Bücherkauf

    • (1) 20.10.11 - 20:40

      Hallo,

      mich würde mal interessieren, wie es in "Euren" Buchgeschäften gehandhabt wird mit den Kinderbüchern.

      Dürfen die Kinder sich die auch anschauen und ein wenig stöbern oder nicht?

      Hintergrund meiner Frage ist ein Erlebnis heute beim Bücherkauf, das mich ein wenig verwundert hat.

      Ich kaufe recht oft Bücher und auch viele Kinderbücher.

      Heute bin ich mit meinen beiden Kindern(3 und 6) in ein für uns neues Buchgeschäft. Die Verkäuferin teilte mir mit, dass es für die Kinder eine extra Buchkiste gäbe, in der sie stöbern könnten.

      Super, aber das waren alles Uraltschinken, die man zum größten teil Zuhause hat. und so war es nach 10 Minuten auch nicht mehr sehr spannend. Außerdem wollte ich ja, dass sie sich eins aussuchen, was ihnen gefällt. Ich sagte zur Verkäuferin, dass ich aufpassen würde und wir uns umschauen.

      Meine Große nahm sich dann ein Buch, setzte sich in einen Sessel und blätterte. Meine Jüngste genauso mit einem dickseitigen Pappbuch.

      Nach etwa einer Minute fragt mich die Verkäuferin, ob ich meiner Jüngsten denn das Buch kaufen würde, ansonsten dürfte sie es nicht anfassen. Ich war ganz bestürzt und sagte, dass ich es natürlich bezahle, wenn es jetzt kaputt wäre. Nein, nein, sie sollte nur nichts anfassen.

      Dann stürzte sie zu meiner Ältesten und riss ihr das Buch aus der Hand, auch sie sollte nichts anfassen und das Buch wäre jetzt zerknittert.

      Ich bot natürlich an, dass Buch dann zu bezahlen, aber wurde schon ein wenig nachdenklich.

      Ich hatte einige Bücher auf dem Arm, die ich mit den Kindern durchgehen wollte, ob sie Ihnen gefallen und auch zwei, drei Bücher für mich.

      Ich habe dann den ganzen Stapel beiseite gelegt, das "zerknitterte" Buch bezahlt und bin gegangen.

      Ich konnte wirklich keinen Knick entdecken, aber vielleicht ist man in so einer Situation auch blind und ich wollte keinen Ärger.

      Aber jetzt wundere ich mich sehr.

      Bisher war es immer so, dass im Buchhandel die gängigen und neuen Bücher die auf Kinderhöhe stehen, für die auch zum Anschauen gedacht sind, alle anderen sind eingeschweisst oder es ist offensichtlich, dass es ein Ansichtsexemplar gibt.
      Okay, das kann sich nicht jeder kleinere Buchladen leisten, aber bisher kannte ich das nur so. Deshalb habe ich auch nicht verstanden, warum die Frau so ungehalten war, da die beiden ja wirklich nur geblättert haben.

      Das machen Erwachsene ja auch und meine ältere Tochter geht auch nicht ruppiger mit Büchern um als ich. Ich kenne genug Buchgeschäfte in dem Lesesessel stehen (in dem besagten ja auch) und die Kunden ausgiebig schmökern.

      Wie kennt ihr das?

      Würde mich echt mal interessieren. Ich kam mir nämlich vor, wie eine der Mütter, die ihren Kindern alles durchgehen lässt und extrem die Toleranz der anderem strapaziert.

      LG
      123

      • Hallo,

        bei uns darf gerne gestöbert werden, alles andere fände ich auch irritierend.
        Ich kann aber auch ein bisschen verstehen, dass der Verkäuferin der Bammel kam, dass vielleicht Eselsohren entstehen, aber kundenfreundlich hat sie das nicht rüber gebracht ;)

        LG Anita

        • Klar kann ich das irgendwie verstehen, aber das ist doch immer die Gefahr sobald man Bücher verkauft und dort gestöbert wird.

          Deshalb wollte ich mal wissen ob ich bisher verwöhnt war oder ihr das auch so kennt mit dem Stöbern.

          Danke für deine Antwort

      Hallo,

      das ist schon etwas schwierig. Kaufst du denn dann auch selbst Bücher, die schon durch viele Kinderhände gegangen sind? Oder nimmst du lieber das noch original eingepackte Buch?

      Ich erlaube nicht, dass meine Kinder alle Bücher anfassen oder darin lesen. Wir suchen Bücher raus, ich blättere vor oder lese den Klappentext und dann entscheiden wir. Ich würde nämlich auch kein Buch kaufen wollen, in dem schon Schokolade klebt oder Seiten zerknittert sind.

      Große Buchläden können das anders handhaben, aber kleine Läden können sich das bei der großen Konkurrenz im Internet eben nicht leisten.

      LG

      • Nein, ich kaufe auch nicht gerne Bücher die durch viele Hände gegangen sind, aber ob dies Kinderhände sind oder die von Erwachsenen ist mir dabei schnuppe.

        Kein Buch, dass durchgeblättert wird, egal von wem ist danach wie neu.

        Aber offensichtlich dürfen dort nur die Kinder nicht blättern, ich durfte das ganz unbehelligt.

        Und wenn Dun das Thema Internet ansprichst, genau das macht ja den Unterschied.

        Wenn meine Kinder selber stöbern können, dann sehe ich ja direkt ob das Buch gut ankommt.
        Ansonsten kann ich auch bei amazon die Beschreibung vorlesen, ein paar Bildchen schauen und danach aussuchen.

        Bisher habe ich aber lieber etwas mehr im Buchhandel ausgegeben, damit ich die Bücher vorher "testen" kann.

    Hallo

    Wir haben hier in der Stadt zwei Buchläden und ich muss dir ehrlich gestehen, dass ich nicht weiß, wie die reagieren, wenn Kinder in den Büchern stöbern.... Unsere Kinder sind noch in einem Alter, in denen ich sie anhalte, nichts anzufassen, einfach, weil sie es kaputt machen würden... Unsere Kleine ist ein kleines Büchermonster, die knabbert Bücher unheimlich gerne an...

    In eurem Fall hätte ich wohl den Geschäftsführer verlangt und mal nachgefragt, was er zu der Hysterie seiner Verkäuferin so zu sagen hat.... Denn dein Text klingt für mich danach, als würde die gute Frau hysterisch aufkreischen, wenn ein Kind ein Buch nur anhaucht... Anschließend hätte ich wahrscheinlich dann die Bücher auch da gelassen und wäre gegangen... Und zwar in einen Buchladen meines Vertrauens (unsere beiden sind für mich solche Läden)

    Die hätten mich zum letzten Mal gesehen, sowas kann ich genauso ab wie hinter den Kunden herschleichen, weil man sonst nix zu tun hat, in der Hoffnung, die junge Mutter mit ihren beiden kleinen Kindern auf frischer Tat zu ertappen.... Da dreh ich meist auch auf dem Absatz um und gehe... #zitter

    LG

  • Hallo 123,

    ich habe eine büchersüchtige Tochter und kann von daher Deine Situation nachvollziehen.

    Ich unterscheide auch zwischen dem Einkauf bei Buchhandelsketten und dem von mir bevorzugten örtlichen kleinen Laden.

    Im ersteren Fall sehe ich das Durchblättern etwas lockerer, da wir einen entsprechenden Umsatz bringen, wenn wir dort einfallen. Allerdings habe ich von klein an darauf geachtet, dass die Kinder sorgsam mit den Büchern umgehen.

    Im angesprochenen kleinen Laden war ich dagegen immer sehr restriktiv, da ich selbst auch nach Möglichkeit kein Buch neu kaufe, das auch nur geringste Gebrauchsspuren aufweist. Ich greife auch bei dem Bestsellerstapel immer eines der unteren Bücher und prüfe das auserwählte Exemplar auf Unversehrtheit.

    Von daher habe ich Verständnis für die Buchhändlerin, sofern sie ihr Ansinnen mit der gebotenen Freundlichkeit rüberbringt.

    Viele Grüße

    Ralf

    Guten Morgen,

    ganz ehrlich, ich bestelle lieber originalverpackte Bücher.
    In den Buchläden ist mir aufgefallen, daß sehr oft bei den Bücher mit den Klappen (Wieso, weshalb, warum von Ravensburger) die Klappen schon auf sind und teilweise auch schon kaputt #schock.
    Das finde ich unmöglich, und das passiert genau dann, wenn jedes Kind vorher stöbern darf.
    ICH würde die Bücher dann nicht mehr kaufen.

    lg
    turtle30

    Ja, bei uns gibt es auch für die Kinder "Leseecken".

    hallo,

    ich kenn es so das immer ein exemplar zum ansehen bereit liegt alle anderen sind in folie geschweisst

    etwas panisch die buchverkäuferin

    ich ahb bisher nur buchverkäufer erlebt die agnz begeistert waren wenn kinder sich für bücher interessieren
    einer hat mal gar nciht aufgehört meinem sohn ein buch nach dem anderen zu zeigen

    lg

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