warum lebt man überhaupt?worin besteht der sinn?

    • (1) 07.09.10 - 14:26

      meine frage steht ja schon oben.

      das frag ich mich jeden tag aufs neue, wenn ich morgens wach werd.

      man wird nur enttäuscht. hat keine freude und kein spaß mehr am leben.

      und trotzdem wacht man jeden morgen aufs neue wieder auf und muss einen weiteren tag überstehen.

      wenn ich es nich mehr schaff es bis zum abend zurück zu halten bis meine tochter schläft und ich fang vorher schon an zu weinen, kommt sie, nimmt mich in den arm und sagt, ich soll doch bitte nich traurig sein. ich hab doch sie und sie liebt mich doch.#verliebt#heul

      hab sehr große angst das irgendwann jemand meint, man müsse mir mein kind wegnehmen. weil ich mich nich mehr um sie kümmern kann etc.

      aber das muss man mir erstma beweisen. denn dieses, MEIN kind is der grund waum ich überhaupt noch hier sitz.

      für dieses kleine lebenwesen, hol ich jeden tag aufs neue meine letzte kraft aus mir raus. und tue alles für sie erdenklich mögliche damit es ihr gut geht.

      ich hoff das sie ma ein glücklicheres leben vor sich hat und sich nich mit den sorgen plagen muss, die ich mit mir rumtrage.

      ich hoff, das ich jetzt ganz schnell einen termin in der teagesklinik bekomm, wo ich mich schon vorgestellt hab und ich dann endlich eine therapie anfangen kann, die mir auch was bringt und ich die medikamente(anti depressiva) weglassen kann.

      • Wahnsinn - du sprichst mir aus der Seele!

        Mir geht es genauso .. schlafe schon mittlerweile tagsüber, wenn mein Schatz in der Schule ist
        Bin auch im tiefen Loch

        #liebdrueck

        • ja, ich schlaf auch den ganzen vormittag. jetzt muss ich gleich los und meine kleine vom kindergarten abholen, dann muss ich wieder stark sein bis sie heut abend schläft. is wirklich nich leicht, aber man mag dem kind ja auch nich offensichtlich zeigen wie schlecht es einem wirklich geht.

      Ja, mach das echt, was du schreibst, hört sich nicht gut an.

      Zu der eigentlichen Frage:
      Die kann dir keiner wirklich beantworten deshalb sollte jeder versuchen, sie für sich selbst zu beantworten.

      Worin für DICH der Sinn besteht, meine ich aus deinem Text herauslesen zu können. Bau darauf auf und versuche, das Leben irgendwann wieder genießen zu können. Viel Glück. :-)#klee

    • auch ohne Dich zu kennen: bitte setz Dir nicht als Ziel die Antidepressiva weglassen zu können.
      Das wäre zwar super...aber bei Dir erstmal drittrangig!! Erstmal musst Du lernen mit Deinen Sorgen / Ängsten / der Vergangenheit (?) / dem fehlenden Lebenssinn zurechtzukommen - und dafür ist eine Therapie ganz sicher der richtige Weg! (Falls das mit der Tagesklinik nicht klappt, so kannst Du auch über Deinen Hausarzt / Deine Hausärztin Kontakt zu einem entsprechendem Arzt / Ärztin aufnehmen!)

      Um auf Deine Frage zurückzukommen: als ich Deine Überschrift las, fiel mir sofort "glücklich sein, meine Kinder glücklich sehen" ein.
      wenn jeder Tag für Dich ein Kraftakt darstellt, dann kann der Sinn des Lebens schonmal schwer erkennbar sein...

      halte durch (insbesondere für Deine Tochter) und such Dir Hilfe, dann geht es bestimmt bald wieder aufwärts!

      LG
      die bina

      PS: sind Deine Antidepressiva richtig eingestellt? ich bin verwundert, dass Du so kraft- / mutlos bist, obwohl Du Medikamente nimmst. Wer hat Dir die Tabletten verschrieben? Kontrolliert dieser jemand auch, ob sie so wirken wie sie sollen??

      • bin bereits seit februar 2009 bei einem psychologen in behandlung, der mir auch die tabletten verschrieben hat.

        als ich im juni in einer psychosomathischen klinik war, wurd die dosis hochgeschraubt.

        wenn ich es nich besser wüsste, würd ich sagen, es dins placebos(oder wie das geschrieben wird)

        naja, wie gesagt ich hoff, das ich die dinger bald ganz weglassen kann.

        muss am freitag in der klinik anrufen und denen mitteilen ob ich die therapie dort machen möcht.

        • wenn die Tabletten nicht den gewünschten Erfolg erzielen, solltest Du dringend mit dem Arzt über eine Medikamentenänderung sprechen (oder mit den Ärzten in der Therapie!)

          ich drücke Die die Daumen, dass Du in ZUkunft Deine Frage selbst mit eine strahlenden Lächeln beantworten kannst!

          lg
          die bina

    Objektiv: Nachkommen zu produzieren und sich fortzupflanzen.

    Welchen Sinn man selbst sieht oder sehen will ist eine andere Frage.

    Auch wenn es hart klingt. In der Gegenwart Deines Kindes solltest Du dich mehr zusammenreißen. Ob das gelingt/gelingen kann weiß ich nicht. Es wäre aber auf jeden Fall besser für Dein Kind.

    • (9) 07.09.10 - 14:54

      Das habe ich mir auch gedacht.
      Schließlich kennen Kinder solche Probleme nicht und sollten sie nicht mitbekommen und sorglos aufwachsen.
      Die eigenen Probleme kommen früh genug.

      • (10) 07.09.10 - 14:56

        Ich bin mir sicher, die TE versucht ihr Bestes. Ist ja nicht so, dass sie das zum Vergnügen macht. #augen

        (11) 07.09.10 - 15:02

        für jemanden dem es nich so geht(und ich wünsch keinem in so eine situation zu kommen) is es leicht zu sagen das man sich zusammen reißen soll.

        wenn viele, die unter so einer erkrankung leiden, freunde haben, die einem dann noch sagen man soll sich zusammen reißen, wundert es mich nich das es soviele gibt, die sich dann vorn zug werfen oder sonst irgendwelche dummheiten machen.*sorry*

        ich versuche für mein kind mein bestes, aber manchma kann man es einfach nich zurückhalten/unterdrücken bis das kind abends im bett is, damit sie davon nichts mitbekommt.

        aber selbst wenn sie abends im bett liegt, kriegt sie davon leider gottes noch genug mit :-(.

        Wer wirklich depressiv ist, kann sich nicht einfach mal so zusammenreißen!! Die Depression ist eine schwerwiegende Erkrankung, und mit oberflächlichen Motivationssprüchen kommt man da nicht wieder raus - selbst wenn man anders WILL, KANN man es oftmals einfach nicht.

    (13) 07.09.10 - 15:02

    Bist du selbst schon depressiv gewesen? Oder weißt du lediglich, dass es das Wort "Depression" gibt?

    Wenn man keine Ahnung davon hat, sollte man anderen nicht raten, sich zusammen zu reissen. Ziemlich überflüssig!

    • (14) 07.09.10 - 16:27

      Ich wusste nicht, dass Depressive keinerlei Beherrschung besitzen.

      Ich dachte diese könnten diese Krankheit vor anderen häufig verheimlichen.

      Gut von Dir zu erfahren, dass dem nicht so ist. Bist Du dir da wirklich ganz sicher?

      Warum liest man aber immer wieder, dass andere davon gar nichts mitbekommmen haben? Bei dem Fußballer war dies doch angeblich auch so? Vermutlich stimmt das also gar nicht und die geben es nur nicht zu oder?

      Da ich jederzeit bereit bin dazuzulernen kläre mich doch auf.


      • die einen, so wie robert enke, verheimlichen es, weil sie in der öffentlichkeit stehen und sich nich leisten können/wollen in der zeitung auseinander genommen zu werden und wahrscheinlich noch den arbeitsplatz zu verlieren. und ich kann dir versichern, er is/war nich der einzige dem es so geht. es heitßt ja immer, depressive sollen sich nich zurückziehen und offen damit umgehen. dies können aber nich alle, weil diese krankheit von der bevölkerung(bzw dem großteil davon) immernoch verhöhnt wird.

        ich spreche offen darüber und versuch mir hilfe zu holen, wenn ich merke das es ma wieder steil bergab geht, so wie heut.

        hab ja nun schon mehrfach in diesem forum hier gepostet.

        (16) 08.09.10 - 15:03

        Ganz klar: Es hat nichts damit zu tun, ob man sich in der Regel beherrschen kann, oder ob man grundsätzlich zu Hysterie neigt.

        Es gibt unterschiedliche Arten von Depressionen, die sich folglich auch unterschiedlich äußern.

        Eine tiefe Depression kann man eben nicht einfach ablegen. Es ist nicht vergleichbar mit temporärer Unzufriedenheit oder Traurigkeit.

        Niemand möchte tieftraurig sein, und im Normalfall kann man sich rasch ablenken, oder die Traurigkeit legt sich schnell wieder. Das ist aber nicht während einer depressiven Phase so.

        Du hockst ganz tief in einem Loch, und nichts und niemand dringt zu dir durch. Du kannst nicht von Aussen motiviert werden, aber was noch schlimmer ist, du bist nicht dazu im Stande, dich selbst zu motivieren, aus dem Loch wieder hinaus zu kommen.

        Es ist also nicht damit getan, "sich zusammen zu reissen". Man ist nicht fähig zu agieren.
        Und es ist verdammt schlimm, das kannst du mir glauben.

        • (17) 09.09.10 - 09:46

          "Und es ist verdammt schlimm, das kannst du mir glauben."

          Das glaube ich unbesehen. Und ich bin auch nicht naiv.

          Wenn aber ein Kind in das Ganze involviert ist sind höhere Masstäbe anzulegen. Hier kollidieren die Interessen des Kindes mit denen der Mutter. Und hier sind m.E auch klare Worte notwendig und kein rumgeeiere um nur ja keinen zu verletzen.

          Die Mutter muss es schaffen, dass das Kind so wenig wie möglich von ihren Problemen mitbekommt ("zusammenreißen"). Wenn sie das nicht schafft (weil es krankheitsbedingt nicht geht; manche denken hier das geht nie, ich denke bei manchen eventuell doch) sind möglicherweise andere Schritte notwendig die der Mutter noch weniger gefallen werden.

          Soll man dies nicht ansprechen?

          • (18) 10.09.10 - 15:39

            Natürlich steht es jedem frei, sowas anzusprechen.

            Aber erfahrungsgemäss kann ich dir bestätigen, dass es dennoch leider passieren kann, dass es einem situationsbedingt egal ist, ob ein Kind ilvolviert ist oder nicht.

            Ist leider so.
            Natürlich sollte man Hilfe in Anspruch nehmen, wenn man so tief unten ist. Allerdings mangelt es oft einfach am Zugang.

            • (19) 11.09.10 - 14:04

              Ich verschließe mich auch nicht den Problemen die diese Krankheit mitbringt. Falsche Zurückhaltung ist aber Fehl am Platz, wenn Kinder involviert sind. Deren Schutz ist mir sehr wichtig. Bei Deiner Erstantwort auf meinen Ausgangsbeitrag ging ich schon davon aus, das man bloß nichts sagen dürfe was die Mutter belasten könnte und das Kind egal ist.


(20) 07.09.10 - 15:15

...

wer keine Ahnung hat...

  • (21) 07.09.10 - 16:29

    Dann kläre mich bitte auf.

    Ich ging bisher davon aus, dass man dies auch verheimlichen könnte. Dem ist also nicht so.

    • (22) 07.09.10 - 16:32

      Ich denke da kann man keine pauschale Antwort geben, manche können das, andere nicht..

      Je nach Person, Schwere der Depression und hastenichgesehen..

      (23) 07.09.10 - 20:31


      Hallo!

      Es gibt ja auch Leute die sich nicht ständig in der Depressiven Phase befinden z.B. manisch Depressive da wechselt sich dieser Zustand ab und es dauert lange bis man herausfindet das dieser Mensch krank ist nämlich dann wenn die depressiven Phasen nur von kurzer Dauer sind und die manischen länger. Dann wird immer behauptet ... man ist der heute wieder schlecht drauf.... ist er aber gar nicht sondern es ist eine depri Phase. Und das erste was man als Angehöriger lernt ist , daß der Patient sich nicht zusammenreißen kann. Und das man bloß nicht sagen soll ...ach wird schon wieder ...
      Kannst ja mal googeln nach Bipolaren Störungen.... Es ist eine so fiese Krankheit.Ohne Therapie hat man keine Chance.

      Lg Sanni

      (24) 07.09.10 - 21:47

      Ich glaube, es scheint nur so.
      Die engste Familie bekommt es doch mit, wenn auch nicht die Leute außerhalb des Hauses.

      • (25) 08.09.10 - 13:06

        meine familie(und meine schwester wohnt direkt nebenan) hat es erst mitbekommen, als sie mich nich mehr erreicht haben weil handy, telefon, klingel alles aus war.

        einma kam meine schwester rüber, mit dem schlüssel weil sie sich sorgen machte, da hab ich grad wieder da gesessen und hab geweint und erst da hat sie mitbekommen was mit mir los is.

        trotzdem is sie ein mensch die dafür kein verständnis hat.

        sie sagt auch immer ich soll mich nich so anstellen bla bla bla und wenn ich ihr dann sag das es leichter getan als gesagt is, meint sie nur, dann soll ich ihr erklären wies mir geht, damit sie mich versteht.

        trotzdem versucht sie immer für ich dazusein, obwohl sie mit der situation schlichtweg überfordert is. deswegen geh ich auch nich oft den weg und bitte sie mir zu helfen.

        lieber vergrab ich mich in meiner wohnung und geh erst wieder zu ihr rüber wenns mir bisschen besser geht.

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