Jugendamt?

    • (1) 17.09.10 - 11:40

      Hallo,

      bei uns im Haus wohnt ein alleinerziehender Vater mit seiner 5jährigen Tochter. Die Mutter ist vor ca. einem halben jahr ausgezogen, sie ist an dem Kind nicht interessiert #schock (sie ist wohl noch SEHR jung - schätze sie auf noch nicht 20) Jedenfalls lebt der Vater dort also allein mit seiner Tochter.

      In der Wohnung schauts aus wie hulle... da liegen Bierflaschen auf dem Boden rum und insgesamt ist es alles versifft. (dreckig und unordentlich... nur unordentlich wäre nicht soooo tragisch... obwohl ich denke,dass auch dauerhaftes sauberes chaos einem kind nicht guttut..)

      Die Kleine trägt meist dreckige Sachen oder sachen bei denen klar ist, dass sie das schon 4-5 tage am Stück anhat #schock

      Er ist regelmässig betrunken (das hört man, das sieht man, das riecht man), raucht Kette und kam mir gestern im hausflur mit scheunentorweitgeöffneten Pupillen entgegen #kratz Er schwankte auch ziemlich...

      Die kleine besucht den kiga nur unregelmässig.

      sollte ich mal beim jugendamt anrufen? ich denke, dass das kind da echt vor die hunde geht...

      lg

      ll

      • (2) 17.09.10 - 11:49

        hallo,

        habt ihr kontakt zum vater
        läßt er kontakt zu?

        ich würd vielleicht erstmal den vater ansprechen
        ob man helfen kann ?

        wenn die kommunikation nicht fruchtet würde ich staatliche hilfe vorschlagen

        lg manja

        • (3) 17.09.10 - 12:01

          Hallo,

          naja, man begegnet sich halt mal im hausflur... Er schottet sich jetzt nicht ab, ist auch immer höflich, nimmt auch mal ein Paket an, wenn wir nicht da sind... es geht nicht darum, dass wir den Mann verabscheuen würden oder so... Ich glaube einfach, dass er überlastet und krank (Alkoholsucht) ist.

          Wie soll man den ansprechen, ohne denjenigen so vor den Kopf zu stoßen, dass er keine hilfe zulassen kann?

          LG

          • (4) 17.09.10 - 12:05

            naja was heißt vor dem kopf stoßen

            das kind ist 5

            vielleicht ist er froh wenn ihn jemand darauf anspricht
            die meißten schaffen den ersten schritt aus der sucht nicht aus eigener kraft

            sollte er mit abwehr reagieren,würde ich das JA sofort informieren

            lg

      Hallo,

      ich finde die beschriebenen Umstände schon ziemlich krass.

      Meine Meinung ist, sobald Drogen oder Alkohol im Spiel sind, dann kann für ein Kind nicht anständig gesorgt werden, denn ich kann mir kaum vorstellen, das der Vater im Rausch noch im Stande ist, sich um sein Kind zu kümmern, oder die Bedürfnisse der Kleinen wahrzunehmen :-(

      Ich würde beim JA anrufen, und vielleicht auch meine Hilfe anbieten, eine Familienhelferin würde ihm bestimmt helfen , und ihn unterstützen damit er sein Leben in den Griff bekommt #blume

      LG Jasmin

      • ich teile Deine Einschätzung.

        Mir wäre es natürlich viel lieber, der mann bekäme sein Leben in den Griff als wenn man ihm die kleine wegnehmen würde und sie in ein Kinderheim steckte #schock

        DAS ist nömlich bestimmmt auch nicht so toll...

        Obwohl ich weiss, dass es noch Großeltern gibt, die 1 Städtchen weiter wohnen...

        LG

        LL

        • nömlich = nämlich...

          #hicks

          • ob ä oder ö ist doch wurscht ;) Ich weiss ja was du schreiben wolltest :-)

            Ich glaube eine Familienhilfe würde ihm wieder auf die Beine helfen, damit er sein Leben ordnen kann, und ein guter Vater sein kann, denn das ist er bestimmt, er trinkt sicher, weil er mit der gesamten Situation nicht klar kommt, er tut mir leid, wie kann eine Mutter nur ihr Kind im Stich lassen?

            Von heute auf morgen, alleinerziehender Vater zu sein, das ist schon hart, vor allem, wenn man keinen Job hat , dann noch mit Trennungsschmerz zu kämpfen hat und ein Kind zu versorgen hat...

            Alleine bekommt er das alles sicher nicht mehr in den Griff, dafür scheint er zu viele Baustellen im Leben zu haben, und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kind gleich aus der Familie genommen wird, erst einmal wird doch mit den Eltern gearbeitet oder?
            Kenne mich da auch nicht aus, aber so schnell geht das sicher nicht, da brauchst du denke ich, keine Angst zu haben.

            VG Jasmin

    Also warum immer kindergarten und Rauchen erwähnt wird kapier ich nicht denn Kindergarten ist keine Pflicht und Rauchen keine Kindeswohlgefährdung und auch rauchende Eltern sind gute Eltern.
    ABER..beim Rest denke ich mir schon dass da das jugendamt mal drausehen sollte.
    Ein dauerbesoffener Mensch KANN sich nicht richtig um ein Kind kümmern und ich weiß das denn mein leiblicher Vater war ebenfalls Alkoholiker.
    Auch eine dreckige Wohnung ( zugegeben bei mir siehts momentan auch chaotisch aus aber so kurz nach nem Kaiserschnitt kann ich nun mal nicht von jetzt auf gleich alles machen ) und dreckige kleidung geht dauerhaft gar nicht.
    Ich schätze er ist total überfordert und braucht dringend Hilfe.
    Das Jugendamt nimmt ihm ja das KInd nicht gleich weg, aber er könnte dort eine gute Hilfe bekommen zum Wohle des Kindes und auch zu seinem eigenen.
    Denn das Leben rauscht zu schnell an einem vorbei wenn man nur besoffen ist

    • (10) 17.09.10 - 12:09

      Hallo,

      es mag zwar sein, dass Zigarettenrauchen im gerichtlichen Verfahren an sich keine Kindeswohlgefährdung ist.

      wenn ein 5jähriges kind aber permament nach zigarettenrauch riecht und diesen in dieser verrauchten wohnung auch ständig einatmet, dann gefährdet das das wohl des Kindes natürlich. oder verleugnest Du die Gfeharen von passivrauchen?

      Ich erwähnte es, weil es schon auf das suchtverhalten, welches ich ja auch an anderer stelle beschrieb (geöffnete Pupillen, Bierflaschen, etc.) schliesse lässt.

      Möglich, dass auch rauchende Eltern gute Eltern sein können. Aber darum gehts doch hier gar nicht.

      Ja, er scheint überfordert. Kennst Du Dich damit aus, was für Hilfen das Jugendamt geben kann?

      LG

      • (11) 17.09.10 - 12:59

        Familienhelfer können kommen und den Vater unterstützen.
        DAs eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun da ich auch als rauchende Mutter, nein ich rauche nicht neben meinen Kindern, eine gute Mutter bin und durchaus in der Lage meine Kinder zu versorgen während ich das wenn ich den ganzen Tag besoffen wäre nicht könnte.
        Darum find ich es idiotisch dies zu erwähnen und es hat auch nichts mit den Vaterqualitäten zu tun.
        Jeder Raucher ist süchtig, hat aber nichts mit Alkoholsucht oder Drogensucht ansich zu tun welche es einen ja unmöglich macht sich um seine Kinder ausreichend zu kümmern.
        Dies ist bei Nikotinsucht NICHT gegeben.
        Und es ist nicht nur möglich sondern es ist so dass auch rauchende Eltern gute Eltern sind, ich persönlich sehe es als persönliche Beleidigung wenn man sich als rauchender Elternteil praktisch immer ( oft durch die Blume aber oft auch direkt ) anhören darf man wäre eine schlechte Mutter weil man dem momentan gängigen Nichtraucherwahn nicht nachgegeben hat.

        • (12) 17.09.10 - 13:13

          die wohnung ist verraucht, das kind riecht nach rauch. denkst du nicht, dass dieses passivrauchen dem mädchen schadet?

          es gibt sicherlich rauchende eltern, die - wenn man dieses thema ausser acht lässt - gute eltern sind. sie wären aber noch bessere eltern, wenn sie das rauchen aufgeben würden.

          ausserdem empfinde ich es als zweifelhaft, seinen kindern süchte vorzuleben.

          LG

    (13) 17.09.10 - 12:18

    achso,

    kindergarten ist zwar keine pflicht, aber den kiga unregelmässig zu besuchen ist ein zeichen von mangelhafter tagesstruktur, und das ist nicht gut fürs kind.

    kindergarten SOLLTE pflicht sein, finde ich.

    kinder, die einen kindergarten besucht haben, schneiden bei PISA um durchschnittlich 80 (!!!) punkte besser ab!

    LG

    • (14) 17.09.10 - 13:02

      Ich habe keinen Kindergarten besucht und habe einen überdurchschnittlichen IQ und einen super Notendurchschnitt.
      WAs du findest spielt da ja keine Rolle, sondern einfach nur was gemacht werden MUSS und was nicht.
      Bei uns ist das letzte Kindergartenjahr Pflicht, finde ich nicht schlecht aber fände Vorschule besser.
      Meine zwei Großen gehen auch noch nicht in den Kindergarten und die Kinder einer ehemaligen Bekannten gingen zeitweise-das Jugendamt ( welches dort aus anderne Gründen öfter zu Besuch war ) hats aber nicht interessiert dass die Kinder nicht nur unregelmäßig in den Kindergarten sondern auch unregelmäßig in die Schule gingen.

      • (15) 17.09.10 - 15:18

        hallo,

        es ging doch erkennbar daum, eine bestimmte lebenssituation zu beschreiben.

        auch gsunde ernährung ist keine pflicht in D, trotzdem ists besser fürs Kind.

        meine angaben bezogen sich auf den durchschnitt. DURCHschnittlich profitieren die meisten kinder vom besuchdes kindergartens, individuelle spitzen sind natürlich möglich, widerlegen aber den grundsatz nicht.

    (16) 17.09.10 - 13:34

    Ich habe auch keinen Kindergarten besucht (bzw. nur sehr kurz, ich fands nämlich doof, dass die da nur gespielt und gebastelt haben, das konnte ich zu Hause auch) und habe ein 1er-Abitur und ein ebensolches Studium. Ich finde es gut, dass du dich kümmerst und ich hoffe, der Familie kann geholfen werden! War der Vater schon immer so oder erst, seit die Mutter weg ist? Er scheint heillos überfordert und kann bestimmt Hilfe gebrauchen.

    • (17) 17.09.10 - 15:19

      ich weiss leider nicht, ob der vater schon immer so war... wir zogen dort ein als die mutter auszog... bzw. es hat sich knapp überschnitten...


      wie hilft man nem alkoholiker?

      LG

      • (18) 17.09.10 - 15:40

        Ich glaube, ein Alkoholiker muss selbst erkennen, in welcher Scheiße er steckt. Aber du kannst ihm bzw. seiner Tochter helfen, in dem du mit ihm sprichst oder zum JA gehst. Ich denke, das ist der richtige Weg. Es hat auch nichts mit anschwärzen o.ä. zu tun, sondern nur damit, dass es für beide besser ist, wenn sie Unterstützung bekommen.

Wenn Kinder ständig Zigarettenqualm ausgesetzt werden, ist das sehr wohl Kindeswohlgefährdung! Bei manchen scheint immer noch nicht angekommen zu sein, dass Passivrauchen schädlich ist!

Hallo,

hast du mal versucht mit ihm zu reden ob alles in Ordnung ist?

Vielleicht verkraftet er die Trennung nicht und frönt deshalb dem Alkohol? Ist überfordert?

Wenn du die Möglichkeit hast, biete ihm Hilfe an, wenn er das nicht möchte, auf jeden Fall Jugendamt.

LG #klee

(21) 17.09.10 - 12:14

Erst mal mit dem Vater reden! Kontakt scheinst du ja zu haben wenn du in seiner Bude warst.

Wenn sich dann nicht ändert JA

Helf ihm doch beim Aufräumen, vielleicht ist er einfach überfordert.

(22) 17.09.10 - 12:14

Hmm...du scheinst ja doch in irgendeiner Form Kontakt zu haben.

Du weißt von den Großeltern, du weißt wie es in der Wohnung aussieht, du weißt das die Mutter keinen Kontakt will, du weißt wie oft das Kind in den KiGa geht( sowas weiß man ja nicht von "Hausflurbegegnungen").

Deshalb würde ich den Vater erstmal persönlich ansprechen ob ich ihn irgendwie helfen kann.
Wenn da abgeblockt wird, würde ich auch das Jugendamt anrufen.

Gruß

  • (23) 17.09.10 - 12:21

    hallo,


    das kind geht in denselben kiga wie der sohn unseres vermieters, daher weiss ich das.

    großeltern erlebe ich öfter vor Ort, den auszug der Mutter (lautstark) habe ich slebst mitbekommen..

    nein, ich bin nicht sone else kling..

    aber ich werde IHN einfach mal ansprechen, ob er Hilfe braucht.

    LG

    • (24) 17.09.10 - 12:24

      "nein, ich bin nicht sone else kling.. " #rofl


      Ich find es ja Grundlegend gut
      , das es noch Menschen gibt die keine Scheuklappen aufhaben und auch mal nach links und rechts gucken.

      Wie gesagt, ich würde eigentlich immer erstmal das persönliche Gespräch suchen und Hilfe anbieten.
      Dann kann man ja immernoch weiter Schritte einleiten.

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