nennen, etwas zu erreichen.

      Stell dich darauf ein, dass ein möglicher Prozess sehr lange dauern kann (bis zu 10 Jahren) und das es viel Geld kosten kann, solltest du keine Rechtschutzversicherung haben, da zB Gutachterkosten etc vorausgelegt werden müssen.


      LG
      Minimaus

      Hallo Petra,

      das klingt schlimm, was dir passiert ist und ich würde an deiner Stelle auch die komplette Behandlung und den Ablauf prüfen lassen.

      Ich empfehle dir folgendes:

      1. Krankenkasse schriftlich informieren (so wie du es quasi hier geschildert hast) und Einverständnis zur Anforderung der Patientenakte erteilen. Die werden die Unterlagen dann anfordern und durch den MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkassen) prüfen lassen. Die Prüfung erfolgt immer durch einen Arzt des entsprechenden Fachgebietes. Das dort erstellte Gutachten + weitere Ergänzungsgutachten sind vollkommen kostenfrei für dich!

      2. Wenn du ein weiteres Gutachten möchtest, kannst du dich an die Schlichtungsstelle für Arzthaftungsfragen wenden. Diese erstellen ein kostenfreies Gutachten. Haken an der Sache: Der Arzt, dem du den Vorwurf des Behandlungsfehlers machst, muss dem Verfahren zustimmen. Für diesen und den ersten Punkt brauchst du noch keinen Anwalt.

      3. Sofern du eine Rechtsschutzversicherung hast, wende dich über diese an einen Fachanwalt für Arzthaftungsrecht, damit dieser dich vertritt. Er wird auch in Kontakt mit deiner Krankenkasse treten, falls du das noch nicht gemacht haben solltest.

      Die Aussage, dass die Krankenkassen mit den Ärzten zusammenarbeiten kann ich so nicht bestätigen (bin selbst bei einer angestellt und bearbeite und prüfe Behandlungsfehler). Im Gegenteil, es liegt in unser aller (der Versichertengemeinschaft) Interesse, zum einen den Versicherten zu unterstützen und zum anderen die Gelder, die ggf. ungerechtfertigt gezahlt werden mussten (z. B. länger Krankenhausaufenthalte wegen Verzögerung der Behandlung bzw. Fehldiagnostik usw.) wieder herein zu holen. Wir Krankenkassen beteiligen uns zum Beispiel auch an Kosten von Sachverständigengutachten der Versicherten, wenn diese keine Rechtsschutzversicherung haben und trotzdem den mutigen Schritt der Klage wagen.

      Ich empfehle dir, zeitnah tätig zu werden, denn auch für deine möglichen Schadensersatzansprüche gelten Fristen (§ 199 BGB).

      LG chaosinmir

      hallo,

      also ich will dir nicht zu nahe treten, aber ehrlich gesagt was hast du davon die klinik zu verklagen wenn es nicht um schmerzensgeld geht?! Mit einer solchen Geschichte erreichst du nicht dass jemandem oder sogar mehreren ärzten die approbation entzogen wird.

      Einen jahrenlangen kampf gegen diverse ärzte und kliniken zu führen, kostet dich nur erstmal viel geld und wahnsinniv nerven. wenn du wirklich so dran bist wie du schilderst, solltest du dich auf deine genesung konzentrieren.

      ich komme selbst aus der medizin und ich kann mir nicht vorstellen dass es sich so zugetragen hat wie du es schilderst (wie gesagt ich möchte nur meine meinung kundtun und dir nicht zu nahe treten). wenn du nicht irgendwo in einer mini wald- und wiesenklinik in hintertuxingen warst kann ich mir das beim besten willen nicht vorstellen. jemand der mit einer einweisung kommt bei einer solchen vorgeschichte, geht nicht wieder nach hause, sondern wird stationär aufgenommen und bekommt in den nächsten tagen die notwenigen untersuchungen gemacht. erst recht jemand der 14 tage später mit dem rtw kommt...

      wie gesagt ich kenne mich gut aus, wir sind eine städtische recht gute klinik, aber auch bei uns passieren manchmal harrstreubende dinge, dennoch lass dir gesagt sein dass in der regel eine krähe der anderen kein auge aushackt. ärzte sind auch nur menschen und eben keine halbgötter in weiß, sie machen fehler, manchmal sehr fatale.

      du bist noch keine mitte 40 und kann mir beim nesten willen nicht vorstellen dass es fast ein halbes jahr gedauert haben soll bis man einen 4 kg schweres carcinom entdeckt hat. wenn du ledigleich bei einem arzt in behandlung gewesen wärst, aber dass gleich so viele sich deiner sache nicht annehmen...

      ich sag nochmal ich will dir nichts böses und hoffe ud kommst wieder in ordnung aber wir erleben auch regelmäßig dinge von patienten, da schlackert man mit den ohren. was angeblich gemacht oder nicht gemacht wurde, wer angeblich schuld hier- und daran ist, etc.
      deswegen wird merhfach täglich gut dokumentiert um solche dinge abzuweisen.

      ich habe selbst einen fall in meiner familie gehabt wo mein bruder nach einem wirklich eindeutigen ärztefehler fast gestorben wäre. er ist von auto angefahren worden und hatte vom 4-fach becken, über schädelbasisbruch, bis hin zu organschädigungen alles. und weil er halt getrunken hatte (war auf einer party) hat die ärztin gesagt der hat nichts. er hat so noch 2 tage bei uns zuhause gelegen, sollte viel laufen...haben ihn die treppe rauf und runter geschliffen, denn laut ihrer aussage sollte r sich ja viel bewegen. er ist zum glück heute wieder fast der alte.
      meine eltern ahben damals auch überlegt zu klagen, haben sie aber letztenendes doch nicht gemacht, weil sie sich eben voll auf die genesung meines bruders konzentireren wollten, was sicherlich die richtige entscheidung war.
      die ärztin behandelt heute noch pro tag eine menge patienten. sie hat einen fehler gemacht, aber sie ist trotzdem ein mensch und die machen nunmal fehler. so beschissen dass für diejenigen sind die sie ausbaden müssen.

      alles liebe


      • du brauchst mir nicht zu glauben, aber genau aus diesem grund, haben wir irgendwann angefangen protokoll zu führen. und ich war niemals alleine bei einem arzt. sonst würde mir wahrscheinlich , genau wie du jetzt, niemand glauben.
        eine frau, die mit mir im zimmer lag sagte wörtlich " es ist kaum mit anzusehen, wie ich behandelt werde. " sie ist bereit, zumindest für diese zeit als zeugin auszusagen.
        wenn du aus der medizin kommst, solltest du wissen, dass es krebsarten gibt, die rasend schnell und agressiv wachsen.
        und nein, es war keine dorfklitsche sondern ein e uniklinik, in der ich auch schon als kind verstümmelt wurde. und das kann ich ja wohl auch beweisen.
        ich finde es sehr unfair von dir, mich als lügnerin darzustellen.
        was ich beweisen kann ist, dass ich im mai das erstemal beim arzt war und ende nov. operiert wurde. und viermal im liegetransport nach hause gefahren wurde. das sind fakten, die ich belegen kann.
        aber dein beitrag zeigt leider genau das was alle wissen. eine krähe hakt der anderen kein auge aus

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