Was soll man davon halten? Männerfreundschaft

    • (1) 17.10.11 - 21:44

      Hallo!

      Also ich muss euch doch mal etwas fragen,weil ich über eine bestimmte Situation nicht hinweg komme:

      2 Männer kennen sich seit ihrer Kindheit.Beide stehen sich zur Seite als jeweils der andere geschieden wird und auch in anderen Lebenssituationen halten beide zusammen. Man sagt sich mal die Meinung - welche auch nicht immer identisch mit der des anderen ist - und nach kurzem Gebrummel ist auch alles wieder schick. Diese "Freundschaft" ist über Jahrzehnte beständig.
      Nun passiert folgendes:
      Der eine hat immer fleissig seinen recht schweren Job gewissenhaft ausgeführt - der andere hat sich vor jeglicher Arbeit gedrückt. Plötzlich wendet sich das Blatt und der "Faule" wird vom Staat zur Arbeit "genötigt",der andere ist langsam aber sicher körperlich stark angeschlagen.So angeschlagen,daß er seine Tätigkeit beenden muss und innerhalb von etwa einem halben Jahr mehrmals ins Krankenhaus kommt.
      Und nun zieht sich der "Faule" mehr und mehr zurück mit der arrogant wirkenden Bemerkung,er sei schliesslich beschäftigt und läge nicht dauerhaft faul herum,wie gewisse andere Leute,die da simulieren....
      Als der ehemalige Workaholic nun erneut im Krankenhaus liegt und ihm offenbar die erste OP seines Lebens bevorsteht,fragt der andere nicht einmal nach,in welchem Krankenhaus er denn läge.

      Ist das normal? Wie geht man mit solchen Leuten um? Kündigt man da die "Freundschaft"? IST das überhaupt eine Freundschaft?

      Danke und schönen Abend noch!

      PS: Die beiden sind um die 50 Jahre alt ,falls es interessiert oder wichtig ist.

      • Hallo,

        für mich wäre das der Zeitpunkt, an dem ich dem ehem. Faulpelz mal gehörig die Meinung sagen würde. Ggf. würde ich danach die Freundschaft beenden. Kommt halt darauf an, wie wichtig mir das Ganze ist.

        Gruß
        Sassi

        Schwer, eine Ferndiagnose zu stellen, aber vielleicht als Denkanstoß: Es muss nicht unbedingt Arroganz sein. Wenn einer sein Leben lang beruflich mehr oder weniger untätig war, dann fällt ihm der (Wieder-) Einstieg unheimlich schwer und er ist schnell überfordert und weiß nicht, wo ihm terminlich der Kopf steht. Hat das Gefühl, Unglaubliches zu leisten, weil er (wie Millionen anderer Menschen) auf einmal früh aufstehen und das Haus verlassen muss... Ich würde ihm Zeit geben und hoffen, dass er sich berappelt und einsieht, wie albern er sich verhält.

        Eine Freundschaft "offiziell" kündigen ist irgendwie nicht altersgerecht, oder? Entweder verliert sich das, oder man rauft sich wieder zusammen.

      Der Faulen Sau hätte ich erstmal gesagt das er auch nur anfing zu arbeiten weil er mußte und sich sonst weiterhin den Hintern platt gelegen hätte. Und ab jetzt soll er mich in Ruhe lassen. Das wäre kurz und knapp.

      ELa

      Schwer zu sagen, ob es sich wirklich um eine "Freundschaft" handelt. Im Normalfall gehen Menschen Freundschaften ein, wenn sie sich in ihren Grundsätzen verstehen. Da das Arbeitsleben den Großteil des Lebens einnimmt, sollten da schon Kongruenzen existieren.

      Auf den ersten Blick sieht es eher nach einem "Traditions-Zusammenhalt" aus, der aus vielleicht einer ehemaligen Freundschaft entstanden ist.

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