Was ist heute anders?

    • (1) 31.10.11 - 14:57

      Hallo,

      jedes Jahr zu Ostern und zur Weihnachtszeit, aber auch zu (Kinder!)-Geburtstagen der einzelnen Userinnen häufen sich bei Urbia ellenlange Postings dazu, daß die Kinder von den ignoranten Großeltern, Tanten, Onkeln und sonstigen Anverwandten mit Geschenken und Süßigkeiten überhäuft werden.

      Die Süßigkeiten sind auch unabhängig davon scheinbar ein Ganzjahresproblem bei Urbia. Besonders wenn sie von Großeltern geschenkt werden.

      Weiterhin amüsieren mich in der Vorweihnachtszeit die Nachfragen zur Absicherung der Weihnachtsbäume, wenn Kleinkinder zur Familien hinzugekommen sind. Da wird sich Gedanken um Absperrungen gemacht, es werden Plastikkugeln angeschafft usw.

      Da frage ich mich, was ist aus dieser Welt geworden, was ist anders als früher?

      Ich selber habe immer mehr als ein(!) Geschenk zu Weihnachten bekommen. Die bunten Teller wurden von meinen Eltern nach dem 2. Weihnachtsfeierag meist noch mal aufgefüllt, weil wird sie schon leergenascht hatten.

      Bei meinen Kindern habe ich es auch so gehalten. Sie haben sogar - so wie ich in meiner Kindheit auch - bei den Omas und Opas auch noch mal komplette Geschenke inkl. Naschteller bekommen.

      Da ich aus den neuen Bundesländern bin und meine Kinder zur Wendezeit noch recht jung waren, haben sie sogar besonders viele Päckchen zu den Festen bekommen. Einfach weil Nachholebearf da war und es nach Jahren der Mangelwirtschaft Spaß gemacht hat, die Kinder mit vollen Händen zu beschenken.

      Trotzdem ist aus ihnen was geworden. Sie sind gesund, nicht übergewichtig, haben gute Berufe gelernt, sind zu (normal) sparsamen Menschen herangewachsen, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen.

      Seltsamerweise haben sie sich in ihrer Kindheit auch nie an den Glaskugeln des Weihnachtsbaumes verletzt, unsere Bäume sind nie umgefallen. Die Kinder wurden schlicht und einfach beaufsichtigt, es wurde NEIN gesagt, wenn der Baum doch mal zu interessant wurde. Sie haben das sehr schnell kapiert und akzeptiert.

      Nun frage ich mich, was ist heutzutage los, dass um solche Kinkerlitzchen so ein Theater gemacht wird? Ist es Langweile oder Überfluss?

      Verwunderte Grüße,

      B.

      • Zum Thema Süßigkeiten sage ich nur, dass, würde ich das ganze nicht in Maßen halten, wir eine Lindt/Ferrero etc. Stelle eröffnen können nach Weihnachten und daran gut verdienen würden bis in den nächsten Spätherbst!

        Im Ernst, da bleibt es auch nicht bei 5 Tellern, die mein Kind (der Erfahrung halber) gern auch sofort in einem Zug essen darf. Würde dem Ganzen nicht ein wenig Einhalt gegeben werden, säße ich auf geschätzten 90 Kilo Schokolade.

        Das erspar ich mir, meinem Kind und den Geldbeuteln meiner Verwandschaft!

        Und........meiner Hüfte!

        na und nun!?

        du machst es so und es klappt. ich mache es ähnlich und doch anders und es klappt auch. andere machen es ganz anders und sind glücklich damit.

        lass doch die leute fragen wie sie ihren weihnachtsbaum befestigen sollen. who cares?

        wenn hier jemand eine konkrete frage stellt kann man antworten oder es lassen aber erfahrungsgemäß macht es wenig sinn über das richtig und falsch in den nuancen der erziehung zu diskutieren, endet doch meist in unverständnis und missstimmung.

        grüße thore

        was hat dich dazu bewogen, dieses posting zu verfassen ? langeweile im überfluß #kratz

        • Nein, ich bin heute nach längerer Zeit mal wieder hier und da wir einen Feiertag haben, habe ich ein wenig Zeit zum Schreiben.

          Mir sind eben diese "Probleme" aufgefallen, die für in meinen Augen keine sind bzw. Luxusprobleme darstellen.

          Teilweise kommt es mir so vor, als ob man sich heutzutage, an jeder Kleinigkeit "aufhängt" und ein Problem draus macht.

          Egal, vielleicht gehts den Leuten auch nur zu gut.

          Und mir reichts für heute, ich gehe jetzt offline, mache mit meiner kleinen Nichte einen Herbstspaziergang und anschließend gehe ich mit ihr in ein, Café und sie darf sich ein Stück Kuchen oder einen Eisbecher bestellen. Zum Glück muß ich bei meiner Schwägerin keine Angst haben, daß sie deswegen den Kontakt zu mir abbricht oder Zeit meines Lebens Vorwürfe deshalb macht.#rofl

      Hallo,

      ich kann es auch nicht verstehen.
      Ich denke, es liegt an den Medien.
      Dort wird ein Format verkauft, mit dessen Protagonisten man auf keinen Fall in einen Topf geworfen werden will.

      Es gibt "Mittagsmagazine" in denen jedes Spielzeug doppelt und dreifach auf seine pädagogische Tauglichkeit getestest wird.

      Nicht auszudenken die Mütter, die das gestern im TV gesehen haben, entdeccken dieses Spielzeug im Kinderzimmer des eigenen kindes ;). Man muss zur eigenen Vorsicht nicht warten, bis das Nachbarskind vom Baum fällt - nein, es gibt Reportagen und tägliche Horrormeldungen, das einem Kind wieder dies und jenes passiert ist.
      Abgewogen wird dort nicht mehr. Man will nicht falsch machen.
      Man sucht sich seine Nische, in denen man "perfekt" sein möchte.
      Kinder sind heute nichts mehr, was einfach zum Leben dazugehört und welche durch einfach Vorleben erzogen werden.
      Sie sind eine "Wissenschaft", werden zur Lebensaufgabe, zum Lebensmittelpunkt und an ihnen werden "Konzepte" "erprobt".

      Ich habe das Gefühl viele Mütter machen das für sich: Das Kind als eigenes Projekt, dafür möchte man gelobt werden, wie toll man das gemacht hat und da darf auch niemand dazwischen funken.

      LG

      Hallo verwunderte B.

      Die Russen scheinen ja auch heute noch extremen Nachholbedarf aus Kommunistischen zeiten zu haben, anders kann ich mir DEREN rumgeprotze mit Klunkern und Pelzen auch nicht erklären und meine Oma (auch ein "Opfer" des zweiten Weltkrieges), lagerte bis zu ihrem Tod mindestens ein Päckchen Butter im Eisschrank, denn sonst hat man ja nix mehr "zum fressen" wenn a Krieg ausbricht;-)

      Ich hingegen, aufgewachsen im wunderschönen und gutbetuchten Bayern, dass mit Kommunismus und Mangelwirtschaft oder Hunger noch nie was zu tun hatte, (jedenfalls zu meiner Zeit nicht), habe weder Nachholbedarf für irgendetwas, noch hamstere ich auf teufel komm raus lebensmittelvorräte für schlechtere Zeiten an. (Ich hab sie mir kurzerhand einfach auf die Hüften gefressen, im Notfall zehre ich dann davon;-))

      Ich möchte vor allen Dingen nicht zu viele Geschenke haben, weil ich nicht möchte, dass aus meiner ohnehin schon kleinen Wohnung eine Spielzeugmüllhalde entsteht. Alle vorhandenen Sachen wollen auch aufgeräumt und gewaschen bzw. geputzt sein.
      Ein Übermaß an Süßigkeiten muss auch nicht sein, denn heutzutage gibts doch dauernd irgendwelchen Süßkram, nicht wie das früher war, Plätzchen nur zu Weihnachten, nein heute fängt man im September damit an.

      Ich persönlich habe deswegen auch keinen reinen Schoko-Advendtkalender, sondern einen selbstgebastelten, wo nur alle paar tage mal schokolade drin ist, ansonsten Badezeugs, Autos, Luftballons, Seifenblasen, ein Taschenwärmerherz, ne Trillerpfeiffe usw. Gegen leuchtende Kinderaugen hab ich übrigens auch nichts.

      Ich glaube manchmal, Eltern machen es sich zu einfach. Es sind immer andere Schuld. Wenn was irgendwo auf dem Spielplatz passiert (als reines Beispiel) - ist das Geländer zu hoch zu niedrig oder sonstwas. Aufsichtspflicht? Ach wozu, soll doch bitte alles überall so hergerichtet sein, das blos nichts passieren kann und man während das Kind auf dem Spielplatz rumspielt man schön eine rauchen kann während man lauthals ins Telefon brüllt.
      Passiert dann dochmal was schaut man wen man dafür verantwortlich machen kann evtl sogar verklagen kann...

      Im übertriebenen Sinne:
      Ja anstatt dann erziehungstechnisch einzugreifen und dem Kind verständlich beibringen das es eben nicht an den Weihnachtsbaum darf, sollte doch bitte jemand einen Weihnachtsbaum auf den Markt bringen, der nicht umfallen kann, nicht sticht, an dem die Kugeln bombenfest sitzen der aber auch sehr natürlich ausschaut und auch schön nach Tannenbaum duftet - denn wer will denn darauf verzichten...

      Süssigkeiten?? Alle sind immer dagegen, aber warum ist Halloween auf dem vormarsch. Wiso kommt es immer vermehrter vor das Kinder vor den Türen stehen und nach Süßigkeiten fragen? Damit die Eltern dann 2 Wochen später sich über Oma aufregen können, die vielleicht mal einen Schokoriegel zuviel gegeben hat.

      Gibts irgendwo knatsch, waren es immer die anderen Kinder, das eigene Kind macht sowiso nie was "Mein Kind würde sowas niiiiiie tun". Hey kommt, wir waren alle mal Kinder und wissen sehr genau das wir uns in der Schule anders gegeben haben als Zuhause..

      Hallo,

      kann deinem Beitrag nur voll und ganz zustimmen!

      Gruß Wuschel63

      Hallo!

      Ich sehe das an sich wie du!

      Bei mir in der Kindheit gab es auch immer reichlich Geschenke und so ist es heute bei mir und meinen Kinder auch. Süßigkeiten gab es in meiner Kindheit gerade zu solchen Tagen auch reichlich. Ich habe kein Problem damit wenn Omas und Co. horden an Süßigkeiten anschleppen, nur meine Tochter mag nicht so viel davon essen und somit wandert der Kram irgendwann zu Ostern in den Müll und das finde ich schade. Somit habe ich es eingeführt das gerne Süßigkeiten geschenkt werden dürfen, aber dann lieber was besonderes (meine Tochter steht unheimlich doll auf Niederegger Marzipan oder alkoholfreie Arko-Pralinen). Halt Klasse statt Masse.

      Den Weihnachtsbaum habe ich hier noch nie gesichert. Meine Tochter ist von Beginn an nicht ran gegangen.

      LG Ida

      • Hallo,

        ich schließe mich Deiner Meinung an.

        Bei mir gab es zu solchen Anlässen auch immer reichlich, bei meinen Kindern auch.

        Inzwischen sind meine Kinder erwachsen. Sie haben auch von sich aus nie soooo viel Süßigkeiten gegessen. Heute mache ich es auch so, dass ich nur noch hochwertige Schokolade verschenke.

        Wenn wir damals noch viel Schokolade übrig hatten, haben meine Kinder diese an Schulkameraden oder Spielgefährten verschenkt. Da waren immer welche dabei, die zu Hause so was nicht bekommen haben. Oder ich habe irgendwann einen richtig schönen Schokokuchen gebacken.

        LG, Cinderella

    Hallo,

    rate Mal von wem ich es übernommen habe das der Weihnachtsbaum gesichert wird.
    Von meiner Mutter;-)
    Mein Mann schafft es trotzdem jedes Jahr einmal ihn umzuschmeißen.
    Plastikkugeln finde ich Klasse da ich nicht vorsichtig sein muss ,wenn ich sie auf-oder abhänge.Und wegen unserer Katzen#zitter.
    Beim Süßkram bin ich ziemlich locker.Oma und Opa dürfen sie mitbringen wenn sie wollen und die Weihnachtsteller werden nicht unter Verschluss gehalten.
    Mit den Geschenken denke ich einfach das es mehr geworden ist,da inzwischen Verwandte oft zwischendurch was mitbringen und viele Kinderzimmer (unsere Eingeschlossen)voll gepröft sind..Kenne ich von damals nicht.Es gab auch Weihnachten nichts von Omas,Opas,Tanten.....nur an Geburtstagen.

    Lg Sabine

    Hallo
    ich glaube ich habe lange so gedacht wie du und mich gewundert wie Eltern da so penibel sein können und die Kinder doch an Weihnachten einfach mal naschen und Geschenke auspacken lassen.
    Letztes Jahr an Weihnachten wurde ich von meiner Tochter eines besseren belehrt:
    Sie konnte keine Grenze finden, weder bei den Geschenken noch beim Süßkram. Sie ist total durchgeknallt vor laute Geschenken und Süßigkeiten.
    Für dieses Jahr haben wir entschieden:
    1.es gibt einen kleinen Teller mit Plätzchen, wenn er leer ist, ist er leer. Sie hat einfach bei Süßigkeiten kein Sättigungsgefühl, sie stopft und stopft sich ales rein!
    2. es gibt für jedes Kind ein GEschenk. Paula hat letztes Jahr mit keinem einzigsten Geschenk gespielt, weil sie nur noch alles aufgerissen hat und in die Ecke gepfeffert hat. Wir konnten nicht mal unsere eigenen GEschenke in Ruhe auspacken.

    Um diesen Wahnsinn zu entgehen gibt es bei uns dieses Jahr ein "abgespecktes Weihnachten"
    lg luise

    was anders ist?

    also anhand meienr familie kann ich dir vielleicht symptomatisch zeigen, was anders ist.

    wir als familie :mein mann, ich, seien mutter, meine eltern, seine zwei geschwister mit partnern, mein bruder mit frau- sind 16 erwachsene- dank schichtdienst nicht immer alle an allen feiertagen versammelt aber doch sehr häufig in dieser formation - so und jetzt kommts:
    dazu gehören noch: unserer beiden kinder!
    das heißt also ,wenn wir weihnachten (oder Geburtstag, ostern oder sonstwas) feiern und jeder der Erwachsenen hält sich zurück und macht EIN Geschenk für jedes Kind.
    Dann haben unsere Jungs zusammen 32 Geschenke mit nach hause zu nehmen.
    Angenommen jeder schenkt EINE Süßigkeit- dann wären das schon 16 mal süßkram im bauch eines 3 jährigen.
    dabei erwähne ich ich ganz bewußt weder meine tante (nachabrin meiner eltern), die natürlich JEDES mal wenn meine kinder dort sind mit 200 g Schokolade PRO kind anrückt oder die andere tante, die im gleichen ort wohnt und auch zu jede feierlichkeit zumindest was kleines schickt.

    nun ja, dann hab ich noch zwei sehr gute, langjährige freundinnen, denen ich als einzige noch weihnachtsgeschenke mache (und umgekehrt) und so hat sich das bei uns eingebürgert, daß wir auch den jeweiligen kindern ein kleines geschenk machen.
    wer also mitgezählt hat, wird bemerken, daß meine kidner mitterlweile (tanten und freundinnen sei dank) bei 20 Geschenken angekommen sind!
    jeder verpackt sein präsent nett und verziert es mit einer kleinen nascherei - und nu?!

    ich wurde auch immer reich beschenkt als kind- aber ich war eines von vielen kindern in der verwandtschaft. nicht jeder erwachsene, der über 7 ecken mit mir verwandt war, machte sein weihanchts-seelenheil von meiner Miene beim öffenen des erlesenen Geschenkes abhängig!

    DAS ist anders!

    nicht zu vergessen, daß natürlich menschen auch aus Brandkatastrophen lernen können und daher den baum (mit brennenden kerzen) vor krabbelnden kleinkindern heute vielleicht cleverer schützen- aber das sei dahingestellt...

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