Freundschaften nicht mehr "echt" heutzutage??? Wie seht Ihr das?

    • (1) 17.04.11 - 12:46

      Hallo,

      ich möchte das Ihr mal in Euch geht und mir sagt, ob Ihr auch das Gefühl habt, das es echte Freundschaften heute kaum mehr gibt.

      Es geht jetzt nicht darum, was Ihr für Freunde alles tun würdet, sondern darum, was für Euch noch getan wird....

      Also ich bin jetzt 40 Jahre alt, und wenn ich an vor ca. 20-23 Jahren denke, dann waren Freundschaften anders...wenn z.B. jemand umgezogen ist, dann haben ALLE die Ärmel hochgekrempelt und mit angepackt, ohne dabei an Geld zu denken und waren auch da!

      Oder wenn in unserer Clique ein Auto kaputt war, hat der andere, der Schrauber oder Hobbyschrauber dem anderen das Auto repariert, ohne dafür Geld zu verlangen...so war's bei uns...ich weiß nicht aber heute wird für alles, aber auch alles die Hand aufgehalten, und wenn man mal umzieht, dann haben die Leute keine Zeit, haben es im Rücken oder sagen ne Std. vorm Umzug ab, oder erscheinen ohne abzusagen....!

      Macht Euch doch mal Gedanken, und schreibt mir Eure Meinungen, bin gespannt, ob nur ich das so sehe....

      LG Gitti:-D

      • Was macht eine freundschaft ECHT? was macht sie unecht?

        Und ich muß sagen, daß ich hoffe, daß Freundschaften sich im realen leben mit 17 anders präsentieren als mit 40
        und ja- nicht nur körperlich gibt es unterscheide zwischen einem umzug eines 19 jährigen, der bei mutti auszieht und einem Umzug einer familie im mittleren Alter.

        und ja- es gibt auch unterscheide zwischen den autos vor 20 jahren und heute.


        Nur weil heute Freunde von mir nicht mehr 75% ihrer zeit damit verbringen abzuklären ,bei wem die nächste party steigt und für ein paar flaschen bier bereit sind meine rostlaube kilometerweit zu schieben sind sie nicht unechter als damals.

        in der von dir genannten zeit habe ich mit vielen freunden zusammen gelebt- außer ein bißchen schule oder ein paar stunden uni i nder woche hatte wir nichts andres zu tun als uns um uns selsbt zu kümmern.
        klar war das anders als heute, wo jeder einen job hat mit bis zu 60 stunden, wo jeder familie hat, mit der er seine zeit verbringen möchte, wo jeder einen eigenen haushalt hat und sachen wie "mein auto ist kaputt" oder "wir beziehen das neue haus" nicht mehr aktionen von 2 stunden sind


        lisasimpson

        • Erstmal danke für Eure Antworten...

          Hmh, ok vielleicht hab ich die falschen Beispiele genannt, denn Ihr habt natürlich recht, das man mit 20 ganz anders körperlich drauf ist, als mit 40 oder Mitte 40, und natürlich auch viel weniger Zeit hat!

          Es waren auch nur Beispiele - und trotzdem hab ich das Gefühl das es heute alles irgendwie schwieriger geworden ist, natürlich nicht von jetzt auf gleich, eher schleichend...für alles wird die Hand aufgehalten...wahrscheinlich kommts nur mir so vor?! Oder ich kenn einfach ganz andere Leute...Rechtsanwälte sind z.. gar nicht dabei - kenne eigentlich nur Arbeiterfamilien.

          Naja, aber danke für Eure Denkanstöße!

          • Nö, kommt nicht nur dir so vor.


            Freundschaften die du vor 20 Jahren geschlossen hast, die sind vieleicht noch echt. Wenn man heute ne Freundschaft schließt muss man erstmal überlegen, zu welchem Vorteil der andere die Freundschaft wohl will.

            LG

      Ich muss meiner Vorrednerin zustimmen. Wenn ich an meine damaligen Umzüge denke, so war es absolut kein Problem, Freund um Hilfe zu fragen, ein Nachmittag und erledigt war's, abends noch gemütlich bei einem oder mehr Bier zusammengesessen.
      Mit meinem Hausstand heute wäre es eine ganz schöne Zumutung, das als Freundschaftsdienst zu erwarten.
      Und die Freunde sind ja mit mir älter geworden (ich selber kann mit 40 nicht mehr so schleppen wie mit Anfang 20 -> Rückenschmerzen), haben ganz andere berufliche Verpflichtungen, Familie etc., da lässt sich auch nicht mal eben einen Nachmittag für umme an anderer Leute Autos rumschrauben ;-)

      Oder beziehst du dich jetzt auch auf jüngere Leute bei denen du es mitbekommst? Ich glaube eigentlich schon, dass sich da immer noch genauso geholfen wird #kratz

      • Achso, nochwas. Die Hilfe sieht heute oft einfach nur anders aus: Zum Beispiel gibt es Freunde, die Rechtsanwalt sind oder sich mit sonst irgendwas besonders auskennen, wenn man die um Rat fragen kann, ist das doch auch wertvolle Hilfe.

    Also ich bin jetzt 40 Jahre alt, und wenn ich an vor ca. 20-23 Jahren denke, dann waren Freundschaften anders...wenn z.B. jemand umgezogen ist, dann haben ALLE die Ärmel hochgekrempelt und mit angepackt, ohne dabei an Geld zu denken und waren auch da!

    Wenn jemand so arm ist, dass er kein Umzugsunternehmen beauftragen kann, dann würde ich helfen und hab es auch schon gemacht. Da ich nichts tragen kann (chronisch krank), nehme ich in solchen Fällen die Kinder oder übernehme das Catering für die Helfer. Ich lehne es aber absolut ab, einen Finger krumm zu machen für Leute die sich ein Eigenheim leisten können und dann für ein Umzugsunternehmen zu geizig sind! Gab es im Freundeskreis auch schon.

    Oder wenn in unserer Clique ein Auto kaputt war, hat der andere, der Schrauber oder Hobbyschrauber dem anderen das Auto repariert, ohne dafür Geld zu verlangen...so war's bei uns...

    In dieser Zeit, die Du früher nennst, waren wir alle 20 Jahre jünger, hatten keine Verpflichtigungen, mehr Energie, waren überwiegend jung und gesund und hatten als Studenten keine Kohle. Dann kann es so laufen.

    Heute sind wir alle voll im Job, da sind 60 Stunden in der Woche keine Seltenheit und viele können das auch körperlich gar nicht mehr leisten, was Du da erwartest.

    Wenn ich ehrlich bin: diese selber-Mach-Baumarkt-Mentalität der Deutschen, bzw. die Freunde-mit-allem-möglichen-Beschäftigen-Mentalität, geht mir gewaltig auf den Zeiger. Wer genug Geld hat, der kann auch Dienstleister anständig bezahlen, anstatt zu glauben, er müsse seine Freunde ausnutzen.

    Gruß

    Manavgat

    • Ja wer genug Geld hat, kann sich auch ein Umzugsunternehmen leisten das stimmt...davon mal abgesehen, hab ich früher schon mit keinen Studenten abgehangen, sondern mit Leuten die eine stinknormale Lehre machten, so wie ich auch!
      Auch heute habe ich im Freundeskreis keine Leute die Geld haben, eher im Gegenteil!
      Und ums Freunde ausnutzen ist es nie gegangen, da war einer für den Andren da!

      "Ich lehne es aber absolut ab, einen Finger krumm zu machen für Leute die sich ein Eigenheim leisten können und dann für ein Umzugsunternehmen zu geizig sind! Gab es im Freundeskreis auch schon."
      So seh ich das auch. Hab es selbst erlebt.

Beispiel:

wir fanden einen riesigen, montierten eßtisch, welchen wir haben wollten.
sofort zum mitnehmen versteht sich.
tisch gekauft, musste aber für den transport natürlich zerlegt werden.
mist, mangels werkzeug haben wir das natürlich nicht hinbekommen.
freund angerufen, welcher mit seiner familie on tour war.
gebeten, dass er zu uns heim fährt, gesagt wo der ersatzschlüssel zu finden ist, er möchte bitte den werkzeugkoffer holen, zu unserem standort fahren, mit uns den tisch zerlegen, zu uns fahren, ins haus tragen und wieder aufbauen.

war gar keine diskussion, ist sofort losgerauscht.

oder notfallmäßig ins krankenhaus.
oder pc reparieren
oder
oder
oder

doch, wir haben noch freunde.
die werden aber auch immer von uns gut bekocht oder können uns als babysitter nutzen.

#winke

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