Beim Arzt ewig im Wartezimmer Teil 2

    • (1) 30.09.11 - 09:58

      Ihr Lieben,

      danke für die Antworten unten... die bringen mich wieder auf ne Frage. Eine Arzthelferinnen schrieben, dass der Arzt mehr Kohle macht, wenn er pro Stunde einfach mehr Patienten bestellen lässt, als er schafft.

      Wenn jetzt also jede Stunde z.B. 4 Patienten mehr kommen als der Arzt schafft, müssen die ja am Ende warten - und der Arzt länger arbeiten, nicht wahr? Denn der Überschuss muss ja abgearbeitet werden.
      Warum lässt er dann nicht gleich seine Praxis 1-2 Stunden länger auf nimmt dort noch mehr Patienten dran? Ist doch im Prinzip dasselbe, als ober alle 1-2 Stunden warten müssen und er dann auch die Zeit länger arbeitet.

      ODER?

      LG, Nele

      • Hallo Nele!

        Ja, ich wieder;-).
        Ich denke, wenn dem so ist, wie die Arzthelferinnen schreiben, dann macht es nicht unbedingt mehr Sinn die Praxis länger zu öffnen. Ich denke eher die Ärzte kalkulieren eben einfach mehr Patienten ein, welche sie dann in 5 min a´Patient abspeisen. Das klappt bestimmt auch oft, aber eben nicht immer. Längere Öffnungszeiten würden eben auch deutlich höhere Lohnkosten bedeuten.

        LG,
        Loli

        (Feierabend:-p und nachher gehts rauf zur Zugspitze#huepf)

        #winke

        • Aber wenn der Arzt dann die "überbestellten" 12 statt 7 Patienten schafft, weil er die alle schnell abspeist, müsste ja wiederum keiner länger warten....

          Verstehst wie ich das meine? Ist doch total unlogisch!

          Am schlimmsten finde ich übrigens, wenn ich beim Augenarzt anrufe, frage, ob ich wg. Wartezeit gleich ne Stunde später kommen kann und es heißt "Nö, kommense erstmal her" #augen

          • Aber da er ja nicht immer weiß welches Problemchen ihn erwartet bestellt er halt vorsichtshalber mehr. Könnte ja auch gut gehen.
            Ich verstehe dich schon, nur leider wird sich daran nix ändern. Boykottieren hilft ja leider auch nicht, weils fast überall gleich abläuft.

            LG

      (5) 30.09.11 - 10:27

      Hallo,

      unsere wöchentliche Arbeitszeit (38,5 Stunden) ist vertraglich geregelt.

      Würden wir also jeden Tag 1-2 Stunden die Sprechzeiten verlängern, müsste der Arzt entweder mehr Personal einstellen, oder andere Arbeitsverträge rausrücken. Beides würde ihn Geld kosten und leider sind viele Ärzte ziemliche Geizknochen.

      Die Zeiten, die wir abends länger arbeiten "dürfen" wir in den Sommermonaten abbummeln, da ist bei den Allgemeinmedizinern weniger los und mann kann mit weniger Personal zurechtkommen.

      lg
      jerk

        • (7) 30.09.11 - 10:52

          Diese Patienten werden natürlich noch behandelt.
          Wir haben leider auch eeeewige Wartezeiten, die Sprechstunde endet um 18.00h, der letzte Patient verläßt die Praxis aber meist erst gegen 20.00h.


          • (8) 30.09.11 - 11:25

            Das meinte ich doch. Dann müssen Arzt & Crew eh länger bleiben - es wäre also dasselbe, die Patienten, die dann von 18 bis 20 Uhr drankommen, einfach erst dann zu bestellen und keiner muss warten. ODER?

            • (9) 30.09.11 - 11:56

              Hallo

              Viele Praxen zahlen Überstd. nicht aus. Die Überstd. können Irgendwann mal abgefeiert werden wenn der Chef auf einer Fortbildung ist. Ist somit billiger für den Chef.

              lg mel

              • (10) 30.09.11 - 12:01

                Aber dieselben Überstunden fallen ja an, egal ob die Patienten, die um 19 Uhr drankommen eigentlich um 17 Uhr bestellt waren oder gleich um 19 Uhr... ich hab die Logik immer noch nicht gefunden :-)

                • (11) 30.09.11 - 13:06

                  Ich weiß und verstehe was Du meinst aber Ich kann Dir da auch keine logische Erklärung für geben. Klar fallen die Überstd an die ja auch bezahlt werden müssen. Vielleicht nicht dem Personal zugute, aber Strom,Wasser,Materialverbrauch.
                  Nur ob es sich lohnt die wartezeiten für Patienten zu verkürzen indem ich die Praxis länger auf habe, glaube ich nicht. Dann kommt irgendein Hampelmann um kurz vor Schluss ohne Termin und du fängst wieder von vorne an.

                  Wir dürfen im Jahr nur eine bestimmte Anzahl von Füllungen machen die die Krankenkasse übernimmt.
                  Nur als Beispiel 100 Stück.
                  Wenn wir diese 100 Füllungen verbraucht haben, mache Ich jede weitere Fllg auf meine Kosten. Ich bekomme keinen cent dafür ,sondern mache mit jeder weiteren Fllg ein minus Geschäft. Aber dir Praxisausgaben laufen weiter.

                  Dann nehme ich als Chef doch lieber in Kauf das die Patienten etwas länger warten, anstatt zwei Std länger meine Praxis geöffnet zu haben wo finanziell nichts rein kommt.

                  Und ich kann dir sagen das die meissten Praxen pünktlich feierabend machen. Auch wenn es im wartezimmer brechend voll ist

    (12) 30.09.11 - 11:53

    Hallo

    Ich bin Zahnarzthelferin und Ich muss jetzt auch mal ein wenig die Ärzte und das Personal in Schutz nehmen.
    Unsere Patienten haben in der Regel keine Wartezeiten, aber es kommt immer mal wieder vor das Schmerzpatienten vor der Tür stehen OHNE Termin. Wo liegt das Problem das man nicht mal kurz in der Praxis anrufen kann um den Mädels an der Rezi bescheid zu sagen "Hallo Ich habe schmerzen und komme gleich vorbei"
    Die Mädels an der Rezi können so direkt besser planen um lange Wartezeiten zu vermeiden.

    lg mel

    • (13) 30.09.11 - 11:59

      Die Frage bezog sich ja darauf, warum pro Stunde 12 Patienten bestellt werden, obwohl schon klar ist, dass nur 8 behandelt werden können (wobei nur auch relativ ist, 8 in 60 min = 7,5 min pro Patient #schock)
      Wenn dann alle überschüssigen später behandelt werden, könnte man sie gleich später bestellen.

      LG; Nele
      PS: Ich habe sehr regelmäßig Zahnschmerzen und rufe IMMER vorher an, weil ich mir auch für eine Notfallbehandlung lieber eine Zeit geben lasse und dann zu Hause rumleide als vor allen Leuten :-)

      • (14) 30.09.11 - 12:13

        sehr Beispielhaft ;-)

        Ich kann jetzt nur von meinem Beruf erzählen. Wenn ein Patient anruft und sagt: mir ist eine Fllg rausgefallen ,planen wir eine halbe std ein.Jetzt kommt der Patient und wir sehen,den Zahn können wir nicht retten,er muss gezogen werden.
        Das heisst erstmal: eine komplett andere Behandlung als eigentlich geplant war. Und schon haben andere eine längere Wartezeit.

        Es gibt genug Ärzte die Ihre Pläne so mit Patienten vollknallen das man es in den 10Std arbeitszeit nicht schaffen kann. da gebe Ich Dir recht. aber das liegt nunmal an den Chefs die das so wollen oder eben eine unorganisierte Praxisbestellung haben.

        Wenn Ich als Patient sehe, das Ich ständig lange wartezeiten in einer Praxis habe, würde Ich den Arzt wechseln. In so einer Praxis werden Patienten nicht behandelt sondern abgefertigt. Und das ist in meinen Augen kein vernünftiger Arzt.

        Eine wartezeit von evtl mal einer halben Std ist OK.

        lg mel

        (15) 30.09.11 - 12:25

        Und Du als Patient weißt doch nicht welche Patienten im Wartezimmer einen Termin haben und welche einfach so vorbei gekommen sind.

    (16) 30.09.11 - 12:01

    Ich habs heute umgekehrt erlebt. Ich war 10:30 in der Anästhesie bestellt, kam aber schon 9:45 (musste vorher noch überall Papiere abholen und klappte besser wie gedacht)

    Nun gut, ich komme rein und noch vorm einem "Guten Morgen" lächelte mich ein Arzt an und sagte: "Selten dass ich auf meine Patienten warten muss." Ich so: "hä wie jetzt, bin doch erst 10:30 bestellt"

    Ich verstehe es auch nicht warum Leute es oft nicht packen mal eben das Telefon in die Hand zu nehmen und sich irgendwo an/abzumelden.

    Gut, ich kam heut 40 Minuten eher dran :-) Aber der Arzt wurde für seine Zeit wenn man es so nimmt nicht bezahlt und ein ggf. Notfall wäre vlt. "abgewiesen" worden.

(17) 30.09.11 - 12:37

Also bisher habe ich es noch nicht erlebt das die Ärzte länger sitzen nur weil mehr Patienten bestellt worden sind, bisher haben eigentlich alle recht pünktlich Feierabend gemacht.

Manche Hausärzte machen ja auch noch nach Praxisschluss noch Hausbesuche.

Dann gibt es ja auch wieder Arztpraxen die bis 18 Uhr oder 18.30Uhr geöffnet haben, einmal die Woche zumindest. Und irgendwo will ja auch der Arzt sowie die Arzthelfer Feierabend machen und wenn dann die Praxen 1-2 Stunden noch länger geöffnet haben kommen ja auch wieder Patiennten ohne Termine und dann dauert es auch wieder länger.

  • Aber was passiert mit den überschüssig bestellten Patienten?

    • Ich weiß nicht wie aber die schaffen es einfach bis zum Praxisschluss alle durch, vielleicht haben sie ja auch zum ende hin weniger bestellte Patiennten.
      Auch sagen dann die Ärzte ab einen bestimmten Zeitpunkt jetzt keine unbestellten mehr rannehmen, die müssen dann halt zur Notaufnahme oder nähsten tag wiederkommen.

      Ich versuche immer einen Termin kurz vor Praxisschluss zu bekommen, weil man dort schnell rankommt und kaum ein Patient ist noch da.

(21) 30.09.11 - 21:38

Längere Öffnungszeiten bedeuten höhere Ausgaben (Strom, Personal) und das auch wenn keine Patienten angekündigt sind. #aha

Natürlich werden wenn möglich alle Termine vergeben. Dazu kommen dann noch Notfälle und unangemeldete Patienten. Auch kann eine Behandlung 5 Minuten, oder 15 Minuten dauern. Das weiß man vorher nicht.


Würde man aber die Termine großzügiger vergeben, hätte man im Falle von zB wenigen Notfällen und kaum unangemeldeten Terminen und jeweils kurzen Behandlungszeiten zu viel leerlauf und bekanntlich verdient man dann auch nix.

Auch müssten Patienten dann länger auf einen Termin warten, was auch immer große Empörung hervoruft

Ganz einfach#cool

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