Preisangabe bindend?

    • (1) 02.06.11 - 17:15

      Hallo Ihr Lieben!

      Ich hoffe ich habe die richtige Überschrift gewählt.
      Meine Frage ist, wenn jemand etwas verkaufen möchte und dieses in einer Internetplattform anbietet, ist der Angegebene Preis dann bindend? z.B. etwas wird angeboten und kostet z.B. 1€ (Angebot deutlich mehr wert). Nun möchte ich dieses jenige welche Angebot kaufen und der Verkäufer eröffnet mir dann das ich da gut und gerne noch 5 bis 6 nullen anhängen kann, ist das dann rechtens? Denn angeboten hat er es ja nun mal für einen Euro. Muss er es dann auch für diesen Preis hergeben?

      Gab bei uns gestern eine heiße Diskussion deswegen. Bin mal auf eure Meinungen gespannt

      Lg und einen schönen Restfeiertag Henkelbecher

      • Angebote die an die allgemeinheit gerichtet sind, sind nicht bindend. Bindend wäre es nur wenn er es dir direkt macht und ihr euch während der Unterredung einigt. Angebote per Brief gelten glaube ich 7 Tage, per Fax und Mail müssten 1 Tag sein.

        Lidl usw. müssen die Angebote z. B. auch nicht da haben, wenn du zu spät kommst. Sorry, dass ich dir keine schönere Antwort geben konnte.

      Kommt auf die AGB's der Internetplattform an, würde ich mal sagen. Bzw. darauf, ob (wie z.B. bei ebay) ein Kaufvertrag zustandekommt durch den klick bzw. das Höchstgebot, oder ob es "nur" eine Kleinanzeige irgendwo ist.

      • wie sie schreibt für 1€ angeboten aber tatsächlicher Wert 1.000000€ da ist das Mißverhältnis offensichtlich

        • (10) 03.06.11 - 17:24

          Ich darf auch ein Haus für 1 Euro verkaufen (wird ja z.T. auch gemacht als symbolischer Preis, wenn z.B. ein Schloß stark sanierungsbedürftig ist). Das hat also mit der Frage nichts zu tun.

          Frage ist, ist es eine "invitatio ad offerendum", also eine Einladung, ein Angebot abzugeben (wie es jeder Katalog und jede Anzeige ist) oder ist es schon ein Vertragsangebot (wie bei ebay).

    Zunächst hängt es davon ab, ob es sich um ein Angebot handelt oder um ein Angebot, ein Angebot überhaupt abzugeben.

    Der Regelfall ist, dass der klassische Katalog oder ein allgemeiner Internetauftritt letzteres darstellt.

    Deine Bestellung ist dann regelmäßig ein Angebot die Ware zu kaufen. Der Verkäufer nimmt dieses dann durch Auftragsbestätigung an.

    Wenn Deine Bestellung bereits die Annahme wäre, müste der Verkäufer liefern auch wenn die Ware gar nicht mehr vorrätig ist.

    Wenn der Verkäufer allerdings in seinen AGB seinen "angebotene" Ware als Angebot deklariert (was nicht ratsam ist) sieht dies gegebenfalls anders aus.

    Wenn der Verkäufer nach Bestellung schreibt der Preis sei höher kann man ihn nur bei der zuständigen Behörde anzeigen und er erhält gegebenfalls ein Bußgeld.

    Sollte ein Vertrag zustande gekommen sein besteht bei einem Irrtum über denPreis gegebenenfalls die Möglichkeit der Anfechtung. Das hängt dann aber von den Umständen insbesondere von der Art und Grund des Irrtums ab.

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