Versicherungsfrage

    • (1) 01.10.11 - 22:36

      Hallo,

      ich weiß nicht ob meine Frage hier her gehört#kratz aber ich versuche es einfach mal:-D.

      Im August fuhr mir eine andere Autofahrerin gegen mein geparktes Auto auf einem Supermarktparkplatz. Ich kam grade aus dem Geschäft und hörte den Knall#schock. Hab dann wie verrückt gewunken und gerufen damit sie mir auch ja nicht davon fährt (man weiß ja nie). Sie meldete den Schaden ihrer Versicherung und sagte dort auch am Handy, dass mein Schaden gar nicht groß wäre und "man gar nichts sieht am Auto"#kratz. Der Kostenvoranschlag belief sich aber auf 1055€ ohne Mwst (also nicht unbedingt nur eine Kleinigkeit). Da ich den Schaden aber nicht in einer Werktstatt sondern Privat beheben lassen wollte, wollte ich mit der Versicherung fiktiv abrechnen. Heute kam dann endlich ein Schreiben der Versicherung aber sie wollen gut 200€ weniger zahlen als der Kostenvoranschlag angiebt. In dem Brief wird eine Tabelle aufgeführt mit dem Kostenvoranschlag und Beträgen die sie nicht zahlen oder "kürzen".

      Nun zu meiner Frage, dürfen die das so einfach? Liegt es vielleicht daran, dass das eine WErkstatt kalkuliert hat und kein unabhängiger Gutachter? Soll ich das jetzt einfach so hinnehmen oder ist es ratsam nochmal dort nachzufragen? Vielleicht kennt sich ja jemand mit der Sachlage aus.

      Lieben Dank und euch allen ein schönes Wochenende#winke

      • Wenn man sich das Geld ausbezahlen läßt bekommt man die Mehrwertsteuer nicht.

        Was wollen sie denn kürzen oder nicht zahlen?

        • Hallo,

          die 1055€ waren ja schon ohne Mehrwertsteuer.

          Nicht bezahlen wollen sie zum Beispiel die Verbringunskosten (-89€)#kratz.

          Gekürzt wurden der Arbeitslohn (-17€), Lackierarbeiten (-33€), Ersatzteile (-14€)...

          Sie haben noch eine Liste beigelegt wer diese Preise kalkuliert hat, also welche Werkstatt in diesem Falle am günstigsten ist. Die wäre aber gut 50 km entfernt#kratz.

          LG#winke

          • Verbringungskosten?
            Meinst du den Nutzungsausfall?
            Den bezahlen sie nicht wenn man das Auto nicht reparieren läßt.
            Naja und das andere klingt auch logisch bei einer Auszahlung.
            Wie gesagt sie gehen ja nun davon aus das du das Auto nicht reparieren läßt.

            Es gibt ja Versichererungen bei denen man sich mit dem Vertrag an gewisse Werkstätten bindet.
            Ob die das dann auch für den Unfallgegener anwenden dürfen weiß ich allerdings nicht.

            • Verbringungskosten sind z.B. Kosten die anfallen wenn der Pkw von der Werkstatt zwecks Lackierung zur Lackiererei verbracht wird (die Reparaturwerkstatt also keine eigene Lackierei hat).

              Die Bindung an bestimmte Werkstätten gilt nicht für den Geschädigten.

              Streitereien entstehen aber öfters, ob die Kosten einer Vertragswerkstatt oder einer freien zur fiktiven Schadensberechnung zugrundegelegt werden müssen.

      Wie bereits ausgeführt bekommt man die Mehrwertsteuer nicht, solange man nicht deren Anfall beweist.

      Du kannst also z.B. auch bei Privatreparatur für die angeschafften Ersatzteile nachträglich noch die Mehrwertsteuer verlangen. Du musst nur die Rechnungskopie vorlegen.

      Ohne die Begründung der einzelnen Rechnunsposten zu kennen kann man nichts sagen.

      Du kannst aber einen RA beauftragen der das prüft (nach Möglichkeit bevor die Versicherung schon etwas anteilig bezahlt hat, damit er auch etwas darn verdient). Dessen Kosten muss die Versicherung erstatten.

      • Hallo und danke für deine Antwort.

        Die einzelnen Posten habe ich grade in der Antwort über dir ausgeführt. Es geht um Verbringunskosten, Ersatzteile, Lackieren...

        Die Versicherung zahlt jetzt wohl in den nächsten Tagen aus, so steht es zumindest in dem Schreiben. Einen Anwalt einschalten möchte ich eher ungern#zitter. Sollte die Versicherung aber im Unrecht sein, würde ich es aber wohl tun müssen. Deshalb wollte ich aber erst hier nachfragen. Kann ja auch sein, dass die Versicherung im Recht ist?!

        • Der Anwqalt wird sich aber nicht freuen, wenn Du wegen der Differnez von 200,-- auftaucht. Dann berechnen sich seine Gebühren nur aus dieser Differenz.

          Wenn Du ihn beauftragst dann vor der Auszahlung. Für Dich kein Nachteil und den Anwalts freuts.

          Es gibt auch keinen Grund für Deine Zurückhaltung.

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