Schikane vom Arbeitsamt???Sperre?

    • (1) 03.01.06 - 12:00

      Hallo...

      ich komme ursprünglich aus einem anderen Bundesland. Und mein Mann bekam hier ( Münster ) einen wirklich guten Arbeitsplatz angeboten. Somit kündigten wir beide unsere alten Arbeitsverträge zum 30.06.2005.

      Mein Mann fing gleich am 1.07. an zu arbeiten, ich am 05.07.05. Ich hatte mich jedoch zwischenzeitlich nicht arbeitslos gemeldet, weil ich von der neuen Firma wußte, daß die mich haben wollen, jedoch das Startdatum noch nicht genau wußte, nur das es in Juli 05 noch losgeht.
      Hatte dann am 05.07 einen Arbeitsvertrag zum 31.01.06 unterschrieben.
      Bin jedoch zwischenzeitig schwanger geworden und Mutterschutz beginnt am 08.02. deswg. verlägert mein AG den Vetrag nicht.
      Mußte mich jetzt Arbeitslos melden, für 5 Werktage, damit ich hinterher mein Mutterschutzgeld von der Krankenkasse erhalte.

      War beim Arbeitsamt und der Berater war wirklich sehr unfreundlich und gab mir dann gleich einen Wisch mit, wo ich schriftl. niederlegen muß, warum ich damals gekündigt habe, wg. evtl. Sperre.

      Ich hatte damals jedoch zwischen den beiden Arbeitsstellen nie Leistungen beantragt und bezogen.
      Ist das normal? Oder will der Berater mich ärgern?


      Gruß Anna

      • (2) 03.01.06 - 13:46

        Hallo Anna,

        das ist normal, er will Dich nicht ärgern und hat auch gar nichts damit zu tun ob Du für die Tage zwischendrin Leistung bezogen hast.
        Und zwar trifft das immer dann wenn man einen unbefristeten Vertrag kündigt und der neue nur befristet ist und man danach arbeitslos ist. (Klassische Doktorandenfalle daher kenne ich das.) Dann ist der Kündigungsgrund zu begründen. Familienzusammenzug ist normalerweise ausreichend um keine Sperre zu bekommen.

        LG, Christine

        (3) 03.01.06 - 17:17

        Hallo Anna,

        wer sein bestehendes Arbeitsverhältnis kündigt, und nicht im direkten Zeitanschluß ein neues Arbeitsverhältnis eingeht begibt sich damit selbst in Arbeitslosigkeit.

        In Ausnahmefällen kann in begründeten Fällen eine
        solche Kündigung ( ohne Sperre ) anerkannt werden,wenn diese vorher mit dem Arbeitsamt abgesprochen war.

        Wer sich aber unbegründet selbst in Arbeitslosigkeit begibt kann keinen Anspruch auf öffentliche Leistungen im Anschluss fordern.

        Und das ist gut so!

        Der Sachbearbeiter vom Arbeitsamt hat nur nach Gesetzlichen Vorgaben ( SGB ) gehandelt.

        Gruß
        Nobility

        (4) 03.01.06 - 17:31

        Hallo!

        Also ärgern will Dich da sicher niemand, wieso sollte er auch, er kennt Dich ja nicht mal. Und die Leute beim Arbeitsamt haben sicher besseres zu tun als andere Leute zu ärgern!
        Es ist einfach so, das Du einen gesicherten Arbeitsplatz (also unbefristeten Vertrag) zugunsten eines unsicheren Arbeitsplatzes gekündigt hast, und Dich somit wissentlich dem Risiko ausgesetzt hast arbeitslos zu werden (dabei spielt auch die SS keine Rolle, denn Du wußtest ja das Deine neue Arbeit befristet ist BEVOR Du schwanger wurdest). Und das führt eben dazu das kontrolliert wird ob das nötig oder sinnvoll war. Da aber Dein Mann ja offenbar noch Arbeit hat wird man die "Familienzusammenführung" als Grund auf jeden Fall anerkennen!
        Übrigens, nimm es mir nicht übel, aber ich finde es ziemlich unfair einem Berater beim Arbeitsamt "Schikane" zu unterstellen, nur weil er vielleicht nicht seinen freundlichsten Tag hatte! Ich weiß, die Arbeitsämter haben einen scheiß Ruf, aber die meisten machen doch wirklich nur ihren Job, und der ist sicher nicht immer leicht!

        Liebe Grüße
        Barbara

        • (5) 04.01.06 - 09:33

          Nein, ich unterstelle keinem einfach irgendetwas, da bin ich in der Regel sehr vorsichtig.

          Nur ich bekam dort einen Termin am 23.12. , obwohl ich Urlaub hatte und wegfahren wollte ( das war wohl der einzige der noch frei war, lt. AA ), für umsonst, denn ich durfte wieder gehen und meine gesamt mitgebrachten Unterlagen wieder mitnehmen, da mir eine Arbeitsbescheinigung gefehlt hat ( der AG weitergerte sich diese rauszurücken ).

          Ich hatte es vorher extra telefonisch dem Arbeitsamt mitgetielt das dieser fehlt und man teilte mir daraufhin mit, ich soll den Termin trotzdem wahrnehmen und das Arbeitsamt fordert die Unterlagen an.

          Der dortige Sachbearbeiter hat sich um nichts gekümmert, war sehr genervt, obwohl ich freundlich war.
          Gab mir meine gesamten Unterlagen wieder zurück und sagte...kommen sie wieder, wenn sie alles haben. Prima nich?

          Dann hatte ich zusätzlich einen Termin beim Berufsberater ( obwohl ich nur 5 Tage Arbeitslos werde und hochschwanger...AA sagte es ist Vorschrift...okay habs hingenommen ) , der wurde jedoch abgesagt, wo ich gerade im Bus auf dem Weg zum AA war...so gegen 7:30 Uhr.

          Es ist alles schon ziehmlich Nervenzerrend. Und wenn man mich dann dort auch noch genervt empfängt, und auch so behandelt dann liegt der Verdacht doch sehr nah.

          Vorallem, weil er das Schreiben wg. evtl. Sperre mir zur Hand reichte, als ich schon fast draussen war.
          So, wie ein Bonus obendrauf..weils so schön war

          Gruß Anna



          • (6) 04.01.06 - 13:12

            dienstaufsichtsbeschwerde.

            schilder punkt für punkt - neutral und ohne emotionen - was gelaufen ist und mit wem.

            normalerweise - wenn der ag sich weigert die bescheinigung auszufüllen HAT das arbeitsamt auf dem amtsweg ihn dazu zu zwingen! der ex-ag ist verpflichtet mittels seiner mitwirkungspflicht und die endet nicht wenn der mitarbeiter in ein anderes bundesland zieht.

            und du kannst auch - so hab ich das gemacht - den ex ag daraufhin ansprechen, das er dir entschädigung zu leisten hat für sein vorsätzliches verhalten das die leistungsberechnung und bearbeitungung deiner unterlagen durch das arbeitsamtes hinauszögert.

          • (7) 04.01.06 - 19:56

            Hallo Anna!

            Okay, das hört sich schon etwas danach an das der gute Mann am 23.12. keine Lust mehr hatte.... aber wem ginge das nicht so? Sei froh das Du da überhaupt noch einen Termin bekommen hast, mein Mann hat am 14.12. angerufen und einen termin für den 09.01. bekommen #augen!

            Die Arbeitsbescheinigung--- von welchem AG? Der von der Firma im alten Wohnort, oder der von der befristeten Arbeit? Wenns letzterer ist, der muß die diese Bescheinigung auch erst NACH Ablauf des Vertrages ausstellen, da Du ja soweit ich das verstehe im Moment noch dort beschäftigt bist. Von dem anderen AG kannst Du die Bescheinigung vom Arbeitsamt anfordern lassen wenn Du sie nicht bekommst!

            Die Berufsberatung ist übrigens einfach Teil dieses Systems, mußte ich auch machen als ich 14 Tage arbeitslos war, dabei hatte ich auch schon einen neuen Vertrag in der Tasche!

            Nervenaufreibend ist das alles sicher, zumal wenn man hochschwanger ist! Wir machen das theater ja wie gesagt gerade bei meinem Mann mit. Aber man darf eben nicht vergessen das die Leute im Amt auch alles nur Menschen sind, und leicht ist dieser Job sicher nicht! Was glaubst Du was die sich da alles anhören müssen? Ich wollte das nicht machen!

            Liebe Grüße
            Barbara

Top Diskussionen anzeigen