Was kann man bei einem Unfall geltend machen?

    • (1) 04.11.11 - 18:12

      Hallo!
      Unser parkendes Auto wurde letzte Woche im vorderen Bereich beschädigt.
      Der Schaden beläuft sich auf mindestens 1000 Euro (grobe Erstschätzung der Werkstatt)
      Die Polizei rechnet sogar mit 2400 Euro laut Zeitung.

      Da wir wissen das es ein LKW gewesen sein muss (sagt die Werstatt und auch die Polizei wegen der Höhe) haben wir eine Vermutung wer es war.
      Ein Möbelunternehmen hat an diesem Tag Möbel an einen Nachbarn ausgeliefert.
      Die Ermittlungen laufen.

      Heute stand der Unfall auch in der Zeitung.
      Zeugen gesucht....
      Daraufhin bekamen wir einen Anruf aus der Nachbarschaft die gesehen haben das unser Auto gewackelt hat als der LKW rückwärts ausparkte.
      Sie stellen sich auch als Zeugen zur Verfügung.
      Vom Nachbarn bekommen wir morgen die Lieferscheine, wo draus hervorgeht welches Möbelunternehmen bzw welcher Standort. (ist eine Möbelkette)
      Eigentlich wollte die Polizei das anfordern aber sie haben ihn bisher nicht erreicht, deswegen wurden wir gestern telefonisch von der Polizei gebeten das selber zu besorgen und dann zuzumailen.

      Die Polizei meinte nach der Unfallaufnahme schon das die Chancen gut stehen den Unfallflüchtling zu stellen, LKW´s sind hier selten und ich selber habe ja auch gesehen das er vor unserem Fahrzeug geparkt hat.
      Durch den Augenzeugen steigen die Chancen noch mehr.

      Wir haben den Unfall direkt unserer Versicherung gemeldet, mussten wir ja falls kein Unfallgegner gefunden wird.
      Das Auto ist erst 2 Jahre alt und so kann es definitiv nicht bleiben.
      Unsere Versicherung wartet jetzt auf Rückmeldung ob der Gegner gefunden wird oder ob es durch unsere Vollkasko abgewickelt wird.

      Wir wissen auch schon das das Auto mindestens 2 Tage in der Werkstatt bleiben muss wegen Lackierarbeiten.

      Was kann ich denn geltend machen wenn der Gegner gefunden wird?
      Laut unserer Werkstatt muss die Gegnerversicherung ja dann auch den Leihwagen zahlen für den Reparaturzeitraum (mein Mann braucht das Auto wegen seiner Arbeit)

      Sonst noch was?
      Ich meine ich hätte schonmal was von Aufwandsentschädigung gehört?

      Wie sieht es denn mit dem Wertverlust aus?
      Besteht der überhaupt?
      Ich weiß nur noch das uns vor Jahren schonmal jemand ins parkende Auto gefahren ist, da war der Kotflügel defekt und musste ausgetauscht werden.
      Damals haben wir auch irgendwie den Wertverlust ausbezahlt bekommen.

      Gruß
      Arkti

          • Wozu einen Anwalt? Die Versicherung von dem LKW zahlt alles. Ersatzauto, die Reparatur usw.

            Wertverlust von dem Auto? Glaube ich nicht, ihr lasst es ja wieder herrichten. Davon hab ich jedenfalls noch nichts gehört.

            Mir selbst ist das schon zweimal passiert, das dritte vor zwei Wochen, das läuft aber noch. Also das mir jemand ins Auto gefahren ist.

            • Klar muss die Versicherung "alles zahlen".

              Es stellt sich d0och aber die Frage was "alles" ist. Die Versicherung wird dich nicht darauf stoßen.

              Und je nach Schaden(höhe) und Alter des Autos wird auch ein Wertverlust (konkret: merkantiler Minderwert) ersetzt.

              Der Anwat muss doch deshalb vom Schädiger bezahlt werden, weil unterstellt wird, dass der Geschädigte eben nicht weiß was ihm alles zusteht und deshalb dazu einen Anwalt nehmen kann.

              Und genau das sollte die TE auch machen, wenn der Unfallschuldige zweifelsfrei feststeht.

              • Genau das denke ich nämlich auch.
                Die Versicherung wird mir niemals sagen was mir zusteht.

                Ich will mich sicherlich auch nicht an dem Unfall bereichern, aber ich will auch nicht auf das verzichten was mir zusteht.

                Es ist für mich einfach ein Unding Unfallflucht zu begehen, denn der Geschädigte kann somit das Geld gleich aus dem Fenster werfen.

                • Letztlich brauchst Du ein Gutachten um festzustellen, ob eine Wertminderung eingetreten ist. Ab ca. 750,-- Schaden ist die Erstattung auch unproblematisch.

                  Dir stehen auch ca. 25,-- Kostenpauschale zu.

                  Alle Kosten die Du jetzt aufwendest bekommst Du aber erst erstattet, wenn Du einen defintiv Schuldigen zur Hand hast.

                  Wenn das Auto noch fahrbereit ist, sollte man m.E. warten bis der Schuldige feststeht.

                  • (10) 05.11.11 - 10:21

                    Ja das Auto ist noch fahrbereit, es sind nur blöd aus.
                    Hat gerade den faden Beigeschmack "Ah Frau am Steuer hat das schöne Auto kaputt gefahren" ;-), dabei war ich das ja gar nicht.

                    Der Schaden liegt definitiv über 750 Euro.

                    Bin meinem Auto übrigens sehr dankbar das es am nächsten Morgen eine Fehlermeldung angezeigt hat, die mich in die Werkstatt gezwungen hat.
                    Auf dem Weg zur Werkstatt löste sich die Fehlermeldung in Luft auf und trat auch bis heute nicht mehr auf.
                    Erst in der Werkstatt wurde der Schaden entdeckt.
                    Wenn wir ins Auto einsteigen gehen wir nämlich immer von hinten zum Auto, niemals vorne rum. #schein

                    Ja dann warten wir mal noch was die weiteren Ermittlungen ergeben, nächste Woche geht es weiter.

                    Gruß
                    Arkti

      (13) 04.11.11 - 19:11

      Ohne Anwalt würde ich das nie durchziehen. Sobald der Gegner bekannt ist, beauftragst Du eine Fachanwältin für Verkehrsrecht und gut ist. Zahlt die gegnerische Versicherung.

      Gruß

      Manavgat

      (14) 04.11.11 - 20:37

      Auch ich sage heute mal:

      Nur mit Anwalt.

      Anwalt einschalten...

      Uns ist die Tage ein LKW in unser Auto (3Jahre) gefahren. Schaden: 6.500 Euro
      Wir haben einen Anwalt eingeschaltet.

      Ein Gutachter wurde beauftragt. Das solltet ihr auch tun. Den muss die gegnerische Vers. zahlen.

      Ansprüche:
      - Wertminderung ist aber leider nie sehr viel. Bei uns waren es jetzt 600 euro
      - Leihwagen. Muss aber vergleichbar mit eurem Auto sein
      - Aufwandsetnschädigung. Mein Anwalt sprach meine ich von einem Pauschalbetrag um die 25-30 Euro

      Die gegnerische Versicherung muss ebenfalls den Anwalt und den Gutachter zahlen...
      Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen

Top Diskussionen anzeigen