Ist es zuviel verlangt?

    • (1) 22.04.11 - 22:37

      Hallo

      Ich habe zur Zeit eine Fahrgvemeinschaft mit einer sehr lieben Ausländerin (woher ist ja egal).

      Sie ist knapp 10 Jahre in Deutschland und kann noch nicht richtig deutsch.
      Beruflich scheint sie nur die hälfte zu verstehen
      Und genau das geht mir auf den Nerv denn ich erwarte das man wenn man in einem anderen Land lebt zumindest die Sprache des Landes nach 10 Jahren kann.
      Ich habe einige ausländische Bekannte die können aber alle gut Deutsch.

      Verlangt ich zu viel

      • Hallo,
        auch wenn es sicherlich ein paar Steine regnen wird,ich denke da genauso wie du.

        Dies wird auch sicherlich zu einer politischen Diskussion werden,was ein "Ausländer" soll/kann/darf......

        Ich verstehe aber auch die Logik der Menschen nicht,die sich nicht die Mühe machen,die Sprache des Landes zu lernen,in Dem sie leben.
        Würde für sie selbst doch einiges einfacher machen.

        Genaus so wenig verstehe ich,dass manche Kinder fast nur die Muttersprache sprechen,bis sie in den Kindergarten kommen.Ich für meinen Teil würde versuchen selbst klarzukommen und dies auch meinen Kindern versuchen zu ermöglichen.

        LG

        P.S.: Dies bestrifft keine bestimmte Nationalität oder Mentalität.Damit das schonmal vorweg genommen ist.

        Da ich mich immer bei "Goodbye Deutschland" über unsere Auswanderer beömmel, geb ich dir recht.

        "Verlangt ich zu viel "

        Ja, Du verlangt definitiv zu viel.

      • Hallo,

        nein machst du nicht !! Es ist nur normal dass man nach einer gewissen Zeit in einem fremden Land die Sprache aneignet ... Ich lebe in Luxemburg (bin Luxemburgerin) und wir werden in unserem eigenem Land sprachenmässig unwahrscheinlich diskriminiert.

        Die Läden wo man noch auf luxemburgisch reden kann werden immer weniger und es wird vorausgesetzt dass alles auf französich läuft.

        Ist es zuviel verlangt dass die portugisiche Fachverkäuferin in der Bäckerei nach 11 Jahren (so lange arbeite ich nämlich schon in der Ecke) versteht wie die verschiedenen Backwaren auf luxemburgisch heissen??

        Und obwohl ich ganz viele ausländische Freunde habe, und viele Freunde im Ausland habe, mutiere ich langsam zum "Rassisten" weil es mich einfach nur noch nervt dass ich meine Muttersprache nur bedingt reden kann und alles andere auf französich läuft.

        Lg Michi

        • von der anderen seite der grenze kann ich nur meine sicht abgeben, aber ich denke, dass es großteils von den unternehmen und der politik (obwohl ich mich mit luxemburger politik nicht auskenne) gewollt ist.

          in den stellenausschreibungen steht ganz klar, mind. englisch, französisch wäre von vorteil.

          ich suche momentan eine ausbildung und da wir direkt an der grenze zu luxemburg wohnen, sind französischkenntnisse sehr vorteilhaft. (für mich vorteilhaft, da ich 9 jahre französisch gelernt habe.)

          grundsätzlich kann ich dir beipflichten, wir waren auch schon in der luxemburger innenstadt unterwegs und konnten in restaurant nicht mal auf deutsch bestellen, wobei ja luxemburgisch und deutsch sich in gewisser weise ähnlich sehen (nach 1,5 jahren verstehe ich zumindest grob die moselfränkischen ausdrücke und spreche sie mittlerweile bisweilen selbst). aber auch da musste ich französisch bestellen, allerdings auch bei keiner "einheimischen".

          schade, dass kulturelle gepflogenheiten immer mehr vernachlässigt werden. ich hab jetzt 2 jahre mich immer wieder für luxemburgisch-kurse eingeschrieben, aber irgendwie waren die immer überfüllt (an der uni).

        • Huhu!

          Also ich gehöre ja der bestgeschützten Minderheit der Welt an ;-)
          Deutschsprachige Belgier sind sehr erpicht auf ihr deutsch. Allerdings können wir (so gut wie) alle französisch nur möchten wir in unserer Gegend auf deutsch bedient werden. Wehe dem Wallonen der hier arbeitet #rofl

          Nee, im Ernst. Sprache ist wichtig.
          Allerdings kenne ich das so daß in Luxemburg bei einheimischen oder ortsansässigen Firmen, sogar im unmittelbaren Grenzgebiet (auch bei Banken und Versicherungen) die Leute einen Job bekommen die letzebösch kallen.

          Natürlich zusätzlich zu Französisch und Englisch und meistens auch Deutsch.

          Sind wir Grenz- und Sprachmischgebietsbewohner schon sehr im Vorteil.

          SQ

      Hallo

      da sie sich scheinbar die letzten 10 Jahre damit recht gut durchgeschlängelt hat, geh ich mal davon aus dass es auch weiterhin so laufen wird #schein
      Also, warum soll sie es lernen #gruebel Klappt doch auch so ganz gut.

      Und nun zu deiner Frage:
      Nein, du verlangst nicht zuviel #aha

      Aber wie gesagt, du siehst dass sie unsere Sprache nicht beherrschen muss um hier zu leben ;-)

      Gruss, die Polly #winke

      Immerhin geht sie arbeiten... Ich kenne eine Menge Ausländer, die kein Deutsch können bzw. nur sehr sehr schlecht. Und die es auch gar nicht lernen WOLLEN! Insbesondere die Frauen. Aber was bringt einem diese Diskussion? Da werden wir nichts dran ändern!

    Hallo,

    nein, das ist wirklich nicht zu viel verlangt.

    Wenn es mit der Sprache schon hapert, wie soll sie dann die einzelnen fachspezischen Arbeitsabläufe verstehen? Ich kann verstehen, daß Du genervt bist.

    Ist ja wie einer Katze das Pfeifen beizubringen. Wenn man zuviel Zeit hat, schön und gut, aber wenn man sonst noch andere Sorgen hat...

    Vielleicht merkt sie es ja selbst noch, und ändert was an ihrer Situation. Oder Du winkst mal mit dem Zaunpfahl. Oder schlägst gleich mit dem ganzen Gartnezaun zu. Ist ja nur zu Ihrem Vorteil, und Du hast dann auch was davon;-).

    LG Sandra

    Ich finde, wer nach 10 Jahren nicht die Landessprache ordentlich versteht und selbst spricht, hier nichts zu suchen hat.

    Hallo!

    Jeein!

    Kommt drauf an.
    Jeder soll sein Leben so organisieren wie er möchte, ohne den anderen zu Last zu fallen.
    Es gibt viele Gründe, warum man die Sprache des Gastgeberlandes nicht erlernt.
    Ich lebe seit ca. 10 Jahren monateweise in der RF. Am Anfang arbeitete ich nur mit überzeugten Russisten zusammen (bin selbst auch eine).
    In den letzen Jahren kommen immer mehr aufgeschlossene Leute die bestens Englisch, Spanisch oder Französisch sprechen, aber kein Wort Russisch.
    Sie sind arbeitsmässig so gefragt, dass sie nicht zum Russischlernen kommen.
    Da stellt der Arbeitgeber lieber Übersetzer ein, als Russischlehrer.
    Und wenn diese Kollegen mal Ketchup statt Tomatensauce oder das falsche Mehl kaufen, leiden nur sie selbst darunter.

    Wichtig finde ich, dass die Kinder solcher Leute richtig Deutsch lernen und dass ihre mangelnde Sprachkenntnisse ihre Arbeit nicht beeinträchtigen. Ihr Privatleben ist eher ihre Privatsache.

    LG

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