Würdet ihr Eure Eltern ins Altenheim geben?

Hallo,

mich würde mal interressieren, ob ihr Eure Eltern in ein Altenheim geben würdet, wenn diese Demenz oder aber pflegebedürftig werden würden.

Oder aber auch Euren Ehemann/frau abgeben oder zu Hause pflegen?

Ich habe mir in den letzten Tagen viele Gedanken über dieses , sehr schwierige Thema gemacht, meine Freundin arbeitet in der häuslichen Krankenpflege und da bekomme ich vieles mit.

Würdet ihr es übers Herz bringen können?

Mein Mann stammt aus der Türkei (aber hier geboren) , und dort ist es etwas sehr schlimmes, seine Eltern abzugeben.

Der Gedanke daran, meine Mutter in ein Pflegeheim geben zu müssen irgendwann macht mich fertig, ich könnte es glaube ich nicht, aber ich weiss auch nicht was auf mich zukommen würde, wenn ich sie zu Hause hätte...

Meinen Mann könnte ich auch niemals in ein Heim geben, er war bis jetzt immer ein sehr guter Ehemann, ich würde es nicht über das Herz bringen.
Wäre er schlecht zu mir gewesen...ich weiss es nicht.

Ich weiss , das ist ein sehr sensibles Thema, ich möchte auch niemandem zu nahe treten, dessen Eltern in einem Altenheim wohnen, manchmal geht es nicht anders :-)

VG

Hallo,
ich würde meine Eltern ins Heim geben wenn ich merken würde, dass ich es nicht mehr bewältigen kann.
Ich weiss wie es ist, demenzkrakte Menschen zu Hause zu pflegen und das kann nicht Jeder. Körperlich und seelisch ist das ganz schön heftig.
Das hat dann auch nichts mit abschieben zu tun, sondern einfach mit Überforderung. "Über`s Herz bringen", das klingt doch sehr nach Anklage. Man überlässt seine Eltern (normalerweise) nicht einfach so locker flockig einem Altenheim oder Pflegeheim.
Wirklich, Dein Beitrag klingt als wären Heime eine grausame Strafe.
LG,
Sandra

Ich bin KS aber arbeite z.Zt. in einem PH.
Und nein - ich würde meine Eltern nicht abgeben!

Ich würde schauen, dass sie so lange es geht in ihrem Haus bleiben können und mit Hilfe eines Pflegedienstes alles abgedeckt ist.
Ich würde nachts eine Nachtschwester einsetzen, damit ich schlan kann.

Wenn sie in ihrem Hause nicht bleben könnten, würde ich sie zu mir holen!

Aber es sind ja nicht alle Heime schlimm!

Es gibt durchaus echt schöne - nur kosten die ordentlich Geld! :-(

>>....als wären Heime eine grausame Strafe. <<

Das sind sie auch.

Gruss
agostea

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Hallo,

als erstes muss ich sagen das ich weder meine Eltern noch meinen Partner "abgeben" würde, es handelt sich ja nich um irgendwelche Gegenstände.

Ob ich sie in einem Wohnstift pflegen lassen würde weiß ich nicht, ich arbeite selbst in einem, weiß also nur zu gut wie es so geht....

Es kommt immer auf die aktuellen Umstände an, ausschließen kann ich es nicht, aber wie gesagt, keine Ahnung,!

Lg

Dieses Wort "abgeben" allein schon... ist doch kein Tierheim.

Hallo,

ich glaube du gehst da falsch ran

du gibst sie nicht ab

was sagen denn deine eltern,wie sieht denn ihr lebensplan aus

meine haben bereits festgelegt das sie sich nicht von ihren töchtern pflegen lassen möchten

es hängt vom grad der demenz ab wieviel pflege wirklich benötigt wird

ob man mit den eltern zusammen leben kann und möchte kann man auch bereits im vorfeld abklären

ich würd das "heim" lieber betreutes wohnen nennen

Hallo,

du tust ja gerade so, als ob ein Pflegeheim das Schlimmste ist, was man jemanden "antun" kann. Oder warum machst du es davon abhängig, wie gut oder schlecht dich dein Mann z.B. behandelt.#kratz

Wenn mein Mann morgen pflegebedürftig wäre, dann könnte ich mir diese Frage gar nicht stellen. Schließlich muss ich berufstätig sein, um mein Kind weiterhin zu ernähren bzw. den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Des weiteren bin ich ich manchen Fällen gar nicht in der Lage, ihm die Pflege zu kommen zu lassen, die er benötigt. so kann man einen schwer an Demenz erkrankten Patienten gar nicht allein lassen ohne Angst haben zu müssen, das etwas passiert.

So lange es möglich ist, würde ich sowohl meine Eltern/Schwiegereltern/Mann/Kind in ihrem gewphnten Umfeld lassen und versuchen, sie selbst zu pflegen bzw. mir die Unterstützung durch häusliche Krankenpflege holen. Wenn es aber finanziell, körperlich oder moralisch nicht mehr möglich ist und ich die Verantwortung nicht mehr tragen kann, dann würde ich mir Unterstützung durch betreutes Wohnen holen. dort haben die Menschen einen eigenen privaten Bereich, sind aber rund um die Uhr in Betreuung - und zwar so, wie sie es benötigen.

vg, m.

Hallo,

ja ich mache es davon abhängig wie gut mein Mann zu mir war!

Ich kenne einen Mann der nach einem Schlaganfall, komplett gelähmt ist, er kann weder schlucken, seinen Mund nicht mehr schliessen, wird künstlich ernährt, seine Frau pflegt ihn, er ist zu Hause.
Er bekommt jedoch alles mit, ist klar im Kopf.
Auf die Frage, wie sie das denn alles schafft, das so ein Mensch normalerweise in ein betreutes Wohnen gehört, sagt sie , ER WAR IMMER GUT ZU MIR , sonst könnte sie es nicht! Die Liebe gibt ihr die Kraft.

Ich glaube das spielt auch eine grosse Rolle.

Wenn ich mich in irgendeiner Weise nicht feinfühlig genug ausgedrückt haben, in meinem Anfangspost dann tut mir das sehr leid!

Man sollte aber auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, wie gesagt ich verurteile niemanden, ich wundere mich nur, das so viele in der Familie meines Mannes die Eltern/Schwiegereltern pflegen , koste es was es wolle.
Ich würde es auch nie von meinen Töchtern erwarten.

Liebe Grüsse und vielen Dank für die Antworten.

ja ich mache es davon abhängig wie gut mein Mann zu mir war!

wie meinst du das

machst du ne negativ und positiv liste?

Meine Eltern haben meine Großeltern zuhause gepflegt, meine Großmutter war sehr dement und geistig nach zwei Schlaganfällen dann auch unberechenbar.

Meine Eltern wollen in ein Heim, das haben sie schon beschlossen.

Hallo!

Redet hier keiner mit seinen Eltern darüber? Jeder hat eine Vorstellung davon, was er mit seinen Eltern bzw. Mann "machen möchte", aber wurden diese auch mal gefragt?

Meine Eltern wollen nicht von uns Kinder gepflegt werden. Meine Mutter schaut sich jetzt schon um, wie sie im Alter leben könnten. Mehrgenerationshaus, betreute WG usw.
Es ist eine enorme Belastung jemanden selbst zu betreuen. Meine Oma musste ihre Mutter pflegen und sagt schon, das sie dies niemanden zumuten möchte. Sie selbst kam nach einem Schlaganfall ins Pflegeheim. Ihre Kinder kamen täglich um sie zu besuchen und kümmerten sich so trotzdem um sie!

Man muss in seinen Vorstellung wegkommen von dem "alten" Altenheimen, wo die Alten zum Sterben hinkamen. Es gibt sehr moderne Varianten und diese sind auch immer mehr auf dem Vormarsch.

Das Problem ist meist, dass man nie über solche Dinge gesprochen hat und dann tritt der Pflegefall aufeinmal ein und keiner weiß, was der betroffene sich eigentlich selbst gewünscht hat.

Ich bin froh, das meine Eltern sich selbst umschauen und sich kümmern, denn es geht ja um ihr Leben.

Gruß nakiki

Hallo,

ich glaube, manch einer schiebt das Thema gerne sehr weit von sich weg - meine Eltern zum Beispiel.

Ich wüsste nur zu gerne, wie sie sich ihr Leben vorstellen und wünschen, wenn sie sich mal nicht mehr selbst versorgen können, aber wenn ich frage, sagen sie nur "es ist lieb, dass Du Dir Gedanken machst, aber das brauchst Du doch nicht!"

Und dann bin ich auch nicht schlauer als vorher... dabei wäre mir das so wichtig, denn meine Eltern wohnen zu weit weg, als dass ich sie daheim versorgen könnte und ich weiß nicht, ob sie sich vorstellen könnten, in unsere Nähe zu ziehen oder ob sie lieber in ihrer gewohnten Umgebung bleiben würden und dafür dann ein Pflegedienst kommen müsste... das ist nur eine Überlegung von vielen! Manchmal kann es ja auch sehr schnell gehen, dass jemand Hilfe braucht.

Echt ein schwieriges Thema.

Viele Grüße
Lieserle

Nein, würde ich nicht:-)

Aber ich bin auch Altenpflegerin und sehe das ganze noch von einer anderen Seite!
Wie meine Eltern/Ehemann sich entscheiden würden, kann man so pauschal nicht sagen, denn es kann nur eine "leichte" Erkrankung sein oder eine zeitintensivere Erkrankung, wo man alleine vllt. nicht mit zurecht kommen würde....Kommt Zeit, kommt Rat....

Vg Sue

Nein - wenn ich es irgendwie verhindern kann, werden meine Eltern/Partner nicht in einer Einrichtung enden.


Gruss
agostea

Seltsame Vorstellung.

Meine Mutter ist jetzt 68 und fit wie ein Turnschuh. Solange ihr Kopf noch funktioniert, hätte sie die Entscheidung.

Pflegen würde ich sie nicht. Einfach, weil wir uns nicht vertragen und zum anderen, weil mir hier schlicht die Geduld fehlt. Außerdem muss ich noch mindestens 20 Jahre arbeiten, eher mehr. Also woher soll die Zeit kommen?

Ich selbst habe eine private Zusatzpflegeversicherung, weil ich nicht möchte, dass meine Tochter hier später die Belastung zu tragen hätte.

Ich regel solche Sachen vom Kopf und bin sehr gut darin, Dinge zu organisieren, also eine passende Einrichtung oder einen guten Pflegdienst zu finden, wenn meine Mutter mich darum bitten würde.

Meine Oma ist mit 76 in eine Altenwohnanlage der AWO in der sie mehr als 15 Jahre selbstbestimmt in einer kleinen Wohnung bis zum Schluss lebte. Sie hatte das selbst gesucht, selbst organisert und war auch überwiegend zufrieden dort. Sie sagte damals selbst, dass sie keine Lust habe, allein in ihrer Wohnung zu vergammeln. Ich habe sie all die Jahre regelmässig (mindestens 1 x in der Woche) besucht und sie war auch oft für mehrere Tage bei uns.

Gruß

Manavgat

Hallo,
das Thema ist bei uns leider aktuell.
Meine Oma hatte in der letzten Zeit sehr bedenklich nachgelassen in allen Bereichen. Leider ist Sie dann auch letzte Woche gestürzt.
Bis jetzt kümmern wir uns alle um Sie(Waschen,füttern,Windel etc). Noch können wir es so "verantworten".Der Hausarzt kommt einmal die Woche vorbei und der Pflegedienst soll wenn es klappt auch jeden Tag reinschauen.
Wir wohnen alle im gleichen Ort nur wenige Meter entfernt und 24h erreichbar das ist unser Vorteil.
Sollte der Zustand aber schlimmer werden müssen wir Sie in professionelle Hände geben.

LG manilinchen

Hallo erst einmal,

ich komme selber aus einem Altenheim, bzw. habe dort vor meinem Mutterschutz gearbeitet.
es ist eine schwierige Frage, denn niemand will vorsätzlich seine Eltern "abgeben". Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man merkt, "es geht nicht mehr", Job, Familie und dann noch pflegebedürftige Eltern bei sich zu haben, ist mehr als man auf Dauer managen kann.

Es beginnt nicht mit der Pflege, die anstrengend wird, sondern dann, wenn die Eltern sich verändern, Rollenverhältnisse finden statt, sie müssen auf einmal akzeptieren, dasss es nicht mehr geht, der Körper nicht mehr so funktioniert, wie man es bisher gewohnt war. Daraufhin werde viele ältere Menschen depressiv und agressiv.
Demenz ist mittlerweile DIE Volkserkrankung schlechthin, und es geht nicht nur darum, dass alte Menschen Dinge "nur" vergessen, sie werden verwirrt, erkennen ihre eigenen Kinder manchmal nicht mehr.....

Für Angehörige wird dies auf Dauer einfach zu viel, -empfinde ich als Fachkraft das schon manchmal als sehr schwer und anspruchsvoll ( bin keine Pflegerin, arbeite aber in der psychosozialen Betreuung mit Demenzerkrankten), für die Kinder ist das oftmals nicht leicht zu verstehen, wie sich ein Mensch plötzlich so verändern kann...

Ich war früher auch immer der Meinung, dass ich das für meine Eltern nicht haben möchte, aber ich denke eine gesundes Mittelmaß wäre das Ideale, sprich Heim und häufige Besuche, also MINDESTENS 1-2 die Woche. Oder ideal wäre natürlich zu Hause die Eltern zu haben, ganz klar, aber dann mit einem ambulanten Pflegedienst, evtl. sogar rundumbetreuung mit zusätzlicher Familienhilfe, ausgerichtet auf Demenz.

Aber ein spanndendes Thema, was die nächsten Jahre definitiv noch mehr in den "Brennpunkt" geraten wird, denn es ist mehr als ausbaubedürftigt. es geht nicht "nur" um die Pflege, der Körper ist das eine, die Seele/Psyche, das Andere.

Lg

Melly

wenn eine häusliche Pflege über Pflegedienst nicht mehr geht - ja. Ich bin voll berufstätig und würde (wenn mein AG mitspielt) vielleicht die Stunden etwas reduzieren aber nicht aufhören zu arbeiten. Ich kann mich ja schlecht zerreissen und bin ja (so ganz nebenbei) auch noch für meine Kinder verantwortlich. Und meine eigene Rente muss ich ja irgendwie auch noch sichern, Pflegezeit hin oder her.

Davon ab kenne ich durchaus Pflegeheime, die eine ordentlich Pflege sicherstellen.

p.s.: wir haben mit meinen Eltern bereits gesprochen, sie haben schon festgelegt, inwelches betreutes Wohnen sie mal ziehen wollen und das, wenn es dort nicht mehr geht, sie in das dazugehörige Pflegeheim wollen.

Mit meinen Schwigis ist das schwieriger - die reden nicht mit uns über solche Themen, lassen uns immer abblitzen. Dann müssen sie aber im Notfall sehen wie sie klarkommen, wir wohnen nämlich 350 km weit weg.

Ja würde ich, schon allein weil meine Eltern das so möchten!

pizza

Nein, ich würde meine Eltern nicht in ein Heim geben.
Es sei denn bis dahin haben sich Gesetze und Umstände geändert,
die die Pflege in Altenheimen verbessert, sichert und gewährleistet.
Allerdings könnte oder wollte ich meine Eltern auch nicht in meiner Wohnung aufnehmen, wenn es mal soweit wäre.
Dann würde ich wahrscheinlich einen häuslichen Pflegedienst beauftragen, oder aber ein betreutes Wohnen bevorzugen.

Diese Fragen sind nicht nur mit "ja" oder "nein" zu beantworten, denke ich. Ein Altenheim hat sicher auch seine "Vorzüge", aber ich glaube, ich wäre nie ganz beruhigt mit diesem Gedanken. Dann stellt sich auch die Frage, was die Eltern wollen und wie sie mit dem Gedanken umgehen.

Doch generell würde ich es erst einmal nicht wollen, dass sie ins Altenheim gehen.

Guten Tag!

Interessante Frage.

Ich denke, dass ich es versuchen werde (es hängt auch von der Art der Pflege ab) meine Eltern selber zu pflegen. Und wenn MEIN Familienleben darunter leiden sollte oder ich es mental nicht mehr packen sollte, werde ich meine Eltern in einem Heim unterbringen.

Meine Eltern wollen nicht in ein Heim, ich finde es ihrerseits auch sehr egoistisch. Also müsste ich auch etwas egoistisch handeln und auch an meine Familie denken. Ich werde mein Bestes geben und wenn es nicht mehr geht es jemandem überlassen der es besser kann.

Ich möchte meinen Kindern nicht zur Last fallen und werde rechtzeitig alles organisieren.

MfG

troll

klare antwort:ja,würde ich. meine eltern wollen ebenfalls nicht von uns kindern gepflegt werden. in unserer familie waren omas und opas alle am ende im heim, und ALLE haben sich wohlgefühlt. es kommt natürlich auch auf das heim an. eine betreute wohnanlage ist eigentlich was schönes im alter. eine nachbarin ist grad dorthin gezogen und fühlt sich pudelwohl.
ich muß ja auch noch arbeiten und dann geht das mit der pflege garnicht. bis zu einem gewissen grad schon aber irgendwann geht´s halt nicht mehr.
lg
viwi

Nein - denn das ist meines Wissens gar nicht so einfach gegen den Willen eines Menschen.
Oder wie sollte man sonst jemanden in ein Heim "geben"?

Meine Eltern wohnen 700 km von mir entfernt und sind schon über 70. Ich muss noch über 20 Jahre arbeiten. Meine Arbeit aufgeben und arbeitslos im fremden Land leben, um dort meine Eltern zu versorgen, würde niemandem nutzen. Meine Eltern hierher holen, wo sie niemanden kennen, und sie auf Dauer im Gästezimmer einzuquartieren scheint mir genauso unsinnig.

Was spricht also dagegen, dass sie, wenn es irgendwann einmal nicht mehr allein bzw. mit ambulanter Pflege machbar ist, sich in professionelle Obhut begeben? Ich werde irgendwann genauso "enden", denke ich, und fürchte mich nicht davor.

Du gehst möglicherweise davon aus, dass die meisten Menschen immer noch in der Nähe ihrer Eltern wohnen und die meisten Frauen das Bedürfnis haben, Pflegedienste zu verrichten. In meinem Umfeld ist das ausgesprochen selten.


LG Irene

Hi,

ja. Ich würde meine Eltern definitiv beide NIEMALS NICHT bei mir zu Hause pflegen.

Das hat nichts damit zu tun, dass sie es mir nicht wert sind oder ich es mir nicht zutraue (habe 6 Jahrelang nebenbei in der Altenpflege bis Stufe 3 gearbeitet), aber damit, dass es jetzt schon regelmäßig zwischen uns "rappelt", weil wir unterschiedliche Ansichten haben. Meine Eltern wissen das auch beide (sind seit mehr als 25 Jahren geschieden - mein Vater wohnt gegenüber und meine Mutter 150km entfernt) und wollen auch nicht von mir gepflegt werden.

Außerdem ist es für mich echt ein Unterschied, ob ich die Grundpflege bei meinen Eltern mache oder bei "Fremden" - bei Fremden habe ich damit kein Problem, bei meinen Eltern hätte ich dies sehr wohl.

Ich werde zumindest für meinen Vater diese Entscheidung innerhalb der nächsten 10 Jahre treffen müssen, da er bereits heute (er ist 62)Anzeichen von Altersdemenz hat und auch ansonsten krank ist. Noch kann er allerdings gut alleine leben.

Bei meinem Mann weiß ich es nicht. Ich denke, es kommt auf den Schweregrad an und welche Form der Pflege er benötigt. Käme er z.B. zu Hause soweit alleine zurecht und bräuchte nur Hilfe bei der Grundpflege und beim anziehen - kein Problem, solange er "mithelfen" kann. Müsste er 24h betreut werden, müsste er in ein Pfelgeheim, da ich VZ berufstätig bin. Würde diese Situation während meiner Rente eintreten, würde ich zu hause tun was ich kann und notfalls die mobile Pflege anfordern. Bei mir kommt eben hinzu, dass ich einen kaputten Rücken habe und nicht schwer heben kann und darf - also wäre auch z.B. lagern etc auf Dauer ein Problem.

Meine Entscheidungen würde ich auch unabhängig davon treffen, ob ich mit meinen Eltern / meinem Mann gut klar gekommen bin oder nicht. Komme ich mit meinem Mann irgendwann nicht mehr aus (also, wie Du geschrieben hast, falls er mir "keine guter Mann war"), dann lasse ich mich scheiden und damit hat sich alles andere auch erübrigt. Aber so sieht es zum Glück derzeit absolut nicht aus!

Gruß
Kim

Hallo!

Ja, würde ich!
Meine Eltern möchten aber auch gar nicht, dass meine Schwester oder ich sie mal pflegen müssen.

Sollte bei meinem Mann mal Demenz vorliegen, dann würde ich ihn auch ganz sicher nicht pflegen.
Ich sehe es gerade bei meinen Großeltern. Mein Opa kommt im Prinzip gar nicht mehr klar, beschimpft meine Oma, ist brutal (seit ein paar Monaten), aber niemals würde sie ihn ins Pflegeheim geben...
Die Schwiegermutter meine Freundin erkennt niemanden mehr und könnte definitiv nicht von ihren Angehörigen gepflegt werden.

In meinem Umfeld haben viele ihre Eltern oder Schwiegereltern zu Hause gepflegt und viele sind daran kaputt gegangen, Ehen sind im Eimer, etc.!
Niemals würde ich mich damit belasten wollen und niemals würde ich wollen, dass meine Söhne mich pflegen müssten.

LG
Kati

Huhu,

ja, ich würde meine Mutter in ein Pflegeheim geben.

Wenn ich ein Haus hätte, würde sie ALLERHÖCHSTENS da wohnen können und würde von einer mobilen Pflege gepflegt oder aber in die Tagespflege "wandern".

Ich liebe meine Mutter über alles, aber sie selbst hat gerade die "ehrenvolle" Aufgabe ihre demente Schwiegermutter "ertragen" zu müssen (geht unter der Woche zur Tagespflege) und meine Mutter ist mit den Nerven am Ende!

Ich hoffe sie merkt sich das gut und verlangt nicht selbiges von mir, wenn sie alt und verbittert ist!

Grüße

Hallo,

ich arbeite im Altenheim und weiß wie es da abläuft.
Wenn meine Mutter oder mein Partner irgendwann so Bettlägerig werden und eine 24 Std Pflege benötigen, werde ich mich schweren Herzens fürs Heim entscheiden. Ich liebe beide wirklich und ich bin auch ehrlich bereit für beide Opfer zu geben aber nicht mein Leben. Wenn ich ein Kind bekommen habe ich auch einen Menschen der 24 Std auf mich angewiesen ist aber ich arbeite darauf hin das es ein selbstständiger Mensch wird. Ich gebe meine Zeit und meine Kraft für jemand der fortschritte macht und mit der Zeit wird es weniger was ich geben muss. Ich arbeite darauf hin das es keine Windeln mehr bracht, alleine essen kann usw. Bei einem alten Menschen oder schwer kranken (ohne aussicht auf besserrung) sieht es anders aus. Man gibt und gibt und am ende steht der Tod, tja und was bleibt dann von mir? Wenn ich mich jahrelang nur um einen schwerstpflegefall gekümmert habe und mein ganzes Leben danach gerichtet habe das es diesen Menschen gut geht usw und diese dann von heute auf morgen wegfällt was muss das denn dann für ein Verlust sein? Wie schlimm muss es sein wenn kein Wecker mich alle paar Stunden weckt damit ich Vorlage wechsel und lagere? Ich kann definitiv damit nicht umgehen und gib das dann doch lieber ab und nehme meine Kraft um mit den Menschen den ich liebe schöne Momente zu erleben. Mit ihm raus zu gehen (wofür die Pflegekräfte keine Zeit haben) oder ganz in Ruhe essen anzureichen, ein Eis essen usw. Ich glaube damit tut man dem Menschen viel besseres als ihn zu pflegen und nach und nach dabei vor die Hunde zu gehn. Wenn es um diesen Menschen allerdings um mein Kind geht wäre klar das ich das alles auf mich nehmen würde. Bestände aussicht auf besserrung würde ich es auch auf mich nehmen.
Wäre meine Mutter irgendwann dement und räumt mir hundertmal am Tag die Schränke aus würde ich mich trotzdem um sie kümmern und pflegen würde sie mich aber irgendwann nicht mehr erkennen und womöglich mir gegenüber aggressiv werden dann könnte ich das rein psychisch nicht.
Lg Nicole
PS: Meine Mutter und mein Parter wissen wie ich es handhaben würde wenn es dazu käme das sie pflegebedürftig werde.

Hallo,

Ja,ich würde es tun.
Nicht weil ich so ein Herzloser Mensch bin sondern weil ich schon ein Pflegebedürftiges Kind zu Hause habe und auch noch die Vormundschaft meiner Schwerstbehinderten Schwester.
Ich denke damit wäre ich dann doch überfordert.....

LG

Nicola

Ich würde es nicht als "abgeben" bezeichnen.

Wenn ich körperlich, seelisch und finanziell in der Lage bin, mich selbst zu kümmern, würde ich dies selbstverständlich tun. Aber mal ehrlich - wer ist das wirklich?
Ich habe nicht genug Geld, daß ich einfach meinen Job aufgeben und jemanden pflegen kann.
Ich habe nicht genug körperliche Kraft, um eine "hilflose Person" allein zu heben, zu tragen oder zu waschen.

Man muß ehrlich abwägen, wo der Bedürftige am Besten aufgehoben ist und wo der die beste Hilfe erhält.

Nur aus Angst: "was die Leute sagen" sollte man sich zu keiner Entscheidung zwingen, die man nicht bewältigen kann.

Hallo,

ja wenn es zuhause nicht mehr geht. Ich würde nie mein eigenes leben und das leben von meiner Familie aufgeben. Was haben meine Eltern davon wenn ich total überfordert mit der Pflege bin und mein Ehe davon kaputt geht?

Ausserdem war mein Omi auch in einem Altenheim und ihr hat es sehr gut gefallen. Denn zuhause war sie den ganzen Tag mit meiner Mutter alleine und hat nur selten Besuch von anderen "alten" bekommen.

Im "Heim" hat sie viele neue Bekannte mit denen sie solange es ging z. B. Karten spielen konnte oder sich einfach über die alte Zeit unterhalten konnte.

Als sie nur noch im Bett liegen konnte hatte sie immer noch von den Bekannte einfach mal Besuch.

Und gerade bei Demenz ist die richtig Pflege wichtig. Die Oma meiner Freudin ist immer abgehauen und vor Autos gesprungen.

LG