Mirko- wenn doppelt löschen

  • Ich finds schlimm. Vorallem auch für die Frau des Täters. Da glaubt sie jahrelang ein idyllisches Familienleben zu führen mit einem tollen Parnter. Und dann erfährt man, dass der Mensch, den man geliebt hat ein Kinderschänder und Mörder sein soll.

    • Und die Kinder des Täters nicht zu vergessen.

      Wer wächst schon gerne mit dem Gedanken auf, dass Papi ein anderes Kind getötet und ??? hat?

      • Wo du dass sagst, muss ich immer an den Sohn von Dieter Zlof denken - Zlof war der Oetker-Entführer.
        Als ich so 12 war, hab ich im Urlaub mal ne Bravo im Müll gefunden. Da war ein Bericht über den Jungen drin, der fest davon überzeugt war, dass sein Papa unschuldig sein müsse und unschuldig im Gefängnis saß.
        Wie muss dieser Junge gelitten haben, als sich dann im Nachhinein herausstellte, dass sein Vater tatsächlich der Täter war?

        Ich frage mich aber auch, wie kann ein Familienvater, der jeden Tag seine eigenen Kinder streichelt, liebkost und wahrscheinlich sogar alles Leid der Welt von ihnen fernhalten will, anderen Kindern so etwas antun? (Denn meist sind diese Männer ja zu Haus perfekte Väter)

    (11) 27.01.11 - 16:22

    Ja genau das denke ich auch! Die Frau und Kinder des Täters, die tun mir so arg leid! Die Kinder... wie sollen die klar kommen? Der eigene Vater ein Mörder? Vielleicht sogar noch ein VErgewaltiger?....

    aber in aller erster Linie tut es mir leid, für Mirkos Familie, wobei sie sich glaub ich nur noch wünschten ihn endlich zu finden... Und ich denke, wenn er noch leben würde, dann wäre er für sein Leben gestört, denn wer weiss, was dieses Schwein mit ihm gemacht hätte! Ne ne ne! Unglaublich!!!

    Kitti

    • "Und ich denke, wenn er noch leben würde, dann wäre er für sein Leben gestört, denn wer weiss, was dieses Schwein mit ihm gemacht hätte! Ne ne ne! Unglaublich!!! "

      Darüber hab ich auch oft nachgedacht in letzter Zeit.
      Ich fürchte, für ihn war es so besser als monatelang in den Händen irgendwelcher perversen Kinderschänder zu sein, so schlimm das jetzt auch ist.

      LG,

      W

      • Tja, das ist so eine Sache.
        Auch ich habe darüber nachgedacht.
        Aber vor einem ganz anderen Hintergrund.

        Ich bin selbst als 19-jährige von drei Männern überfallen und über eine Stunde lang missbraucht worden. Die ganze Zeit hatte ich dabei ein Messer am Hals und war auch absolut überzeugt davon jetzt sterben zu müssen. Ich habe es mir sogar gewünscht, dass sie endlich Schluß machen würden.
        Aber sie haben mich liegen lassen und sind abgehauen. Ich hab lange gebraucht und eine Therapie gemacht. Es gab immer wieder Momente in denen ich mir gewünscht hätte, sie hätten mich getötet.

        Inzwischen geht es mir wieder gut - in dem Sinne. Ich führe ein normales Leben und auch eine normale Partnerschaft.
        Aber den "Knacks" behält man. Das ist schon wahr. Ich habe Eigenarten und Macken, die ich sonst nicht hätte. Dessen bin ich mir bewusst.

        Bei Mirko... Ich weiß es nicht. Der Junge war noch ein Kind... Ich war jung, aber erwachsen.
        Als ich davon gehört habe, habe ich gedacht: Hoffentlich hat der Kerl ihn schnell getötet und ihn nicht noch stunden - oder gar tagelang leiden lassen.

        Ich weiß nicht, was "besser" in der Situation war. Wäre er missbraucht aber zügig gefunden worden... Wer weiß. Mit den richtigen Therapien, dem richtigen Umfeld und gaaaanz, ganz viel Zeit kann man wieder glücklich werden. Anders glücklich, aber es geht. Es kostet nur die Kraft eines Lebens.
        Man schaue sich so Fälle an, wie z.B. Natascha Kampusch.
        Die wird auch für den Rest ihres Lebens gezeichnet sein. Aber wenn man sie heute fragen würde, ob sie lieber tot wäre... Ich weiß nicht, was sie antworten würde.

        Das ist so schwierig. Vor allem, weil jeder Mensch anders ist. Es kommt dabei auch ganz viel auf das persönliche Umfeld an.

        In dem Moment selbst wird der Tod für den armen Jungen vielleicht eine Erlösung gewesen sein. Auf ein Leben gesehen, dass er trotz allem vielleicht hätte führen können, vielleicht nicht.
        Man wird es leider nie erfahren.

        Es ist schrecklich!

        Ich bin heute dankbar dafür, am Leben zu sein.
        Ich kenne Andere, die sind es nicht!

        LG

    (14) 27.01.11 - 18:34

    Ja, die Familie von Mirco tut mir auch sehr leid. Allerdings bin ich irgendwie immer noch fassungslos, wenn ich daran denke, dass die einen 10 jährigen Jungen um halb elf nachts noch alleine draußen rumfahren haben lassen. Und das war ja wohl keine Ausnahme, sondern eher die Regel, dass er so spät noch draußen war.
    Ich würd ja am Rad drehen, wenn mein Kind in dem Alter so spät noch allein draußen wäre.

    Dennoch habe ich gehofft, dass man Mirco noch lebend findet. Die Familie ist gestraft genug.
    Wobei, wir wissen nicht, was der Täter Mirco angetan hat. Vielleicht ist es so auch besser für den Jungen. Denke wenn er mit dem erlebten noch leben müsste, das wäre auch sehr sehr hart.

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