Arzt in Vertretung... Darf er sowas? Beschwerde Sinnvoll?

    • (1) 25.05.10 - 18:05

      Hallo!

      Da ich seit Wochen Rückenschmerzen habe, bekomme ich im moment eine Schmerztherapie ( bekomme Diclac gespritzt )

      Da mein Hausarzt jetzt aber in Urlaub ist, bin ich zur Vertretung.

      Beim Vertretungsarzt bin ich früher NUR in Behandlung gewesen. Habe aus Privaten Gründen vor ca 2 Jahren den Arzt gewechselt.

      Der Vertretungsarzt meinte dann heute zu mir:

      Da sie ja anscheinend was gegen mich haben und MITTEN im Quatal damals den Arzt gewechselt haben, brauchen sie garnicht mehr zu mir kommen, auch nicht im Notfall oder zur Vertretung.
      Seien sie Froh, das die Injektion schon aufgezogen wurde, ansonsten würde ich sie jetzt nicht Spritzen.

      Mir ist echt alles aus dem Gesicht gefallen.

      Er kann mir doch nicht die "Hilfe" verwehren und sich weigern, mich zu behandeln, oder?

      LG Nadine

      • Das ist doch wohl eine absolute Unverschämtheit.

        Ich würde mich mal bei der kassenärztlichen Vereinigung oder bei Deiner Krankenkasse erkundigen.

        Bringen wird es wahrscheinlich nichts, aber ich würde es nicht einfach auf sich beruhen lassen.

        LG

        Silke

        ein arzt darf sowas gar nicht sagen geschweige denn vollziehen.
        er hat damals einen EID abgelegt....unfassbar.

        ich hötte mich längst bei der ärztekammmer beschwert!

      Hm. Du kannst ihm das ja mal vorlegen:
      http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Genf.pdf
      Insbesondere zu dem Notfall-Spruch: "Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden."

      Wenn du allerdings tatsächlich SO unzufrieden mit ihm warst (und jetzt sicher sein wirst), würde ich gar nicht mehr mit ihm umgehen wollen.

      ich sag ja immer ab zur ärtztekammer!!!
      bin bei sowas radikal wer sich nen fehler in dem sinne erlaubt hat definitiv den falschen job und ist in meinen augen kein arzt!!!
      nummer raussuchen anrufen oder anschreiben!
      unglaublich...

Dem hätte ich dann noch geantwortet: Da sie so unverschämt sind wissen sie ja wieso ich gewechselt habe oder?
Dann hätte ich ihm noch die Wahl gelassen er spritzt mich jetzt oder ich werde ihn bei der Ärztekammer anzeigen wegen sowas. Also beschweren würde ich mich auf jeden Fall. Oder darf er nur die Patienten behandeln die ihm sympatisch sind?
Ela

(22) 25.05.10 - 20:00

Hallo Nadine,

der Spruch des Arztes ist natuerlich generell eine Frechheit, sowas geht einfach nicht.
Allerdings wirst Du mit einer Beschwerde bei der KV nicht viel ausrichten koennen.
Mein Vater ist Arzt und hat schon einige Patienten aus den verschiedensten Gruenden rausgeworfen und abgelehnt.
Weil der Patient zum wiederholten Male stinkend zu ihm gekommen ist, weil der Patient frech war, weil der Patient die Behandlung vorschreiben wollte und auch, weil er den Patienten einfach nicht mochte, warum auch immer.
Ich stimme mit meinem Vater und seinen Entscheidungen nicht immer ueberein, aber letztendlich ist es seine Sache.
Es haben sich viele der Patienten bei der KV beschwert, gebracht hat es ihnen nichts und meinem Vater ist nichts "passiert".

LG

Biene

Ich würde mich umgehend mit einer Schilderung des Vorfalls bei der Ärztekammer und der Krankenkasse beschweren!

Gruß

Manavgat

Wenn er sich von Dir verunglimpft gefühlt hat, kann er Dich ablehnen! Ärzte müssen auch keine Patienten behandeln, von denen sie bedroht, angezeigt oder anderweitig geschädigt wurden. Ein Notfall ist aber etwas anderes, aber bei Dir war es kein Notfall!

Ich würde als Arzt auch niemanden behandeln wollen, der gewechselt hat und womöglich noch überall erzählt hat, ich sei ein schlechter Arzt.

  • Nein, ich habe niemals gesagt, das er ein schlechter arzt ist, im gegenteil! Er ist toll, auch als Mensch, dachte ich zumindest.

    Er scheint wohl "Sauer" zu sein, das ich gewechselt habe.

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