Dürfen eure Kinder mit jedem anderen Kind spielen? Seite: 2

              • (26) 24.09.11 - 10:43

                Das einzige, was mir auffällt, ist die "Aufnahmeprüfung", die ich als bewußt übertrieben ausgedrückt interpretiert habe.
                "Kennenlernen" habe ich dabei verstanden. Und das finde ich jedenfalls völlig normal.

                Im Übrigen glaube ich nicht, daß es viele Eltern gibt, denen die Freunde der Kinder so egal sind, daß es sie auch nicht interessiert, wer es überhaupt ist und wie sie sind oder wie sie leben.
                Und ich glaube auch nicht, daß viele tatsächlich ihre Kinder einfach mit saufenden, Horrorfilm- oder Pornofilm sehenden Kindern spielen lassen, die sich noch ritzen usw.
                Ich glaube nicht, daß sie dann ganz ruhig da sitzen und warten, bis ihr Kind sich selbst abwendet.

      (27) 23.09.11 - 20:01

      Hmm...es gibt ein ein/zwei Kinder, da lasse ich meine nicht hin - aber kommen darf jedes Kind, wenn es sich dann hier an unsere Regeln hält (und dass das so ist, dafür sorge ich). Da sich sowieso meistens alles hier abspielt fällt das auch nicht groß auf.

      Mit einer Freundin meiner 11jährigen hatte ich ein Gespräch. Sie wächst in einer Pflegefamilie auf und die Pflegemutter raucht wie ein Schlot auch in der Wohnung. Da meine Tochter frühkindliches Asthma hatte darf sie da nicht hin und dieses Mädchen war traurig, dass meine Tochter sie nie besuchen kam und glaubte, sie komme nie zu ihr, weil sie "arm" ist. Diesem Mädchen habe ich dann die Sache mit dem Rauchen und Asthma und so erklärt und da war sie richtig erleichtert, dass es "nur" deswegen ist.

      Ansonsten hatte ich bisher immer das Glück, dass sich meine Kinder Freunde aussuchten, die auch irgendwie passen. Aber wenn es ganz krass käme würde ich meinen Einfluss auf meine Kinder einsetzen.

      LG

      (28) 23.09.11 - 20:10

      >>>Neue Freunde müssen erst bei mir durch die "Aufnahme". <<<

      >>>Ist das engstirnig und am Leben vorbei gedacht?<<<

      Ja, du nimmst deinen großen Kindern die Möglichkeit, Kompetenz zu entwickeln, wer "gut" für sie ist und wer nicht.
      Wenn in den Augen deiner Kinder das Raster zu eng wird, bringen sie in Zukunft vielleicht niemanden mehr mit nach Hause, bei dem sie absehen können, dass die Person dir nicht genehm ist.

      • (29) 24.09.11 - 01:22

        Deine Vermutung leuchtet mir ein.

        Aber wie soll die Lenkung in die richtige Richtung denn erfolgen? Natürlich erscheint es meiner pubertierenden Tochter cooler, wenn man solange wegbleiben kann, wie man möchte und rauchen und trinken gestattet ist.

        Manchmal weiß ich einfach nicht, ob mein Apell an ihre Vernunft ankommt.
        Wünschen tue ich es, aber die Angst, dass manche Freunde ihr schaden könnten, bleibt und nagt.

    Ich habe meinem Kind nie Umgang mit bestimmten Kindern verboten. Erstens erzieht man dem Kind damit IMHO so einen komischen "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern-"Mittelstandsdünkel an und zweitens war es mir immer lieber, ich kenne seine Freunde und sie sind bei uns, wo ich ein Auge auf die Aktivitäten habe, als dass man sich heimlich trifft.

    Interessanterweise kamen insbesondere die "schwierigen" Kinder gern zu uns und waren bei uns ganz und gar nicht mehr schwierig. Im Gegenteil, ein Kind (bis heute mit der beste Freund meines Sohnes) hörte absolut auf mich und schien die "autoritären Grenzen" (im positiven Sinn), die es bei mir gab, gar nicht mal so schlecht zu finden, den Halt und die Struktur regelrecht zu genießen. Zumindest bekam ich neulich von dem inzwischen fast 21-jährigen jungen Mann über Facebook eine ganz liebe Nachricht, dass eine meiner Standpauken ihn dazu gebracht habe, sich in der Schule besser zusammenzureißen. #schein Bei mir gab es klare Regel und klaren Ge- und Verbote und nur wer nach das dritten Ermahnung nicht folgte und die Message "meine Wohnung, meine Regeln" nicht akzeptierte, durfte erst mal einen befristeten (!) Zeitraum nicht kommen.

    Ich habe mein Kind auch nie über seine Freunde ausgehorcht, die Infos kamen gerade weil kein Aushorchen stattfand freiwillig. So einen Unfug wie "Neue Freunde müssen erst bei mir durch die "Aufnahme". " gab es bei mir auch nicht. Das ist a) tatsächlich mehr als peinlich, zeigt b) dass du in deine Erziehung und damit auch dein Kind offenbar so wenig Vertrauen hast, dass du übermäßig Kontrolle an den Tag legen musst. c) Wird spätestens das pubertierende Kind immer weniger Freunde mit nach Hause bringen und immer weniger bis gar nichts über diese erzählen.

    Ich finde, du solltest deinen Dünkel überdenken und zudem ein bisschen mehr darauf vertrauen, Kinder mit gesundem Menschenverstand groß gezogen zu haben, die andere Menschen selbst ganz gut einschätzen können. Wobei: So wie du es machst, können sie es nicht lernen. Ich finde das Umgangsverbot für das 12jährige Kind mit den DVDs übrigens mehr als daneben.

    Ch.

hallo !

ja, meine tochter (1.klasse) dürfte sich mit jedem kind z.b. aus ihrer klasse verabreden - ich kenne die ganzen elter noch nicht mal persönlich - geschweigedenn deren berufe ! wenn sie sich verabreden mag, warum nicht ? ich würde nicht vorher deren wohnung inspizieren und nach den berufen fragen #augen

freunde "durch die aufnahme" finde ich wirklich peinlich und daneben !

lg

(35) 23.09.11 - 20:50

Ja, ich halte Deine Haltung für engstirnig und ja, am Leben vorbeigedacht.

Vor was möchtest Du denn Deine Kinder schützen ? Davor, selbständig Entscheidungen zu treffen, wer und was gut für sie ist?

Ich kann verstehen dass Deine Kinder nicht in Raucherhaushalte gehen sollen, nur warum bedeuten rauchende Eltern gleich ein völliges Ausschlusskriterium? Können sich die Kinder nicht einfach woanders treffen?

Das Beispiel mit den Saw-DVDs ist natürlich krass, ich hätte da mit dem entsprechenden Kind ein Gespräch geführt über Horrorvideos und der Umgang damit, jedoch sicherlich den Kontakt verboten.

Was machst Du wenn Deine Kinder so richtig in die Pubertät kommen und sich etwas suchen, das Deinen Wünschen widerspricht, und mit dem sie sich richtig gut von Dir abgrenzen können?

(36) 23.09.11 - 21:01

Hi.
Kommunikation ist der Trick - wir reden viel miteinander, weil meine (zwischen 12 und 4) noch in der Phase sind, wo sie die Meinung der Eltern noch hören "können"... Und wir ihre auch ernst nehmen!
Ich hoffe, sie damit so zu sensibilisieren, dass sie selber merken, wann ihnen einer nicht gut tut - zb zu kriminellen Handlungen wie Sachbeschädigungen/Ladendiebstahl etc anstiften will...
(Schon bei Klassenkameraden vorgekommen...)
Aber: Wir ermutigen sie, zu sich selber zu stehen und wenn sie in einer Situation überfordert sind, uns um Rat zu fragen; wir überlegen dann gemeinsam, was das Richtige wäre.
Und manchmal bedeutet das auch, dass WIR für sie entscheiden, wobei wir dann die Entscheidung aber auch begründen können (FSK-Freigaben zb.).
Verboten habe ich ihnen noch keinen Umgang, grade die "wilden" Kinder scheinen sich zu ihnen (und uns) sehr hingezogen zu fühlen - aber wir haben hier ziemlich klare und eindeutige Regeln im Umgang und diese Kinder scheinen das manchmal sogar richtig zu mögen **gg**.
Und sie stellen uns ihre Freunde auch (noch) gerne vor...
In ein paar Jahren sieht es vielleicht anders aus; das wird die Zeit zeigen;-)
Lg, Locke

  • Meine Erfahrungen sind ähnlich - bei uns ging es übrigens gut aus. :-) Er raucht nicht, trinkt ab und an mal bei Anlässen etwas (höchstens bis zum Schwipps, nie bis zum Verlust der deutschen Muttersprache, er kennt also auch dort seine Grenzen), hatte noch nie eine Prügelei, keinen Ärger mit der Polizei, hat seit drei Jahren ein- und dieselbe Freundin und hat zudem noch ein tolles Abi hingelegt.

    Das Kind ist mir manchmal unheimlich #zitter ;-)

    LG
    Ch.

    • Jippiee - da habe ich doch Hoffnung!;-)
      Aber wenn ich meine Bande so sehe, dann glaube ich, dass es auch viel eine Charakterfrage ist - im Vergleich mit meiner Kindheit fällt mir immer wieder meine Schwester ein, die immer, grundsätzlich und überhaupt "dagegen" war, wenn ihr etwas nicht passte...
      So in der Form erlebe ich das mit meinen nicht#schwitz
      --gsd...;-)--

(39) 23.09.11 - 23:01

Glaubst du ernsthaft dass sich deine Kinder an diese Verbote halten werden? Wie alt warst du bei deinem ersten Alkoholkonsum?

  • (40) 24.09.11 - 01:18

    17 Jahre war ich bei meinem ersten Alkoholkonsum.

    Ich habe bis auf dieses eine Mädchen noch nie eine Freundschaft verboten - und an das Verbot hält sie sich im Moment.

    Ich weiß nicht, wie der richtige Weg ist, das ist der Grund, warum ich frage. Und gute Tips oder Vorschläge möchte ich durchaus gern beherzigen - dafür sollte dieses Forum doch da sein?

(41) 23.09.11 - 23:47

Hallo,

spontan hätte ich gesagt "Ja", aber als ich in mich ging habe ich festgestellt, dass ich in den 9 Lebensjahren meiner Tochter doch ab und an interveniert habe (unauffällig). Allerdings ist der Beruf der Eltern hier kein Entscheidungsgrund. Eine der besten Freundinnen meiner Tochter hat eine Mama, die Putzfrau ist - auch noch in dem Bürogebäude, wo ich arbeite. Wir haben da überhaupt kein Problem damit.

Richtig "interveniert" habe ich zweimal: Einmal war es ein sozial schwaches Kind mit kettenrauchender Mama, Papa im Gefängnis. Da habe ich sie zwar zum Kindergeburtstag hingelassen (im Gegensatz zu anderen Mamas), die Sache schlief dann wieder ein.

Das zweite Mal war es eine Mama, die wirklich extrem nervig war und auch versucht hat, alles an Kinderbetreuung aus uns rauszupressen. Sie war nicht berufstätig, unser Kind war ca. 3 Mal dort, ihre Kinder (durften immer nur zu zweit kommen) - vielleicht so 30 Mal hier. Ich habe keine Strichliste geführt. Das ist dann auch "eingeschlafen".

GLG
Scotland


  • (42) 24.09.11 - 01:29

    Ich habe mit meinem Posting auch in keinem Fall den Beruf der Eltern gemeint - schrieb ich auch.

    Die Freunde meiner Kinder (und auf dem Dorf sind es viele) haben Eltern in den unterschiedlichsten Berufen.

    Aber bei den neuen Freunden, die eben nicht mit meinen Kindern aufgewachsen sind, da habe ich manchmal einfach Bammel vor zuviel schlechtem Einfluß.
    Und da sind gerade bei meiner Tochter ein paar ganz schöne Kaliber dabei...

(43) 24.09.11 - 07:56

Ich kann Deine Kinder nachvollziehen, zumindest die, die übers Krippenalter hinaus sind und mir drängt sich die Frage auf, woher Du all Deine benötigten Informationen vorab bekomst.

Verteilst Du Fragebogen, erwartest Du Bewerbungsunterlagen und kontrollierst Du zusätzlich noch die häuslichen Umstände?

Ich habe während der Schulzeit die unterschiedlichsten Freunde gehabt, Lehrerstöchter, zudem zum Teil noch aus streng katholischen Familien, Arzttöchter, Kinder neureicher Bauunternehmer, Bauerntöchter aber auch Kinderaus schwierigen sozialen Verhältnissen, die in Pflegefamilien untergebracht waren und ganz normale Kinder/Jugendliche, deren Eltern teils sogar Jobs mit körperlicher Arbeit hatten. Meine Eltern haben sich weder an den einen, noch an den anderen gestört, solange wir nichts kriminelles getan haben, wenn wir uns getroffen haben.

Raucher galten "zu meiner Zeit" übrigens noch keineswegs als asoziales Pack und wenn Du 13jährige Kinder hast und keine Teeniemutter warst, dürftest Du diese Zeiten auch noch miterlebt haben.

Gruß,

W

  • (44) 24.09.11 - 09:23

    Guten Morgen und danke für die Antwort.

    Ich habe die Dinge zwar im Verlauf des Threads erklärt, aber mache das gern nochmal.
    Rauchende Eltern stören mich beim Kleinkind, wenn dort in der Wohnung gespielt und geraucht wird, ich habe dafür auch ein sehr extremes Negativbeispiel im Kopf, wo ich einfach sage:
    Da sollte mein Kind nicht drin spielen müssen, draußen oder bei mir wäre das was anderes, aber das ergibt sich mit ein oder zwei Jahren einfach noch nicht, dass Kinder allein zum Spielen kommen und diese Eltern verlassen für ihr Kind weder Wohnung noch Sofa.

    Wenn neue Freunde meiner pubertierenden Kinder zu Besuch sind, möchte ich ihnen einfach guten Tag sagen, sie und mich vorstellen, fragen, ob sie Durst oder Hunger haben. Einfach ein kurzes Gespräch.
    Aber auch das ist schon manchmal "uncool".

    Was die Eltern der Freunde meiner Kinder beruflich machen, ist mir grundsätzlich schnuppe (ich schliesse jetzt mal illegales aus), da wir dörflich wohnen, ist da definitiv alles dabei und das ist gut so.

    Ich hoffe übrigens, das heute Raucher nicht als asoziales Pack gelten. Denn ich rauche selbst - nur niemals in geschlossenen Räumen.

    Meine Frage ging aus gegebenen Anlass eben in die Richtung, was passiert, wenn die Kinder eben doch am Rande der Legalität unterwegs sind, schon rauchen oder trinken oder noch ganz andere Dinge tun.
    Wie man dieses Gefahren umschifft. Aber dazu habe ich einige sehr gute Denkansätze bekommen, die ich überdenken und beherzigen werde.

    #winke

    • (45) 24.09.11 - 09:45

      "Da sollte mein Kind nicht drin spielen müssen, draußen oder bei mir wäre das was anderes, aber das ergibt sich mit ein oder zwei Jahren einfach noch nicht, dass Kinder allein zum Spielen kommen und diese Eltern verlassen für ihr Kind weder Wohnung noch Sofa. "

      In deinem Eröffnungsposting hast du es so formuliert, dass deine Kinder generell keinen Umgang mit Kindern von Drinnenrauchern haben dürfen, und das weißt du auch.
      Da war nicht von Kleinkindern die Rede oder von Eltern, die ihr Kind quasi nicht bei anderen spielen lassen, so dass das gemeinsame Spielen zwangsläufig in deren verrauchter Wohnung stattfinden muss.
      Und ganz bestimmt war keine Rede davon, dass Kinder von Drinnenrauchern natürlich zusammen mit deinen Kindern in deiner Wohnung oder draußen spielen dürfen.

      Aber egal :-)

      "Wenn neue Freunde meiner pubertierenden Kinder zu Besuch sind, möchte ich ihnen einfach guten Tag sagen, sie und mich vorstellen, fragen, ob sie Durst oder Hunger haben. Einfach ein kurzes Gespräch.
      Aber auch das ist schon manchmal "uncool". "

      Natürlich ist das uncool #schock

      Meine Freunde und ich hätten aber sowas von über solche Eltern abgelästert, egal ob das meine Eltern oder deren Eltern gewesen wären #rofl
      Pubertierende Kinder sind doch keine Kleinkinder oder Kindergartenkinder mehr, denen man Milch und Kekse anbieten muss, weil die Besuchkinder zu schüchtern sind, um selbst zu fragen.

      Pubertierende Kinder dürfen in der Regel (wenn die Eltern keine Kontrollfreaks sind) ohne zu fragen an den heimischen Kühlschrank, das Brotfach und die Süßigkeitenkiste, ohne großartig die Eltern fragen zu müssen.
      Wenn ich als Jugendliche Besuch hatte, dann habe ICH meinen Besuch gefragt, ob er/sie etwas trinken oder essen möchte, aber ganz sicher nicht meine Eltern. Das wäre ja hochnotpeinlich gewesen. Und wenn ich vergessen hätte, meinem Besuch was anzubieten, dann hätte mich eben mein Besuch gefragt, ob er was essen oder trinken könnte.
      Und dann hätte ICH eben das gewünschte Essen oder Trinken geholt.

      Du blamierst deine Kinder mit deinem Verhalten.

      Wie würdest du das finden, wenn du Besuch hast, und deine Kinder fragen deinen Besuch "hat meine Mutter Ihnen schon was zu trinken oder essen angeboten?", nach dem Motto "meine Mutter ist so ein lausiger Gastgeber, der solche Höflichkeiten gerne mal vergisst"?

      Belass es bei einem "Hallo" und von mir aus noch einem "Wie geht's?", aber zwing dem Besuch deiner Kinder kein Gespräch auf, das war bei meinen Freunden und mir als Jugendliche immer total peinlich.

      LG,
      J.

(46) 24.09.11 - 09:57

Irgendwann werden sie alles und jeden ganz fies nachholen ;)

Viel Spaß in zwei drei Jahren!

LG

(47) 24.09.11 - 12:35

Hallo!

Weißt Du, wenn Deine Kinder nicht lernen sich mit Gleichaltrigen auseinanderzusetzen, wie sollen sie dann später mit schwierigen Erwachsenen umgehen können?

Sozialverhalten und - kompetenz lernt man nur unter verschiedenen Menschen und nicht dadurch, dass Mami einem nur gut sortierte "Freunde" vorsetzt.

Das mit dem Umgangsverbot für das Mädchen mit den Dvds finde ich zum Beispiel wirklich heftig. Hast Du eine Ahnung, was Du Deinen Kindern unter Umständen damit antun kannst? Hast Du auch nur den Hauch einer Ahnung, wie Jugendliche drauf sein können?
Das Du selbst Deine Kinder unfreiwillig zu Mobbingopfern machst?

Warum hast Du dem Mädchen nicht einfach gesagt, dass es für Dich nicht ok ist wenn sie die DVDs auf dem Geburtstag anschauen und am Besten auch gleich begründet, warum das so ist?
Aber deswegen muss man doch nicht gleich dem Umgang verbieten! #schock

Weißt Du, wieviele 12-jährige schon mit Hardcore Pornos auf dem Handy herum laufen und diese stolz auf dem Schulhof herum zeigen? Willst Du die Kinder dann nicht mehr in die Schule schicken.

Wir leben nicht in einer perfekten Welt. Und leider gibt es, gerade unter Kindern und Jugendlichen, oft Dinge da stehen auch mir sämtliche Nackenhaare zu Berge. Und ich frage mich, wo soll das alles hinführen.

Aber ich finde das Beste was ich machen kann ist, meine Töchter auf die Welt da draußen vorzubereiten. Sie so gut wie möglich zu erziehen, ihnen die richtigen Werte mitgeben und vor allem eine stabile Familiensituation, in der sie sich sicher und geborgen fühlen.
Ein Stückchen heile Welt, die sie finden können wenn sie nach Hause kommen.
Denn die Welt da draußen ist nicht heil. Und das dürfen meine Mädchen ruhig wissen. Das MÜSSEN sie sogar. Und sie müssen damit in Kontakt kommen um zu lernen.

Und nein, niemals würde ich meinen Mädchen den Kontakt zu jemandem verbieten.

Ich komme aus so "überbehüteten Verhältnissen". Meine Eltern haben als ich 15 war sogar vorher die Mutter einer Klassenkameradin angerufen, auf deren Geburtstagsparty ich eingeladen war um sich zu versichern, dass wir non stop unter Aufsicht waren.
Als aber trotzdem ein paar Jungs (17 und 18) von der Tankstelle ein paar Bier eingeschmuggelt hatten und auch ein paar Gäste davon getrunken hatten, verboten mir meine Eltern alle weiteren Partys und machten der Mutter eine ziemliche Szene und sprachen das Thema sogar auf einem Elternabend an.
Sie hätten mir keine Partys verbieten brauchen - ich wurde nie wieder zu einer eingeladen.
Übrigens habe ich selbst auf der Party keinen Schluck Alkohol getrunken und bis heute habe ich noch keine einzige Zigarette geraucht.

Meine Eltern haben mir so signalisiert, dass sie absolut kein Vertrauen in mich hatten obwohl ich ihnen NIE einen Grund gegeben habe, mir in dieser Hinsicht nicht zu vertrauen.
Sie wollten mich, nach eigenen Angaben auch vor den Gleichaltrigen beschützen. Besonders, wenn Alkohol getrunken wurde und so.
Ich habe tatsächlich nie gelernt mich in eine Gruppe Gleichaltriger einzufügen. Ich war immer Außenseiterin. Immer.
Sogar später in der Berufsschule noch, weil ich ein verklemmtes, graues Mäuschen war.
Ich hab mich manchmal bestimmt ziemlich lächerlich aufgeführt. #schwitz

Deine Kinder haben Recht, dass es ihnen peinlich ist.
NATÜRLICH musst Du als Mutter ein Auge auf sie und auch ihren Umgang haben. Man kann Kinder und Jugendliche nicht machen lassen, was sie wollen.
Aber am Besten geht das, wenn sie Dir vertrauen und ein offenes Verhältnis besteht.
So, wie Du es jetzt machst, werden sie nur anfangen Geheimnisse vor Dir zu haben. Wahrscheinlich haben sie die längst.

Es gibt verschiedene Menschen und auch viele Strukturen und soziale Schichten. Verhalten wie Deines fördert nur Intoleranz und Abgrenzung "nach unten".
So ändert sich in diesem Land nie etwas!!!!

Erzieh Deine Kinder zu offenen, toleranten und herzlichen Menschen. Lass sie sich ihre Freunde selbst suchen. Und lass sie ihre eigenen Erfahrungen und ja, auch Fehler machen. Das gehört zum Leben dazu.
Wenn Du ihnen die richtigen Werte mitgibst, werden sie selbst wissen was in Ordnung ist und was nicht. Und wer ihnen gut tut und wer nicht.
Aber ausprobieren müssen sie alle mal.

Schönes Wochenende. #sonne







(48) 24.09.11 - 12:41

Hallo,

meine Tochter spielt mit den Kindern, die sie kennt, also Kindern aus ihrer Klasse.

Von den Eltern weiß ich nur teilweise, was die machen, habe auch kaum Kontakt.

Die Kinder sind in Ordnung, warum sollte dann meine Tochter nicht mit denen spielen.


LG

(49) 24.09.11 - 15:31

Hi,
Probleme deiner Altersklassen sind noch weit weg von unseren entfernt, darüber mache ich mir Gedanken, wenn es so weit ist.

Meine Kinder entscheiden bisher vollkommen unabhängig davon was ich über die Eltern denke, mit wem sie spielen wollen.

Mit dem großen ABER: ICH entscheide, ob sie da ohne mich hin dürfen (oder ob wir nur einladen, wäre ja eine Alternative, wenn mir die Eltern komplett gegen den Strich gehen). ICH entscheide auch, ob ich den anderen Eltern z.b. meine Kiddis im Auto anvertraue. Wenn man jeden Tag den gleichen Eltern begegnet weiß man z.B. ob "Kindersicherung im Auto" daraus besteht, hinter dem Kind die Autotür zuzuschlagen (oder im richtigen Anschnallen im richtigen Sitz).

Ansonsten denke ich, dass meine Kinder hoffentlich irgendwann lernen von alleine zu entscheiden was ok und was nicht ok ist. Und das Umgangsverbote dann wirklich das allerletzte sein müssen.

Und: die Teenager, die in meiner Schulzeit den größten Mist gebaut haben kamen aus intakten, nach außen hin vollkommen perfekten Familien. Da hätte es wohl kaum Umgangsverbote gegeben, die sich nach der "positiven Gesamterscheinung der Familie" richten...

Die Eltern von meinem Mann waren übrigens Kettenraucher und Alk wurde in großen Mengen konsumiert, auch in Gegenwart der Kinder bzw. teilweise schon mit frühem "nimm du ruhig auch". Von 4 Kindern haben sie dieses Verhalten nur an eins weitergegeben ...immerhin haben 3 auch ohne den familiären Input gerafft, dass es Dinge gibt, die man einfach lassen sollte. vielleicht lags ja auch ein bißchen am Umgang, den mein Mann und meine Schwager als Kinder hatten - dass sie vielleicht sehen durften, dass das nicht überall normal ist und auch anders geht.

Viele Grüße
miau2

(50) 24.09.11 - 16:53

Du scheinst echt wenig Vertrauen zu Deinen Teens zu haben, wenn du wirklich jeden Freund erst kennenlernen willst.
Wie machst das dann? Gehst zu den Kids nach Hause und kontrollierst die Wohnung?

Ich glaub wenn ich so wäre tät meine Tochter alles nur noch heimlich machen, weil sie sich dann echt für mein Verhalten schämen würde

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