kriminell, ab wann Gefängnis?

    • (1) 21.07.10 - 18:42

      Hallo,
      leider haben wir jemand in der Familie, die kriminell veranlagt ist. Ob aus Hass oder was anderem, wir wissen es nicht.
      Es geht um Gelddiebstahl mittels Kartenklau, bis zu normalem Diebstahl, Mietnomade und Betrug.
      Diese Delikte sind teils angezeigt worden, teils nicht.
      Weitere Taten sind wegen akuten Geldmangels bei der Person abzusehen, wie etwa neue Wohnung mieten, obwohl kein Geld da.
      Müßte man sich mit allen zusammen tun, um diese Person ein für alle mal ins Gefängnis zu bringen oder zu verurteilen?
      Hätte man als einzelne Person da eine Chance?
      Familienangehörige werden teils auch beklaut und trauen sich nicht, dieses anzuzeigen. Beweise gäbe es genug mittels Kamerabildern bei Sparkassen usw.
      Danke schonmal und LG

      • Jeder, der betrogen oder bestohlen wurde, sollte dies zur Anzeige bringen. Wann es zu einer Haftstrafe kommt, kann man pauschal nicht beantworten. Gab es schon Bewährungsstrafen? Auflagen? In der Regel kommt es bei diesen Delikten zur Haft, wenn Bewährungsstrafen und Auflagen wie Sozialstunden etc. nichts gebracht haben, bzw. man erneut straffällig wird. Mit "zusammentun" hat das nichts zu tun. Jeder Betrogene muss seinen Fall für sich zur Anzeige bringen bzw. ein Gerichtsverfahren einleiten. Geht zur Polizei, zum Anwalt und fertig. Über die Art/Weise/Höhe der Bestrafung urteilt einzig und allein der zuständige Richter.

        • Nein, sie ist noch nicht straffällig gewesen. Also, wurde noch nicht vors Gericht gezogen. Wir wissen aber, daß einige Verfahren nun laufen, wegen nicht gezahlter Miete.
          Ein Familienmitglied ist ebenfalls bestohlen worden, traut sich aber nicht, dieses zur Anzeige zu bringen.
          Also, macht es dann die Menge?
          Je mehr Anzeigen vor Gericht gebracht werden, desto eher kann sie verurteilt werden?

          • (4) 21.07.10 - 19:15

            Miete nicht zu zahlen ist nicht kriminell, sondern macht schlicht und ergreifend Schulden - fuer mich ein grosser Unterschied.
            Wenn das bestohlende Familienmitglied sich nicht traut diejenige anzuzeigen, was willst Du dann ausrichten?

            LG

            Biene

                • Ja klar, aber wieoft macht man Mietschulden, bis die Selbstauskunft gefaket ist;-)

                  • Die TE schrieb ja erstmal nichts ueber gefakte Dokumente, sondern ueber Mietschulden. Ich versuch mich an die hier gelieferten Fakten zu halten und dichte erstmal nichts weiter dazu. ;-)

                    • Ich wollte auch nicht dichten....ich wollte nur mal anmerken, wie schnell es geht, dass es ein Betrug ist ;-)

                      (10) 21.07.10 - 20:11

                      Sie findet halt immer Wohnungen, wo sie "blauäugig" einziehen kann. Beim jetzigen Vermieter hatten wir mittels Belegen auch versucht, ihn davon abzubringen, sie zu nehmen. Da der Mietvertrag schon unterschrieben war, konnte er nichts machen.
                      Er sagte, er war immer etwas hinter seiner Miete her.
                      Nun hat er ganze 9 Monate keine Miete und womöglich keine Nebenkosten bekommen und wird wohl auch ne verdreckte Wohnung vorfinden. Ob sie Wohnungen nimmt, wo Mieterauskunft gebraucht wird, weiß ich nicht.

                      Es stimmt, daß sowas nicht kriminell ist, aber sie hat mit Gelddiebstahl (bei eigenen Kindern und Verwandten) schon genug gemacht.

                      Ich danke euch, für die Antworten #herzlich

                      • (11) 22.07.10 - 10:39

                        Hallo,

                        doch, doch, sowas ist kriminell. Der Unterschied zwischen Schulden machen und Betrug ist nämlich ganz einfach.

                        Person A, die einfach Mietschulden macht, kommt in eine Notlage (Arbeitslosigkeit, oder ähnliches) und kann deswegen seine Miete nicht mehr zahlen.

                        Person B, die betrügt und sich damit strafbar macht, zieht schon mit dem Vorsatz ein, die Miete ohnehin nicht zu zahlen.

                        Aus dem, was du schreibst, würde ich hier auf Fall B tippen.

                        Es ist so: Bewährung gibt es meist dann, wenn es sich um eine(n) Ersttäter(in) handelt, die Strafe unter zwei Jahren liegt und das Gericht davon ausgehen kann, dass sich die Dame bessern wird. Dafür ist es natürlich wichtig, dass sie ihr Fehlverhalten einsieht.

                        Du schreibst, dass mehrere Verfahren anhängig sind. Auch hier kommt es darauf an, wie diese im Einzelnen aussehen. Es wird vermutlich eine Gesamtfreiheitsstrafe gebildet werden, wenn sie unter zwei Jahren liegt, ist eine Bewährung möglich.

                        Solche Fälle innerhalb der Familie sind natürlich immer sehr belastend. Wenn sich die Dame nicht einsichtig zeigt und abzusehen ist, dass sie sich nicht ändern wird, dann würde ich sie anzeigen. Auch um ihretwegen. Je früher man einen Schuss vor den Bug bekommt, desto mehr Zeit hat man, sein Leben danach wieder in den Griff zu bekommen. Was nutzen zwei, drei Jahre Bewährung, wenn sie genau so weiter machen wird? Aber das kann man aus der Entfernung natürlich nicht beurteilen.

                        Gruß,
                        Dornpunzel

        >In der Regel kommt es bei diesen Delikten zur Haft, wenn Bewährungsstrafen und Auflagen wie Sozialstunden etc. nichts gebracht haben, bzw. man erneut straffällig wird.<

        Leider ist es nicht so einfach....ich kenne jemanden, der schon fünf oder sechs mal wegen schwarzfahrens (also kein Führerschein) verurteilt wurde, jedes mal wurde Bewährung verlängert, oder eben eine neue erteilt (das Ganze geht seit ca 20Jahren), vor vier Monaten die letzte Verhandlung, nette Geldstrafe - ob er die bezahlt - keine Ahnung, aber gelernt hat er nicht, in zwei Tagen macht er sich wieder auf den Weg - nicht nur um die Ecke, etwas über 300km dürfen es sein (einfache Fahrt).
        Naja, an diesem Beispiel sieht man, eine Chance ja, alles andere danach - wegsperren, manchmal wirken ja schon drei Wochen Wunder...

        LG Anita #blume

        • Es kommt ja darauf an, mit welcher Strafe ein Delikt im Gesetz belegt ist. Und es kommt teilweise auch auf den Richter an. Ja, und manchmal oder soll ich lieber sagen oft, auf den Anwalt.

          • Es ist ja immer das gleiche Vergehen - und wenn jemand fünf/sechs mal wegen des gleichen erwischt wird, kann man schwer davon ausgehen, dass dieses noch öfter begangen wird, was sicher nicht relevant ist, weil nicht nachweisbar, aber eindeutig der Lerneffekt fehlt.
            Am Anwalt liegt es sicher nicht, den hat er sich schon bei den letzten zwei Verhandlungen dezent gespart, weil er sich einbildet selber Ahnung zu haben, scheint sogar zu klappen.
            Wäre es nicht ein naher Verwandter meines Mannes, hätte ich eh schon nen Hinweiß gegeben, denn auch meine Kids könnten mal vor sein Fahrzeug laufen.

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