Eure Meinung bitte

    • (1) 18.09.11 - 20:43

      Guten Abend.

      Ich muss mal etwas Dampf ablassen.

      Wir waren gestern auf dem Geburtstag meiner Schwägerin eingeladen. Ihre Schwester war auch dort (sie seh ich immer nur an Geburtstagen, haben sonst keinen Kontakt).
      Wir sind dann ins Gespräch gekommen und sind auf das Thema 'arbeiten' gekommen. Ich habe ihr gesagt, dass ich jetzt wieder arbeiten geh, seit mein Kleister 1 Jahr alt geworden ist. Ich bin immer mit Kindern arbeiten gegangen und ich wollte das auch.
      Marlon, mein Kleinster geht zu einer Tagesmutter, die Großen gehen schon in den Kindergarten und in die Schule.

      Da sagt sie doch ernsthaft zu mir, dass sie nicht arbeiten gehn kann, wegen ihrer Tochter, die mittlerweile schon 9 Jahre alt ist. Sie hat noch 3 ältere Jungs, sind aber schon ausgezogen.
      Ich habe ihr gesagt, dass sie morgens arbeiten kann, wenn ihre Tochter in der Schule ist und sie durchaus auch das Angebot einer Ganzstagsbetreuung in Anspruch nehmen kann. Sie sagte dann nur, dass ihr das zu teuer wäre, sie sieht es nicht ein arbeiten zu gehn und dann auch noch was für den Betreuungsplatz zu bezahlen.

      Das hat mich richtig wütend gemacht, dass sie lieber Hart 4 bekommt, anstatt arbeiten zu gehn und wenn sie nur morgens ein paar Stunden geht oder Mittags wenn ihr Mann zuhause ist.
      Ich bin mit meinen mitterweile fünf Kindern immer arbeiten gegangen und meine beiden Großen hatten auch seit dem ersten Schultag einen Hausschlüssel im Ranzen.


      Geht ihr auch mit Kindern arbeiten, wie selbstständig sind eure Kinder denn?
      Sind eure Kinder ab einem gewissen Alter vielleicht auch mal eine halbe Stunde alleine?
      Ich würde gerne mal eure Meinung zu diesem Thema hören.


      liebe Grüße, sonnenblume

      • Ich bin froh, dass meine Frau zuhause ist und Zeit hat, sich um die Kinder zu kümmern. Wenn man Kinder hat, sollten sie für eine Zeitlang (und damit meine ich nicht nur das erste Jahr) im Mittelpunkt der Interessen stehen.
        Die Erziehung Fremden zu übelassen, sollte eine Notlösung bleiben.

        Das alles natürlich nur, wenn man sich den Luxus auch leisten kann.

        (5) 19.09.11 - 12:15

        Das unterschreibe ich!
        Für mich stand fest, dass ich min. 3 Jahre zu Hause bleibe und weil unser Sohn krank ist wird es halt ein wenig länger...
        Es ist der schönste Luxus, den es gibt :-)

        Dani

        Komisch, auch wenn beispielsweise unsere Tochter mit reichlich einem Jahr zu einer Tagesmutter ging und dann nahtlos in den Kindergarten kam wurde und wird sie immernoch von uns - ihren leiblichen Eltern - erzogen.
        Solche kleingeistigen Aussagen belustigen mich irgendwie immerwieder. Erst recht in der heutigen Zeit..

        • Das war meine Meinung.
          Schade, dass Du dies als "kleingeistig" abtust und ich mich dadurch beleidigt fühle.
          Da Du im Austeilen ja gut dabei bist, musst Du jetzt damit leben, dass auch ich etwas direkter werde:

          Leute, die Ihre Kinder schon als Baby zu fremden Leuten abschieben, um ihr eigenes Ego in den Mittelpunkt zu stellen, setzen falsche Prioritäten. Hier wäre es für alle Beteiligten besser, sie hätten sich statt des Kindes lieber einen Hund "angeschafft", um den Fürsorgeinstikt zu befriedigen.

          • Das wusste ich ja gar nicht dass ein Kind von 15 Monaten ein Baby ist. Aber bei Urbia lernt man ja bekanntlich nie aus.
            Und: Es ging mir vielmehr darum dass es einfach nicht korrekt ist und kurz gedacht ist, wenn behauptet wird, dass ein Kind, welches stundenweise tagsüber nicht bei der Mutter/beim Vater ist, gleich von fremden Leuten ERZOGEN wird. Ich frage mich nunmal wie man darauf kommt. Darauf kommt man nunmal nur wenn man nicht weiter denkt.
            In diesem Sinne.

    Dieses Thema ist hier eine never-ending-story.
    In der Suchfunktion findest Du dazu bestimmt ganz viele Threads, die ausführlich das Thema durchgekaut haben.

    Jeder macht es so, wie er (sie) es möchte und hat dazu seine ganz persönliche Einstellung. Wenn Dein Schwager arbeiten geht und die Familie unterhalten kann, dann soll sie zuhause bleiben. Warum bezieht sie AlgII? Ergänzend?

    Für mich war es kein Problem Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen und ich hätte es auch nie anders gewollt.

    Ich sehe das wie du und kann es mitunter nicht nachvollziehen. Nichts desto trotz soll jeder Leben wie er es für richtig hält, ausser er ist ewig auf die Zahlungen vom Staat angewiesen.

    Ich habe eine große Tochter von 12 Jahren, die ist selbstständig seit sie 8 ist. Ich habe damals Vollzeit in Schichten gearbeitet. Geht alles, wenn man nur will!! Sie ging alleine zur Schule, danach in den Hort. Meine Mum hat sie am Abend zu Bett gebracht wenn ich Spätdienst hatte. Wenn ich Nachtdienst hatte, hat sie alleine unten geschlafen, meine Mutter wohnte damals eine Etage über uns. Es war für den Notfall immer jemand da. Ja manche mögen sagen, ich sei eine Rabenmutter, die Alternative wäre Hartz 4 gewesen und kam für mich und meine Tochter damals nicht in Frage.

    Jetzt habe ich einen Partner und noch dazu einen kleinen Sohn. Der geht in die Kita seit er 1 1/2 ist. Jeden Tag sieben Stunden. Ich gehe immer dann arbeiten in meinem Hauptberuf wenn mein Mann frei hat und andersrum. Warum mein Sohn in die Kita geht, weil ich an diesen Tagen auch noch meiner nebenberuflichen Tätigkeit nachgehe und ausserdem finde ich es toll, dass er Kontakt zu anderen Kindern hat. Die Frage nach dem Geld stellt sich nicht mehr, da wir hier in Berlin drei Jahre kostenfrei haben und nur das Essengeld zahlen müssen. Vorher habe wir schon eine stolze Summe auf den Tisch legen dürfen.

    Wir sind dankbar das es Kitas gibt. Ich geöre nicht zu den Müttern die 12 Stunden täglich ein Spaß und Spielprogramm abhalten können und ausserdem bekommt er jeden Tag eine warme Mahlzeit, da ich auch nicht die große Köchin bin und sein will.

    Desweiteren findet es mein Sohn langweilig, den ganzen Tag ausschließlich mit seiner Mum zu verbringen. Die Zeit die uns bleibt die nutzten wir dafür ganz intensiv. Wir Frühstücken morgens ausgiebig und fahren ganz reläxt in den Kindergarten.

    Warum ich arbeiten gehe? Weil eine Abhängigkeit von meinem Mann oder aber dem Amt für mich nicht zur Diskussion steht und ich nicht wegen jedem Cent fragen möchte. Ich möchte den Euro nicht dreimal drehen müssen sondern ich will mir meine kleinen und großen Wünsche dann erfüllen wenn ich es für richtig halte. Ich hoffe das ich niemals Hilfe vom Staat annehmen muss, denn ich habe keine Lust mich aller paar Monate nackig zu machen und Rechenschaft anzulegen.

    Ich fand unser Lebens-Modell damals richtig und finde es heute ebenso richtig.

    Viele Grüße Andrea

    Hallo,

    mal zu unserer Situation:

    Ich bin jung Mutter geworden (mit 23) und bin nach 16 Monaten (nach der Geburt) wieder arbeiten gegangen. Mein Sohn ging ab da für 6 Stunden in die Krippe. Er ist jetzt 2 1/2 und ich erwarte im Dezember unser zweites Kind.

    Im Sommer 2012 ist mein Sohn dann 3 Jahre und wird in einen Ganztagskindergarten gehen. Zum Herbst / Winter 2012 zum / vor 1. Geburtstag des dann zweiten Kindes werde ich wieder arbeiten gehen.

    Unser zweiter Sohnemann wird dann aber auch direkt in eine Ganztagskrippe gehen, so das ich in meinen jungen Jahren noch mal durchstarten kann und später nicht da hänge und nur Aushilfsjobs mache. Das ist unser Plan.

    Ich selbst komme aus der ehmaligen DDR und bei uns war es üblich, dass die Muttis direkt nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen sind. Ich war seitdem Vollzeit in Betreuung, also schon sehr sehr früh. Mir hat's nicht geschadet. Später nach der Schule war ich auch ein "Schlüsselkind" und machte mir selbst Mittag.

    Für mich ist es völlig okay, das Kinder ab einem Jahr fremd betreut werden. Aber wenn man sich es leisten kann lange in Erziehungszeit zu gehen, sollte man sich glücklich schätzen. ALG 2 wäre für uns keine Alternative.
    Jetzt werden wir auch bezuschusst, aber ich möchte natürlich nicht ewig darauf angewiesen sein.


    Zu deiner Schwägerins Schwester sage ich jetzt nur, dass ich deine Meinung teile ;-)

    • Huhu,
      Du weisst schon, dass du einen Krippenplatz nächstes Jahr bekommst?? Wow!
      Da bin ich mehr als neidisch, hier gibt es sogar Wartelisten für Tagesmütter!#schock
      Ich bin mal gespannt, wenn das Angebot hier nicht so erschreckend schlecht wäre, hatte ich auch geplant nach einem Jahr wieder zu arbeiten...
      Lg

Huhu,

bei uns stimmt diese Rechnung *g* mir ists tatsächlich auch zu teuer arbeiten zu gehen.

Das ist aber aber nur einer von vielen Gründen warum ich zu Hause bin und von Hartz IV oder ähnlichen sind wir meilenweit entfernt.

Die Sache ist einfach die, das ich momentan maximal geringfügig arbeiten würde. Rechne ich dann Fahrgeld, Betreuungskosten etc. vom ja sehr kleinen Gehalt ab, lohnt sich das definitiv nicht mehr.


Wäre ich aber auf solche Gelger angewiesen, dann würde ich definitiv soviele Stunden wie nur irgendwie möglich arbeiten gehen.

lg

Andrea

also, ich bin zwei Monate nach der Geburt wieder arbeiten gegangen. Und das, weil ich es für mich wollte.

Ich kann es im Grunde schon verstehen, wenn eine Mutter drei Jahre zu Hause bleiben und ihr Kind nicht in eine Krippe oder zu einer Tagesmutter geben will.

Aber wenn das Kind schon neun ist#schock
Und dann lieber von Hartz 4 leben#schock

nee, also das käme bei mir überhaupt nicht in die Tüte!
Kein Verständnis!

schönen Abend

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