Gründe fürs Kinderkriegen

    • (1) 27.04.11 - 22:17

      Ich wollte mich mal umhören, welche Gründe jeder fürs Kinderkiegen oder zum Kinderwunsch hatte, da ich zeitweise einen starken KiWu hatte, aber mit meinen Hintergründen mich eher als Ausnahme sehe.

      In den vergangenen Jahren wollte ich zwischenzeitig immer wieder ein Kind. Meist waren es Phasen, in denen mir etwas im Leben emotional fehlte, ich mit allem nicht ausgefüllt war. Oft waren es schwierige Zeiten, beispielsweise zu Beginn meiner Rheumaerkrankung oder als ich mich im Studium vollkommen überfordert gefühlt habe.

      Das waren Momente, in denen ich mir beinahe wünschte, ungeplant schwanger zu werden, um dann sagen zu können: "Ich kann ja nicht, ich bin ja Mutter." Dabei habe ich das Kinderhaben auch immer wieder idealisiert, habe gedacht, dann hat man Zeit für sich, ist nicht immer gehetzt und muss sich für nichts mehr rechtfertigen.

      Gerade im Studium habe ich mir oft anhören dürfen: "Du bist ja nur Studentin, du hast doch eh nichts zu tun." Es hieß zwar immer, das sei alles ein Spaß gewesen, aber ich habe mich immer zutiefst herabgesetzt gefühlt. Ich hab neben dem Studium 10-12 Stunden pro Woche gearbeitet, aber wirkliche Erfüllung habe ich in allem nicht gefunden. (Daher habe ich nun auch abgebrochen, aber das ist ein anderes Thema.) Nebenbei gesagt hatte ich auch in der Vorlesungszeit oft eine 50-60-Stundenwoche, nur für die Uni. Haushalt kam noch dazu und einen Abend pro Woche mit Freunden konnte ich mir meist freischaufeln.

      In Momenten der völligen Überforderung oder - als ich länger krankgeschrieben war - der völligen Unterforderung habe ich ein Kind immer als Rettungsanker gesehen. Ich bin froh, kein Kind bekommen zu haben und niemals die Verhütung aufgegeben zu haben.

      Aber genau in den Momenten sagte ich, ich sei mit meinem Leben zufrieden und sei vollkommen bereit für ein Kind.

      Denn immer, wenn ich wirklich aus tiefstem Herzen glücklich bin, machen mir Kinder verdammt Angst. Bisher habe ich immer gesagt, jedes Studium ist leichter als ein Kind großziehen - und für das Studium hatte ich nicht genug Nerven. Also hoffe ich, wirklich niemals Mutter zu werden...


      Daher wollte ich mal fragen, was eure Gründe waren, Kinder zu bekommen oder woran ihr gemerkt habt, dass es der richtige Zeitpunkt zum Kinderkriegen ist.

      • Puuuuh, eine wirklich schwierige Frage. Aber ich traue mich da mal ran.....

        Ich denke bei mir war es der Grund, den richtigen Partner gefunden zu haben. Ich hatte davor eine siebenjährige Beziehung, in dem ER ein Kind wollte, ich aber dankend abgelehnt habe. Meinen jetzigen Mann kannte ich damals vier Wochen und ich wußte, er wird der Vater meiner Kinder.

        Wenn man glücklich in einer Beziehung lebt, fehlt oft zur Vollendung etwas "gemeinsames". Bei uns kam das Kind sogar bewußt vor der Ehe, weil mir die damals nicht so wichtig war.

        Der Grund nicht mehr arbeiten gehen zu müssen und deshalb ein Kind bekommen, kam für mich nie in Frage. Zumal man mit Kindern durchaus sehr viel Arbeit hat. Aber ich als Mutter und Hausfrau bekomme oft Seitenhiebe verpaßt da ich ja nur daheim hocke und es ja soooo toll habe.

        Wichtig finde ich, wenn man sich für ein Kind entscheidet, das die Basis stimmt. Stabile Partnerschaft, geregeltes Einkommen usw.
        Ein Kind verändert sehr viel. Wenn da zusätzliche Probleme auftauchen, kann es echt kritisch werden.

        Für mich ist Familie durch nichts auf der Welt zu ersetzen.

        "Du bist ja nur Studentin, du hast doch eh nichts zu tun."

        Hallo!

        Mütter müssen sich auch so etwas in der Richtung anhören. Und arbeitenden kinderlosen Frauen wird auch oft vorgehalten, wie gut sie es haben. Egal was du machts, es ist falsch.

        "Nur" Mutter zu sein ist blöd.
        "Nur" arbeiten ist blöd.
        Arbeitende Mutter zu sein ist auch blöd.

        Die Leute haben immer etwas zu reden.

        Ich kenne Mütter in deinem Alter, die kommen super zu recht. Ich hätte es mir mit 23 nicht vorstellen können. Die eine eher, die andere später. Warte einfach mal ab, jetzt muss du ja noch keine Entscheidung treffen.

        Ich finde es schrecklich, wenn man sagt "Ach, bekomme für dich selbst ein Kind, der Partner ist egal". Obwohl ich mir ein Kind wünsche, sehe ich es als ein Ergebnis und nicht als ein Ziel.

        LG und mach dir keinen Kopf!

      • Weil etwas in mir beschlossen hat, das es so sein soll. Da war keine Vernunft im Spiel, das war reines Gefühl. 2x ;-)

        Ich glaube, du bist keine Ausnahme, aber ich glaube auch daß viele Frauen diese Motivation so niemals zugeben würden- sie werden dann einfach"ungewollt"schwanger. Häufig kann man das bei sehr jungen Frauen aus problematischen Familien beobachten. Ich denke, es spielt der Wunsch "etwas ganz für sich alleine und zum Liebhaben"eine Rolle und die Vorstellung, sich selbst eine ideale kleine Welt erschaffen zu können.
        Ebenso werden Kinder häufig bekommen um eine Beziehung zu retten oder sich selbst aus einer als unangenehm empfundenen Lebenssituation zu "befreien".
        Aus meiner Sicht sind solche Lebensplanungen zum Scheitern verurteilt, denn es instrumentalisiert das Kind.
        Ich denke, daß man Kinder um der Kinder willen bekommen sollte. Weil sie fröhlich, so ehrlich, so wißbegierig sind. Weil jedes Kind einzigartig ist, weil es sich entwickelt und man immer Neues entdecken kann. Und gerade deswegen sind sie so anstrengend. Irgendwie sind Kinder wirklich eine Selbsterfahrung: Man lernt ganz neue Seiten an sich kennen- unter Schlafmangel ruhig und freundlich zu sein, tausendmal zu erklären, warum dieses oder jenes nicht gut ist, bei Migräne trotzdem das Bett zu verlassen um Mittagessen zu kochen und die eigene Hilflosigkeit und Wut zu händeln wenn das Kind während eines Trotzanfalls schreiend in der Drogerie liegt und wildfremde Menschen gute Ratschläge erteilen. Es ist also keine Rückzugsmöglichkeit in eine kleine heile Welt-im Gegenteil: Man entläßt kleine Menschen Stück für Stück in diese große Welt und man muß sie dabei begleiten, sich selbstständig darin zurechtzufinden.
        Außerdem glaube ich, daß ein Kind im besten Fall mit Vater und Mutter in einer intakten Familie aufwächst. Aber auch hier lauert echtes Gefahrenpotential, denn häufig ist es nicht so, daß mit der Geburt des Kindes alles "noch viel schöner"wird...
        In deinem Alter würde ich mir wirklich noch Zeit lassen. Finde erst mal zu dir, deinen Wünschen und Zielen und dann ist immer noch viel Zeit und du kannst dir alles in Ruhe überlegen.

      • Ich finde, das hast Du toll beschrieben. Ich bin ungewollt mit 23 schwanger geworden und kam daher nie an einen Punkt, an dem ich mir wirklich Gedanken dazu machen konnte. Ich hatte zwar eine abgeschlossene Ausbildung und arbeitete auch schon einige Jahre, aber dann wurde ich halt schwanger und plötzlich war alles anders. Irgendwie war ich dann die "geborene Mutter", es fiel mir leicht mich in meine Tochter hineinzuversetzen und ich war gern Mutter, aber nach wenigen Monaten fing mir die Decke an auf den Kopf zu fallen - mein Kind war mein ein und alles aber sie musste nebenher laufen, weil nur Mutterdasein lag mir gar nicht.
        ´
        Die Zeit verging und ich dachte immer wieder, dass ich niemals ein Einzelkind wollte (eigentlich wollte ich ja eh nie ein Kind, so bewusst ;-)). Aber irgendwie hat es für ein 2.Kind nie wirklich gepasst: neuer Job, neues Land, neues Leben, nie Zeit. Nach 6 Jahren wurde ich unbemerkt (wenn auch vielleicht nicht 100% ungewollt) wieder schwanger. Ich merkte es erst, als ich eine Fehlgeburt hatte. Und DA hatte ich dann zum ersten und einzigen Mal in meinem Leben einen wirklichen Kinderwunsch. Und im Nachhinein war es genauso wie Du schreibst: mir fehlte was, der Verlust des anderen Kindes nahm mich sehr mit, ich wollte diese Lücke füllen und mich mit einem neuen Baby trösten. Ich wurde dann kurz darauf gewollt schwanger, nicht geplant aber gewollt.
        Das 3.Kind war wieder eine grosse Überraschung und absolut ungeplant und auch ziemlich ungewollt (bis zum ersten US ;-)).
        Tja und nun sitze ich hier mit "abgeschlossenem Kinderwunsch" ohne jemals wirklich einen Kinderwunsch gehabt zu haben. Btw alle Kinder vom gleichen Mann, also kann ich auch nicht behaupten, der Kinderwunsch stellte sich ein, als ich den richtigen Mann gefunden hatte.

        Deswegen ist meine Antwort auf Deine Frage: es gibt keine Gründe für oder gegen Kinder, die passieren einfach wenn es so sein soll. Bei mir zumindest ;-) Ich finde, man sollte diese Frage nicht kaputtgrübeln, denn es gibt keine rationale oder richtige Antwort.

        lg jo, geborene Mutter von 3 ungeplanten Kindern.

        Danke für die bestehenden Antworten.

        Den richtigen Partner setze ich für den Kinderwunsch einmal vorraus. Mein Mann wäre wahrscheinlich der liebste Vater der Welt, aber ich zweifle sehr an meinen Mutterqualitäten.

        Vielleicht sehe ich auch alles anders, wenn ich beruflich "fest im Sattel" sitze.

        Mit 23 bin ich natürlich noch recht jung - wenngleich viele Freunde von früher mittlerweile Eltern sind und mich immer wieder drängen, doch auch Mutter zu werden. Eine Bekannte von mir wollte vor 35 nie Mutter werden - und mit einem Schlag dann doch.

        In den letzten Jahren habe ich mir Kinder als anstrengend, aber gleichzeitig sinngebend vorgestellt. Zumal Kinder immer bei Versagensängsten sehr verlockend klangen.

        Auch im Bekanntenkreis habe ich manchmal den Eindruck, dass Kinder herhalten müssen, wenn etwas schlecht läuft. Eine Freundin wurde geplant schwanger, nachdem sie die Ausbildung beendet hatte und keinen Job gefunden hatte. Noch nicht so lange vorher konnte sie sich Kinder nicht wirklich vorstellen.

        Für mich hoffe ich, dass ich wirklich nicht Mutter werde. Mein großer Traum war immer Arbeit, denn ich komme aus einer Familie, die zwar Kinder, aber keinen Job hatte und wir das sehr gespürt haben.

        Gegenwärtig kämen wir mit einem ungeplanten Kind wohl über die Runden - aber große Extras wären dann nicht mehr drin. Und genau diese Extras liebe ich so, mal ein Wochenende wegfahren, den Urlaub planen, Essen gehen, wenn wir Lust haben, Einkaufen gehen und mitnehmen, was gefällt. Wir genießen es, an freien Tagen einfach im Bett zu kuscheln, einen Film zu gucken, etwas essen gehen und Schatzis Pferd zu besuchen.

        Wenn der Kinderwunsch aufrichtig ist, verzichtet man gern. Aber ich habe nach 2, 3 Monaten KiWu oft wieder eine 180° Kehrtwende gemacht und war unendlich froh, nicht beim ersten hormonellen Wirrwarr ein Kind bekommen zu haben. Gerade, wenn wir unterwegs sind, kann ich mir ein Kind nicht vorstellen, im hektischen Alltag denke ich aber selten doch: "Ach, wenn wir doch ein Kind hätten, dann könnten wir xyz." Ich sehe dann vor mir, dass ich tagsüber spazieren gehe (war in den letzten Monaten nahezu nie drin), male und bastle und all das mache, was ich gern mache. Wenn ich ehrlich bin, mein Kind sollte auch immer nur das mögen, was ich mag.

        Und mit der Zeit habe ich gemerkt, dass mir nur Zeit für mich fehlte, weil ich mir aufgrund von Karrierewünschen meinen Terminplan so vollgepackt hatte, dass ich nur für mich keine Zeit zum Atmen hatte. Meine Freizeit habe ich dann gern mit meinem Schatz verbracht, aber zu Dingen wie einfach einer Gesichtsmaske, einem Buch in der einen Hand und einen Tee in der anderen fehlte mir alle Zeit. Die fehlt mir mit Kindern wohl aber auch, wenn ich hier bei Urbia querlese. Oft beginne ich hier einfach zu lesen, wenn mich wieder der Gedanke packt, dass ein Kind ja herrlich entspannend sei.

        • Hallo.

          Du musst Dich doch nicht entscheiden. Du musst doch nicht jetzt für alle Zeit beschließen, ob Du je Kinder möchtest oder nicht. Unser erstes Kind kam ungeplant - daher weiß ich nicht, ob es jemals DEN perfekten Moment zum kinderkriegen gibt. Wahrscheinlich nicht.

          Mit Kindern steckt man zurück. Man steht hinten an. Eigene Bedürfnisse werden fast komplett zurück geschraubt. Aber weißt Du was?! Ich glaube, die meisten machen das liebend gern! Heute frage ich micht, was ich nur 'damals' ohne Kind den lieben, langen Tag gemacht habe. Zum Glück ist uns unser Kind 'passiert', ich habe aber immer ein Kind haben wollen - irgendwann später.
          Das Beste daran: Die Liebe! Ich hab nie gedacht jemals solch eine Liebe empfinden zu können! Und die reicht auch locker für ein zweites.

          Mach doch erst mal Dein Ding. Sei unabhängig und gib Dein Geld aus wofür Du willst. Irgendwann wirst Du vielleicht merken, dass Dir das nicht reicht und Du bereit für ein Kind bist.


          Mir fällt es übrigens schwer, nachvollziehen zu können, warum Frauen gewollt kinderlos bleiben - hätte ich doch immer das Gefühl etwas verpasst zu haben.


          Lass Dir Zeit.

      Hallo,

      hm, einen richtigen Grund fürs Kinderkriegen gabs bei mir eigentlich auch nicht. Ich hab immer gesagt: Ich wünsche mir Kinder, aber mit Babys kann ich so rein gar nichts anfangen, dieses Wickeln, Fläschen machen, durchwachte Nächte etc. fand ich immer schon doof. Irgendwann war ich dann 27 und hab mir gesagt: Entweder ich fang jetzt an oder nie und schwupps, war ich schwanger...Die ersten 1 1/2 Jahre waren die reine Katastrophe, um so größer unser Sohn nun wird, um so schöner ist es mit ihm.
      Zwischendurch hatte ich jetzt einige Fehlgeburten und möchte aber unbedingt noch ein zweites Kind...Das einzige, was mich daran stört: Die Babyzeit...Aber das zweite kommt bestimmt auch noch irgendwann.

      Ach so, ein kleiner Grund fällt mir vielleicht noch ein, warum ich gern Kinder möchte. Ich möchte im Alter nicht ganz allein sein. Mir ist klar, dass Kinder auch vor mir versterben können oder in eine fremde Stadt ziehen etc., aber ich möchte einfach nicht so ganz allein sein - vielleicht verstehst du ja wie ich das meine..

      LG

      Hallo,

      ich habe noch keine Kinder, aber ich habe einen großen Kinderwunsch seit ich 17 Jahre bin.

      Das ist eigentlich kein bewusstes Wünschen, sondern eher etwas was von innen kommt.
      Es fühlt sich an, als ob ich jemanden stark vermisse. Nur kenne ich denjenigen noch nicht. Denn ich habe ja noch kein Kind.
      Es wird auch noch etwas dauern.

      Natürlich gibt es aber bei mir auch bewusste Gründe für Kinder.
      Ich liebe Kinder. Ich könnte ständig Kinder um mich rum haben. Ich finde sie einfach toll.
      Ich habe meinen Bruder teilweise mit großgezogen und ich passe öfter auf die Kinder meiner Freunde auf.
      Und ich werde jetzt wahrscheinlich auch eine neue Ausbildung anfangen als Erzieherin (ich bin gelernte Industriekauffrau).

      Außerdem möchte ich unebedingt diese Erfahrung machen. Einen Menschen großziehen, die Welt erklären, auf das Leben vorbereiten. Die bedinungslose Liebe spüren, irgendwann mal hoffentlich meine Enkelkinder verwöhnen...

      Ja das sind wohl so meine Gründe die mir jetzt spontan einfallen.

      LG
      Janina


      Für mich war es immer irgendwie klar, dass ich mal ein Kind haben werde, davon war ich als Kind, als Teenager und als junge Erwachsene überzeugt. Das Wann habe ich mir dagegen nie ausgemalt und als ich mit 23 ungeplant schwanger wurde, waren Kinder bis zum positiven Test in unerreichbarer Ferne und trotz Gewissheit einmal welche zu haben, unvorstellbar. Ich habe da einfach nie weiter drüber nachgedacht und hatte deshalb auch nicht diesen präzisen Kinderwunsch wie ihn andere haben.

      Als ich dann aber schwanger war, war es plötzlich völlig normal, kein großer Schock, keine großen Zukunfstängste (wenns andere schaffen, warum nicht ich?). Es fühlte sich an wie "das muss so sein" und obwohl die Basis nicht die war, die ich mir gewünscht hätte (alleine, beruflich lief es nicht etc.), war alles einfach schön und "richtig".

      Ich bin sehr glücklich darüber, dass mir die Entscheidung wann ich ein Kind bekomme, quasi abgenommen wurde. Ich hatte dadurch nicht die Möglichkeit mir darüber den Kopf zu zerbrechen ob ich bereit bin und ich habe nicht Angst haben müssen, vielleicht nie oder erst sehr spät Mutter zu werden. Es war einfach so und es war gut und rückblickend hat es sogar perfekt gepasst ;-)

      Man kann sich ohne Kind einfach nicht vorstellen, wie es mit Kind sein wird. Man verändert sich, Prioritäten verschieben sich - und das ist ganz und gar nicht negativ, denn man verliert nichts, man bekommt etwas dazu.

      Hallo.

      Ich hab mir nie Gedanken darüber gemacht, was ein Grund für Kinder sein sollten.
      Meine eigene Kindheit war ausreichend zu sagen, ich will keine Kinder.
      Mein Mann war damit einverstanden.

      Im Herbst 2004 wurde dann bei mir Endometriose diagnostiziert und die Chancen, ein Kind auf natürlichem Wege zu bekommen auf 0 geschätzt. Danach hab ich die Pille abgesetzt, weil ich es leid war, nahm sie seit 15 Jahren und wenn ich eh`nicht schwanger werden können sollte...

      Oktober 2005 bekam ich die Quittung und war schwanger, Abtreibung kam aber nicht in Frage, nun gebe ich meinen Sohn nicht mehr her! ;-)
      Wir haben es dann 2007 nochmal probiert und ich wurde überraschenderweise gleich schwanger.

      Nun haben wir 2 Kinder, mein Mann hat sich sterilisieren lassen und ich versuche jeden Tag, meinen Kindern eine schönere Kindheit zu geben, als ich selbst hatte.

      LG

      Ehrlich gesagt, ich habe mir nie groß Gedanken gemacht. "Bumms" und schon war ich schwanger. #ole Nicht unbedingt in Lebensphasen, in denen man ein Kind geplant hätte. Beim ersten lebte ich noch bei "Muttern" und mein Freund hat noch studiert. Beim zweiten hatte ich mich gerade von meinem Exmann getrennt und einen neuen Job angenommen (war noch in der Probezeit) und das Kind war vom niegelnagelneuen Freund. Mit dem dritten Kind war ich schwanger in einer für mich extrem belastenden Lebensphase (gerade mein Papa gestorben und meine Mutter schwer krank). Dieses Kind habe ich verloren und ich denke, es sollte nicht kommen, weil ich es vielleicht nicht gepackt hätte.
      Unser nun 3. Kind ist unser Pflegekind und auch zu dem bin ich schneller gekommen als gedacht.

      C'est la vie und man nimmt es, wie es kommt und so ist dann auch richtig und gut. Ich würde es wieder so haben wollen!!! #pro

      LG
      umsche

      Ich kann dir sagen was am schlimmsten war/ IST!

      Am schlimmsten war, dass ich das erste Jahr angeschrien wurde. Das Töchterchen hatte Dauerblähungen und Bauchweh ohne Ende.
      Sie schlief ein Jahr lang nicht durch. 10-12 Mal die Nacht? Kein Problem für sie. Gemecker, Geschrei und ich als Mutter, die mit kleinen Babies eigentlich nie was anfangen konnte.

      Essen? Ja, zwischen Tür und Angel.

      Am schlimmsten ist: Sich um einen Menschen so sehr zu sorgen wie für das eigene Kind. Immer wenn etwas ist, was außer der Reihe passiert und nicht in die Kategorie Schnupfen fällt, gerät man selbst in Ausnahmezustand.

      Und die Sorge nimmt nie ab, sie wird sich nur den Gegebenheiten und dem Alter anpassen.

      Das schönste? Definitiv mein Kind!

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