Zensus-Befragung

    • (1) 03.05.11 - 13:15

      Hallo zusammen,

      und zwar sind wir vom statistischen Landesamt aufgefordert worden, an dieser Befragung zur Gebäude-und Wohnungszählung teilzunehmen. Wir haben die Unterlagen für unserer Haus bekommen, welches wir selbst nicht bewohnen, aber in dem 3 Wohnungen vermietet sind. Dieser Fragebogen ist echt heftig, nichts anynom oder so. Die wollen die kompletten Namen von allen Bewohnern haben und da hört es bei mir auf. Wenn die jetzt wissen wollten, Alter, Geschlecht usw. wäre das ok, aber gleich alle Namen.... Muss ich jetzt wirklich diesen Bogen ausfüllen? Muss ich die Mieter befragen? Am liebsten würde ich alles wegwerfen, und ich habe es nie bekommen.
      Der Datenschutz bei so einer Befragung sei mal dahin gestellt.#zitter
      Danke für eure Meinung.
      LG Silke

      Musst Du wirklich beantworten, sonst zahlst du Strafe. Die Daten sind vertraulich und werden nur für statistische Zwecke genutzt. Viel Spass ;-)

Hallo Silke,

man muss das tatsächlich beantworten. Haben uns da auch erkundigt. Ignorieren hilft leider auch nicht...

In unserem Fall gings nicht um Wohnen / Gebäude sondern 3 (!) Jahre in Folge mussten diese blöden Fragebögen augefüllt werden zum Großbereich "Arbeit". Die Fragen waren teils echt kniffelig (gestellt).

Der Witz an der Sache: Die Befragung richtete sich an meinen 87-jährigen Opi #rofl (wann wurde die Ausbildung wo gemacht, was hat er dort verdient, wo danach gearbeitet... und vor allem natürlich: als was arbeitet er jetzt bzw. wie hat sich sein Arbeitsumfeld in den letzten 3 Jahren verändert...)

Neben der Zeitverschwendung haben wir uns köstlich amüsiert.


  • Es mag für dich Zeitverschwendung gewesen sein, aber es gibt einen gewissen Teil Rentner, die auch in hohem Alter noch arbeiten und sei es nur für 400€.
    Mag für dich ja scheinbar völlig abwegig zu sein, aber die Daten dienen eben auch dazu zu sehen, ob und wie Rentner noch beruflich aktiv sind.

    • Ich finde es überhaupt nicht abwegig wenn Rentner noch arbeiten. Davon kenne ich selbst genügend.
      Manche suchen es sich aus, andere müssen... Jedoch kenne ich keine Über-80-jährigen, die das tun.
      Wir haben nach dem ersten Fragebogen beim Statistischen Bundesamt nachgehört und dennoch mussten die Folgefragebögen ausgefüllt werden.

      Ja, ich halte es für absolute Zeitverschwendung, wenn drei erwachsene, relativ gut gebildete Menschen samt besagtem Rentner ewig vor diesem Fragebogen sitzen.
      Und nö, ich finde es nicht gerechtfertigt, empfinde es sogar fast als Frechheit, wenn sich eine Privatperson ohne zwingenden Grund (auch wenn ich statistische Erhebungen oftmals für sinnvoll erachte) vor dem Statistischen Bundesamt "nackig machen" muss. (Wobei die Betonung hier auf dem "muss" liegt!)

      Ernsthaft: Mein Großvater musste seinen halben Keller umgraben um an Unterlagen zu kommen, die Regionen in denen er seine Ausbildung bspw. gemacht hat, heißen nun anders, gehören sogar zu einem anderen Land. Die Umrechnung seines damaligen Einkommens von Reichsmark in heute Euro ect. Das ist schon echt albern. Ein Wunder, dass er so manche Unterlagen überhaupt noch hatte. - Das soll man mit 87 Jahren alles noch auf dem Schirm haben?

      Nebenbei: Die Dame vom Bundesamt, die uns netterweise beim ersten Mal zur Seite stand, musste die Fragen teilweise auch erst in ihrem Handbuch nachschlagen um sie zu übersetzen.
      Auf die Frage ob die Statistiken denn valide seien, konnte sie auch nur mit den Schultern zucken, denn wirklich gegengecheckt durch bspw. Einkommensteuernachweise usw. wird nicht regulär.

Der Opi hätte antworten können: weiß ich nicht. Alzheimer...

Gruß

Manavgat

Kam der Müll per Einschreiben? wenn nicht hast dus eben nie bekommen. Jeder Otoo Normalbürger muss sowas im Zweifel nachweisen.#winke

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