Eure Meinung? Jugendamt informieren?

    • (1) 07.06.10 - 15:53

      Hallo zusammen!

      Bin gerade ein bißchen ratlos und aufgewühlt. Kurz zur Geschichte:
      Haben neue Nachbarn seit ca. einem Jahr.
      Fam. mit 2 Kindern (7 und 13 Jahre alt).
      Mir ist schnell aufgefallen, dass die Mutter überfordert zu sein scheint. Sie sagt selbst, dass sie nicht weiß, was sie machen soll, wenn ihr Kind z.B. nicht auf sie hört. Letzte Woche hat nun mein Mann beobachtet, dass das 7jährige Kind raucht und es zur Rede gestellt. Es sagte dass es jeden Tag eine Zigarette raucht und dass es zuhause ganz viele davon gibt. Es fand die Situation ganz normal (fühlte sich nicht ertappt oder schuldig).

      Mein Mann hat dann einen Tag später (nachdem wir darüber gesprochen haben) bei den Eltern geklingelt um zu erzählen was er beobachtet hat.
      Die Antwort der Mutter lautete allerdings kurz und knapp, dass sie das wohl wüsste und das auch gut alleine regeln könnte. Dann machte sie die Tür zu, so dass kein weiteres Gespräch möglich war.

      Nun meine Frage an euch: Wäre die Sache damit für euch erledigt? So nach dem Motto: Hab die Eltern drauf hingewiesen - jetzt müssen sie handeln?

      Oder würdet ihr einen Schritt weiter gehen - sprich Jugendamt informieren. Dazu muss noch kurz gesagt werden, dass wir auf dem Land leben, so dass die Familie sich denken kann von wem der Hinweis kam.
      Wäre sicherlich dann nnicht mehr möglich ein nachbarschaftliches Verhältnis zu führen.

      Danke für eure Meinungen...

      • (2) 07.06.10 - 16:05

        Das Jugendamt wird kaum tätig werden in diesem Fall. Soviel dazu. Warum auch?
        Eigenartig finde ich deinen Einwand, dass die Betreffende sofort wüsste, wer sie beim Jugendamt angeschwärzt hat. Was liegt dir denn mehr am Herzen? Das Wohl des Kindes oder das nachbarschaftliche Verhältnis?
        Ich hätte gar nichts unternommen.

        • (3) 07.06.10 - 16:11

          Ähm, du findest es merkwürdig, dass ich mir Gedanken um unser nachbarschaftliches Verhältnis mache? Es steht doch aber gar nicht zur Debatte was wichtiger ist. Natürlich das Kindeswohl. Das ist doch gar keine Frage. Das sehe ich nämlich sehr wohl als gefährdet an. Und trotzdem sollte man die Gesamtsitaution betrachten, bevor man etwas überstürzt und in der ersten Aufregung handelt. Vielleicht gibt es ja sogar alternative Lösungswege.

          Naja, immerhin habe ich wohl schon mehr getan, als du getan hättest, das ist jetzt mal der Schluss den ich aus deiner Antwort ziehe.

          Danke für deine Meinung!

        • Nein, bin ich nicht! Und was soll mit meiner VK sein?
          Ich glaube wirklich, dass sich das Jugendamt nichts davon annimmt.
          Sie werden im Höchstfall "du du" machen und das war es.
          Und sein wir doch mal ehrlich, was können die schon erreichen? Und was ist ein rauchendes Kind im Vergleich zu heruntergekommenen, verwahrlosten und misshandelten Kindern? Und selbst da schreitet das JA doch auch nicht immer (oder zu spät) ein.

    (8) 07.06.10 - 17:52

    hey,

    also ich finde es ja schon einmal toll, dass dein mann die nachbarin darauf hingewiesen hat, dass er das nicht in ordnung findet. wer weiß, was das alleine schon gebracht hat, auch wenn sie nicht im ersten moment so wirkte.

    ehrlich gesagt würde ich abwarten, ob ihr das kind noch einmal beim rauchen erwischt. dann wieder mit dem kind zur mutter und der dann sagen, dass man das nicht in ordnung fände und deshalb das jugendamt einschaltet.

    wie schon gesagt wurde: wirklich wahnsinnig viel kann das JA in dem fall nicht machen. das kind wird wohl mit erziehungsberechtigten geladen werden und dann gibt es ein gespräch in dem auf die jugendschutzbestimmungen hingewiesen wird. wenn in dem gesprächt auffällt, dass bei der familie wohl mehr nicht ganz passt, wird (nach ermessen des zuständigen sozialarbeiters) eventuell mehr passieren (ev. unangekündigter hausbesuch, nachfrage in der schule, etc.).

    allerdings handelt es sich bei einem 7 jährigen kind das raucht auch um einen verstoß gegen das jugendschutzgesetz. in Ö könnte man sowas auch bei der polizei anzeigen. wenn hier ein jugendlicher unter 16 beim rauchen oder trinken von alkohol erwischt wird, bekommen die eltern ein bußgeld zu bezahlen und der jugendliche samt eltern eine vorladung beim jugendamt. zeigen sich die eltern bzw. der jugendliche dann uneinsichtig oder erscheinen nicht zum belehrungsgespräch gibts nochmal ein bußgeld. wie das in D geregelt wird weiß ich nicht.

    ruf mal bei der polizei an und frag einfach mal nach wie ihr euch verhalten sollt, das kann man auch anonym machen - genauso wie beim jugendamt.

    lg emeri

    • (9) 07.06.10 - 21:53

      Das Jugendschutzgesetz greift aber nur in der Öffentlichkeit. Wenn der Kleine in der Wohnung raucht ist das Jugendschutzgesetz also nicht einschlägig.

      Dies ändert aber trotzdem nichts daran, dass dies unterbunden gehört und dies auch möglich ist. Kein Elternteil darf nur zusehen, wenn sein Kind sich schädigt.

      Wenn das Kind also mit Wissen der Eltern dauerhaft raucht ist es ziemlich schnell bei Pflegeltern.

      • (10) 08.06.10 - 08:15

        hey,

        "Wenn das Kind also mit Wissen der Eltern dauerhaft raucht ist es ziemlich schnell bei Pflegeltern."

        also das denke ich nicht um ehrlich zu sein. natürlich darf dabei nicht zugesehen werden und es gehört unterbunden. allerdings denke ich nicht, dass rauchen alleine grund für eine fremdunterbringung sein kann. aber gut, das entscheidet dann im endeffekt ohnehin nicht das jugendamt, sondern der richter, da es in so einem fall sicherlich nicht zu einer maßnahme wegen "gefahr in verzug" kommen wird.

        lg

        • (11) 08.06.10 - 09:51

          Ich habe gerade den Bericht mit dem zweijährigen Jungen gesehen der raucht. Das ging um die Welt.

          Ein 7-Jähriger ist zwar schon älter. Aber auch das würde ganz schöne Wellen erzeugen (wenn er täglich rauchen würde).

          Natürlich wäre das Kind nicht gleich weg, wenn die Eltern nach Ermahnungen versprechen dies abzustellen.

          Wenn diese aber das rauchen weiter befürworten und unterstützen würden sehe ich schwarz dafür, dass dies in Deutschland toleriert würde.

Hallo,

also ich habe gerade mal meinen Mann gefragt, wie er reagiert hätte in deinem Beispiel.
Er meinte, es käme für ihn darauf an, wie gut er die Eltern kennt und wie gut man sich versteht. ( er kommt auch vom Land )
Wäre man sowieso nur fremd, würde er nichts sagen.
Wenn er aber ein echt gutes Verhältnis hätte, würde er den Eltern Bescheid geben. Allerdings würde er bei so einer Reaktion wie du sie beschrieben hast, nichts mehr weiter tun.
Und ich muss sagen, ich sehe es genauso.

(13) 08.06.10 - 12:21

Das Kind muss dort dringend weg - da läuft doch gewaltig was schief... Wie kommt denn bitte ein 7-jähriges Kind auf die Idee, zu rauchen??? Wolltest du mit denen Sonntags Kaffee trinken??? Ruf`an beim Jugendamt... Du machst dir sonst Vorwürfe #schock

  • #klatsch#klatsch#klatsch

    Wunderbar, wie mal wieder aufgrund EINER subjektiv geschilderten Szene ein Kind UNBEDINGT aus der Familie weg muss...
    Wie viele Kinder in Deutschland paffen denn bitte eine Zigarette, wenn auch nicht unbedingt schon mit jungen 7 Jahren? Sollen die alle aus ihren Familien genommen werden?

    Du hast vergessen zu zetern, dass die Eltern dringend einer Zwangssterilisation unterzogen werden sollten...................


    Ich frage mich echt, wie hobbylos manche Menschen hier sind#klatsch

    • Ist ja eigentlich eh egal, ob das Kind passiv raucht oder gleich selbst. Was ihr nicht kapiert, ist, dass dies erst der Anfang ist! Was soll bitte aus dem Kind werden? Lebenslauf: mit 7 Jahren erste Zigarette, mit 9einhalb zum ersten Mal gekifft, in der 4. Klasse leider sitzen geblieben wg. Konzentrationsmangel, .... Schöne Familie hat das Kind, ehrlich. Auf solche Leute schxxss ich wirklich.

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