Führerschein weg? Bitte schnell mal hilfe

    • (1) 08.11.11 - 14:04

      Hallo,

      ich schildere mal kurz was meinem Mann passiert ist.

      Er auf einer Hauptstraße möchte in eine Seitenstraße einbiegen. Es kam Gegenverkehr und er verschätzte sich, er bog ab und das ihm entgegen kommende Fahrzeug erwischte das Auto hinten. Keinem ist was passiert. Allerdings hat unser Auto einen total schaden muss abgeschleppt werden.

      Jetzt zum eigentlichen Thema: Mit 23 wurde ihm der Führerschein abgenommen wegen Fahrerflucht, er war zu dem Zeitpunkt in der Probezeit. Nach 10 Jahren (dieses Jahr im Januar) beantragte er ihn neu, bekam ihn auch.Ohne eine MPU zu machen und den Führerschein neu zu machen. Allerdings wieder mit Probezeit. Nun das.

      Der Richter von damals hatte eine Sperrfrist bis 2015 festgelegt, doch da es beim Straßenverkehrsamt eine Frage des ermessens war bekam er ihn wieder.

      Muss er Angst haben das er ihn nun wieder los ist?

      Ich empfehle dir einen Fachanwalt für Verkehrsrecht hinzuziehen.

      #winke

      ganz abgesehen davon, dass er vielleicht schlichtweg für den Straßenverkehr nicht geeignet ist...warum sollte man ihm den Führerschein wegen eines Unfalls abnehmen? er hat doch nicht wieder Fahrerflucht begangen, oder?

    • war er besoffen? Dann ja

      ist er wieder abgehauen? dann ja

      war er zugekifft, oder sowas? dann ja

      Ansonsten tippe ich auf:
      Nachschulung
      Bußgeld
      Probezeitverlängerung

      Gruß
      Salat

      Hallo,

      auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt gerade sehr blond anstelle, muss ich doch nochmal nachfragen:

      Deinem Mann wurde für die Tat, die er mit 23 begangen hatte eine 14-jährige (!) Sperrfrist auferlegt?! Das wundert mich sehr, denn nach aktueller Rechtslage beträgt die Höchstdauer der Sperrfrist nach dem Strafrecht 5 Jahre. Es kann höchstens eine Lebenslange Sperre verhängt werden, die dann aber auch lebenslang gilt und nicht auf einen Zeitraum zwischen 5 Jahren und lebenslang festgelegt werden kann.

      Da du schreibst, dass der Richter die Sperrfrist festsetzte, nehme ich an, dass dies im Rahmen des Urteils/ Strafbefehl für das unerlaubte Entfernen vom Unfallort "miterledigt" wurde, oder?

      Dann frage ich mich immer noch, wo da ein Ermessen der Straßenverkehrsbehörde herkommen soll, die Fahrerlaubnis VOR Ablauf der Sperrfrist wieder zu erteilen, denn nach meiner Kenntnis entscheidet die Straßenverkehrsbehörde nur NACH Ablauf der Sperrfrist nach eigenem Ermessen über die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis.

      Wenn nämlich die Sperrfrist aktuell wirklich noch nicht abgelaufen ist, dann ist es schon nicht rechtmäßig, dass dein Mann überhaupt wieder eine Fahrerlaubnis bekommen hat und dann müsste die m.E. nach schon aus diesen Gründen wieder entzogen werden#kratz.

      Im Übrigen ist der Fehler deines Mannes beim Abbiegen eine jedenfalls fahrlässige Ordnungswidrigkeit begangen. Es stellt beim Linksabbiegen eine Verkehrsordnungswidrigkeit dar, wenn man den Gegenverkehr nicht passieren lässt und dadurch andere gefährdet. Da sich in eurem Fall die Gefahr sogar realisiert hat, scheint mir das halbwegs eindeutig erfüllt.

      Google`s Bußgeldrechner spucken für ein derartiges Vergehen 2 Punkte in Flensburg aus und eigentlich kein Fahrverbot.

      Das Problem ist nur, dass er ja schonmal einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Straßenverkehrsrecht begangen hat und das schon damals in der Probezeit. Zwar beginnt nach der Sperre eine neue Probezeit, es wird aber Tatfrage sein, ob der Verstoß in der alten Probezeit in seiner "Bilanz" der schwerwiegenden Straßenverkehrsverstöße (dazu gehört begrifflich sein Abbiegefehler!) noch auftaucht, oder nicht. In letzterem Fall könnte es bei einem Aufbauseminar bleiben, im ersteren Fall hätte ich Bedenken, wie seine "Verkehrstauglichkeit" beurteilt wird.

      Ich würde abwarten, was ihr für einen Bescheid bekommt und je nach Ergebnis anwaltliche Beratung suchen...

      VG,

      kitty

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