Brauche mal Ideen für Abndgestaltung auf 60. Geburtstag...

    • (1) 24.08.11 - 10:04

      Hallo Ihr Lieben!

      Mein Papa feiert am Sanmstag seinen 60. Geburtstag und ich wollte den Abend mit 2, 3 kleinen Spielchen und eventuell einem Sketch auflockern. Es gibt im Netz soviele verschiedene Ideen, aber so das richtige hab ich noch nich gefunden...
      Hat jemand eine Idee oder mit einem Spiel/ Sketch selber sehr gute Erfahrungen gemacht? Wäre für jede Idee dankbar.

      bin eigentlich schon kreativ, würde auch gern einen Sketch selber schreiben, aber momentan fällt mir da gar nix recht ein... ;(

      LG und vielen Dank schon mal,

      Nicki

      • Hallo,

        meine Mama hat vor zwei Jahren ihren 60. gefeiert und ich habe mit meiner Schwester ein paar Sachen gemacht.


        Die Probezeit
        Gedicht zum Geburtstag

        Dein 50. (60.) Lebensjahr nun abgeschlossen,
        wir hoffen du hast die Zeit genossen,
        bist gerüstet für das was kommen mag,
        konntest dich drauf vorbereiten - 365 Tag -.

        Denn schon mit 49 (59) beginnt das 50. (60.) Lebensjahr.
        Und so kann man wohl behaupten, wir gehen sicher nicht zu weit,
        wenn wir sagen:
        du hattest - ein ganzes Jahr lang „Probezeit".

        12 Monate dich drauf einzustellen,
        dass es wird bei dir bald „schellen".
        (kleine Glocke läuten lassen)
        Nun sind die 50er eingeläutet,
        doch weißt du auch was das bedeutet?

        Die nächsten 5 Jahre wirst du freundlich als junge(r) 50er(in) angeseh´n.
        Das [Name] lass dir ruhig gefallen, doch so wird's nicht weiter geh´n.

        Ist der 5er erst überschritten, werden andere Stimmen laut
        und du hörst von allen Seiten, keiner lässt dich mehr in Ruh:
        Na, nun gehst du aber hurtig auf die 60 (70) zu.

        Manch einer von uns kennt´s ja schon
        und auch du kommst nicht davon.

        Doch noch ist es nicht soweit,
        bis dahin hast du noch viel Zeit
        und - nun weißt du ja bescheid,
        wenn sich sehen lässt die 9 - beginnt die Probezeit.

        Ein Probejahr hat was für sich,
        denn da kann man sammeln sich -
        und sich auf das vorbereiten
        was bald ist nicht mehr zu vermeiden.

        Sei gescheit und nutze die Gelegenheit,
        denn nirgends kriegst du weit und breit
        ein ganzes Jahr lang „Probezeit".

        Das letzte Probejahr hast du mit Bravour bestanden,
        drum steh´n wir hier als Gratulanten
        und wollen dich - „Hoch sollst du leben"!
        in den Stand der 50er (60er) erheben.


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        Geburtstagsgedicht "is' dat'n Scheiß"
        von Robert Beyer und Freunden

        Geburtstag ist schon wieder da, der gleiche Scheiß wie letztes Jahr.
        Die Horden kommen angerannt und schütteln Dir wie blöd die Hand,
        Sie küssen und umarmen Dich, ach wie ist das widerlich!
        Tätscheln süßlich Deine Wange, da wird Dir mit Recht ganz Angst und Bange,
        und jeder gar ein Sprüchlein weiß - mein lieber Mann, is' dat'n Scheiß.

        Doch es kommt noch viel schlimmer: denn hast Du sie erst mal im Zimmer,
        dann fängt dass große Tratschen an, man spricht vom Geld, vom Kind, vom Mann.
        Und zwischendurch wird eingestreut, hast Du nicht dies und das bereut,
        was da so im vergangenen Jahr, an Schwierigkeit zu regeln war?
        Kurzum man rädert Dich mit Fleiß - mein lieber Mann, is' dat'n Scheiß.

        Beinah' hätt' ich das voll vergesse: Die woll'n ja alle auch was essen!
        Da Du den Ablauf ja schon kennst, jetzt schnurstracks in die Küche rennst,
        um für die buckligen Kadetten, die blöden, und auch für die netten,
        den Mampf zu holen - kalt und heiß - mein lieber Mann, is' dat'n Scheiß.

        Damit auch wirklich jedermann, den Futtersack sich vollhau'n kann,
        sind die Portionen, das ist klar, noch größer als im letzten Jahr.
        Jetzt sieht man alle emsig kauen, man hört ein heimliches Verdauen,
        nur einer schreit noch nach mehr Reis - mein lieber Mann, is' dat'n Scheiß.

        Kaum dass alle abgefüllt, man schon nach was zu saufen brüllt.
        Hier zeigt sich Organisation, Deine Schluckis hier die kennst Du schon,
        zum Anfang mal die leichten Sachen, die reichen g'rad' zum Muntermachen.
        Doch richtig fetzig wird's erst dann, wenn man auch Schnäpse saufen kann.
        Dazu noch Bier, gleich kastenweis' - mein lieber Mann, is' dat'n Scheiß.

        Bald hörst Du nur noch stöhn und lall, dann weißt Du`s, jetzt sind alle prall!
        Der eine ist im Suff ganz still, der andre schreit, und zwar ganz schrill.
        Ein Dritter weint ganz leis ins Kissen, ihm geht es plötzlich ganz beschissen,
        weil er nicht mehr recht weiter weiß - mein lieber Mann, is' dat'n Scheiß.

        Der Morgen bricht schon langsam an, und aufm Klo erbricht ein Mann.
        Jetzt heißt es mutig zuzupacken, sonst woll'n sie auch noch bei Dir kacken.
        Mit sehr viel List und noch mehr Tücke, sagst Du jetzt jedem, mach 'ne Mücke.
        Und vorsichtig, mit viel Gespür, schiebst Du den letzten aus der Tür.
        Der schaut Dich an und sagt betroffen: Junge, bin ich heut besoffen,
        dann wird ihm schlecht, Dir wird ganz heiß - mein lieber Mann, is' dat'n Scheiß.

        Dann machst Du leis' die Türe zu und weißt, jetzt hab ich endlich Ruh.
        Ein letzter Blick ins Partyzimmer, der Saustall wird auch immer schlimmer,
        voll Grausen wendest Du Dich ab, für heute reicht's, und nicht zu knapp.
        Und noch ein kurzer Spiegelblick, Du prallst fast vor Dir selbst zurück:
        Die Augen rot, die Haut ganz weiß - mein lieber Mann, is' dat'n Scheiß.

        Bei diesem Anblick könnt ich flennen: Oh man, ich geh jetzt lieber pennen,
        doch noch im Traum da wird Dir klar, jetzt hast Du Zeit bis nächstes Jahr!!!
        Dann treffen sich hier wieder alle, Kleine, Große, Dünne, Dralle,
        mit irrem Blick und leerem Magen, sind sie bereit voll zuzuschlagen.
        Auf Deiner Stirn, da perlt der Schweiß - mein lieber Mann, is' dat'n Scheiß!

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        Jenseits der 60 – oder
        das 60-Jahre-Survival-Paket

        Die Midlife-Crisis ist hoffentlich Schnee von gestern,
        die Rente rückt gefährlich nah,
        drum bringe ich Dir mit meinen Schwestern
        dieses Überlebenspaket dar.
        Dieses Päckchen trägt die Nummer eins
        und Du darfst es nennen jetzt Deins
        Drinnen ist etwas gegen Depressionen
        und die Christa kannst Du damit vielleicht auch belohnen. Stringtanga
        Und hier kommt auch schon die Nummer zwei,
        es ist nun schließlich nichts dabei.
        Damit der Inhalt des Tangas auch wirkt,
        kann Dir helfen, was dieses Päckchen birgt. Playboy
        Das Päckchen drei wird jetzt vorgelockt,
        damit Dir richtig der Atem stockt.
        Tut der Playboy nicht das seine,
        hilft leider nur noch dieses eine... Viagra
        Und jetzt – was haben wir denn hier,
        ach ja, jetzt kommt das Päckchen vier.
        Die Viagra belastet die Pumpe doch sehr,
        deswegen muß zur Blutverdünnung nun was her. Aspirin
        Auch das Päckchen fünf ist für Dich gedacht,
        wir hoffen, dass es Dir Freude macht.
        Um Dein Herz auch sonst zu kräften,
        schenken wir eins von diesen Säften. Doppelherz
        Hier hat sich noch ein Päckchen versteckt,
        Nummer sechs steht drauf, es hat sich vereckt.
        Wärst Du jetzt 20 wär Zahnpasta drin,
        aber mit 60 hat das keinen Sinn. Korega-Tabs
        Auf diesem Päckchen steht sieben drauf,
        komm‘ schon, jetzt mach es endlich auf.
        Wir hoffen, dass es Dir bleibt erspart,
        aber zur Vorsorge – als Ersatzteil für den Herzschrittapparat Batterie
        Hier kommt die acht und sie kommt von Herzen,
        das ist nun wirklich nicht zum Scherzen.
        Du bist fast blind, das ist ja bekannt,
        hier ist was für den Durchblick durch Deinen Brillenrand Brillenputztuch
        Das Päckchen neun ist hier und heute,
        für Dich nur, nicht für andere Leute.
        Damit Du auch immer an alle Geburtstage denkst,
        und Du allen etwas schönes schenkst. Knoblauchkapseln
        Zum Abschluß kommt das Päckchen zehn,
        wir wissen, Du kannst Spaß verstehn.
        Schlägt Dir dieses Gedicht trotz allem auf den Magen,
        wollen wir Dir das Gegenmittel auf keinen Fall versagen. Underberg
        Morgen früh ist alles vorüber,
        die Nacht, sie geht der Morgen naht.
        Hier was gegen geschwollene Lider
        und auch für’s Katerfrühstück haben wir was parat. Lidmaske und Heringsalat

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        Engel & Teufel gratulieren Frau/Mann
        zum runden Geburtstag.
        Ein Beitrag von Katja Mergen

        Engel:
        Josef, liebes Geburtstagskind,
        nein, wie schnell die Zeit verrinnt.
        Will nicht in meinen Kopf hinein:
        60 sollst du jetzt schon sein?!
        Hast dich wahrlich gut gehalten,
        zählst noch lang nicht zu den Alten.
        Jeder sieht es offenbar,
        du wirst sicher 100 Jahr.

        Teufel:
        Josef, du Geburtstagskind,
        ja, die Zeit verrinnt geschwind!
        60 Jahre sind vertan,
        und das sieht man dir auch an.
        Die Jugend nennt dich altes Eisen,
        das Gegenteil willst du beweisen!
        So kriegst du noch 'ne Menge Trouble,
        bevor du abgibst deine Gabel.

        Engel:
        Das Antlitz männlich und apart.
        Es macht dich reif und wirkt doch zart.
        Kühn die Nase, scharf der Blick,
        stolz das Haupt auf dem Genick,
        im Gesicht noch straffe Haut,
        über'm Ohr dezent ergraut.

        Teufel:
        Dein Gesicht beherrscht der Zinken,
        nach dem Spüort sieht man dich hinken,
        und die vielen Krähenfüß'
        wirken wirkllich nicht mehr suß!
        Runzelig wird das Gesicht,
        durch die Knochen zeiht die Gicht!

        Engel:
        Den Frauen gefällst du nach wie vor,
        attraktiv von Zeh' bis Ohr.
        Wie sie auch zu lieben scheinen
        den Elan in deinen Beinen.

        Teufel:
        Auch frische Far' am grauen Schopf
        macht noch lange keinen jungen Kopf.
        Das Rückgrad sich schon biegen tut,
        man sieht's genau: Dir geht's nicht gut!

        Engel:
        Du meidest allzu viel Promille,
        den Wein genießt du in der Stille,
        nichts entgeht dem wachen Ohr,
        alles trägst du mit Humor.

        Teufel:
        Du verträgst kaum noch Promille
        brauchst zum Lesen schon 'ne Brille.
        kaum ein Laut dringt mehr ganz vor
        an das langsam taube Ohr.

        Engel:
        Was jeder wünscht, ist dir beschieden
        Ein trautes Heim in Glück und Frieden.

        Teufel:
        Täglich flippst du dreimal aus,
        sehnst dich nach dem Irrenhaus,
        und zu Hause bei deinen Lieben
        lässt dich auch niemand in Frieden.

        Engel:
        Auch ziemlich sexy sollst du sein.
        die Helli springt als Zeuge ein.
        Im Liebesleben emsig, fleißig,
        g'rad so als wärst du noch 30!

        Teufel:
        Lässt Kopf und Schultern langsam hängen,
        und als Opa zu nichts mehr drängen,
        in der Liebe kein Verlangen,
        die arme Helli muss schon bangen.
        So nähert sich mit Vehemenz
        der Einbruch männlicher Potenz.

        Engel:
        Mit 60 bist du noch ein junger Flitzer
        jetzt geht's erst los, ohne Witzer.
        Glaub es mir und lass dir raten,
        mach dich auf zu frischen Taten!
        Richte deinen Lebenssinn
        immer auf die Zukunft hin!
        Sollst dich langsam vorbereiten
        auf den Frühling, deinen zweiten.

        Teufel:
        60 bist du, sechs mal zehn!
        Kannst bald nicht mehr richtig gehen.
        Hinterm Ofen sitzt du dann,
        schaust dir alte Fotos an!
        Winter wird's und es wird kälter,
        täglich wirst du alt und älter.
        Langsam nähert sich dein End,
        Zeit wird's für dein Testament.

        Engel:
        Geh nun weiter - sorgenfrei -
        heiter in die Runde zwei.
        Halt' dich außerdem gesund
        für die große Freundesrund.

        Teufel:
        Jetzt schon bist du alt und faltig,
        später krumm und ungestaltig.
        Bis dich dann bei Nacht und Tag,
        keiner richtig leiden mag.

        Engel:
        Hier beim 60iger Gelage,
        heut an deinem Jubeltage,
        wünschen alle Deine Gäste
        dir von Herzen nur das Beste

        Teufel:
        Alle, die hier mit dir trauern,
        voller Flaschheit dich bedauern,
        heucheln Freundschaft währenddessen
        alle gratis saufen und fressen!!

        Engel:
        Bleibe froh und glaub getrost
        an die Zukunft: Prost!!

        Teufel:
        Bleibt auch dir nur mehr der Trost
        in der Flasche: Alter Prost!!

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        Mensch, Du wirst alt!

        Der Name! Mensch, wie war der noch?
        Erinnerungen kommen hoch.
        Du kramst in der Vergangenheit,
        hast tausend Dinge griffbereit.
        Doch, wie sich das Hirn auch quält,
        der Name! Nur der Name fehlt.
        Und sicherlich erkennst Du bald:
        So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

        Vom vierten Stock steigst Du herunter,
        trittst auf die Straße, noch ganz munter.
        Doch plötzlich fragst Du Dich verdrossen:
        "Hab ich auch oben abgeschlossen?"
        Du kannst Dir selber nicht mehr trau'n
        und steigst hinauf, um nachzuschau'n.
        Und sagst - die Faust vor Zorn geballt:
        "So fängt es an. Mensch, Du wirst alt."

        Du brauchst was aus dem Küchenschrank.
        Du weißt auch was. Na, Gott sei Dank.
        Du öffnest ganz gezielt die Tür
        und fragst Dich prompt: "Was wollt' ich hier?"
        Nun grübelst Du. Dich packt der Frust,
        denn gerade hast Du's noch gewusst.
        Und so was lässt Dich nicht mehr kalt.
        So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

        Bevor man eine Reise tut,
        versteckt man erst sein Sparbuch gut.
        Man ist ja länger nicht zu Haus
        und das Versteck kriegt keiner raus.
        Kommt man zurück, geht' s Suchen los:
        "Wo habe ich mein Sparbuch bloß?"
        Warum ich so was nie behalt?!
        So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

        Du sitzt im Zug. Du bist auf Reisen.
        Da fällt Dir ein: Das Bügeleisen!!!
        Von Urlaubsfreuden schon beflügelt,
        hast Du noch schnell ein Hemd gebügelt.
        Nun denkst Du ständig an zu Haus.
        "Mein Gott, ist der Stecker auch raus?"
        Zwingst Dich zur Ruhe, mit Gewalt!
        So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

        Zum Frühstück nimmst Du drei Tabletten.
        Sie sollen Dein Gedächtnis retten.
        Du fragst Dich plötzlich ganz benommen:
        "Hab' ich sie wirklich eingenommen?"
        Und schluckt man sie, Du hast's vergessen,
        stets vor dem oder nach dem Essen?
        Du weißt nicht, welche Vorschrift galt.
        So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

        Du bist es leid und legst im Nu,
        Dir ein Tablettenkästchen zu.
        Unter den Fächern - keine Frage,
        steh'n säuberlich die Wochentage.
        Am anderen Morgen denkst du nach:
        "Was hab'n wir heute - Donnerstag?"
        Du schmeißt das Kästchen, dass es knallt.
        So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

        Du siehst nicht gut! Der Arzt kommt drauf
        und schreibt Dir Augentropfen auf.
        Alle vier Stunden sollst Du nun,
        die Tropfen in die Augen tun.
        Doch jedes mal - es tut Dir leid -
        vergisst Du die genaue Zeit.
        Völlig verzweifelt sagst Du bald:
        So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

        Du kaufst Dir – so was gibt es schon -
        'ne Armbanduhr mit Weckfunktion.
        Du freust Dich, nun ist alles klar,
        sie piept auch pünktlich, wunderbar!
        Doch schaust Du sinnend auf die Uhr
        und fragst Dich: "Warum piept die nur?"
        Sie piept wie aus dem Hinterhalt.
        So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

        Maschinen kann man reparieren,
        Getriebe, die schwer gehen, schmieren.
        Kommt beim Computer nichts mehr raus,
        dann wechselt man Module aus.
        So hat man vieles schon erreicht,
        beim Menschen geht das nicht so leicht.
        Drum kann der Rat nur dieser sein:
        Mach Dir nichts draus, stell Dich drauf ein.

        Alles Gute zum Geburtstag!

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        Das Alter kommt auf seine Weise
        von Renate

        Ich treffe wen und nicke, weil er grüßt,
        wenn ich nur seinen Namen wüßt'?
        Ich forsche, denke nach,
        nichts rührt sich da zu meiner Schmach.
        Da sag' ich mir ganz still und leise -
        das Alter kommt auf seine Weise.

        Vom dritten Stock steig' ich herunter,
        geh auf die Straße frisch und munter.
        Da plötzlich frag' ich mich verdrossen,
        hab ich auch wirklich abgeschlossen?
        Du könntest schwören einen Eid,
        steigst doch hinauf zu deinem Leid.
        Da sag' ich mir ganz still und leise –
        das Alter kommt auf seine Weise.

        Brauchst du mal etwas aus dem Schrank -
        der gut gefüllt ist – Gott sei Dank!
        Kaum hast geöffnet du die Tür,
        da fragst du dich: Was wollt ich hier?
        Verstört bist du, dass in Sekunden,
        was du vorgehabt, entschwunden.
        Da ruft es aus dem Hinterhalt –
        Mensch, jetzt wirst du wirklich alt

        Benutzt du mal dein Bügeleisen
        und gehst anschließend gleich auf Reisen,
        drei Wochen bangst du, ungelogen –
        hab ich den Stecker raus gezogen?
        Sitzt der noch etwa in der Wand?
        Bin ich inzwischen abgebrannt?
        Da ruft es aus dem Hinterhalt –
        Mensch, jetzt wirst du wirklich alt

        Und kommst du dann woanders hin,
        bewegst du gleich in deinem Sinn,
        dein Sparbuch bestens zu verstecken,
        damit kein Dieb es kann entdecken.
        Brauchst du dann Geld hast du indessen,
        den heimlich Platz total vergessen.
        Oh Gott, stöhnst du ganz starr vor Schreck,
        was soll ich tun, mein Geld ist weg!
        Da ruft es aus dem Hinterhalt –
        Mensch, jetzt wirst du wirklich alt

        Zum Frühstück nimmst du drei Tabletten,
        die sollen dein Gedächtnis retten.
        Du fragst dich plötzlich ganz benommen,
        hab ich sie eigentlich genommen?
        Ja ist mein Denken denn noch dicht?
        Und zwei mal nehmen darf ich nicht.
        Da ruft es aus dem Hinterhalt –
        Mensch, jetzt wirst du wirklich alt

        Ich muss nicht mehr dem Glück nachjagen,
        kann friedvoll umgehen mit den Tagen.
        Kann reisen wann ich will und bleiben,
        mit Spaß und Spiel die Zeit vertreiben.
        Kann Sympathie verstreun und Freundschaft pflegen
        mich selbst und mein Wehwehchen hegen.
        Da sag ich mir ganz still und leise:
        Nun Alter, komm und mach mich weise!




        Vielleicht ist ja was für Dich dabei. Viel Spass,

        Vanessa

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