Diskriminierung??

    • (1) 27.05.11 - 21:40

      Hallo,

      heute wollte ich einfach mal ein paar andere Meinungen hören, wie ihr eventuell reagiert hättet.

      Vorfall war folgender: Wir sind eine Gruppe von Gleichgesinnten, die sich im regelmäßigen Abstand zum Frühstück in einem öffentlichen Lokal (geschlossene Gesellschaft) treffen. Zu dieser Gruppe gehört auch eine sehr ungepflegte Frau (ständig fettige Haare, schmuddelige Kleidung und ein permanenter durchdringender Schweißgeruch).

      Beim letzten Treff war der Körpergeruch besonders schlimm, für mich absolut nicht auszuhalten! Als sich die Frau in enger Runde neben mich gesetzt hat, bin ich aufgestanden und habe ihr meinen Platz angeboten. Ich sagte:" Du kannst dich hier her setzen."

      Sie reagierte absolut geschockt und verließ den Tref nach 5 Minuten, in denen sie stocksteif auf dem Stuhl sitzen blieb.

      Als ich sie 2 Tage später angerufen habe, um mit ihr darüber zu reden, fühlte sie sich von mir diskriminiert.

      Jetzt will ich wissen, wo für euch die Toleranz endet und die Diskriminierung beginnt? Ist es nicht mein gutes Recht, nicht neben einem solchen "Stinkbären" sitzen zu wollen?

      Eine Grundsatzdiskussion über mangelnde Hygiene wollte ich mit ihr vor versammelter Mannschaft nicht führen.

      Freue mich über eure Antworten.

      Gruß

      ninimom

      • Hallo,

        ich hätte mich vermutlich wortlos weggesetzt.

        • Ich glaube ich hätte mich still schweigend weg gesetzt.Weißt du den warum sie so ist?Hat sie Probleme?Was ist das den für ein Treffen und woher kennt ihr diese Frau?

          Nadine

          • Hallo,

            Probleme hat sie sehr wohl, mit sich selbst und das ist wahrscheinlich der Auslöser des ganzen.

            Unsere Gruppe besteht hauptsächlich aus Frauen, deren Ausgangslage im großen und ganzen die selbe ist. Was jeder daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen.

            Mir bleibt trotz allem das schlechte Gewissen, sie verjagt zu haben...

            • "Mir bleibt trotz allem das schlechte Gewissen, sie verjagt zu haben..."

              Vom Grundsatz, sie auf ihre Ungepflegtheit aufmerksam zu machen, hast du durchaus recht. Ich hätte da allerdings einen etwas "schonenderen" Weg gewählt...denn bloßgestellt hast du sie mit der Aktion auf jeden Fall, und das vor versammelter Mannschaft. Gab es keine andere Möglichkeit, sie irgendwie drauf anzusprechen? #kratz

              • (6) 28.05.11 - 00:15

                Na, ich weiß nicht, besagte Frau weiß, dass sie stinkt , warum muss man da noch großartig "schonen"?
                Warum sollte man da noch mit Samthandschuhen rumeiern?

    Wusste sie bei Deinem Anruf, was Dein Problem ist? Deine Beschreibung ihres Verhaltens bei Deinem Wegsetzen lässt darauf schliessen..

    Weil wenn sie weiss, dass sie ungepflegt ist und darauf nun eine entsprechende Reaktion geerntet hat, kann sie kaum von Diskriminierung sprechen.

    • Sie ist sich der Problematik durchaus bewußt und hat wohl auch schon früher am Arbeitsplatz (Lebensmittelbranche) damit Schwierigkeiten gehabt.

      Sie hat erwartet, daß ich sie darauf anspreche. Ich denke aber, daß es bei der permanenten Geruchsbelästigung, die ihr bekannt ist, unnötig ist, sie darauf hinzuweisen, nachdem es nie nur ausnahmsweise so ist, sondern der Gestank ein Dauerzustand ist.

      Sie meint, sie würde sich regelmäßig duschen, würde aber bei Streß sofort sehr stark schwitzen, nachdem sie auch noch übergewichtig ist.

      Ihre Familie spricht sie immer wieder darauf an, aber es hilft wohl nichts.

      Schade ist nur, daß sie jetzt die Gruppe nicht mehr besuchen möchte, weil sie die Zurückweisung erst verkraften muß.

      Wie gesagt, bleibt mir das schlechte Gewissen, sie vertrieben zu haben.
      Denn das wollte ich damit ganz bestimmt nicht erreichen.

      • (10) 27.05.11 - 22:51

        >>>Sie meint, sie würde sich regelmäßig duschen, würde aber bei Streß sofort sehr stark schwitzen, nachdem sie auch noch übergewichtig ist. <<<

        Frischer Schweiß fängt erst nach einiger Zeit an zu müffeln. Wer sich regelmäßig wäscht und die Wäsche wechselt (was man vor einem Treffen ja tun würde), kann nicht derart stinken.

        Und fettige Haare sind ein Anzeichen von Ungepflegtsein, das kann man nicht mit Schwitzen wegreden.

        • "Frischer Schweiß fängt erst nach einiger Zeit an zu müffeln. Wer sich regelmäßig wäscht und die Wäsche wechselt (was man vor einem Treffen ja tun würde), kann nicht derart stinken. "

          Das stimmt nicht grundsätzlich.
          Es gibt auch Menschen, die trotz gründlicher Hygiene sehr schnell sehr unangenehm riechen.
          Die fettigen Haare sind allerdings ein Indikator dafür, dass sie mehr Hygiene betreiben könnte.

          Gruß,

          W

      (12) 27.05.11 - 22:51

      Du sagtest doch aber, dass sie ungepflegte Haare hat und auch ihre Kleidung auf ein vermindertes Pflegegefühl hinweist?

      Es gibt Deos, beispielsweise, die die Schweissproduktion vermindern. Das weiss eigentlich jeder und dass sie wirken kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich schwitze nämlich auch "männlich" in der Achselgegend, rasiere mich allerdings zweimal pro Woche und nutze auch ein entsprechendes Deo.

      Für mich hört sich das schon so an, als würde sie solche Treffen nicht gerade frisch geduscht, rasiert und deodorisiert besuchen. Da muss sie dann mit solchen Situationen rechnen. Du hast sie nicht vertrieben. Sie hat sich durch ihre mangelhafte Pflege selbst ausgeschlossen.

      (13) 30.05.11 - 10:36

      ##
      Sie ist sich der Problematik durchaus bewußt und hat wohl auch schon früher am Arbeitsplatz (Lebensmittelbranche) damit Schwierigkeiten gehabt.
      ##
      Immerhin.


      Ich hatte einmal eine Kollegin, die auch sehr extrem roch, auch tatsächlich sofort schon, wenn sie zur Arbeit kam.

      Letztendlich habe ich sie darauf angesprochen, denn es hatten auch Kunden schon etwas gesagt.

      Und es gibt eben Menschen, die sich oft genug duschen, aber ein Schweißproblem haben.
      Diese Kollegin ging tatsächlich zum Arzt und hat sich beraten lassen, hat sich eine spezielle Deocreme gekauft, bekam noch irgendetwas vom Arzt und dann ging es auch plötzlich.


      Vllt sollte das diese Frau hier auch mal tun.

(14) 27.05.11 - 21:59

Hallo,

dein Verhalten finde ich mehr als fair. Immerhin hast du sie ja nicht bloßgestellt und hinterher noch mit ihr darüber gesprochen.

Es ist ja nicht so, dass sie eine Behinderung hätte oder eine schiefe Nase für die sie nichts kann. Körperhygiene hat für mich auch etwas mit Respekt vor meinen Mitmenschen zu tun.

Langer Rede kurzer Sinn: Du hast dich richtig verhalten und mit Diskriminierung hat das nichts zu tun.

LG Yoli

  • Also,du hast sie nicht beleidigt und hast dich weg gesetzt.Hätte ich auch gemacht und du warst nicht unfreundlich und nichts.Ich denke sie fühlt es einfach so,weiß aber glaube ich auch selber das sie weiß warum du weg gegangen bist und es ihr eigentlich selber unangenehm ist.

    Nadine

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