Was kann man tun?

    • (1) 14.04.10 - 08:55

      Wir haben einen Nachbar der betrunken Auto (Firmenwagen) fährt und das ist auch jedem hier bekannt sogar seinem Chef. Ich bin seit Tagen schon am grübeln, ob ich diesen Typen anzeigen soll?! Eigentlich geht es mich ja nichts an….aber……meine Kinder und auch Kinder aus der Nachbarschaft spielen oft auf der Strasse (Einliegerstrasse). Jetzt viel mehr, durch das schöne Wetter.
      Ich habe schon ein mulmiges Gefühl dabei, wenn dieser Typ nach Hause kommt. Wenn irgendwann mal etwas passiert (Kind unter seinem Auto) würde ich mir Vorwürfe machen, das ich nicht schon früher reagiert habe.

      Das andere Problem ist, er ist Alleinverdiener. Die Familie hat 2 kleine Kinder (3 und 6 Jahre). Wenn er seine Arbeit verliert, können die nicht mehr das Haus abbezahlen und ich möchte nicht die jenige sein, die diese Familie in die Ruine treibt.

      Eine Ermahnung hatte er schon. Er misshandelt auch noch seinen Hund (schlagen, anbrüllen, an der Leine zerren. Es gab mal einen Vorfall, als er wieder mal seinen Hund beim Gassi gehen schlug und anbrüllte, mischte sich ein andere Nachbar ein und rufe den Hund zu sich (der hatte sichtlich angst und kam nicht). Der Hund ist dem Nachbar ins Haus und wollte nicht mehr raus. Der Typ hat geklingelt und geklopft, den Hund zu sich gerufen und den Nachbar bedroht und beschimpft. Dann kam die Frau des Typen und holte den Hund ab. Der Nachbar hat ihr dann auch ausdrücklich gesagt, dass es Konsequenzen gibt und dass der Hund nie wieder in die Hände diesen Typen dürfte. Der Typ hat eine Anzeige wegen Tiermisshandels bekommen. Wie das ganze ausging, kann ich nicht mehr sagen, da dieser Nachbar wegzog und zu diesem Typen haben wir keinen Kontakt. Den Hund haben die immer noch.

      Wie es bei denen zu Hause zugeht, kann ich nicht viel sagen. Die Kinder dürfen nicht mit anderen Kindern spielen, sind die meiste Zeit zu Hause oder gehen nur mit Mutter spazieren. Es herrscht schon ein grober Ton den Kindern gegenüber vor allem dem „großen“ gegenüber, aber ich habe noch nie gesehen, das die geschlagen wurden ect..

      Mein Mann sagt raushalten es geht uns ja nichts an. Er hat ja irgendwo Recht….aber es geht uns wohl was an, es geht auch um unsere Kinder. Ich bin hin und her gerissen und habe zu dem auch noch angst vor diesem Typen, weil Agressionspotential ist schon vorhanden, wenn er betrunken ist und das ist er immer. Ich bin die meisten Zeit alleine zu Hause und wenn dieser mal ausflippt kann mir keiner so schnell helfen.

      Was können wir tun? Geht auch eine Anzeige anonym oder sollten wir uns wirklich da raus halten?


      Grüße

      kloos

      • (2) 14.04.10 - 08:58

        Sorry, bin heute etwas durcheinander.

        Der hund hatte sichtlich Angst vor seinem Herrchen und ist schnell zum anderen nachbar ins Haus gelaufen. auf Rufe seines Herrchens hat er nicht reagiert.

        • Hallo

          Ich würde mal bei der Polizei nachfragen.Das kostet nichts.
          Geht ja garnicht.Anzeigen würde ich sagen.Denk an deine Kinder.Betrunken Autofahren ist wirklich das letzte.

          lg

          • Ja, das finde ich auch. Er ist mit dem Auto auch oft unterwegs von Baustelle zur Baustelle. Das bis jetzt noch nichts passiert ist, grenzt an einem Wunder oder er hat sich wirklich gut im Griff beim fahren.

            Danke für deine Antwort.

            Grüße


            koos

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              • Hallo Uli!

                Ich kenne ihn schon seit 10 Jahren. Habe mehrmals beobachtet das er Nachmittags ab 16.00h in der Kneipe ist. Sein Auto verrät dies.
                Wenn er zu Hause ist trinkt er auch, das kriegt jeder mit (somit will er vielleicht seiner Frau klar machen, das er nur zu Hause trinkt).

                Mein Mann kennt ihn gut, er arbeitete mal mit ihm in einer Firma und war oft mit ihm unterwegs.


                Es ist nicht aus der Luft ergriffen und keien Vermutungen.


                Lg

                kloos

      (8) 14.04.10 - 09:57

      Hallo,

      wenn ein anderes (oder mehrere) Menschenleben in Gefahr ist, dann darf man einfach nicht wegschauen.

      Es kann 10 Jahre gut gehen, aber eben einmal auch nicht.
      Und ich möchte mir später nicht vorwerfen müssen, dass ich ein Leben auf dem Gewissen habe, weil ich nicht mutig genug war.

      Im Übrigen bist du nich diejenige, die die Familie in den Ruin treibt, sondern er selbst.
      Nur er hat es in der Hand, ob er was gegen seinen Alkoholkonsum macht oder nicht. Es gibt genug Anlaufstellen, an die sich ein Alkoholkranker wenden kann.

      Wie gesagt, es könnten auch eure Kinder sein, die unter diesem Mann leiden müssten. Muss ja nicht mal ein Autounfall sein. Ich könnte mir auch vorstellen, dass er so auch nicht wirklich ein angenehmer Zeitgenosse ist und dass er auch bei (fremden) Kindern Verhaltensweisen an den Tag legt, die garnicht gehen.

      Also von daher: schaut nicht weg, handelt. Vielleicht erstmal bei der Polizei nachfragen, was man im Falle einer alkoholisierten Fahrt machen muss: ob es reicht, wenn man das Kennzeichen und die Fahrtrichtung angibt und sie schnappen sich dann im Zuge einer "allgemeinen Verkehrskontrolle" #schein oder ob man auch direkt eine Anzeige stellen kann (also ich würde ja Nachbarstreitstechnisch zu der ersten Variante tendieren ;-) ).


      Wie auch immer: tut was.

      Gruß
      Sandra

    (10) 14.04.10 - 11:32

    Raushalten.

    Gruss
    agostea

    • (11) 14.04.10 - 11:53

      Raushalten?

      Sagst Du das auch noch wenn er Dein Kind besoffen tot gefahren hat?

      Dann schreien wieder alle und jammern daß man vorher nichts getan hat um es zu verhindern, und keiner will was gewusst haben.

      Feige!

      • (12) 14.04.10 - 12:02

        Totfahren kann jeder mein Kind, wenn es auf der Strasse rumrennt. Dafür musste nicht besoffen sein.

        Ich finde eher so Nachbarschaftshatz erbärmlich.

        Bevor ich gleich so Geschütze wie Polizei auffahren würde, würde ich zum gegebenen Zeitpunkt erstmal das Gespräch mit dem Mann suchen und mich mit eigenen Augen! davon überzeugen, das er TATSÄCHLICH säuft und dann fährt.

        Aber rein spekulativ ein Fass aufmachen - pffft - lächerlich.

        Wobei - ich glaube ohnehin nicht, das die Leute die hier gleich POLIZEI! kreischen, im RL genauso reagieren. Hier wird doch gern auf dicke Hose gemacht um sich als "Macher" hinzustellen. Könnt ich mich tot lachen drüber. :-)

        Gruss
        agostea

        • (13) 14.04.10 - 12:06

          ---Totfahren kann jeder mein Kind, wenn es auf der Strasse rumrennt. Dafür musste nicht besoffen sein. ---

          Was für ein dämlicher, kleingeistiger Satz.

          Du meinst also besoffen fahren ist egal, weil auch Nichtbesoffene Unfälle bauen.

          Da fällt mir nix mehr zu ein.

          schönen Tag noch.

        (16) 14.04.10 - 12:35

        Hallo Agi!

        Die Familie redet nicht mit uns. Auf ein ofenes Ohr kann ich lange warten.....wir werden ignoriert, sowie alle anderen in der Nachbarschaft auch. Er wurde ja schon mal ermahnt, zwar wegen Tiermisshandlung, aber an dem tag war er auch betrunken. Er ist Vereinsmitglied. der Verein ist auch informiert. Da saufen eh viele und keiner nimmt es ernst. Soweit dazu.

        Lg

        kloos

        • (17) 14.04.10 - 13:25

          Und wie wäre es - wie Irmi schon vorschlug - wenn du dich an die Frau wendest? #kratz

          • (18) 14.04.10 - 14:21

            Die Frau redet ja nicht mit uns und hat es auch ihren Mann verboten......somit haben wir keinen Kontakt mit der Familie.
            Frag mich nicht wie es dazu kommen konnte......ich habe keine Ahnung. Von heute auf morgen. Auf meine Nachfrage reagierte sie auch nicht. Wenn ich jetzt versuchen würde sie anzusprechen, werde ich auf taube Ohre stossen und sie würde weiter gehen. Ich müsste dann bei ihr klingeln, die Tür festhalten und darauf bestehen das sie mir zuhört......sie würde mich zum Teufel schicken und sagen, das ich mich da raus halten soll (das ist eine vermutung, weil ich sie gut kenne).


            Ich werde mich an die Polizei wenden und mich informieren wegen weiteren vorgehensweise. Mein letzter Ausweg dann die "nötigung" das sie mir zuhören muss.

            Ich möchte ja auch Nachbarschaftsstreit vermeiden........aber einfach zuschauen möchte ich auch nicht, es ist nur eine Frage der Zeit bis etwas passiert.

            • (19) 14.04.10 - 14:37

              Und schriftlich? Wenn du einen Brief schreibst? Ich denke halt, das man dann nachher bessere Argumente hat - ala: "Ich habe alles versucht. Mit ihnen zu reden, habe es schriftlich versucht etc."

              Ich finde halt, Polizei schlägt immer so ne Welle, das sollte echt die letzte Instanz sein. #kratz Schwierig.

(21) 14.04.10 - 11:54

Zur Polizei gehen und das so schildern wie Du es hier getan hast.

Dann kannst Du Dir wenn etwas passiert auch nicht den Vorwurf machen Du hättest nichts getan.

  • >Dann kannst Du Dir wenn etwas passiert auch nicht den Vorwurf machen Du hättest nichts getan. <

    Das dürfte dann dem entsprechend plattgefahrenen Kind auch keine wirkliche Hilfe und dessen Eltern kein wirklicher Trost sein. Möglicherweise ist ein etwas diplomatischer Weg bei einer leicht agressiv wirkenden Person erfolgreicher, als diesen mit executiver Gewalt in die Defensive zu drängen, zumal dies der Nachbarschaft nicht unbedingt zuträglich sein wird.

    Zwar ist das nicht unbedingt nachbarschaftliche Aufgabe, doch sollte man hier vielleicht zwischen Not und Elend wählen.

    GzG
    Irmi

(25) 14.04.10 - 12:00

Hallo Kloos,

wie kannst Du mit seiner Frau? Gäbe es da einen Weg?

Sollte er tatsächlich am Tropf hängen, dürfte es dieser Dame wohl nicht verborgen geblieben und damit auch in ihrem Interesse sein, die Situation zu ändern.

GzG
Irmi

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