Abtreibung wenn behindert - Rechtfertigung?

    • (1) 29.12.10 - 17:46

      Hallo an alle,

      anschließend zur unteren Diskussion:

      Rechtfertigt die Information, dass man ein behindertes Kind erwartet, eine Abtreibung?
      Was denken die, die sonst generell gegen Abtreibung sind?
      Ist das ein "Grund"?

      Danke für eure Kommentare - ohne Angriff auf andere oder was auch immer.
      Ganz friedlich.

      • (2) 29.12.10 - 17:48

        Also ich finde es kommt auf die Art der behinderung an .

        Und ich glaube das ich es nicht könnte . Ich hoffe ich muss nie so eine entscheidung treffen

        Lg radischen

        (3) 29.12.10 - 17:58

        ich möchte niemanden angreifen ich glaube das auch behinderte kinder ein recht auf leben haben ich spreche da aber aunahmslos von lebensfähigen behinderungen ich finde es bei in ordnung bei nichtlebensfähigen behinderungen oder behinderungen die kein menschenwürdiges leben (fehlende schädeldecke und ähnliches) zu lassen
        aber trisomi 21 ist menschenwürdig

        bei uns in österreich gab es jetz einen sehr intresanten fall zu dem thema weil laut gesetz in Ö gelten behinderte menschen als totalschaden wen es intresiert liest den fall emil der unsere repuplick auf verletzung der menschenwürde anklagt

        http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/397690/Emil_Ungeboren-behindert-Klaeger-gegen-die-Republik

          • Als Totalschaden bezeichnet man in D ein Unfallauto (!), dessen Reparatur wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Deswegen klingt das Wort "Totalschaden" in unseren Ohren in dem Zusammenhang sicher äußerst befremdlich.

            LG
            Ch.

            • gilt gleiches in österreich bei einem auto da hast du recht aber ein behindertes kind ist nunmal (vorsicht in östereich) auch ein totalschaden und ich hab mich leider noch nicht durch den ganzen gesetzeswust gekämpft ob es in fallle einer klage in deutscland auch ein schadensfall währe ein behindertes kind zu bekommen

        bin auch aus österreich .... ne ehemalige schulkollegin hat ein kind mit offenem rücken. mittlerweile geht er längst in die volkschule. als totalschaden würde ich ihn nicht bezeichnen #cool eher als unglaublich liebenswert und vor allem stark - ER ist es der den menschen die angst vor seiner behinderung nimmt #pro#verliebt

        würde mich übrigens interessieren wie die eltern des totalschadens ihrem kind später mal erklären werden dass sie das vor dem gesetz so eingeklagt haben #kratz ist ja nicht grade nett, und dumm sind diese kinder nicht grade ...

        übrigens würd ich zu deiner einstellung oben noch einen schritt weitergehen. wenn ein kind nciht lebensfähig ist stirbt es nach der geburt so wie so. sollte man dann nicht jeden tag der einem mit dem baby gegönnt ist (wo es dem sogar noch gut geht im bauch!) genießen? nur so ne frage - zum nachdenken ...

        lg
        me

        • es macht es für das kleine (nichtlebenfähige) doch mit jedem tag den es mehr fühlen und spüren kann schlimmer ich würde bei nichtlebensfähiger behinderung nicht warten können bis es nach der geburt von aleine stirbt aber das ist nur meine meinung ...

          hab ich das falsch verstanden mit emil? da gehts doch drum das die eltern klagen das er eben kein totalschaden ist oder? und das können sie doch später dem kleinen auch erklären das sie für seine würde gekämpft haben

          • nö, mit emil hast du alles richtig verstanden.

            ich mein das kind in der vorausgehenden klage mit dem urteil das so ein kind ein totalschaden ist ... wie wollen die eltern das dem kind erklären?

            emil hat spitzen eltern #pro

            zum ersten thema:
            du musst nach der geburt sowieso warten bis es stirbt ... schon mal geburtberichte gelesen von so kleinen süßen? sie alle leben nach der geburt - die einen länger, die anderen weniger lang.

            muss noch nen punkt ergänzen vielleicht:
            wenn es die ganzen fd's und co nicht gäbe würde das gar nciht gemerkt (früher eher normal). damals hat die "natur" entschieden - das baby hat überlebt oder nicht. wenn ich nach der diagnose zb triso einleiten lasse habe ich aktiv entschieden wann es zu ende geht ... ich würde das (glaube ich so behaupten zu können) nicht wollen :-( ist aber auch einfach ein hartes brot so ne entscheidung treffen zu müssen - so oder so. wünsch allen eltern die das müssen viel, viel, viel kraft! #pro

            lg
            me

            • (10) 29.12.10 - 20:14

              achsoooo ja #klatsch

              mit viel glück wird das der kleine nie erfahren den das muss ja die grausamkeit schlechthin sein hey du bist ein totalschaden boha hoffentlich erfährt er das nie

              ist das traurig das die kleinen noch ein paar stunden leben wen ich darn denke mein baby im arm zu halten und zu wissen das es bald wieder geht warum giebt es nur solch grausame dinge .....

              (11) 29.12.10 - 21:20

              "du musst nach der geburt sowieso warten bis es stirbt ... schon mal geburtberichte gelesen von so kleinen süßen? sie alle leben nach der geburt - die einen länger, die anderen weniger lang. "

              Das stimmt so nicht, bei Spätabtreibungen wird heute vorher das Kind im Mutterleib per Spritze getötet, damit es keine Fälle wie das Oldenburger Baby mehr gibt.

              Schwieriges Thema - ich selber habe bewußt auf NFM etc. verzichtet, um nicht vor so einer Entscheidung zu stehen.

              (14) 30.12.10 - 10:59

              schreckliche geschichte ... :-( #aerger

              allerdings haben wir hier von nicht lebensfähigen babies gesprochen (nicht allgmeine behinderung ...).

              und 25. ssw finde ich schon mehr als spät ... was gibts da noch für neue gründe??? es gibt zwar immer wieder fälle wo die ss spät festgestellt wird, aber das sollte doch eher die ausnahme sein.

              ich würde niemanden verurteilen der sein kind wegen behinderung "abtreiben" (so man das noch so nennen kann), aber wenn dann sollte man sich beizeiten entscheiden

              lg

        (15) 30.12.10 - 10:20

        http://www.tim-lebt.de/methoden/index.html

        Hier ein Link dazu. Da stehen auch die Methoden, wie die Kinder sterben... Da warte ich lieber, bis der liebe Gott meint das es soweit ist.

        • (16) 30.12.10 - 11:25

          es giebt keinen gott sonst müsste dieses arme unschuldige wesen nicht so leiden und ich glaube das die wpritze schneller tötet als das es hinterher ähh erstickt? weiß nicht woran sie dan letztlich sterben ???

          auch lebensunfähige (nach der vollendeden 20ssw) werden inzwischen getötet sie könnten ja doch überleben und dan können die eltern die ärzte auf unterhalt verklagen

          (17) 30.12.10 - 16:49

          eben, die natur macht was zu tun ist ...

Hallo,

ich hoffe als erstes,dass die Diskussion friedlich bleibt,da gerade das Thema Abtreibung & Behinderung sehr emotional ist.

Ich kann mir im Moment nicht vorstellen ein behindertes Kind zu bekommen.
Ich kann zwar pflegen,aber was ist wenn man selber nicht mehr ist ?
Wer kümmert sich um "mein" Kind, wenn ich selber Pflege brauche ?
Sollte eines meiner Kinder jetzt zu einem Pflegefall werden würde ich es pflegen,keine Frage,aber ich würde es nicht bewußt "provozieren"indem ich ein behindertes Kind austrage.

Es ist ein sehr schwieriges Thema bei dem es kein Ja oder Nein für mich gibt,was ich wirklich machen würde sollte man mir sagen,dass mein Kind behindert wäre kann ich nicht sagen.

Gruß

(19) 29.12.10 - 19:37

also ich denke das kommt auf die art der behinderung an und vor allem und noch viel mehr darauf wie die eltern damit umgehen würden.

stell dir mal sowas vor wie bei die supernanny #schwitz und da vielleicht noch ein behindertes kind in so ner familie???

und dann gibt es eben menschen die völlig überfordert sind schon von der vorstellung ein auch nur leicht behindertes kind zu bekommen ... vielleicht oder sehr wahrscheinlich würden sie es schaffen (was hätten sie denn früher gemacht?) aber was wenn nicht? hat so ein baby das verdient????

generell bin ich aber dagegen nach der fd noch abzutreiben ... würde aber auch nie einer frau die das gemacht hat selbiges vorwerfen - wer weiß was das kind erwartet hätte, hätte sie es trotz der bedenken bekommen (und es ist sicher nicht leicht einleiten zu lassen, wenn dein baby dich schon die ganze zeit tritt und du ne beziehung zu ihm hast ...)

lg
me

(20) 29.12.10 - 19:53

Ja und Nein.

Ich finde es gibt keinen Grund der eine Abtreibung mehr rechtfertigt als ein anderer Grund. Behinderung als Grund ist nicht "mehr wert" oder besser als Überforderung, kein Kinderwunsch, Vergewaltigung, Angst vor der Zukunft etc als Grund.

Jedes Kind hat gleichermaßen ein Recht auf Leben und jede Frau hat gleichermaßen das Recht darauf sich dagegen zu entscheiden. So oder so gibt es immer zwei Seiten die Situation und die Entscheidung zu betrachten.

(21) 29.12.10 - 20:08

Wenn die Eltern sich ein behindertes Kind nicht zu trauen: Ja, es ist gerechtfertigt. Denn GsD dürfen die Eltern selbst entscheiden was sie auf sich nehmen.

Ich habe bewusst gegen FW-untersuchung & Co. verzichtet weil ich mein Kind so oder so gewollt hätte. Ob mit Behinderung oder ohne. Für MICH wäre es kein Grund abzutreiben.

Und ich habe absolutes Mitgefühl mit den Eltern die vor dieser Entscheidung stehen und respektiere diese - egal wie sie sich entscheiden.

lg

(22) 29.12.10 - 20:12

Ich bin auch generell gegen Abtreibung, aber es kommt immer darauf an, was es für eine Behinderung ist.
Wenn es damit leben kann, dann würde ich da keinne Gedanken dran haben, aber wenn es keine Chance hat hier bei uns zu leben, dann muss man da anders drüber denken...

(23) 29.12.10 - 20:20

Ich bin generell gegen Abtreibung, bin selber einer Abtreibung nur knapp entgangen, weil meine Mutter damals zu spät erfahren hat, dass sie schwanger ist. Ich wurde dann zur Adoption frei gegeben und habe tolle Eltern bekommen.

Ich bin dieses Jahr ungeplant mit unserem vierten Kind schwnanger geworden, unsere Kids sind 7,3 udn 1 Jahr alt. Wir habne gesagt, wenn da Kind krank ist, brechen wir die SS ab. In unseren Augen würden wir unsere 3 Kindern opfern, wenn wir uns um ein schwerkrankes Kind kümmer müssten. Das wollten wir nicht. Zum Glück hat die fWU ergeben, das unser Baby gesund ist...

LG BUNNY

  • (24) 29.12.10 - 20:38

    Ich muss erstmal sagen: Toll, dass die Diskussion bis jetzt wirklich friedlich klappt! Das ist ja nicht immer so! Ich selbst weiß nicht, wie ich reagieren wuerde, klar, hat jeder Mensch ein Recht auf Leben, aber wenn man manche Menschen sieht, wie letztens ein Report im Fernsehen, da lag jemand seit Jahren nach einem Unfall im Bett, konnte nichts mehr bewegen, nicht sprechen, nur denken. Da fragt man sich: will dieser Mensch leben? Bei Behinderungen solcher Art ( jetzt natürlich nicht nach einem Unfall) würde ich mich fragen, verurteilt mein Kind mich vielleicht später, weil ich es so zur Welt kommen lassen
    habe, ohne jegliche Lebensqualität? Und dann die Frage, was, wenn man selbst nicht mehr ist? Es käme wirklich auf die Art der Behinderung an.Wenn das Kind damit zurecht käme, kommt man es als Eltern bestimmt auch. Es ist ja auch oft das Umfeld, das das Leben dann zusätzlich schwer macht.

(25) 29.12.10 - 20:41

hmm, also ich könnte nie mein baby abtreiben. bin jetzt zum ersten mal ss und da ist die frage mit den untersuchungen für mich sehr real.

ich persönlich könnte diesen warscheinlichkeiten keinen glauben schenken, wie oft habe ich schon gelesen, dass es einen hinweis auf eine behinderung gegeben hat und dann sind die babies gesund auf die welt gekommen.

die frage "was wär gewesen, wenn... ich nicht abgetrieben hätte, wäre mein baby gesund gewesen?"
das würde ich nie überleben, das würde mich kaputt machen. wenn mein baby nicht leben soll, dann entscheidet das die natur. ich würde es wenigstens einmal lebend in den armen halten wollen, es begrüßen, bevor ich mich verabschieden muss...

hätte ich schon ein paar gesunde kinder, wie es hier geschrieben stand, müsste ich sicher genauer abwägen, was ich meiner familie zumuten kann und welche entscheidung von der ganzen familie getragen wird.

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