40 US-Milliardäre wollen die Hälfte ihres Vermögens spenden

    • (1) 05.08.10 - 19:57

      Hallo,

      bin heute über diese Meldung gestolpert

      http://www.tagesschau.de/ausland/milliardaere102.html

      Ich weiß, dass die Amis verdammt auf private Geldgeber für den wohltätigen Sektor angewiesen sind, es dort eine ganz andere Kultur rund ums Spenden gibt, aber in dieser Dimension, das ist schon was anderes, das ist doch irgendwie auch cool! Diese Leute, die so wahnsinnig reich sind, dass sie selbst nach Halbierung ihres Vermögens noch wahnsinnig reich sind, warum sollen die ihre Kohle nicht hergeben?

      Ich frage mich: wo sind in Deutschland die Milliardäre und Multi-Millionäre mit soviel Coolness und Interesse an gesellschaftlicher Verantwortung...was machen die? Die Asche nach Liechtenstein oder in die Schweiz schaffen? Wie der unsägliche Grupp mit seinem steifen Kragen vor der Tagesschau in einem unsäglich schlechten Werbespot für Trigema darauf hinweisen, dass er deutsche Arbeitsplätze erhält?

      Wie findet ihr "The giving pledge" ? Und was machen unsere steinreichen Schnarchnasen? Die Aldi-Brüder - ok, jetzt ist es ja nur noch einer - zum Beispiel?

      lg die Hinterwäldlerin

      • hallo!


        schlecht finde ich es nicht, aber sie haben bis jetzt noch nicht gespendet.

        Es gibt in DE genug Reiche, die spenden, nur ist dieses "Zurschaustellen" bei den Amis normal, bei uns eher verpönt. Also kommt es auch nicht so an die Öffentlichkeit...geht ja auch keinen was an oder warum muss man sich damit immer protegieren?

        LG

        • Hallo,

          in der Tat, es ist bisher nur eine Willensbekundung, aber eine sehr öffentliche. Das macht es ja eigentlich wahrscheinlicher, dass sie spenden.

          "Es gibt in DE genug Reiche, die spenden..."

          Kannst du da mal ein paar Beispiele nennen? Woher weißt du, dass es genug sind? Wieviele sind genug?

          Ich finde schon, dass Spenden auch ganz doll in die Öffentlichkeit darf, warum sollen Menschen, die etwas für das Gemeinwohl tun, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit tun? Warum dürfen sie nicht stolz darauf sein und von der Öffentlichkeit - wer immer das ist - dafür gelobt werden?

          Wenn ein paar Milliardäre ihre Vermögen halbierten, und dies Geld käme sozialen Zwecken zugute...das wäre doch besser als den Armen in der Gesellschaft mit einem schönen, neuen Sparpaket noch mehr den Saft abzudrehen.

          lg die hinterwäldlerin

          • Hallo!

            Michael Schuhmacher, Gloria Thurn und Taxis, Michael Ballack, Lukas Podolski, Franz Beckenbauer, Hans-Werner und Josefine Hector, Hasso Plattner, Dietmar Hopp, Axel Schulz, Kati Witt, Boris Becker, Marius Müller-Westernhagen, Wolfgang Joop, Vitali+ Vladimir Klitschko, Bully Herbig, Sarah Connor, Sarah Wiener, Peter Maffay, Herbert Grönemeyer...

            Ich würde auch nicht wollen, dass meine großzügige Spende in sämtlichen Blättern breitgetreten wird. Für mich wäre es selbstverständlich und bedarf keiner extra Huldigung.

            LG

      Hallo ,


      die Deutschen sind raffgierige Knauser.............

      Papa -Aldi ist verstorben, den Rest gibt es noch;-)


      LG manilinchen

Hallo,

ich denke, bevor WIR fordern, dass die Reichen doch mal ihr Vermögen halbieren sollen, sollte jeder erstmal bei sich anfangen und sich fragen, was er tut, damit es jemandem anderes besser geht.

vg, m.

sehr präzise Antwort

Oh nein, es gab vor kurzem eine kleine Gemeinschaft der oberen reichen unseres Landes, die sich dafür einsetzen wollten, dass sie extra zur Kasse gebeten werden. Hat aber nicht funktioniert. Meine ich. Sicherlich haben sie ihr Geld jetzt privat und ohne die Öffentlichkeit gespendet.

WO die sind? In der Schweiz! Ich hab ja nix gegen Leute, die auswandern, wenn sie dort Arbeit finden, aber wenn ich mir den Schuhmacher anschau, der nur gegangen ist, um Steuern zu sparen, wird mir übel, wenigstens blamiert er sich zur Zeit schön, auch wenn es trotzdem Geld dafür gibt.
Da mag ich Bohlens Einstellung viel mehr, könnte es dem Schuhmacher ja nachtun, nein, er bleibt in D und zahlt seine Steuern.

Ich wage zu bezweifeln, dass die Deutschen Millionäre sowas ins Leben rufen, ich glaube die Deutschen sind einfach ein geiziges Volk, je mehr man hat, umso sparsamer wird man.

Liebe Grüße ZH

Abgesehen davon, dass ich es gut, finde, wenn Superreiche ihr moralisches Gewissen entdecken, fragte ich mich spontan: "Schlechtes Gewissen"?

Man muss sich mal vorstellen, dass diese Menschen alle x mal 1000 Mio. Dollar reich sind! Woher? Das ist so pervers viel Geld, dass man sich fragt, wer es wirklich(!) erwirtschaftet hat. An welchen Stellen wurde "eingespart", um die Bankkonten dieser wenigen Menschen bis zum Bersten zu füllen?!

Ich mache durchaus Unterscheidungen: Ich halte z.B. Bill Gates für einen durchaus sympathischen, bescheidenen Superreichen, der sich seit vielen Jahren (oft im Verborgenen) sozial engagiert.
Ich habe ihn mal live auf einem Event erlebt und er erzählte nebenbei, dass er seinen Kindern ein durchaus durchschnittliches Taschengeld zahlt, von dem auch ihre persönlichen Wünsche bezahlen müssen - wobei er auch grinsend-selbstironisch anmerkte, dass dann auch mal Konkurrenzprodukte von Apple in seinem Haus auftauchen würden.

Die Albrecht-Brüder sehe ich da kritischer: Mittlerweile uralt (oder tot) horten sie ihr Geld bis ins hohe Greisenalter. Es gibt zwar einige Stiftungen von ihnen (z.B. Siepmann-Familienstiftung), aber die dienen mehrheitlich dazu, das eigenen Vermögen zu verwalten und zu vermehren. Wie die Aldi-Brüder an ihr Geld gekommen sind, wissen wir. Wenig Investitionen in Immobilien und Personal, dafür massiver Preisdruck auf Lieferanten.
Zumindest den Angestellten, die für sie seit Jahrzehnten schuften, hätten die Aldi-Brüder teilweise an ihren berstenden Geldtresoren teilhaben lassen können.

Zurück zu Amerika und der Initiative der Superreichen: Dazu muss man Amerika ein wenig besser verstehen. Dort wird Reichtum anerkannt. Dort ist Reichtum nicht etwas, was man besser verschämt unter den Teppich kehren sollte, sondern dort wird Reichtum auch gerne gezeigt. Neid scheint dort viel weniger ausgeprägt zu sein, als z.B. in Deutschland.
Respekt haben sich die Superreichen dort also schon hinlänglich erworben.

Vielleicht sehnen sie sich aber jetzt nach etwas, was sie bisher mit Milliarden nicht kaufen konnten: Liebe. Und die Amerikaner werden sie dafür lieben, denn für sie ist das der Stoff, aus dem Helden gemacht sind: Kerle, die es durch "hard work" zu etwas gebracht haben - und die dann einen großen Teil abgeben an die, die es bedürfen.

Das alles klingt für mich ein wenig nach der amerikanischen Version von "Robin Hood" ;-)

  • Hallo,

    es gibt zu Bill Gates und seiner Firmenpolitik auch andere Meinungen. Ich kenne Leute, die ihn quasi für den Antichristen halten! :-D

    Aber ich sehe das nicht so. Was ich so über ihn lese, macht er den Eindruck, als wenn er sich über seinen Reichtum und sein Geld - eben auch, was das mit seinen Kindern macht - wirklich Gedanken macht.

    Ich stimme dir zu, gut geschrieben!


    lg die hinterwäldlerin

    • "es gibt zu Bill Gates und seiner Firmenpolitik auch andere Meinungen. Ich kenne Leute, die ihn quasi für den Antichristen halten!"

      Steve Jobs könnte ihm bald den Rang ablaufen ;-)

(25) 06.08.10 - 17:32

Hallo,

wenn hier ein Superrreicher die Hälfte spenden würde, wäre das der breiten Masse eh zu wenig und recht schon mal gar nicht.

Nach dem Motto " der hat es ja" - " dem tut das eh nicht weh"
oder " der hätte ja mehr geben können, der alte Knauser"

Ich würde hier auch nicht 50% spenden wollen an ein Volk von stets unzufriedenen undankbaren Nimmersatten.:-p

Vielleicht weil ich zu viele kenne, die den Hals nie voll bekommen, egal was oder wieviel man ihnen gibt.
Oder eben Assis wie die D.Röder...#rofl

Außerdem gibt es sehr viele Leute, die wohltätig sind. Nur haben diese es nicht nötig das an die große Glocke zu hängen und ihre Wohltätigkeit wie einen Heiligenschein vor sich her zu tragen.

LG

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