Arbeitsamt schikaniert Arbeitslose?

    • (1) 27.10.11 - 19:08

      Hallo ihr lieben #winke

      Ich habe gerade diesen Artikel gelesen: http://wirtschaft.t-online.de/erwerbslosenforum-jobvermittler-schikanieren-arbeitslose/id_50980400/index

      Wie steht ihr zu dem Thema? Hab ihr auch schon solche Erfahrungen machen müssen?

      Ich persönlich kann das leider nur bestätigen. Nach meiner Aubildung war ich 3 Monate arbeitslos. Ich sollte zu einem Computerkurs gehen und lernen wie man Bewerbungen schreibt. Ich weigerte mich. Ich weiß wie ein PC an und aus geht, wie man Texte im Word schreib usw. Desweiteren traue ich mir auch zu eine Bewerbung zu schreiben. Ohne Fehler und in angemessener Form.

      Ich sollte eine Stelle annehmen in Berlin 50km einmal hin und einmal zurück. Das Ärzteehepaar suchte einen Grafiker. Soweit sogut, aber als ich mir das Gehalt anschaute und die Stunden, nein danke. Nie im leben. Vielleicht werden jetzt einige sagen: "Na hauptsache arbeit" Nein, ich hätte noch drauflegen können dafür das ich 40h in der Woche arbeiten gehen darf. Ich hätte 165 Euro im Monat für eine 40h Woche bekommen. Ich fragte mich, ob das ihr ernst sein kann.

      Die Dame meinte zu mir, wenn sie das nicht machen dann streiche ich ihnen die Bezüge. Gut dachte ich. Ich sagte ihr das sie das doch gerne machen könnte, denn ich beziehe keinen Cent vom Arbeitsamt (meine Ausbildung war schulisch). Sie schaute ganz verdutzt und meinte dann. "Na wenn das so ist dann sind sie eben auch nciht mehr übers Arbeitsamt versichert"

      Ohhhh nun wird sie aber böse dachte ich mir. Ich antwortete ihr nett das sie das auch gern tun könnte, ich bin Privatversichert. Und ging.

      Berichtet ihr doch mal

      • Noch was, ich will natürlich nicht alle in einen Topf schmeißen. Ausnahmen bestätigen die Regel und es gibt natürlich auch nette, kompetente Mitarbeiter die sehr engagiert sind.

        Hallo,

        ja ich habe auch schon davon gehört.Eine Bekannte wurde auch in einen solchen Kurs gesteckt,wo sie als erstes lernten wie man den Pc anmacht.Dann wurde Wochenlang Bewerbungen geübt.
        Ein anderer mußte eigendlich eine tägliche Schulung mitmachen .Die haben aber die Arge beschiss...und so mußte er einmal die Woche zur Unterschrift hin das er die Woche in diversen Sachen unterichtet wurden ist.
        Daran kann allerdings die Arge nichts.
        Bei den Mitarbeitern gibt es immer gute und schlechte.

        Lg Sabine

        Ich hab mal eine ältere Frau beim Amt getroffen, die angeschrieben und beschuldigt worden war, dass sie eine weitere "Person" in ihrer Wohnung nicht angegeben hätte für die Bedarfsgemeinschaft. Sie sollte diverse Bescheinigungen einreichen. "Wollen sie wissen, wer das ist?" Dann holte sie ein Foto von einer schwarzen Katze heraus. "Da", sagte sie. Das ist mein Tommy. Ich soll jetzt eine Arbeitsbescheinigung für ihn einreichen."
        Wir warteten bereits 4 Stunden.... Und ich verstand sie bestens.... ich war nämlich das 4. mal da weil 3 verschiedene Sachbearbeiter es 3x vergeigt hatten, meinen Antrag an die richtige Stelle weiterzuleiten.

        Mein Freund wurde von der ARGE an eine dubiose Scientologie-Ausbildungsgemeinschaft vermittelt und den Ausbildungsberuf gibt es nicht mal und man findet keinen Job damit (was man eigentlich hätte wissen müssen), aber der Kurs hat 5000 Euro pro Person gekostet, er war voll besetzt mit 30 Mann alle von der Arge zugeschickt und gesponsort und das ganze lief schon 2 Jahre bis was unternommen wurde. Noch dazu wurde ihm angedroht, dass er selber die Kosten tragen muss, wenn er abbricht.

        Es hat Monate gedauert bis er da raus war und diese Zeit im Lebenslauf zu überbrücken ist echt bescheuert. Er hat ein Zertifikat von einem kriminellen Verein...klasse.

        Besonders beeindruckend fand ich auch die Mitarbeiter, die mit einer Arschruhe 3x pro Stunde mit ihrem Äpfelchen an mir vorbei schlenderten, um in die Pause zu gehen, während das Wartezimmer brechend voll war und Kinder hungrig oder mit vollen Windeln oft über Stunden mitwarten mussten, weil sich die Eltern nicht trauten, schnell zum Klo zu gehen oder so. Es gab für die "Kunden" nämlich keine Wartemarken der eine nachvollziehbare Aufrufreihenfolge. Wenn man nicht aufpasste, wenn man aufgerufen wurde, kam der nächste und dann konnte man wieder viele Stunden warten. Aber Schwangere durften gleich dran kommen. Nur sobald das Baby ein paar Tage alt war, durfte es auch 4 Stunden auf sonem doofen Gang verbringen ohne Spielecke.

        Freunde von uns sollten in eine andere Wohnung umziehen, obwohl sie ein Kind hatten, dass ein halbes Jahr später als "Person" gezählt hätte und dann wären die Mietkosten wieder im Rahmen gewesen. Das Kosten/Nutzen nicht vorhanden waren - ein Umzug kostet schließlich auch und ist irre aufwändig - , hat die Arge nicht gestört. Sie wollte einen Umzug, ansonsten Streichen der Bezüge. Da meine Freunde Geringverdiener mit Arge-Zuschuss sind, haben sie beschlossen dieses halbe Jahr selbst zu überbrücken und nicht umzuziehen. Nun bekommen sie die Wohnung bezuschusst. Das Kind ist 3 und sie wohnen also immernoch dort.

        Ich könnte endlos weiter erzählen. Und ich war nur 1 Jahr auf Hartz IV. Kompetente Mitarbeiter ... ich glaube ich hatte eine, das war die, die sich für die Dummheit ihrer 3 Vorgänger entschuldigt hat und meinen Antrag endlich richtig weiterleiten konnte. *applaus*

      • "Desweiteren traue ich mir auch zu eine Bewerbung zu schreiben. Ohne Fehler und in angemessener Form."

        #rofl

        Ich finde in deinem Text schon beim ersten Lesen viele, viele Fehler. Ca. 3x Komma vergessen. Dass man in bestimmten ZUsammenhängen, "dass" mit zwei "s" schreibt, scheinst du auch nicht zu wissen. Groß- und KLeinschreibung lasse ich mal weg. Hier muss man nicht immer so korrekt schreiben.

      Nach meiner Ausbildung arbeitete ich 2 Jahr ein einer Firma die dann leider pleite ging.

      Danach war ich arbeitslos - und das war genau um die Zeit als ALG2 eingeführt wurde.

      Ich bezog also mein ALG1 - rutschte dann für ein paar Monate ins ALG2. Ich zog sogar um damit ich bessere Chancen habe - auf meine eignen Kosten.

      Nun gut, ich fand eine Stelle mit einem angemessenen Lohn (nicht die Welt) und durfte bereits beim Vorstellungsgespräch unterschreiben. Dass ich ein Vorstellungsgespräch habe wusste die Arge und ich musste ja sogar einen Zettel vom AG ausfüllen lassen.

      Jedenfalls ich den Arbeitsvertrag damals bei der Arge abgegeben und prompt sollte ich Geld zurück zahlen weil ich ohne deren ERLAUBNIS einen Arbeitsvertrag unterzeichnete :-)

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