Dürfen eure Kinder mit jedem anderen Kind spielen?

    • (1) 23.09.11 - 18:39

      In Finanzen und Beruf gab es heute eine Diskussion, ob man stolz auf seinen Beruf sei und jemand schrieb : .....oder lasst ihr eure Kinder nicht mit anderen spielen, wenn euch der Beruf der Eltern nicht gefällt......

      Darüber habe ich dann weiter nachgedacht und für mich festgestellt, dass meine Kinder nicht mit jedem Kind spielen dürfen, welches ihnen gerade einfällt, obwohl das unabhängig vom Beruf der Eltern ist.

      Meine ganz Kleine (Krippenkind) trifft sich einmal die Woche nachmittags mit Kindern, wo wir Mütter uns ja dann "gezwungenermaßen" auch treffen.
      Da wird in den Wohnungen nicht geraucht, es sind gute soziale Umstände und auch die Mütter sind sehr nett. Eine Mutter, die in der Nähes meines Kindes raucht, den Fernseher laufen lässt und Chips und Cola als gängiges Abendbrot empfindet, halte ich für untragbar und dort dürfte mein Kind nicht hin.
      Die älteren Kinder (12 und 13) müssen mir auch immer noch sagen, mit wem sie sich wo treffen. Neue Freunde müssen erst bei mir durch die "Aufnahme".
      Ein Kind, was auf dem 12.Geburtstag meiner Tochter DVD´s mitbrachte (SAW 1-3) und mich fragte, ob man die sehen könne, hat bis heute Umgangsverbot.
      Auch Familien, die mir bekannt sind für ihre sehr "liberale" Lebensweise (Alkohol und Nikotin schon für die 13-15jährigen), scheiden als Spiel-/Treffpartner aus.

      Ist das engstirnig und am Leben vorbei gedacht? Zumindest meine Kinder empfinden das als "peinlich", dass ich soviel von ihren Freunden wissen will und finden, dass mich das nichts angeht.

      Eure Meinungen und Auffassungen würden mich interessieren.

      • (2) 23.09.11 - 18:44

        Hallo,

        meine Tochter ist erst 8 und somit können wir in der "Altersklasse" Deiner älteren Kinder noch nicht mitreden aber grundsätzlich kann ich sagen es gab bisher noch kein Kind mit dem unser Tochter nicht spielen durfte.

        Ja es gab ein Mädchen wo klar war ich möchte sie nicht in meinem Haus haben. (Ist an wirklich jeden Schrank gegangen und hat alles raus gerissen) gleichzeitig war die Ansage ich möchte nicht das Du dort IM Haus spielst. Wen Du mit dem Mädchen spielen willst dann in unsrem Garten, in der Nachbarschaft oder bei ihr im Garten (war ein Nachbarsmädel).

        Mir wurden allerdings auch noch keine DVD s mit der bitte um s anschauen unter die Nase gehalten oder ähnliches ich kann nicht sagen wie ich da reagieren würde.

        LG dore

        (3) 23.09.11 - 18:44

        Ich habe 2 Grundschulkinder (1. und 3.Klasse) und bisher kenne ich alle Eltern der Freunde persöhnlich und alle sind okay.
        Da ist keiner dabei, wo ich sage, das meine Jungs dort nicht hin dürfen.



        (4) 23.09.11 - 18:47

        Unter "liberale" Lebensweise versteh ich was anderes. ;-) Was Du beschreibst ist eher fahrlässig.

        Ein Umgangsverbot halt ich persönlich für übertrieben, so ein Kind kann sich seine Familie ja auch nicht aussuchen.

        Ich würde mit meinem Sohn vereinbaren dass das betroffene Kind zu uns kommt, statt umgekehrt. Und ihm auch erklären warum ich das möchte. Bisher hatte er immer Verständnis für meine Beweggründe, aber er ist noch keine 10, von daher noch nicht so pubertierend.

        lg

        • (5) 23.09.11 - 18:58

          Ich habe es auch erst so halten wollen, dass die junge Dame hierher kommt. Aber sie kam dann regelmäßig um 21.00 Uhr, zu Fuß, ca. 2km unwirtlicher Weg, wollte bis 23.00 Uhr bleiben und wieder gehen.
          Ich habe dieses Kind dann regelmäßig abgefüttert und nach Hause gefahren, aber als sie dann meiner Tochter die praktische Umsetzung des "Ritzens" erklären wollte und mir erklärte, ihren Eltern sei es egal, wann und ob sie nach Hause kommt und sie dann noch wegen eines sehr dubiosen Vorfalls das Gymnasium verlassen musste, habe ich dieser Freundschaft ein Ende setzen müssen, da ich nicht wollte, dass mein Kind in den Strudel nach unten mitgerissen wird.
          Und es ist leider tatsächlich so, dass die Eltern ihren 4 Kindern alle Freiheiten lassen, Parties und wegbleiben über Nacht ohne Bescheid zu sagen - das war dann der permanente Aufhänger für das "Warum"-Spiel. Warum darf sie und ich nicht.....und da ist man irgendwann erklärungsmüde. Seit die Dame hier gestrichen ist, haben wir wieder altersgemässe Ideen und Diskussionen.
          Schlechter Einfluss ist in dem Alter leider nicht zu unterschätzen....

          • (6) 23.09.11 - 19:04

            Das sind wirklich üble Verhältnisse.
            Es ist traurig, denn sie kann nichts dafür, daß sie so haltlos ist, aber ich hätte mir das auch nicht weiter angetan.

            Irgendwo gibt es eine Grenze.

            ##
            da ich nicht wollte, dass mein Kind in den Strudel nach unten mitgerissen wird.
            ##
            Vollkommen verständlich.



            Der Job ist echt völlig egal, die finanziellen Verhältnisse ebenso.
            Es kommt nur auf die Einstellung und den Lebenswandel an.

          • (7) 23.09.11 - 19:18

            Naja, Voraussetzung dafür daß das Kind zu uns kommt ist natürlich daß es einigermaßen umgänglich ist und meinem Kind nicht schadet.

            Von daher - NEIN - meine Kinder dürfen natürlich nicht mit JEDEM anderen Kind spielen. Aber wenn "nur" das Elternhaus das Problem sein sollte, ist das Kind bei uns willkommen.

            Ich weiß nicht wie ich es an Deiner Stelle handhaben würde, weder kennt mein Sohn Kinder die aus ähnlichen Verhältnissen kommen, noch ist er im "schwierigen" Alter.

            Schau'ma mal was noch kommt.

            "da ich nicht wollte, dass mein Kind in den Strudel nach unten mitgerissen wird"

            Komisch, diese Problematik hatte ich nie. Es kommt dann doch auch sehr auf das eigene Kind an, ob es sich mitreißen lässt oder ob man es schon so weit hat, dass es durchaus unterscheiden und sehen kann, dass die Lebensweise dieses anderen Kindes alles andere als gut ist. Meiner konnte das zum Glück und wir haben zumindest den einen bereits erwähnten Freund mit hochziehen können, denn er fand bei uns den Halt und das Interesse an seinem Wohlergehen, was er zuhause nicht hatte.

            Zu einem anderen Freund erübrigte sich die Freundschaft vonseiten meines Sohnes aus, weil dieser Freund irgendwann anfing zu klauen, zu rauchen und als er eines Nachts besoffen wie tausend Russen das Zelt vollgebrochen hatte, in dem eine Gruppe Jungs inkl. mein Sohn die Nacht verbringen wollten, war es aus.

            Vielleicht habe ich eine Portion Glück gehabt, aber ich denke, wenn man Kindern von Anfang beibringt, dass es unterschiedliche Menschen und Lebensweisen gibt und dass das, was sie für die große Freiheit halten, schlicht nur Desinteresse und große Gefahr bedeutet, kann man sie auch getrost mit schwierigen Kindern Umgang haben lassen, ohne dass man sich "Warum"-Diskussionen und Weiteres aufhalst.

            BTW hätte ich ihn gar nicht von "schwierigen" Kindern fern halten KÖNNEN, denn bis zu seinem 11. Lebensjahr wohnten wir in Sozialwohnungen - mit teilweise dem üblichen Klientel um uns herum. Hätte ich ihn ferngehalten, statt diese Kinder mit einzubeziehen, hätte ich ihn zum "Opfer" gemacht in dieser Wohngegend.

            • Du schreibst, es kommt auf das Kind an, ob es sicht mitreissen lässt.

              Und genau da liegt mein Problem. Mein Sohn hat nette Freunde, manche aus sicherlich schwierigen Familien, aber die Kinder sind nett und unternehmen gute Sachen miteinander, von Fußball bis Klingelstreichen ist alles dabei.

              Aber meine Tochter ist anders. Sie möchte cool sein, sich was trauen. Eine entsetzliche Modeerscheinung unter den Pubertierenden (Mädchen) ist im Moment das Ritzen. Alle ihre neuen Freundinnen würden das machen und wie sie denn dazu gehören soll, wenn sie nicht mitmacht.

              Ihre "alten" Freunde findet sie im Moment uninteressant und befindet sich an einem echten Scheideweg und ich bin ängstlich, ob sie sich für den richtigen entscheidet.

              Dein Sohn hat die Freundschaft zu dem Jungen, der rauchte, klaute und trank einschlafen lassen.
              Das wäre auch für mich das Wünschenswerteste.

              Aber was, wenn nicht?

        (10) 23.09.11 - 18:59

        ##
        Ich würde mit meinem Sohn vereinbaren dass das betroffene Kind zu uns kommt, statt umgekehrt.
        ##
        Das ist vllt auch eine Möglichkeit.
        Aber wenn ich zb an den Punkt denke: okay, daß 13-jährige rauchen und trinken,
        dann gehe ich mal davon aus, daß diese Kinder es tun, sonst wüßte man gar nicht, daß die Eltern das nicht unterbinden.
        Und ob dann ein Umgang überhaupt noch gut laufen kann, ist fraglich.


        Tja, deiner ist nich keine 10, meine keine 8. Wer weiß, wie das dann alles in ein paar Jahren ist.

    (11) 23.09.11 - 18:50

    Nach SAW mußte ich ja erstmal googeln, nee, also mit 12?
    Indiskutabel.

    ##
    Ist das engstirnig und am Leben vorbei gedacht?
    ##
    Ich halte es eher für eine Vorsichtsmaßnahme, einen Schutz.

    Du beschreibst Zustände und Ansichten, die ich für mein Kind auch nicht haben möchte und die ich auch ablehne.
    Fies ist es natürlich für diese Kinder, weil sie ja nichts dafür können, daß ihre Eltern so sind.

    Ich finde es normal, daß Eltern manche anderen Kinder für einen schlechten Umgang halten, auch wenn die Ursache dafür in deren Eltern liegt.


    ##
    Zumindest meine Kinder empfinden das als "peinlich", dass ich soviel von ihren Freunden wissen will und finden, dass mich das nichts angeht.
    ##
    Meine Eltern wollten auch viel wissen, wenn es neue Freunde gab.
    Es war auch offen ausgesprochen, daß sie genau wissen wollen, mit wem ich da zu tun habe und sie wollten immer alle kennenlernen.
    Für mich war es dann normal und ich habe es auch verstanden.
    Wahrscheinlich werde ich genauso sein.
    Bisher war es noch kein Thema, weil man die Eltern immer automatisch über Kindergarten oder Schule kennengelernt hat.

    • (12) 23.09.11 - 19:17

      Aber was machst du, wenn du Eltern kennenlernst, wo sich deine Nackenhaare sträuben und das Kind dazu dir schlaflose Nächte bereitet?

      Verbieten oder dir sagen, dass das Leben eben kein Ponyhof ist und das Kinder eben alles mal kennenlernen müssen? Ich bin so zwiegespalten und habe schlicht Angst, meine Kinder vor dem Leben nicht richtig beschützen zu können oder sie aber zu schlecht vorzubereiten.....

      • (13) 23.09.11 - 19:39

        Das kann ich absolut verstehen.
        Bisher hatte ich die Situation ja noch nicht und ehrlich gesagt, graut mir auch davor, wenn ich solche Stories lese, die du berichten kannst.

        Immer wird man sie sicher sowieso nicht beschützen können. Man muß hoffen, daß man ihre Sinne geschärft hat und ihnen verinnerlicht hat, worauf es ankommt und wie man erkennt, was schlecht für einen ist.
        Wenn sie klein sind, hat man das ja alles unter Kontrolle, aber mit 15-16 oder so, könnten sie vieles verheimlichen.


        Wenn man es verbietet (ja, ich würde das wohl auch tun, so wie du), dann haben die Kinder doch aber schon mitbekommen, warum und "alles kennengelernt".
        Deine Kinder wissen, daß dieses Mädchen tun kann, was es will, nachts wegbleiben, bis 23.00 wegbleiben usw.
        Mag sein, daß sie es jetzt noch toll finden, aber du hast ihnen sicher auch versucht zu erklären, warum das eben nicht toll ist.
        Irgendwann werden sie das auch richtig verstehen.


        Wie gesagt, es gibt einfach eine Grenze, die hier in diesem Fall auch für mich erreicht wäre.

        "oder sie aber zu schlecht vorzubereiten..... "

        Tja, du tust gerade GENAU das...

        "und habe schlicht Angst, meine Kinder vor dem Leben nicht richtig beschützen zu können oder sie aber zu schlecht vorzubereiten..... "

        Deine Kinder vor dem Leben zu beschützen, ist das Falscheste, was du tun kannst. Im Verlauf deines Satzes steht etwas von "vorbereiten", DAS ist der richtige Weg. Du musst deine Kinder vorbereiten. Im geschützten Raum deiner Familie sollten deine Kinder lernen, welcher Umgang gut für sie ist. Das müssen sie selber lernen. Reflektieren, was in eurer Familie läuft, was läuft bei anderen.
        Man möchte als Eltern so gerne Erfahrungn weiter vermitteln, aber das geht nicht, Kinder müssen ihre eigenen Erfahrungen machen.

        • Ja. Was du schreibst, leuchtet mir ein.

          Und nachdem ich alle Postings durchgelesen habe, werde ich versuchen, mehr zu vertrauen-was nicht immer leicht sein wird.

          Angst um die eigenen Kinder ist grausam, aber es hilft ja nichts, sie müssen in die Welt hinaus.

          DANKE.

Ich denke, ab einem gewissen Alter höre ich damit auf. Wo ich mit 15 überall war, Blume... #zitter

Aber jetzt achte ich da schon drauf. Die rauchende Mutter einer Kindergartenfreundin meiner beiden, die Mittags beim Abholen schon eine Fahne mitbrachte (!!!), zählt für mich auch heute noch für ein Ausschlusskriterium, was einen Besuch meiner Kinder bei ihr zu Hause angeht.
Aber mit der Tochter bin ich im Tanztheater gewesen, habe sie hier zum Spielen gehabt. Sie kann nichts für ihre Mutter und ich fand, sie hatte ein tolles Sozialverhalten.
Ansonsten schaue ich immer ein Mal bei "neuen Kindern" mit vorbei, lasse meine Kinder also nicht ungesehen hin, und eigentlich ist immer alles gut. Naja, ich wohne hier (noch) sehr behütet.
Die seelische Verwahrlosung, die Kinder hier erleiden, färbt nicht auf meine Monster ab. Eltern hier haben nämlich Kindermädchen, Zugehfrauen und Chauffeure. Nur keine Zeit für ihre Kinder. Aber so gibt es auch keine Schäden für meine Kinder, wenn sie zu Besuch sind. Sie beschweren sich allerdings ab und zu über die in ihren Augen ungerechte Geldverteilung. :-)

  • ##
    Wo ich mit 15 überall war, Blume...
    ##
    Aber das ist der Punkt.
    Ist dir irgendetwas passiert?
    Bist du "unter die Räder" gekommen?
    Hast du die Lage richtig erkannt und eingeschätzt und entsprechend gehandelt?
    Wenn ja, haben deine eltern dich doch richtig sensibilisiert.
    Sie mußten die ja auch lassen und konnten dich nicht mehr im Auge haben, wie ein kleines Kind.

    Das meine ich, man muß sich irgendwann darauf verlassen, daß die Kinder selbst den richtigen Weg gehen.
    Nach Möglichkeit eben im Gespräch bleiben usw. aber heimlich könnten sie alles tun.

    • Ja ja ja.

      Aber ich erzähle meiner Mam heute noch nicht, was mir alles hätte passieren KÖNNEN.


      Allerdings muss ich lernen, meinen Kindern Vertrauen entgegen zu bringen, wenn sie in mein damaliges Alter kommen... #zitter

(20) 23.09.11 - 19:51

Hallo,
die von dir geschilderten Umstände habe ich bei meinen drei Kindern ( 23,16,14 ) nie erlebt.
Meine Jüngste weigerte sich mal zu einer Freundin zu gehen, da dort alle schreien würden und es sehr unordentlich sei.Irgendwann ist diese Freundschaft einfach so eingeschlafen.
Mittlerweile sind sie alt genug um sich ihre Freunde auszusuchen, ich habe da volles Vertrauen.

L.G.

  • (21) 24.09.11 - 01:33

    Ich hoffe, dass ich da auch hinkomme, einfach vertrauen kann.

    Der Beginn der Pubertät und der Eigenständigkeit ist einfach auch der Beginn von ganz neuen Ängsten für Eltern.

    Vielleicht lache ich in in einem Jahr über mich selbst und meine Befürchtungen und kann selbst sagen:
    Ich habe volles Vertrauen.

    Du hast mir Mut gemacht, danke.

(22) 23.09.11 - 19:55

Hallo,

ich empfinde dich als engstirnig und fies.

Meine Eltern haben auch geraucht - konnte ICH was dafür?
Ich habe ja Verständnis dafür, dass man sein Kind nicht in verqualmte Wohnungen lassen will, aber da kann man zu einem Kind mit rauchenden Eltern ja sagen "du, mir ist es lieber, du kommst zu uns". Und wenn ein Kind/dessen Eltern fragen warum, kann man natürlich auch die Wahrheit sagen "ich möchte nicht, dass mein Kind sich in verrauchten Wohnungen aufhält".
Aber kompletten Kontaktverbot deswegen? Kein sehr soziales oder gerechtes Denken.

"Ein Kind, was auf dem 12.Geburtstag meiner Tochter DVD´s mitbrachte (SAW 1-3) und mich fragte, ob man die sehen könne, hat bis heute Umgangsverbot. "

Meine Güte, das Kind hat immerhin gefragt #klatsch
Hätte sie gesagt "Ey, Alte, was du willst, interessiert mich ein sch...dreck", dann könnte ich deine Reaktion natürlich verstehen - aber wegen einer (offensichtlich unbedarften) Frage ein nachhaltiges Umgangsverbot?
Deine armen Kinder.

Und nein, bei mir dürfen weder Horrofilme noch Sonstiges auf DVD geguckt werden. Der Sinn eines Besuchs oder einer Geburtstagsfeier kann es nicht sein, dass die Kinder gemeinsam vor der Glotze hängen.
Und einem Kind, dem das nicht gefällt, wird vollkommen freiwillig, ohne dass ich ein Besuchsverbot ausspreche, nicht mehr zu mir kommen.

"Zumindest meine Kinder empfinden das als "peinlich", dass ich soviel von ihren Freunden wissen will und finden, dass mich das nichts angeht. "

Eltern werden irgendwann für die meisten Kinder peinlich, aus den unterschiedlichsten Gründen. Das hat also unbedingt nicht was zu sagen.

Was ich bei dir bedenklich finde, ist, dass du deinen Kinder vermittelst, das es okay ist, andere Kinder auszuschließen, wenn dir deren Eltern (z.B. Raucher) nicht passen.

Ich habe bisher nur bei einem Kind die Kontakte verhindert (aber nicht auf Lebenszeit verboten):
dieses Kind war einfacn null erzogen, kannte nicht den Unterschied "zu Hause, wo ich überall rangehen darf" und "zu Besuch" und war nervtötend laut (im Sinne von Dauerkreischen/Schreien).

J.

  • (23) 24.09.11 - 01:05

    Die rauchenden Eltern stören mich, wenn die kleinen Kinder in der Wohnung spielen müssen und dem ganzen hilflos ausgesetzt sind. Ich rauche selbst, aber niemals in geschlossenen Räumen.

    Und das Umgangsverbot kam nicht durch die DVD´s, sondern durch diverse andere Vorkommnisse, die habe ich weiter unten beschrieben (ritzen, Schule schwänzen und andere Kinder zum Mitkommen erpressen, aber das ist nicht relevant).

    Ausser diesem einen Mädchen habe ich noch nie Kinder ausgeschlossen, heute abend haben hier 12 Kinder gespielt.
    Aber das waren Kinder, die ich kenne.

    Es geht hier um keinen Sozialdünkel, mir ist der Beruf der Eltern völlig wurscht.

    Meine Frage bezog sich eben darauf, was man machen soll, wenn ein Kontakt wirklich schadet und man auf das betreffende Kind in keiner Weise positiv Einfluss nehmen kann.

    Ich stelle nicht fest und verbiete - ich zweifele, überlege, wie es am Besten wäre. Deswegen frage ich ja auch hier und werde mir das eine oder andere durchaus zu Herzen nehmen.

    • (24) 24.09.11 - 08:47

      "Die rauchenden Eltern stören mich, wenn die kleinen Kinder in der Wohnung spielen müssen und dem ganzen hilflos ausgesetzt sind."

      Ich habe ja auch gesagt, dass ich dich verstehen kann, dass du deine Kinder nicht in verrauchte Wohnungen gehen lassen willst.
      Was ich aber NICHT verstehe, dass deine Kinder überhaupt keinen Kontakt zu Kindern rauchender Eltern haben dürfen. Man muss sich ja nicht in deren Raucherwohnung treffen, sondern kann das draußen oder in deiner Wohnung machen.
      Du diskriminierst Kinder von Drinnen-Rauchern und das finde ich fies und ungerecht.

      "Und das Umgangsverbot kam nicht durch die DVD´s, sondern durch diverse andere Vorkommnisse, die habe ich weiter unten beschrieben (ritzen, Schule schwänzen und andere Kinder zum Mitkommen erpressen, aber das ist nicht relevant). "

      Dann hattest geschrieben

      "Ein Kind, was auf dem 12.Geburtstag meiner Tochter DVD´s mitbrachte (SAW 1-3) und mich fragte, ob man die sehen könne, hat bis heute Umgangsverbot. "

      Das muss man doch so verstehen, als ob dieses Kind seit der Frage mit den SAW-DVDs bei euch Umgangsverbot hat und nicht wegen all der anderen Vorkommnisse #kratz

      "Es geht hier um keinen Sozialdünkel, mir ist der Beruf der Eltern völlig wurscht. "

      Hab ich dir auch nicht unterstellt.

      "Meine Frage bezog sich eben darauf, was man machen soll, wenn ein Kontakt wirklich schadet und man auf das betreffende Kind in keiner Weise positiv Einfluss nehmen kann. "

      Sorry, aber DAS konnte ich aus deinem Eröffnungsposting in keinster Weise rauslesen.

      Die Überschrift deines Threads lautet

      "Dürfen eure Kinder mit jedem anderen Kind spielen?"

      und nicht

      "Was machen, wenn der Kontakt zu anderen Kindern schadet?"

      Und du hast auch nicht gefragt, was du machen sollst, wenn ein Kontakt schadet, sondern beschrieben, was du grundsätzlich machst, wenn ein Kontakt wirklich schadet bzw. du ihn für schädlich hältst.

      Zur der nun neu aufgetauchten ;-) Frage

      "was man machen soll, wenn ein Kontakt wirklich schadet und man auf das betreffende Kind in keiner Weise positiv Einfluss nehmen kann. "

      Das hängt doch vom Alter der Kinder ab.
      Wenn dein Kind voll in der Pubertät ist, wird es sich sicher nicht mehr vorschreiben lassen, mit wem es befreundet sein darf und mit wem nicht.
      Da kann man nur darauf hoffen, dass man als Eltern in den Jahren davor Vieles richtig gemacht hat, und sein eigenes Kind sich eben NICHT von anderen "runterziehen" lässt.

      Bei Kindergartenkindern ist es dagegen relativ einfach, sein Kind von unerwünschten Kontakten abzuhalten, indem man z.B. sagt "wollen wir nicht lieber XY einladen? Wenn Dustin hier ist, muss ich doch immer so oft schimpfen" #schein

      Ich denke, mit einem Kind, dass noch nicht in der (Vor)Pubertät steckt, kann man noch ganz vernünftig darüber reden, warum man den Kontakt zu einem bestimmten anderen Kind problematisch findet (es sollten aber echte Probleme sein und nicht die Tatsache, dass die Eltern rauchen #nanana).

      Ab der (Vor)Pubertät fängt es dann an, schwierig zu werden.
      Pubertierende Kinder probieren ja dann ganz oft Sachen aus, von denen sie genau wissen, dass die Eltern dagegen sind bzw. wären, wenn sie davon wüssten (Rauchen, Alkohol, ganz eigener Kleidungsstil, buntgefärbte Haare, neuer Freundeskreis etc.).

      Aber Pubertät heißt ja nicht, dass ein Kind vier Jahre lang nicht für vernünftige Argumente zugänglich ist. Wenn Eltern den Eindruck bekommen, dass bei ihrem Kind was schief läuft, kann man ja mit dem Kind über seine Befürchtungen reden.

      Was ich machen würde, wenn mein pubertierendes Kind einen zweifelhaften Freundeskreis bzw. einen einzelnen zweifelhaften Freund hätte, weiß ich nicht. Ich hatte als Jugendliche auch Freunde, die kritisch von meinen Eltern beäugt wurden - verboten haben sie mir meine Freunde aber nicht.

      Und sollte mein Sohn sich mal wirklich mit einem ganz und gar nicht akzeptablen Jugendlichen (Drogenkonsument, gewaltbereit, etc) anfreunden, würde ich mir überlegen, was in all den Jahren davor schief gelaufen ist - vielleicht ja zuviel Kontrolle und Überbehütung?

      Letztendlich ist es eh nur graue Theorie, denn jedes Kind ist anders und reagiert anders auf Einmischung seitens der Eltern.

      LG,
      J.

      • (25) 24.09.11 - 09:37

        Ja, beim Nachlesen des Postings ist mir auch aufgefallen, dass es mehr als missverständlich formuliert wurde.

        Es waren halt noch nicht "ausgegorenen" Gedankengänge gepaart mit der aufsteigenden Verunsicherung, eben nicht mehr alle Freunde zu kennen und die Kinder in die Welt zu schicken und darauf zu vertrauen, dass sie falsche Kontakte von allein fallen lassen.

        Ich habe noch nicht oft Postings eröffnet, die meine Gedankengeänge betreffen und stelle fest, dass ich dahingehend nicht mit Ruhm bekleckert habe. Eventuell ist die Fähigkeit der deutlichen Formulierung noch ausbaufähig.

        Ich versuche im realen Leben meine Kinder weder zu bevormunden noch überzubehüten und jetzt wollen die Vögelchen flügge werden und ich wollte die austeigende Panik bekämpfen.
        Aber eine Absicherung für Eltern gibt es nicht und mir bleibt zu hoffen, dass vor allem meine Tochter lernt, zwischen coolen und grenzwertigen Freunden zu unterscheiden.

        Ich danke für deine Hinweise.

        #winke

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