18

Hallo,

wir haben das erst durch, meine Tochter mit dem Auto der Feundin, also sie hat sie früh mit zur Schule genommen. Ihre Autotür (unbeschädigt) gegen eine andere Tür.
Im Nachhinein hätte es über die Fahrzeugversicherung meiner Freundin geregelt sein müssen, aber die wollten es nicht melden. Der Kostenvoranschlag lag bei ca. 1000 Euro#schock ja, wir hatten auch mit 100 Euro gerechnet, aber falsch gedacht.
Unsere private Haftpflicht wäre eingesprungen, wenn die Autohaftpflicht nicht gezahlt hätte, aber es wurde ja nicht gemeldet.
Ich muß dazu sagen, der Mann meiner Freundin wäre nach der Schadensregulierung in der Versicherung nicht mal aufgestiegen. Na egal.
Unsere Versicherungsfrau hat uns dann noch darauf hingewiesen, daß in dem Fall eigentlich keiner haftet, Kind ist unter 7 Jahren. Da wir aber selber schon ein paar Schäden an unseren Autos hatten, und sich die Verursacher aus dem Staub gemacht hatten, und überhaupt, macht man es nicht, einfach abzuhauen, wollten wir den Schaden auch zahlen. Mit dem Autohaus unseres Vertrauens haben wir dann 500 Euro zahlen müssen. Dem Mann mit dem beschädigten Auto tat das alles sehr leid und er hat auch immer gesagt, wie froh er ist, daß der Schaden gemeldedt wurde. Und wir sind eigentlich auch froh und eben 500 Euro leichter#schwitz

LG

19

In unserem Fall ist es nur eine kleine Delle die herausgedrückt werden kann. Dem Fahrzeughalter liegt viel daran dass es auch dabei bleibt, denn falls lackiert wird, sinkt der Wert des Autos.
Er war heute in der Werkstatt, die "Reparatur" liegt bei 100 €.

500 €, wow..
Ein Schaden an unserem Auto vor 4 WOchen kam dem Verursacher 1800 € (neue Stoßstange, dann die Lackierung dieser und die Arbeitszeit sowie der Leihwagen für mich für 3 Tage...)

Mona

22

Hallo,

na bei uns war´s auch nur ne kleine Delle, aber das Auto war neu und es hing mit dem Lack zusammen. Naja, Leihwagen und Arbeitsstunden waren auch dabei.
Dann seid Ihr ja mit 100 Euro gut dran;-)

Schönen Sonntag noch.

23

Liebe alle,

als Anwältin: Solange das Auto steht, ist der Schaden nicht "beim Betrieb" das KFZ entstanden und fällt deshalb nicht unter die strenge KFZ-Gefährdungshaftung:

http://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__7.html

Deshalb ist er auch kein Schaden für die KFZ-Haftpflicht, sondern allenfalls für die Privathaftpflicht.

Auch die Privathaftpflichtversicherung zahlt nur, wenn entweder ihr zahlen müst (also eine "Haftpflicht" = Pflicht zur Haftung/zum Schadensersatz besteht) oder wenn der Tarif kulanzhalber auch "Schäden durch deliktsunfähige Kinder" mit umfasst, so dass man keinen Ärger bei der Frage des Verschuldens hat.

Dass ihr für einen solchen Schaden wirklich zahlen müst (also eine "Haftpflicht" = Pflicht zur Haftung/zum Schadensersatz besteht) ist nur der Fall, wenn entweder

1) die Aufsichtspflicht verletzt wurde (das ist in so einem Fall eher unwahrscheinlich):
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__832.html

oder

2) das Kind selbst schon verschuldensfähig (über 7 Jahre und weitere Voraussetzungen) ist und mindestens fahrlässig gehandelt hat:

Zur Verschuldensfähigkeit:
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__828.html

Wenn euer Tarif kulanzhalber auch "Schäden durch deliktsunfähige Kinder" mit umfasst oder ihr meint, dass eine Haftung besteht (siehe oben), einfach Schaden bei der Privathaftpflichtversicherung melden. Ansonsten müsst weder ihr noch irgendeine Versicherung zahlen. Der Eigentümer des beschädigten Autos muss dies als "Allgemeines Lebensrisiko" selbst tragen.

Grüße, ra-cc4kids

24

Liebe/r ra-cc4kids,
als ich Ihren Beitrag gestern gelesen habe, klang das sehr gut und plausiebel.

Mein Kind hat mit der Tür ein vorbeifahrendes Auto beschädigt und ich dachte auch, dass das ein Fall für die Privat-Haftpflicht mit Zusatz "deliktunfähiges Kind" wäre. Ist es aber laut Versicherung nicht....
Obwohl das Auto geparkt war und ich selbst nicht einmal im Auto saß, gilt das Auto auch beim Be- und Entladen und auch beim Ein- und Aussteigen, als "am Verkehr teilnehmend" oder so ähnlich. Damit ist die Privat-Haftpflicht angeblich raus.
Ich habe vorhin versucht die KFZ-Haftpflicht dazu zu bewegen, den Schaden nicht zu begleichen. Schließlich steigen wir dann in den Prozenten, was in den kommenden Jahren 600 Miese ausmacht und zudem fand ich die Idee mit "allgemeines Lebensrisiko" recht reizvoll (denn ich habe den Fahrer nicht gezwungen einen sehr enge Straße entlang zu fahren, bei der kein Sicherheitsabstand zu den parkenden Autos möglich ist).
Leider geht das auch nicht. Der gegnerische Anwalt hat seine Ansprüche gegenüber unserer KFZ Haftpflicht geltend gemacht und das können die wohl nicht ablehnen.
Gibt es vielleicht Ideen, wo ich noch einhaken könnte, um vielleicht in Einspruch zu gehen?
Danke und liebe Grüße,
passioflora

25

Hatten wir auch: Ist für die Privathaftpflicht.
Das Auto ist ja nicht losgerollt und in die Tür gefahren.????