Wieso sollen "Mütter" dann auch vollzeit arbeiten...?

    • (1) 15.08.11 - 23:47

      Hallo,
      habe mich tierisch über diese neue Gesetzesänderung aufgeregt, bzw. so neu ist das ja gar nicht mehr!! Mütter oder gerechterweise, der betreuende Elternteil bei unverheirateten Paaren, die dann alleine erziehen, müssen ab dem 3. Lebensjahr Vollzeit arbeiten. Nun ist das ja auch so bei ehemals verheirateten Paaren. Ich sag mal, da haste als (meistens bleiben die Kids ja bei Mama) Frau ja voll die Arschkarte gezogen#gruebel. Ich stelle mir vor, mein Mann verlässt mich wegen einer kinderlosen 20jährigen, weil er in der Midlifekrise steckt und Angst hat, er verpasst was;-). So, nun geht er arbeiten und ich bislang, wegen der Kinder, nur stundenreduziert. Das war ja so von beiden gewünscht und geplant...Kinder und Situation. Und dann muss ich nach der Trennung Vollzeit arbeiten,mich (natürlich aus ganzem #herzlich und niemals anders habend wollen) auch noch um die Kinder kümmern...,dh. ich bringe die vor der Arbeit in Schule/Kindergarten, habe Wäsche für drei, bügeln, waschen, kochen,einkaufen, Hausaufgaben...Das alles nach einem 8Std.-Tag#schwitz. Wenn die Schule schlecht läuft, die Kids mal krank sind, Sport oder andere Aktivitäten anstehen, bleibt alles an der betreuenden Person hängen. Das sehe ich ja oft genug im Kiga, Schule oder Freundes-/Bekanntenkreis. Und der liebe Ex, braucht nur zu arbeiten, sich um seine Neue zu kümmern (Wie soll ich nochmal einen kennenlernen überigens#gruebel ) und alle zwei Wochen den Kids der Super-Spass-Hab-Papa zu sein...Und jetzt nicht die Tour, der zahlt doch aber Unterhalt#nanana Da wird mein Gehalt ja auch noch miteinberechnet, ohne meine "Arbeitszeit" einzubeziehen. Ich finde das ist VOLL UNGERECHT!!!:-[
      Also Frauen die das schaffen habe ja eh meine Hochachtung, aber denkt dabei auch mal einer an die Kinder. Die sind mit 3Jahren doch echt noch klein. Ich habe früher im Alltag die Kinder manchmal länger gesehn als die eigenen Mütter. Wieso kann das nicht wie bisher altersgemäß gestaffelt sein, für alle Kinder. Der Staat schmeisst so viel geld zum Fenster raus, und ich glaube das ein paar kleine Probleme dadurch schon verhindert werden könnten...Ja, ich weiss, vielleicht nicht ganz realistisch#schein... Und der Alte sitzt da und lacht sich doch kaputt, während ich noch Wäsche bügel, macht der genüsslich Sport, anstatt mich mit meinen Freunden treffen zu können, gibts Nachhilfe...UNGERECHT.#aerger Dann müssten sich auch solche Sachen gesetzlich geteilt werden. Wäsche im monatlichem Wechsel waschen und bügeln, einkaufen für die Kinder abwechselnd. Krankenbetreuung wird auch genau aufgeteilt usw.
      Na, dann muss ich ihn wohl doch behalten;-)
      Und meine Bewunderung an alle Alleinerziehenden, haltet die Ohren steif!!LG

          • Kein Grund sich gleich an den Kopf zu klatschen. Ich finde es nur schade, wenn sich die Leute keine Muehe mehr geben und irgendwas einfach so "hinklatschen", denn es koennte ja ein durchaus interessantes Thema sein...

      hallo...

      so ungerecht finde ich das garnicht. und weißt du was?? ich bin so ne allein erziehende mama. meine tochter ist 5 und ich geh in 3 schichten plus wochenende und feiertage arbeiten.
      man muß nur alles richtig organisieren, freunde und den papa mit einbeziehen und dann klappt das schon.
      und jaaaa, ich steh in meiner frühschicht 5 uhr auf, bringe meine tochter zu 6 uhr in den kiga und fahre dann zur arbeit.
      nach meiner arbeit wäscht doch tatsächlich die maschine meine wäsche und der spüler putzt mein geschirr.

      also nicht immer nur meckern....selbst ist die frau!!!:-p

      liebe grüße

      rita

      • Gut, wenn du solche Freunde hast, die dich dabei unterstützen UND mit dem Kindesvater gut klar kommst ( was nach einer Trennung ja auch gut anders sein kann ).

        Was ist, wenn du solche "Unterstützer" nicht hast ? DAS soll auch vorkommen #nanana

        • Das Gesetz gilt, wenn die Betreuung des Kindes sichergestellt ist. Sonst muss die Mutter nicht Vollzeit gehen.

          trotzdem denke auch ich, dass alles eine Organisationssache ist und auch viel mit dem Willen der Menschen zu tun hat, ob sie nun arbeiten wollen oder nicht.


          LEG
          Peffi

          • Ok, wenn das so ist, dann ist es ja gut und ja, du hast Recht, das sich viele Frauen bisher auf "ihren Kindern ausgeruht haben".
            Aber dennoch sehe ich das nicht so locker wie viele hier.....so von wegen, das das alle Mütter mit links schaffen, wenn sie nur wollen, denn es ist ein hartes Brot: Kinder erziehen, voll arbeiten gehen und dann auch noch irgendwo Zeit für sich haben.

    Diese Gesetzgebung (die nicht zwingend Frauen zwingt, ganztags arbeiten zu gehen) sollte Frauen zu denken geben, WIE sie ihr Leben mit Kind(ern) gestalten.
    Da sollten die Männer doch mit im Boot sein, oder?
    Eine Frau, die heute lange aus ihrem Beruf bleibt wegen der Kinder, muss sich anderweitig absichern oder zusammen mit dem Vater/Ehemann überlegen wie die Kinder bei der Berufstätigkeit der Mutter betreut werden.

    • < Eine Frau, die heute lange aus ihrem Beruf bleibt wegen der Kinder, muss sich anderweitig absichern oder zusammen mit dem Vater/Ehemann überlegen wie die Kinder bei der Berufstätigkeit der Mutter betreut werden. >

      Wie willst du das machen bei eventuellen

      a ) Geringverdiener
      b ) bei Scheidungen / Trennungen, die im Bösen enden


Hallo,

ich bin nciht so recht deiner Meinung.
Es steht doch jeder Frau die sich trennt frei, die Kinder beim Vater leben zu lassen, dann hat der alles "an der Backe" (wenns denn nur um Arbeit geht).

Dann kann SIE die Super-Wochenend-Mama geben, nach der Arbeit noch auf einen Coctail mit den Kollegen, 'ne Runde im Fitnesscenter...geht alles!

ABER: meiner Erfahrung nach wollen das die meisten Frauen nicht. Sie wollen die Kinder ganz bei sich haben, damit auch die (nahezu) komplette Kontrolle, aber gleichzeitig nicht die ganze Arbeit machen#kratz
Da entsteht ein Ungleichgewicht.

Oder man nimmt eben das Wechselmodell. Dann teilt man sich die Arbeit, die Freude und noch einiges mehr, muss aber auch in Kauf nehmen, dass der Ex und eine eventuell neue Partnerin deutlich mehr Einfluss haben als beim reinen "alle-14-Tage WOE-Papa".

Man muss halt das Modell wählen dass für den eigenen Bedarf das richige ist, dabei aber auf jeden Fall ehrlich sein mit den eigenen Wünschen!

Also, was nun?
Rosinen picken geht nun mal nicht.

LG Sophie (ihres Zeichens alleinerziehende Mama mit Job im Schichtdienst die sich die Kinde rmit dem Mann wochenweise teilt: eine Woche beide bei mir, eine Woche beide bei ihm, eine Woche meine Tochter bei mir, eine Woche mein Sohn bei mir und dann von vorne - das ist UNSER Modell und es muss niemandem sonst gefallen außer uns und unseren Kindern!).

  • Na so einfach ist das ja auch nicht.....

    Die Arbeit alleine will keiner, denke ich, aber soll deswegen jeder auf das Kind verzichten ? Wo kommen wir denn da hin ?
    Es gibt nun mal Trennungen, die im bösen auseinandergehen. Wie soll man sich da einig werden ?

    hallo,

    ich finde, ihr habt eine tolle lösung mit den kindern gefunden.
    auch wenn ich jetzt auf holz klopfe, dass es nie zur trennung bei uns kommt, würde ich es auch wochenweise lösen wollen.
    aber darf ich fragen, wie ihr auf die idee gekommen seid, dass jeder eine woche ein kind hat?
    wie finden es eure kinder? sind sie froh, wenn mama oder papa mal alleine für sie da sind?
    als liebende mama oder liebender papa kann ich es mir nicht vorstellen, meine kind nur alle zwei wochen zu sehen.

    gruß

    Hallo

    Gefällt mir voll gut euer Modell.

    Alles Gute.

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