Mütter-Rudelbildung

    • (1) 12.10.11 - 18:44

      Hallo zusammen,

      angeregt durch die Diskussionen über die Arschlochmütter (Rinder) vom Prenzlauer Berg möchte ich ein anderes, für mich unverständliches, Phänomen ins Rampenlicht rücken.

      Die Rudelbildung der Mütter

      Für mich, in einem 700 Seelen Kaff wohnend, eingegliedert in eine 9500 Einwohner Marktgemeinde, immer wieder zu beobachten:

      Eine Frau ist Mutter geworden. Und lebt nur noch im Dunstkreis ihres Kindes.
      Da wird verzweifelt Anschluss gesucht, es werden Geburtsmonate verglichen, nicht das der ALtersunterschied der Kinder zu groß ist, es wird sich zum Spazierengehen verabredet...
      Diese Damen hier suchen Mütter als Freundinnen. Ausschließlich. Das 2. Kind wird zusammen geplant, damit die Kiddies was davon haben. Später. Vielleicht.
      Der Freundeskreist, meist kinderlos, wird in die Hölle verbannt. Die haben ja auch keine Ahnung. Vom Familienleben. Und so.
      Ausserdem muss man sich ja überall (gemeinsam) engagieren. Man muss im Gespräch bleiben.

      Ich kann das nicht.
      Ich will das auch gar nicht.

      Ich habe meinen Freundeskreis, seit fast 20 Jahren. Manche gingen, manch neue Freunde kamen dazu. Kinderlose und Familienmenschen.
      Ich möchte mir meine Freunde aussuchen. Und nicht verzweifelt eine Mami finden, deren Tochter auch Ende 2007 geboren ist, damit wir drüber "quatschen" können. Ach, nöö.
      Ist nichts für mich. Ich habe meinen Job, meinen Haushalt und meinen Nebenjob. Die Freunde von früher nicht zu vergessen. Reicht fürs erste.

      Aber jeder wie er mag...


      Und was mögt ihr?


      Fragt sich
      die Hibblerin

      ach, wer Ironie findet, darf sie hübsch verpacken und zum Wichteln missbrauchen

      • Huhu,

        *Ironie on* ich nenne eine bestimmte Sorte Frau mit Kind gern "die Muttierte" ;-). Diese Gruppe definiert sich in erster Linie über ihre großartigen Kinder, basteln leidenschaftlich zu jeder Jahreszeit mit den lieben Kleinen - Adventskalender, Osternester, Herbstlaubbilder oder getrocknete Sommerblumenbilder, sind die Ersten bei Elternabenden, prügeln sich um die Elternvertretung, richten die Flohmärkte, Basare und sonstige Eltern-Kind-Vergnügungen aus und sonnen sich in ihrer genialen Supernanny-Mentalität.

        Mal im Ernst: Was wäre unsere Gesellschaft ohne diese großartigen Frauen?

        Ich bin froh, dass wir sie haben :-). Denn so kann ich mich - als bekennende Rabenmutter - zurücklehnen und machen lassen. Ist doch auch schön. *Ironie off*

        Was mich betrifft: Ich bin teilzeitalleinerziehend (mein Mann arbeitet unter der Woche in weit-weit-weg) mit zwei Kindern und habe noch einen Halbtagsjob, ein Haus, um das ich mich kümmern muss, Garten, Hund undundund. Mein Freundeskreis beschränkt sich auf einige wenige Menschen, die mich schon sehr lange kennen und mit denen ich sehr gern zusammen bin. Im weiteren Bekanntenkreis finde ich viele Mütter aus dem Kindergarten meines Sohnes oder meiner Tochter. Aber ich habe kein großes Bedürfnis, hier Herzensfreundschaften entstehen zu lassen. Wir sind so zufrieden wie wir leben.

        VLG Emestesi #winke


        • Iiiiihhhhh, Muttierte! ich weiß genau, was Du meinst. War gestern bei einer zum Kaffee, zum Glück war da noch ne andere dabei. Die Kinder haben super gespielt, wir Kaffee getrunken, die Muttierte rief immer wieder "Wollt Ihr nicht mal das Jahreszeitenspiel spielen?" Keine Reaktion. Irgendwann fragte sie dann, ob wir die Kinder nicht mal gezielt beschäftigen wollen. Die "Normale" und ich sahen uns nur verwundert an. "NÖ!!"

          Sind wir Rabenmütter??

            • Nee, echt nicht, eine Beweihräucherung brauche ich nicht. Und mein Kind keine Mutter, die es bespielt. Genauso wenig wie ich den vorwurfsvollen Ausdruck im Gesicht der Muttierten, als wir im Chor "NÖ" riefen.

        Hallo

        ja ich bin eine Rudelmutter :-p #winke

        allerdings eine etwas andere Rudelmutter
        ich begebe mich ins Rudel und wähle genau aus #schein
        und zwar wer ist zwar Rudelmutter, aber keine typische, immer springende, übervorsichtige, Öko-Keks essende Mutter die ihr Kind immer als Opfer sieht #cool
        aber bei diesen Müttern wäre ich auch sehr schnell wieder aussortiert, weil ich zu cool, langweilig und gelassen bin ...... und viel entspannter und "wurschtiger"

        ich gehe gerne in Krabbelgruppen, bin gerne in Mütterrudeln, habe da meinen Spaß - teilweise ist es sehr erheiternd
        und manche andere Mütter fallen mir auf und ich freue mich immer über neue Freundschaften

        ich habe einige Mütter gefunden, mit denen ich total auf einer Wellenlänge liege, wir unser Kinder lieben aber nicht das goldene Ei in ihnen sehen und sie durchaus von der anderen Mutter gemaßregelt werden dürfen, ohne daß es mir was ausmacht #winke
        oder ich mich ganz entspannt zurück lehne, wenn mein Kind einen Trotzanfall hat und später dann ihr Kind
        wenn wir auch mal offen genervt auf unsere Kinder und ihre Unsitten reagieren


        ich habe in Mütterrudeln, und in Kindergartenmüttern tolle Freundinnen gefunden #verliebt


        Grüße Silly

        • Hallo Silly,

          das könnte ich so unterschreiben!

          Ich habe unter den Kindergartenmüttern und auch in der Krabbelgruppe einige sehr nette Mütter kennengelernt, die jetzt mehr oder weniger gute Freunde sind.

          In unserem Freundeskreis haben eigentlich (fast) alle Kinder, aber das ist wohl eher Zufall. Ich kann auch mit kinderlosen Leuten was anfangen und kenne genug andere Themen, über die man quatschen kann.

          Liebe Grüße

          Nicole

          • Hallo

            das "Problem" ist einfach, daß meine kinderlosen Freundinnen ein ganz anderes Leben führen, z.B. eröffnen eine Tierarztpraxis in einer anderen Stadt, oder leben einfach ein anderes Leben
            das ist schon bei den Geschwistern meines Mannes so ......

            wir 3 Kinder, haben einfach einen anderen Lebensrythmus, auch wenn wir sehr flexibel sind
            und alleine bin ich selten unterwegs

            und es ist einfach so, daß diese Mütterfreundinnen ähnliche Themen haben wie ich, ähnliche Welten ...... und wir uns über alles austauschen können


            Grüße Silly

            • Hallo Silly,

              stimmt, es ist doch für alle entspannter, wenn die Kinder zusammen spielen können und man sich in Ruhe unterhalten kann. Ich kann mich aber auch mit den Müttern sehr gut über Gott und die Welt unterhalten.

              Liebe Grüße

              Nicole

      Ich habe noch immer die Freundinnen von meiner Schulzeit, die halt "praktischerweise" auch Mami´s sind. Aber wenn wir aus gehen kommt unsere Jugend zurück und es wird nicht von den Kids geredet ...nicht immer... ;-)

Findest Du? Gibt es solche Rudel-Mütter?


Hmh...#kratz..., ich frag mich gerade, ob ich vielleicht auch mal eine Rudelmutter war (oder sogar bin #schock).....


....und ich bin zu dem Ergebnis gekommen: *Tusch, tätärätääääääää*

Neeeeee! Ich bin und war keine Rudelmutter!

Uff, noch mal Schwein gehabt!

Allerdings finde ich es jetzt auch nicht soooo schlimm, wenn sich Mamas Gleichgesinnte suchen, um sich auszutauschen. Ich hatte noch nie Probleme, Anschluß zu finden - egal, ob als Mama oder als Single. Ich bin ja ein freier Mensch und wenn mir jemand nicht passt - warum auch immer - dann gehen wir eben getrennte Wege. So what?

Jedem das Seine. Wenn's glücklich macht...

LG

Meine Tochter ist auch Ende 2007 geboren, das passt doch! #rofl

Im Ernst .. ich hab eine sehr sehr gute Freundin, die eher zufällig auch Kinder im selben Alter hat, mit ihr rede ich über alles bzw. kann ich über alles reden.

Dann gibt es da noch unzählige Mamas von Kindern in der Umgebung, die man vielleicht wirklich eher sieht, weil die Kinder im ähnlichen Alter sind und sich mögen. Das sind bestenfalls gute Bekanntschaften für mich. Aber unter anderem durch die Kinder ist immer Gesprächsstoff da.

Leider kenn ich es auch anders - die Mama der besten Freundinnen meiner Kinder kann ich absolut nicht ausstehen und sie mich glaub ich auch nicht. Gut dass die Kinder mittlerweile so alt sind, dass ich nicht mehr mit muss #schein


LG Conina

Also ich bin Mutter von drei Söhnen, aber so wie du beschreibst bin ich nicht.
Zwar war ich auch mit meinen Söhnen in Krabbelgruppe usw. und habe dort auch Freunde gefunden, aber nicht nur
Klar ergeben sich neue Kontackte und Freundschaften wenn man Kinder hat, aber deshalb tausche ich doch meine Freunde nicht aus.

Wir haben viele Kinderlose Freunde mit denen wir schon Jahre lang befreundet sind und es hoffentlich auch bleiben.

Ich denke die Mischung macht es.
Ich bin auch aktiv im Elternbeirat, Basarteam usw. Aber nicht um im Gespräch zu bleiben sondern weil ich es gerne tue. Nicht mehr nicht weniger.

Leute die beim Kinder kriegen ihren ganzen Freundeskreis austauschen finde ich einfach nur blöde.

Oh je jetzt war ich schon so stolz das ich es nach fast 6Monaten mal geschafft habe mich mit anderen Müttern zu treffen, und jetzt lese ich das hier #zitter #schein #rofl
Ich muß sagen es war ganz schön und noch schöner als sie wieder weg waren ;-)
Morgen treffe ich mich mi meiner kinderlosen Freundin und spreche über irgendetwas was nicht mit Babies zu tun hat. (OK ABER ICH VERSUCHE ES BESTIMMT #schein #rofl)

Ich muss mal was los werden, braucht sich auch keiner angesprochen fühlen. Aber ist das jetzt "in", auf irgendwelche bestimmten Mütter-Formen einzudreschen und sich völlig davon loszusprechen, auch nur irgendwie in ein Mütter-Schema zu passen?

Heute, nachdem ich hier den vermeintlich zweiten Thread zu dem Thema gelesen habe, hab ich zum ersten Mal diesen Artikel gelesen. Und ich muss sagen: Was für eine fürchterliche Ansammlung von Verallgemeinerungen und Vorurteilen!

Was wird das, wenns fertig ist? Die neue Mütterbewegung "Mütter mobben Mütter"? Gibts dann bald ne Mütterpartei und selbstverständlich auch eine Gegenbewegung? Anti-Mütter? Wann taucht die erste Kalaschnikow-Mutter in einem Szene-Cafe auf, ballert alles nieder was zuckt und kreischt "Freiheit für die Mütter!"?

Wie bescheuert, ehrlich.

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