Roman schreiben - Buchempfehlung?

    • (1) 25.07.11 - 11:38

      Hallo,

      ich habe schon lange die Idee, einen Roman zu schreiben.
      So ganz unvorbereitet bin ich nicht, dennoch suche ich nach guten Büchern, euren Empfehlungen, die mir noch weiter helfen könnten.

      Die Suche von amazon usw. kann ich natürlich selbst bedienen, doch ich möchte EURE Empfehlungen...
      Habt ihr welche?

      Gruß
      Beate

      • Ganz ehrlich?

        Wie gut kann ein Buch werden, wenn Du Dich schon von Anfang an nach Leuten richten willst, die angeblich Ahnung davon haben?

        Wenn Du andauernd an die Geschichte in Deinem Kopf denken musst, und es Dir in den Fingern kribbelt zu schreiben.....dann mach einfach.

        Beim Korrektur lesen wird schon nachträglich das gröbste bereinigt.....aber erst mal schreib einfach drauf los.

        Desshalb meine Meinung: Finger weg von dubiosen Werken die angeblich vermitteln wie man ein guter Schriftsteller wird etc. Kein wirklicher Künstler würde so ein Werk verfassen. Das ist wie malen lernen ohne Pinsel. Jemand der erschafft lässt seine Werke sprechen, und nicht eine trockene Anleitung dazu.

        Solche "Lehrbücher" werden von Leuten geschrieben, die in der Praxis keinen Satz zustande bringen, der jemanden wirklich begeistern kann.

        • Hi,

          meinst du?
          Ja, einfach los und gut mag sein, irgendwie scheints mir doch recht planlos. Ein paar Grundsätze an die man sich halten kann, wären hilfreich.

          Einige Autoren können mit wirklich wenigen Sätzen eine Person initiieren, man fühlt sie sofort und nimmt sie an. Viele Autoren brauchen Seiten dazu und dennoch lässt mich die Person oft kalt.
          Die Frage ist: Wie machen es erstere?

          Nunja, ich denke, probieren geht über studieren, da hast du recht ;-)

          Gruß
          Beate

          • Das sind sogenannte "Sympathiezüge".

            Man kann eine Person mit wenigen Sätzen so einführen dass gleich ein gewisser Grundbezug des Lesers in eine Richtung gesteuert wird, die später ausbaufähig ist.

            Das funktioniert positiv wie negativ und ist viel besser als eine ausführliche Bschreibung, da der Leser sich selbst ein Bild macht anstatt alles vorgekaut zu bekommen.

            Gut macht sich da z.B. eine ausführliche Beschreibung des Szenenortes der schon eine gewisse Grundstimmung vermittelt, und die Person dann entweder total "fehl am Platz" als Kontrast wirkt, oder eben dazu passt.

            Der Rest funktioniert über Definitionspunkte über die in wenigen Worten ein Bild vermittelt wird.....z.B.etwas das in der Beschreibung auf das Bild: niedlich, freundlich, treu, liebevoll etc. abzielt oder bestimmte einzelne Schlagworte: Nazi, Penner, stinkend, schmierig, Lügner usw.

            Klappt übrigens auch in Internetforen ;-)


            Aber denk nicht darüber nach.....schreibt man eine Geschichte um bestimmte Kriterien abzuhaken, oder rein um gewisse Erwartungen zu erfüllen dann wirkt die meistens hölzern und viel zu berechenbar. :-)

          • Ich glaube, das ist Talent. Kann man Talent aus Selbsthilfebüchern lernen? Eher nicht oder? Schauspieler wirst Du auch nur mit Talent und Gefühl fürs Fach, fehlt das, kannste auch 5 Schauspielkurse knicken, weiter als in eine Dokusoap wirst Du es niemals schaffen ;-)

            Versuchs mal mit einem Blog, da kannst Du schon an den Leserzahlen erkennen, ob Dein Schreibstil ankommt.

            lg jo

      Lies einmal einen ordentlichen Roman, z.B. von Thomas Mann. Dann weisst Du, wo die Messlatte haengt....

    kuckstu hier:

    http://www.amazon.de/Ein-Roman-einem-Jahr-Anleitung/dp/3866710712/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1311590683&sr=8-1

    Gruß

    manavgat

    Da stellt sich mir die Frage, was heißt 'So ganz unvorbereitet bin ich nicht'? Unzählige Menschen tragen sich mit dem Gedanken, einen Roman zu schreiben. Sehr viele fangen an, einige bringen ihn zu Ende, wenige so, dass das Werk auch andere lesen möchten.

    Die Idee steht am Anfang eines sehr, sehr langen Weges. Mach erst einmal den ersten Schritt und fang an, deinen Roman zu schreiben. Hast du denn schon etwas geschrieben? Kurzgeschichten vielleicht?

    • Hi,

      ja, die ein oder andere unveröffentlichte Kurzgeschichte.

      Unvorbereitet bedeutet bei mir: Der rote Faden ist vorhanden, einige Personen sind ziemlich klar umrissen und die Grundaussage des Romans steht.

      Was ich suchte, sind Kniffe, wie man Personen ohne großes Brimbamborium einführt, sie sympathisch oder auch nicht darstellt.
      Wie man eventuell den Überblick nicht verliert, weil man plötzlich abends im Bett noch einen super Einfall hat, welcher morgens weggeweht ist.

      Sowas in der Art.

      Gruß
      Beate

      • Okay, dann hast du doch schonmal was. Zwecks Plotplanung habe ich schon viel Gutes von der 'Schneeflocken-Methode' gehört. Ich selbst gehöre zur Gattung der 'Drauflosschreiber'. Zwar steht bei mir meist die grobe Handlung, ehe ich anfange zu schreiben, aber mit sehr, sehr viel Spielraum.

        Beispielsweise für Einfälle, die mir nachts kommen. Da das nicht so selten ist, habe ich immer einen Block und Kugelschreiber auf dem Nachttisch liegen. Außerdem auf der Terasse, in jeder Handtasche, im Bad, in der Küche ...

        Du solltest dir aber grundsätzlich nicht zu viele Gedanken machen. Fang einfach an zu schreiben, der Rest ergibt sich meist von selbst. Dann suchst du dir ein gutes Autorenforum, stellst dort Textproben ein und hörst dir die Meinung von Leuten an, die etwas vom Schreiben verstehen.

        So lernst du sehr viel mehr, als durch irgendwelche Ratgeber und knüpfst nebenbei bemerkt noch nette Kontakte. ;-)

ich empfehle es dir nicht, schliesslich steht mein buch auch in noch keinem einzigen regal, ausser in meinem kopf. aber es soll helfen, das buch:

http://www.amazon.de/Über-das-Schreiben-Sol-Stein/dp/3861502267

übrigens kann mittlerweile jeder depp ein buch schreiben und es veröffentlichen, book on demands macht es möglich.

ob du dir das so gedacht hat, weiss ich nicht.

so einige erfolgreiche autoren schreiben nicht einfach mal so ein buch, sie haben neben ihrer ausbildung/ihres studiums bereits erfahrungen gesammelt, schreibseminare besucht, workshops mitgemacht und so weiter und so fort. dann haben sie kurzgeschichten geschrieben und sie veröffentlicht. einen preis gewonnen und ein stipendium bekommen. mit glück den richtigen verlag gefunden.

ahhhhhhh


wenn es nur um das schreiben ginge, beate. wenn es nur das wäre. :-) wir bleiben am ball, einverstanden.

  • Den Weg über BoD sollte ein Autor allerdings nur gehen, wenn er a) in einer Nische schreibt, die für Publikumsverlage uninteressant ist und er b) über Ehrgeiz, Wille, Durchhaltevermögen und Kontakte verfügt, sein Buch in Eigenregie an den Leser zu bringen.

    BoD ist ein Dienstleister, nicht mehr und nicht weniger.

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