These: gesundes Essen als moderne Ersatzreligion

    • (1) 13.10.11 - 21:21

      Heute las ich eine These in einer Zeitung, die meiner Meinung nach diskussionswürdig ist.

      Die Aussage:
      In der modernen Gesellschaft stellt gesundes Essen eine Ersatzreligion dar.
      Der Glaube an Gott tritt in der aufgeklärten Welt vermehrt in den Hintergrund, zeitgleich werden die Menschen werden immer älter und dabei wird Fitness und Gesundheit wichtiger.
      Der Mensch an sich ist nicht moralisch/vernünftig (wie man in den Finanzmärkten sieht), sondern auf Reproduktion ausgelegt- dh Fortpflanzung und Essen, wobei ersteres mit zunehmendem Alter abnimmt.
      Essen, bzw das, was man isst, bestimmt die Kaste, die man belegt /belegen will.
      Soweit zu der These.

      Wenn ich so etwas lese: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=28&tid=3338530&pid=21168802, frage ich mich, ob da etwas dran ist.

      Was meint ihr?

      Ich glaube, dahinter steckt auch sehr viel heiße Luft, ohne dass ich verallgemeinern will.

      Es ist "in", auf gesunde Kost zu achten (zumindest davon zu reden), aber ich nehme es nicht allen ab, die das wie eine Fahne vor sich hertragen.

      Ich habe für meine Kinder früher täglich frisch gekocht, wenns aber mal eng wurde gabs auch schonmal eine Tütensuppe und ein Brötchen dazu.

      Zum Thema Fitness: Wenn auch nur ein Bruchteil der Mitglieder regelmäßig in "mein" Studio gehen würde, wäre es dort ständig brechend voll, es ist aber meist leer, bis auf 20-30 Leute.
      Aber Hauptsache man ist angemeldet... :-)

      Hallo

      hmm... ich hab jetzt drüber nachgedacht und vielleicht ist da was dran?!

      Nahrung hat bei mir schon immer einen besonderen Stellenwert. Ich denke recht viel über Nahrung nach und versuche ethisch und moralisch richtig zu leben. Also viel fair gekauft, viel selbst angebaut, recht viel BIO, kein Fleisch und seeehr wenig Milchprodukte. Ich koche täglich frisch und gesund und "ungewöhnlich" (ungewöhnlich weil ich festgestellt habe, dass kaum einer in der Lage ist vegetarisch und lecker zu kochen und viele auch normale Sachen wie Couscous, Bulgur ect. nicht kennen).

      Und ich trinke täglich grüne smoothies #mampf

      Sport nimmt aktuell einen kleinen Teil meiner Zeit ein und auch den Naschis bin ich verfallen #aerger aber ein Laster muss ich ja haben ;-)

      Gemüse und Obst ist gesund, wichtig und verlängert das Leben. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle ob es BIO oder nicht bio ist.

      Für MICH sind das dinge, die mein Gewissen beruhigen. Keiner soll durch mein Essen gelitten haben. Weder als Tier, noch als Arbeiter, noch die Umwelt.

      Ja, man könnte fast sagen, dass mir das so wichtig ist, wie anderen ihr Glaube :-)

      Liebe Grüße

      P.S.: Trolle nicht füttern!



    • Ich bin als Vegetarier und Verächter künstlicher Zusatzstoffe auch sehr aufmerksam und esse vieles nicht.
      Aber ich bin auch Genussmensch und kann auch fünfe gerade sein lassen und mir alle paar Wochen eine fette Tüte glutamatverseuchte Chips reinhauen - ohne schlechtes Gewissen.


      Aber für einige Menschen stellt Ernährung wahrscheinlich tatsächlich eine Art Religion dar - sie konzentrieren sich enorm darauf.


      Es gibt seit etwa fünfzehn Jahren sogar einen Namen für dieses "Leiden": Orthorexie - die Fixierung auf gesunde Ernährung.


      Nun - jedem seine Psychose ;o)


      LG, katzz



      • "Orthorexie"

        mensch, dankesehr, für die benennung... ich habe hin und her überlegt... so schlecht ist das forum von urbia garnicht... :-)
        ein sehr interessantes (angebl. umstrittenes) krankheitsbild, finde ich.

    Halte ich für überzogen. Fanatiker gibt es überall, schau Dir mal die vielen Ueber-Mütter an, die sich hier bei urbia tummeln: Kinder als moderne Ersatzreligion.

    Ich ernähre mich seit Jahrzehnten gesund, überwiegend Bio, allerdings ohne tamtam darum zu machen, und überzeugen muss ich auch niemanden, jeder wie er will.

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