Darf ein Jugendamtangestellte sich für jemanden anderen ausgeben?

    • (1) 20.01.06 - 12:46

      Hallo an alle,
      unsere Nachbarn haben eine Nacht die Polizei geholt, da unser Kind 15 min lang geschrien hat. Da haben sie behauptet wir hätten das Kind allein in der Wohnung gelassen, deswegen schreit es so usw.Da wir aber natürlich zu Hause waren, ist die Polizei gegangen. Jedenfalls kam dann einige Tage später ( genau genommen war Polizei am Donnerstag da und diese Dame am Montag darauf) eine Dame zu Besuch. Sie hat gesagt, sie wäre Versicherungs-( weiss nicht was) . Die bestand darauf reinzukommen. Gut, warum auch nicht.Also verbrachte die gute eine Stunde bei uns, hat irgendwas von Sparen für das Kind, Ausbildung und so weiter. Sie hat uns relativ viele Fragen gestellt und auch beobachtet, wie das bei uns so läuft. Ich meine Frage jetzt wäre, könnte das eine Jugendamtangestellte gewesen sein? Ich meine, darf sie sich denn für eine andere ausgeben?
      Gruss

      • (2) 20.01.06 - 12:57

        Du kannst davon ausgehen, es klingelt :guten Tag mein Name ist XXXX ich bin Mitarbeiterin/Mitarbeiter des Jugendamtes der Stadt XXXX .
        1.Dürfen die sich nicht für jemand anderes ausgeben- ist eine Straftat und würde keinerlei bewandnis bei negativen schreiben oder auch positiven haben......
        Es wäre vortäuschung falscher tatsachen:-p

        Und wenn die vom JA gewesen wäre sollte man dann mal fragen:Sagen sie mal arbeiten sie noch nebenbei als Versicherungsfuzzi?So gut wie sie reden können-na wat fahren wir denn fürn Auto?Dickes Konto???
        Da man immer öfter hört das angestellte der Stadt bescheissen *g

        • (3) 20.01.06 - 16:22

          Hallo,

          strafrechtlich bin ich nicht ganz so gut bewandert.

          Ich frage mich deshalb welche Straftat hier denn nach Deiner Auskunft verwirklicht sein soll?

          Vortäuschung falscher Tatsachen ist alleine kein Straftatbestand (allensfalls Teil eines Straftatbestandes wie Betrug).

          Umgekehrt, Versicherungsagent der sich für JA-Mitarbeiterin ausgibt, sehe ich Strafbarkeit wegen Amtsanmaßung gegeben.

          Aber warum soll es strafbar sein, sich für einen Versicherungsagenten auszugeben (ohne das Hinzutreten weiterer (beabsichtigter) Tathandlungen, die gegebenfalls zum Betrug führen).

          Ich selbst halte es aber für ausgeschlossen, dass sich ein Mitarbeiter der Stadt sich solcher Handlungen bedient.

          mork

      (4) 20.01.06 - 12:56

      Nein, wir sind doch hier nicht bei der Stasi!

      Verdeckte Ermittlung?

      M.

    • (5) 20.01.06 - 17:29

      Hi!

      Ganz davon abgesehen. ich lasse generell niemanden auf mein anwesen der sich nicht vorher angemeldet hat. Als wir auch ein mal mit dem JA konfrontiert wurden, habe ich mir den Ausweis zeigen lassen und beim Amt angerufen, ob denn das alles seine Richtigkeit hat. Wenn ich eine Versicherung brauche, melde ich mich bei denen und lasse einen zu mir kommen. Die meisten Haustürgeschäfte und unerwünschten Besuche haben sich meistens beim klingeln des unerwünschten Besuchers schon erledigt, da dann nämlich drei Hunde loslegen. Mein DS (Schäferhund) ist der kleinste. Schon gar nicht würde ich mich ausfragen lassen. Auch noch über meine finanzielle Situation???? Ein paar Wochen später ist dann die Bude leergeräumt. Ich dachte nicht, daß es immer noch so viele, naive Menschen gibt, die einfach so jedem Tür und Tor öffnen. Naja. Man liest ja täglich in den Zeitungen davon.

      L. G.

      babypapa

      (6) 20.01.06 - 19:57

      Hallo,

      von welcher Versicherung war denn die Dame? Die hatte doch sicher Unterlagen dabei oder dort gelassen, falls Interesse besteht.

      Vom Jugendamt kann ich mir auch schwer vorstellen. Die müssen sich doch ausweisen auch wenn sie unangemeldet erscheinen.

      Vielleicht war es jemand, der von den Nachbarn geschickt wurde und sich einen Überblick verschaffen wollte, wie ihr so wohnt.

      Hanni

    • (7) 20.01.06 - 20:38

      Du bist ziemlich dusselig, jemand den Du nicht kennst, in die Wohnung zu lassen.

      Wenn bei Dir demnächst eingebrochen wird, dann weißt Du wieso!

      Gruß

      Manavgat

      (8) 21.01.06 - 13:54

      >> Die bestand darauf reinzukommen. <<

      ähm - es hat keiner - aber wirklich KEIN mensch!! - das recht darauf zu bestehen in meine wohnung etc. zu kommen!

      die dame hat da bei dir sogar genau betrachtet mit diesem darauf bestehen die straftat des hausfriedensbruchs begangen - und du hast sie auch noch gewähren lassen und unterstützt. nicht jeder der auf etwas besteht - hat ein recht darauf - und diese "dame" absolut NICHT!

      mensch mädel, las dir doch zumindest in deinem zuhause sowas nicht von wildfremden menschen gefallen #schock

      • (9) 21.01.06 - 22:34

        Hallo,

        bei "genauer Betrachtungsweise" käme ein Hausfriedensbruch hier nur in Betracht, wenn der Täter den Wohnungsinhaber zu seinem Einverständnis des Betretens der Wohnung (strafrechtlich) genötigt hätte.

        Hierzu sind die vorhandenen Information ("...sie bestand darauf hineinzukommen...") leider etwas sehr dürftig.

        mork

        • (10) 21.01.06 - 22:42

          tja - da hab ich eben eine andere auffassung - wenn zu mir ein fremder sagt er bestehe darauf in meine wohnung zu wollen - betrachte ich dieses darauf bestehen als solches - und ganz speziell wenn das in zusammenhang von wegen versicherungs-mensch steht!

          solche leute können den wohnungsinhaber - mich und sonstige avisierte kunden - anschreiben aber NICHT darauf bestehen in die wohnung zu müssen!

          • (11) 21.01.06 - 23:26

            Hallo,

            ich gebe nicht meine Auffassung wieder, sondern die strafrechtlichen Tatbestandvoraussetzungen die für eine Strafbarkeit erfüllt sein müssen.

            Selbst wenn man den Zutritt durch eine Täuschung erreicht, ist ein Hausfriedensbruch nicht gegeben, da das Einverständnis tatbestandausschließend ist.

            Im konkreten Fall muss, um zu einer Strafbarkeit wegen Hausfriedensbruch zu kommen, eine (strafrechtliche) Nötigung vorgelegen haben, nur aufgrund der die Zustimmung zum Eintritt erteilt wurde.

            Und dies ist wie gesagt nicht meine Meinung, sondern die Rechtslage.

            Und das ist eine Frage des Einzelfalls.
            Und ohne nähere Informationen über den konkreten Ablauf ist schwerlich zu beurteilen, ob das Einverständnis tatsächlich abgenötigt wurde.

            mork

            • (12) 21.01.06 - 23:58

              nö - da verweise ich mal auf die sache mit dem einen religionsverein der vor einpaar monaten zu einer kirchlichen vereinigung mutierte. DIE mussten sich damals beleehren lassen das sie hausfriedensbruch begehen, wenn sie einfach so eine offenstehende haustüre durchschreiten.

              das wurde mir sogar von einem anwalt gesagt, den ich fragte was ich machen kann um diese "mitglieder" in ihre schranken zu verweisen, da die permanent an meiner wohnungstüre einfach so standen und die einfach aufdrücken wollten wenn ich nachschaute wer da geklingelt hat...

              • (13) 22.01.06 - 16:03

                Hallo,

                so wie ich den Fall verstanden habe hat die Betroffene das Einverständis zum Eintreten erteilt.
                Zumindest gehe ich nach dem geschilderten Sachverhalt davon aus, dass sie die Erlaubnis erteilt hat.

                Falls dies nicht so ist bitte ich um Aufklärung.

                Insoweit unterscheidet sich der Sachverhalt auch von dem Deinen, indem wohl ein Einverständnis zum Betreten der Wohnung gerade nicht erteilt war.
                Sehe ich das falsch oder wurde in Deinem Fall ein Einverständnis zum Betreten gegeben?

                Dass ein Aufdrücken der Wohnungstür gegen den Willen des Wohnungsinhabers und nachfolgendes Eintreten ein Hausfriedensbruch ist, versteht sich glaube ich von selbst.

                Ich habe Bedenken, dass ein Eintreten bei offener Wohngstür bereits einen Hausfriedensbruch darstellt. Dann müsste ja auch ein Eintreten unter lauter Hallo rufen nach dem Wohnungsinhaber ein Hausfriedensbruch sein. Oder der Postbote, der dies macht um ein Paket abzuliefern, sich dafür strafrechtlich verantworten müsste.

                Auf jeden Fall stellt aber ein Hausfriedensbruch dar, wenn man zwar (ursprünglich berechtigt bzw. nicht strafbar) die Wohnung betritt, dann aber auf Aufforderung die Wohnung zu verlassen diesem nicht folgt.

                Vielleicht haben sich die Mitglieder der Religionsgemeinschaft in Deinem Fall auf diese Weise strafbar gemacht, dass sie auf Aufforderung die Wohnung zu verlassen diesem nicht sofort gefolgt sind?

                mork

            (16) 22.01.06 - 00:00

            und verwandte von mir die im ehrenwerten polizeidienst stehen und schon von arbeitswegen aktiv mit dem thema zutun haben, bestätigten mir die aussage des anwaltes...

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