Wichtige Frage zum Thema Urne mitnehmen...

    • (1) 06.08.10 - 17:03

      Hallo,

      ich habe da mal eine Frage für meine Mama:

      Also, meine Oma wohnt in Sachsen, wir in NRW. Nun hat meine Mama mich gerade gefragt wie es sich verhält wenn meine Oma dann (leider) irgendwann nicht mehr da ist, es sich mit der Urne verhält. Meine Oma hat wohl alles schon gespart und will nur in eine "Urnenplatte" so ein stehendes Ding für mehrere Urnen.

      Nun würde meine Mutter gerne die Urne mit zu uns in NRW nehmen und auf unserem Friedhof beisetzen lassen.

      Ist so etwas grundsätzlich möglich!!! Meine Mama hat noch zwei Geschwister, eine davon lebt auch hier und die andere (mit der meine Mutter sich auch nicht versteht) lebt in Sachsen.

      Was meint ihr? Oder gibt es darüber allgemeine Informationen???

      #danke

      LG Susan

      • Hallo,

        ich kenne mich da nicht sonderlich gut aus, aber ich wüsste nicht, was einer Überführung entgegen stehen sollte. Ich denke, das Ganze muss dann nur über ein Bestattungsinstitut geregelt werden - einfach so, wird deine Mutter die Urne nicht mitnehmen dürfen, da es in Deutschland eine Bestattungspflicht gibt und dann niemand wüsste, ob sie sich auch dran hält.

        LG Berna

        Hallo!!

        Ein Nachbar von uns ist letztes Jahr verstorben und wurde hier im Ort beigesetzt (Urne).

        Die Frau ist Anfang vom Jahr zu ihren Kindern gezogen. Sie hat es mit dem Bestatter geregelt, dass der Mann mit "umzieht".

        Würde es dann zu gegebener Zeit mit dem Bestatter besprechen.

        LG Carmen

        Hallo,

        meine Mutter ist vor 4 1/2 Jahren in Dortmund verstorben, wollte aber in unserer Heimat in Bayern beigesetzt werden.
        Ich habe einen Bestattungsunternehmer im Dortmund beauftragt, dort wurde dann auch die Einäscherung vorgenommen. Zeitgleich habe ich bei der Friedhofsverwaltung unserer Heimatstadt angerufen und geklärt ob ich dort ein Urnengrab bekomme (Leider waren keine Urnenfächer mehr frei). Das war kein Problem. Habe das dem Bestatter mitgeteilt und die Urne meiner Mutter wurde dann mit der Post verschickt. Klingt makaber,ist aber angeblich durchaus bei Urnen so gängig.

        Ob ihr die Urne ausgehändigt bekommen würdet um sie selbst zum Bestattungsort zu bringen kann ich allerdings nicht sagen.

        LG Little

      • Hallo,

        sie kann die Urne überführen lassen.

        Ich kenne mittlerweile 3 Begebenheiten, wo Urnen nach der Einäscherung auch in den Hände der Angehörigen übergeben wurden.

        Das erste Mal war es mein Stiefvater, den meine Mutter und ich mit dem Zug (wie makaber) von unserer Heimatstadt in den Schoß seiner Familie nach Holland gebracht haben. Dort gab es ein Urnenfeld, auf dem die Asche verstreut werden darf. Wir haben dann eine schriftliche Bestätigung der Verstreuung an das Friedhofamt unserer Heimatsstadt geschickt und für uns war das Thema dann durch.
        Letztendlich dürfte es aber auch mit jedem/r anderen offiziellen Bestattungsort bzw -art erlaubt sein.

        Und die anderen beiden Male war es die Asche von dem Stiefvater und der Mutter meines Freundes.
        Die beiden sind übrigens verbotenerweise nie bestattet worden. Der Stiefvater ist verstreut (nicht auf einem offiziellen Streufeld) worden, die Mutter steht noch immer im Schrank des damaligen Lebensgefährten.
        Beide Einäscherungen fanden in Holland statt, wo eine Mitnahme der Urne erlaubt ist.

        Was man davon hält ist eine andere Sache - ich äusser mich zu dem Thema nicht weiter.

        Gruß
        Sandra

        Hallo Susan!

        Little hat recht: Du kannst die Urne überführen lassen, aber das würde ich mit dem Bestatter am Sterbeort absprechen.

        Die Urne wird dann entweder mit der Post verschickt oder der Bestatter überführt sie, was aber irre teuer wird.

        Das Bekloppte an der Sache: IHR bekommt die Urne NIEMALS übereignet, weil somit die Bestattungspflicht umgangen werden könnte. Aber mit der Post darf die Urne an das örtliche Bestattungsinstitut übersandt werden.

        Ist echt dämlich, aber ist so...

        Mein Mann wollte seinen Vater vom Krematorium abholen und MUSSTE mit Bestatter fahren oder den Postweg in Kauf nehmen. Das war aber kein weiter Weg und die Vorstellung, dass sein Vater in einem Paket verschickt wird, fanden wir nicht wirklich schön...und jetzt der Hammer: er durfte nichtmal INS Krematorium mit rein, Zutritt verweigert#aerger


        Aber wie gesagt, eine Überführung zu dem gewünschten Ort ist jederzeit möglich, sonst könnte ja keine Leiche ins Ausland gebracht werden...

        LG

      • Also, ich bin neben einem Friedhof aufgewachsen, mein Dad hat damals in der Gemeinde gearbeitet und unsere Wohnung war die alte Pfarrvilla die direkt im Friedhof eingebettet war.

        Die Urne kann überführt werden, das muss aber durch einen Bestatter vorgenommen werden. Dieser kann die Urne dann auch hinterherschicken per Post!

        Bei uns wollte man damals auch ne Leiche im Hausfur abstellen, weil die Kapelle schon zu war #schock#zitter

        Und für das Friedhofsamt haben wir auch öfter mal die Post angenommen......da stand als absender dann schonmal so9 Sachen wie : Krematorium Münschen , Dortmund usw drauf.
        Haben die Herrschafften dann ne Nacht lang (natürlich im Paket) ins Wohnzimmer gestellt und morgens beim Friedhof abgeben, für uns war das normal, wir sind damit aufgewachsen.

        • Eine Leiche im Hausflur abstellen? #schock#schwitz#zitter

          Na da hätte ich aber auch abgelehnt!!!

          #pro "Haben die Herrschafften dann ne Nacht lang (natürlich im Paket) ins Wohnzimmer gestellt und morgens beim Friedhof abgegeben..."#rofl#rofl#rofl

          ist ja ulkig!!!

          Das ist für Dich normal, wie es für Bauernkinder normal ist, beim Schlachten zu helfen und bis zur Schulter im Blutkessel zu stecken...

          Also so Pakete find ich nicht gruselig, aber ne Leiche im Hausflur fände ich jetzt nicht so doll...

          LG

          • Naja es waren trotz Asche halt mal Menschen gewesen. Und der Tod hat für uns dazugehört, trotzdem haben wir alle mit Respekt behandelt. Und die Pakete hiessn dann halt "Die Herrschaften".

            Naja für den Sarg hat meine Mutter damals übernächtigt beim Friedhofswärter angerufen, der hat den Herren/die Dame dann doch noch in Empfang genommen, da die Leichen ja auch gekühlt werden müssen damit die Verwesung bis zur Beerdigung nicht so ganz so heftig fortschreitet.

            • Klar, das waren Menschen...."Die Herrschaften" ist ja eigentlich ne prima Anrede, es ist nicht zu persönlich, aber auch nicht zu distanziert...

              Ja, also ne Leiche hätte ich jetzt auch nicht im Hausflur geduldet...stinkt ja nicht grad wenig....#zitter

              Mit dem Respekt hast du recht, wir haben da so ne blöde Situation bei meinem Schwiegervater gehabt.

              Wir sollten zum Bestatter kommen und ne Urne aussuchen. Die Asche war aber noch nicht wieder da, zumal die Wartezeit zu dem Zeitpunkt recht lang war und mein Mann die auch zusammen mit dem Bestatter abholen wollte...er wollte seinen Dad nicht per Post verschicken lassen.

              Wir also beim Bestatter gewesen und nebenbei gefragt, wann wir denn mit der Asche rechnen können um den sehr weit weg lebenden Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen bescheid zu geben (Schwieva hat noch gearbeitet und starb völlig unerwartet an nem freien Tag an nem Hinterwandinfarkt).

              Er rufe schnell im Krematorium an. Okay.

              "Ja, hallo, Bestattungsinstitut XY, ist denn der K. (Nachname) schon fertig?" #schock

              Das fand ich nicht nett!!!!

              LG

      (12) 06.08.10 - 22:46

      Abgesehen davon, ob man eine Urne überführen darf oder nicht, ich lese aus deinem Text nicht heraus, was deine Oma sich wünschen würde. Möchte sie lieber nach ihrem Tod in Sachsen bleiben oder zu euch? Das wäre als erstes zu klären. Wenn deine Oma nämlich den Wunsch hat, dass ihre Urne in Sachsen bleibt, dann habt ihr das m. M. nach zu akzeptieren. Was deine Mutter gerne hätte, steht da nicht zur Debatte.

      • (13) 07.08.10 - 14:17

        Ja, das ist ganz klar!!! Sollte meine Oma das nicht wollen, wird es auch nicht gemacht. Ich bin der Meinung dass der letzte Wille unbedingt akzeptiert werden sollte!!!!

        Da stimme ich dir vollkommen zu!!!

        es geht aber auch um grabpflege, familiengrab, etc.

        die verstorbene oma wird kaum die gebühr für das grab bezahlen, oder?

        meine oma wollte auch ne erdbestattung im grab ihres mannes, das aber 100km weit weg von uns wohnt und meine eltern die kosten allein tragen mussten. hier hatten sie schon ein urnengrab, also wurde oma verbrannt und hier beigesetzt.

        ich seh da kein problem, es geht ja nicht ums erbe!

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