Ist das ein außerordentlicher Kündigungsgrund?

    • (1) 14.08.11 - 10:35

      Hallo ihr lieben,

      wir sind vor 1 Monat umgezogen und haben Alice als Telefon und Internetanbieter. Letzte woche kam ein brief das am 18.08 ein Techniker kommt und uns den Anschluss macht.

      Nun war am Freitag ein brief im Kasten das sie das nicht wahrnehmen können, weil das Gebiet von Alice noch nicht erschlossen ist.
      Sie arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung es kann aber weiterhin zu Verzögerungen kommen. Einen konkreten Termin können sie uns nicht nennen.

      ist das nicht ein außerordentlicher Kündigungsgrund?

      Abgebucht haben sie für August natürlich schon, werd das aber gleich morgen wieder zurückbuchen lassen.

        • na ganz einfach die außerordentliche Kündigung per Einschreiben abschicken.
          Sie haben einen Vertrag geschlossen in dem sie sich verpflichten eine Leistung zu erbringen die ihr zu bezahlen habt.
          Da sie die Leistungen nicht wie "versprochen" erbringen können ist der Vertrag nicht erfüllt und berechtigt euch das Vertragsverhältnis aufzulösen.

          Ich habe damals jedoch noch alle Auslagen die wir hatten in Rechnung gestellt.

      Hallo!

      Wie es bei Alice ist, weiß ich nicht.
      Aber NetCologne hat unseren Umzug in eine andere Stadt ohne Problem als Sonderkündigungsgrund angenommen.
      Alles andere wäre ja auch blöd gewesen, wir hätten ihre Leistung ja gar nicht in Anspruch nehmen können.

      Grüße
      Nicole

    • http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2010&Sort=3&nr=53938&pos=1&anz=216

      Alice war der bisherige Anbieter den ihr nachdem Umzug beibehalten wolltet? Ist das korrekt?

      Wie lange seit ihr schon bei Alice? Wie aus dem von wasteline genannten Urteil ersichtlich: habt ihr Leistungen in Anspruch genommen die sich noch nicht amortisiert haben?

      • Wir sind jetzt knapp 1 Jahr bei Alice. Und wollten einfach umziehen und Alice eben wieder als Anbieter nutzen, also einfach behalten.

        Ich habe 3 Wochen bevor wir umgezogen sind mit einem Mitarbeiter telefoniert um die neue Adresse usw. durchzugeben und er meinte das ist kein Problem, es komme dann ein Techniker sowie es auch war als wir den Anschluss das erste mal bekommen haben.

        Es gab ja eine zusage das ein Techniker kommt und das macht am 18.08 und jetzt der Brief das sie das nicht machen können weil, "die Bereitstellung des gewünschten Wunschprodukts einen erhöhten Aufwand erfordert und das von uns bewohnte Gebiet von Alice noch wenig erschlossen ist"
        "Aufgrund technischer Schwierigkeiten bei der Leitungsbestellung verzögert sich leider die Bereitstellung ihres Produkts"

        Aber ich zahle doch nicht Monat für Monat für eine Leistung die sie garnicht erbringen. Bin ich berechtigt das zurück zu buchen?

        Immerhin schreiben sie ja das es zu weiteren Verzögerungen kommen kann und das sie uns deshalb einen konkreten Bereitstellungstermin nicht mitteilen können. Sobald sie die Möglichkeit dazu haben informieren sie uns.

        Wir sind jedoch sehr darauf angewiesen, mein Mann ist selbstständig und Internet und Telefon werden ständig gebraucht.

        • Was sagt denn "Alice" zu dem Problem?

          Weigert diese Euch aus dem Vertrag zu lassen? Zu wann will denn "Alice" die Leistung erbringen?

          Um welche Leistung geht es konkret? Geht gar nichts oder nur kein DSL?

          Habt ihr subventionierte Geräte die noch über die Grundgebühren "abbezahlt" werden müssen?

          Ist die Aussage "kein Problem mit der Umstellung" für Euch relevant gewesen? Ich gehe ja nicht davon aus, dass bei einem "geht nicht" ihr nicht umgezogen wärt. Was wäre anders gelaufen, wenn ihr eine richtige Antwort bekommen hättet?

          Falls ihr nur aus dem Vertrag wollt und Alice sich weigert wäre eine Möglichkeit, dass ihr den Vertrag fristlos kündigt und darauf hinweist, dass aufgrund der Selbständigkeit und des fehlenden Anschlusses nicht unerhebliche Einnahmeverluste hattet und weiterhin haben werdet. Diese wären verm,ieden worden, wenn ihr eine richtige Antwort bekommen hättet weil ihr Euch dann rechtzeitig um einen anderen Anbieter bemüht hättet.

          Für den Fall der Bestätigung der sofortigen Kündigung würdet ihr aber keine Forderungen aus der Falschberatung erheben.

          Zunächst reicht aber auch eine Anfrage wie es mit einer einvernehmlichen Aufhebung des Vertrages aussieht.

          parzifal

          • Ja Alice sagt garnichts dazu, sie können uns eben nicht sagen wann das sein wird.

            Es geht um eine Flatrate, Telefon sowogl auch Internet für die ich jeden Monat 30 euro bezahle. sie könnten mir eine alternative anbieten, die wäre: 40 euro im monat aber lange nicht so eine leistung wie zuvor, die übertragungsrate liegt bei 500 KB oder so.

            Wir haben uns darauf verlassen das dass kein problem ist so wie man uns das sagte. hätte ich das vorher gewusst hätte ich mir einen anderen anbieter gesucht.

        (15) 14.08.11 - 20:06

        >> Aber ich zahle doch nicht Monat für Monat für eine Leistung die sie garnicht erbringen <<

        Die sie aber erbringen könnten, wenn ihr an dem Ort wohnen geblieben wärt, für den der Vertrag geschlossen wurde. Die Verträge sind nunmal ortsgebunden. Und nicht Alice hat die Erfüllung unmöglich gemacht, sondern Ihr durch Euren Umzug. Und somit habt Ihr kein Sonderkündigungsrecht.

        Das das nicht besonders verbraucherfreundlich ist, mag ja durchaus sein. Rechtens scheint es zu sein.

        Allerdings gibt es Anbieter, die sich in solchen Fällen durchaus kulant zeigen und die Kunden vorzeitig aus dem Vertrag entlassen. Ob Alice dazu gehört, weiss ich allerdings nicht.

        Grüsse
        BiDi





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