Europäische Gerichtshof zwingt Deutsche Justiz Sextäter zu entlassen

    • (1) 15.07.11 - 16:31

      Hallo,

      das Thema hatten wir hier ja schon mal und nicht wenige fanden die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes richtig. Einige waren auch der Meinung, Sexualstraftäter seien durchaus Therapierbar.

      Jetzt haben wir wieder einen Fall, in welchem allen Mahnern ins Gesicht geschlagen wird.

      Der Mann war als Sexualstraftäter vorbestraft, dann musste er wegen eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden. Bis Dezember überwachte ihn die Polizei - im Januar verging er sich an einem Kind. Nun überführte ihn ein DNA-Test.

      weiter lesen: http://www.gmx.net/goto/13242418.html#.A1000146

      Dieses Verbrechen an dem 7jährigen Mädchen wäre nicht passiert, hätte man diesen Kinderschänder eingesperrt gelassen.

      Nobility

      • Auch Straftäter haben Menschenrechte.:-)
        Ich finde die Entscheidung vom EGH richtig und kann es nur unterstützen.#pro

        Musste jetzt wirklich ein so provozierender Thread sein?#augen

        LG

        • hmm...
          Auch Opfer haben Menschnerechte.
          ... aber keine Lobby.

          Sehr brisantes Thema.
          meine Meinung in solchen Fällen: Wer bewusst den Menschenrechtsraum verlässt, sollte diesen später nicht für sich selbst in Anspruch nehmen können.

          • (4) 15.07.11 - 16:53

            "meine Meinung in solchen Fällen: Wer bewusst den Menschenrechtsraum verlässt, sollte diesen später nicht für sich selbst in Anspruch nehmen können. "

            Menschenrechte bedeuten in erster Linie Universalität. D.h. dass Menschenrechte überall für alle Menschen gültig sind.

            Doof, ne?

                • Wenn sich jemand dazu entschliesst, eines anderen Menschenrechte zu übergehen, dann sollte er meines Erachtens nicht hinterher auf die Einhaltung eben dieser für seine Person einen Anspruch haben.

                  • Doch, das finde ich schon. Ansonsten werde ich zu sehr an "Auge um Auge, Zahn um Zahn" erinnert. Und das Motto ist so gar nicht meines.

                    • nö. ich sage ja nicht, dass man aktiv dem Menschen das gleiche zufügen soll, sondern, dass dieser Mensch sich ja aus freien Stücken entschlossen hat diese Rechte eines Anderen zu verletzen. Demnach kann daraus nur die Folge kommen, dass er die Geltung dieses Rechts für ihn selbst ebenso aufgegeben hat.

                      Auge um Auge, zahn um Zahn ist schrott. Da gab es doch den Fall dieser Frau, der das Gesicht verätzt wurde und die das gleiche dem Täter mit gerichtlicher zustimmung antun wollte...
                      Nicht wirklich gut...

                      • Aber wie sieht das dann für dich aus?
                        Was bedeutet es, wenn du sagst, dass eine Person die Menschenrechte eines anderen Menschen missachtet und somit sein eigenes Recht auf eben diese Menschenrechte aufgibt?
                        Was bedeutet das für den "Missachter" in der Praxis?

                        • In der Praxis finde ich es dreist, dass Menschen anderen Menschen massiven Schaden (psychisch oder körperlich) zufügen können, die Schuld klar erwiesen ist und diese Menschen dann noch Rechte für sich selbst einfordern können.
                          Leider gibt es immer Anwälte, die sowas auch noch mitmachen...

                          Wer sich bewusst ausserhalb eines "Regelwerks" bewegt, kann in meinen Augen nicht umgekehrt für die Einhaltung derselben Regeln pochen.
                          Alles andere fühlt sich einfach falsch an.

                          Wie man das umsetzen sollte? Im Detail hab ich da keine Ahnung. Bin ja kein Jurist...

                          • Falk, der Jurist setzt sich ja auch eben für die Menschenrechte ein. Du kannst als Jurist also nicht durchsetzen, dass für einen Täter KEINE Menschenrechte gelten sollen. Das wäre ja so, als würde ein Schlachter sich weigern, das Tier zu schlachten.

                            Hm. Ob der Vergleich ein wenig hinkt? #gruebel

                            Ich meine, es ist richtig, die Menschenrechte auch bei Tätern gelten zu lassen. Alles andere würde Menschen dazu verleiten, noch viel mehr als jetzt Selbstjustiz, Lynchjustiz und all so etwas walten zu lassen.
                            Wir sind einfach zu viele Menschen auf einem Fleck mit zu viel krankem Gut in uns, um friedvoll und einhellig miteinander leben zu können. Um vernünftig urteilen zu können, ohne dafür gewissen Richtlinien zu haben, an denen wir uns orientieren.
                            Gäbe es diese Rechte nicht, an die die meisten sich halten wollen, es wäre der Untergang. Hört sich gerade doof an, merke ich auch. Aber so sehe ich das.
                            Ohne die Menschenrechte sähe es hier anders aus. Blutiger. Grausamer. Angstbesetzter.

              (13) 15.07.11 - 17:54

              Sorry, versteh ich nicht. Bitte noch mal so erklären, dass kein zwinkernder smiley notwendig ist.

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