Schulanfänger: welches E-Piano für Klavierunterricht?

    • (1) 10.08.11 - 22:32

      Hallo, liebe Musiker und deren Eltern,

      könnt Ihr mir ein E-Piano empfehlen für ein Schulanfängerkind, das gerne Klavierunterricht nehmen möchte? Auf was muss ich achten?
      Ist es dafür zu früh oder ist es in Ordnung, jetzt damit zu beginnen?

      Danke für Euren Rat.

      Viele Grüße,
      liebelain

      • Hi,

        ich würde ein richtiges Klavier für einen Anfänger wählen, nicht ein E-Piano.

        lg die hinterwäldlerin

        • Sehe ich auch so, das wird auch jeder Klavierlehrer empfehlen.
          Ein E-Piano kann man anschaffen, wenn man spielen gelernt hat.

          Guten Morgen, liebe Hinterwaeldlerin,

          danke für Deine Antwort.

          Würdest Du mich wissen lassen, weshalb Du ein Klavier für besser befindest? Ich meine, die E-Pianos haben doch mittlerweile auch diese Graded-Hammer-Tastaturen, die angeblich der von einem "normalen" Klavier sehr nahe kommt.
          Was ist für Dich das wichtigste Kriterium, Dich für ein herkömmliches Klavier zu entscheiden?

          Und ist das der richtige Startzeitpunkt für Klavierunterricht für ein Schulanfängerkind oder sollte man noch damit warten?

          Schönen Gruß,
          liebelain

          • Ich spiele seit meiner Kindheit Klavier. Heute steht hier ein Klavier und ein E-Piano.
            Mein Klavier ist eben ein richtiges Instrument, einfach wunderbar. Der Klang ist schöner, es klingt anders nach.....ein Klavier eben.

            Ein gebrauchtes Klavier bekommt man schon günstig, ich würde auch ein Klavier empfehlen.....und der Zeitpunkt ist gut, meine Kleine schaffte es mit 5 die Tasten zu drücken und die Tonleiter zu spielen....

            Mona

            Hallo,

            wie hat es mal jemand formuliert? An einem E-Piano erlebt man nicht die sinnlich-manuelle Welt der Klangerzeugung.

            Die Tastatur eines E-Pianos empfindet den Klavieranschlag nach, gute sogar bis ca 80%. Ich habe es selbst probiert, als ich vor ca. 10 Jahren das Klavier für uns kaufte. Meine Tochter spielt seit ihrem 6 Lebensjahr (jetzt 17), ich mit langen Unterbrechungen seit meiner Kindheit.

            Aber es kommt eben nur heran. Und das, was auch zum Klavierspielen gehört, die Vibration des Instruments, das Gefühl, wenn man richtig mal aufdreht, wie das in den ganzen Körper geht...das gibt kein E-Piano.

            Ein Instrument spielen lernen ist ein sensibles und sinnliches Ganz-Körper-Erlebnis. Da kommt es auf Nuancen an. Und die hat man nicht mit elektronischen Imitaten.

            Ich finde, z. B. für einen blumigen Chopin-Walzer braucht man diesen Kontakt zum Instrument.

            Die, die spielen, wissen, was ich meine.

            Startpunkt? Wie gesagt, meine Tochter hat als Erstklässlerin angefangen, ich mit 11.

            lg die hinterwäldlerin

          • Hallo, Ihr Beiden,

            ja, das leuchtet ein. Ich selbst spiele "nur" die elektronischen Tasteninstumente und habe zu einem herkömmlichen Klavier leider (noch) keinen Bezug.

            "sinnlich-manuelle Welt der Klangerzeugung" - klingt reizvoll!

            Eure Erfahrungen haben mich dazu bewegt, umzudenken und mich nun doch nach einem richtigen Klavier umzusehen. Habt Ihr Tipps, worauf ich bei diesem Instrument achten muss, oder was beispielsweise gar nicht sein darf?

            Danke nochmals an Euch. Ihr helft mir wirklich sehr.

            Schönen Gruß,
            liebelain

            • Hm,

              wenn du in einer Wohnung zur Miete wohnst, würde ich ein kleines Klavier nehmen. Je kleiner, desto leiser.

              Es gibt so Filzunterlagen, die du unter die Rollen stellst. Damit die viel beschworenen Schwingungen nicht den Kronleuchter beim Nachbarn unten in Schwingungen versetzen. ;-)

              Gebrauchtes Klavier kaufen...ist so eine Sache. Es kann sein, dass ein gebrauchtes Klavier einen feinen Riß im Rahmen hat...dann halten die Saiten die Spannung nicht und es verstimmt ständig. Das kannst du als Laie nicht sehen. Besonders bei billig angebotenen Klavieren ist Vorsicht geboten. Mich hat damals der Klavierlehrer meiner Tochter darauf aufmerksam gemacht. Er hatte sich sogar angeboten, bei Klavierbesichtigungen mitzukommen, damit mir sowas nicht angedreht wird. Fand ich sehr nett. Habe es aber nicht in Anspruch genommen, weil ich gleich ein neues gekauft habe.

              Man kann kaufen oder leasen.

              Verschiedene Hersteller haben verschiedenen Klangbilder, härter oder weicher. Du musst ausprobieren, was deinem Geschmack entspricht.

              Für mich ist das Klavier im Haus immer wieder eine Freude.

              lg die hinterwäldlerin

              • Hallo,

                nein, keine Mietwohnung, keine Nachbarn unten drunter, oben drüber oder links und rechts zu nah daneben. Das Problem stellt sich zum Glück von vorneherein gar nicht. :-D

                Ich hatte noch nie ein eigenes Klavier, aber immer, wenn ich an eines dran kam, habe ich darauf gespielt. Mein Einstieg kam im Kindergartenalter mit dem obligatorischen Flohwalzer auf dem Instument von Bekannten meiner Eltern.

                Ein echtes Klavier im Haus - ein ganz neuer und schöner Gedanke. Der Charme dieses Instruments ist wirklich unübertroffen. In jedem Falle wird das eine Bereicherung sein.

                Wir haben einen sehr guten Händler für Klaviere ganz in der Nähe. Den werden wir in Kürze wohl aufsuchen.

                Danke Dir nochmals für all die zahlreichen und wertvollen Tipps.
                Hab einen schönen Tag!

                Gruß, liebelain

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