Studi-Mamas, wie geht es euch?

    • (1) 26.11.11 - 23:14

      Hallo,

      ich bin selber Studentin und Mutter eines 2 Jährigen Kindes. Ich werde sehr häufig von Mitstudenten darauf angesprochen, wie das denn so geht - Studieren mit Kind. Nun war ich in einem Seminar, wo wir uns vorstellen mussten, etc. Ich wurde von allen dermaßen gelöchert, dass ich nun einen Vortrag halten soll (zum Glück nur 8-10 Min) über das Thema Studieren mit Kind.

      Da ich ja selber nur von meiner Erfahrung ausgehen kann, wollte ich mal fragen, wie es euch so geht. Wie habt ihr euch das Studium mit Kind vorgestellt und wie wurde es am Ende? Was sind die großen Herausforderungen und was findet ihr einfacher im Gegensatz zum Studium ohne Kind? Habt ihr euch bewusst für das Kind im Studium entschieden?

      ...ich würde mich sehr freuen, wenn ich ein paar Antworten bekommen könnte!!

      Alles Liebe,

      Anibelle

      • (2) 27.11.11 - 00:21

        Huhu...

        ich studiere(7. Semester),bin alleinerziehend und habe eine 7 jährige Tochter...!!!Zum Glück habe ich meine Eltern sonst wäre es (noch) viel stressiger...!!!

        Ich habe mich bewusst für ein Studium mit Kind entschieden und bereue es nicht...außer das ich das "richtige" Studentenleben nicht so ausleben kann wie ohne Kind!!

        Meine Freizeit ist halt sehr knapp geworden vor allem in Prüfungsphasen, aber da wird das Lernen eben auf nachts verschoben!!Und wenns mal ganz eng wird in Sachen Kinderbetreuung gibt es Gott sei dank an der Uni diverse Möglichkeiten die ich nutzen kann, haben zum Beispiel einen Elternarbeitsraum mit extra Spielecke für die Kids und eine Notfallbetreuung...!!Auch das mitbringen ist für die meisten Profs zum Glück kein Problem!!

        Auch bietet unsere Uni Ferienprogramme für die Kids an die meistens für die Studenten nichts kosten...TOLL!!!

        Vorteile direkt seh ich jetzt keine...aber finde es ist zu bewältigen auch wenn es mal stressig ist...

        LG

        (3) 27.11.11 - 02:08

        Hallo Anibelle,

        habe vor sieben Wochen meine Abschlussarbeit eingereicht...
        Studiert habe ich mit zwei Kindern, mittlerweile 11 und 4 Jahre alt.

        Als Vorteil empfand ich, dass ich meinen Kindern ein Beispiel dafür sein konnte, dass man niemals aufhören sollte, Neues zu lernen und dass es immer Wege gibt, ein Ziel, dass man sich gesetzt hat, auch wirklich irgendwann zu erreichen.
        Zum Glück haben wir ein gutes Betreuungsnetzwerk, auf das wir im Notfall immer zurückgreifen konnten (Großeltern, Freunde), das hat vieles erleichtert.

        Nachteile kann ich im Nachhinein eigentlich keine finden, aber da ich ausschließlich mit Kindern studiert habe, habe ich eben auch keinen Vergleich zum Studentenleben ohne eigene Familie. Naja, etwas mehr Schlaf wäre schon ab und zu schön gewesen...da schließe ich mich meiner Vorschreiberin Juki an, meistens habe ich nachts für Klausuren gelernt und Hausarbeiten geschrieben. Mein Mann hatte dafür immer vollstes Verständnis und hat mich unterstützt (er hatte sein Studium gerade abgeschlossen, als ich meines aufgenommen hatte). Allerdings freut er sich jetzt abends schon sehr darüber, wieder meine volle Aufmerksamkeit zu genießen ;-).

        Ich habe mich nicht bewusst für Kind/er im Studium entschieden, sondern für ein Studium trotz Kindern - und ich würds wieder tun!

        Drück Dir die Daumen für Deinen Vortrag,
        Grüße,
        RHCP

        Ich habe im 3. Bachelor Semester erfahren, dass ich schwanger bin. Das war ehrlich gesagt nicht geplant, aber ich habe mich gefreut. Und deshalb bin ich nun stolze Mama einer inzwischen 3-Jährigen Tochter. Ich konnte das 4. Semester noch regulär studieren. Mitte Juli war es vorbei. Anfang August, war das Kind da. Mutterschutz gab es natürlich nicht. Ich habe noch bis zur letzten Woche an einer Hausarbeit geschrieben. Dann ging ich 1 Jahr in Beurlaubung.

        Ich glaube, ich hatte ziemlich unrealistische Vorstellungen vom Studieren mit Kind. Ich habe jedenfalls geplant im Babyjahr noch weitere Hausarbeiten abzuarbeiten. Daraus ist rein gar nichts geworden, da meine Tochter nicht ganz gesund zur Welt kam und Nachbehandlung brauchte und ich hatte sogar große Krisen mit mir selbst, ob ich den Wiedereinstieg schaffe. Ich hab sehr viel über meine Zukunft gegrübelt. Ein Kind verändert einen. Jedenfalls habe ich wieder angefangen.

        Es war super komisch. Nach einem Jahr kam man wieder und kannte praktisch keinen mehr. Der Großteil war nach 6 Semestern Regelstudienzeit eben fertig. Und als Mutter in meinem Alter war und bin ich schon ein ziemlicher Exot an der Uni. Niemand rechnet damit, dass man ein Kind hat. Die Reaktionen sind gemischt.... von: "O Gott, das kapier ich gar nicht, wie man jetzt ein Kind haben kann" bis ... "Wow, toll wie Du das alles schaffst...Deine Tochter ist so süß. Ich denke auch darüber nach..."

        Ehrlich gesagt, ich finde es kann leichter und schwerer sein mit Kind zu Studieren. Es kommt ganz drauf an, wie die Umstände sind. Bei mir ist es so, dass ich alleinerziehend bin und keine Familie vor Ort habe, außer ihren Vater und ja seit 1 1/2 Jahren meinen Freund, die mir beide helfen, wenn Julie krank ist. Ansonsten geht natürlich nichts ohne die Kita.

        Das größte Problem, ist eigentlich nicht so sehr das Geld. Ich habe Baföganspruch und Kindergeld und Unterhalt. Klar es ist gar nicht dicke, aber ich hatte ja vorher auch keinen bomben Lebensstandard und bin Sparsamkeit gewohnt. Wir haben eine süße kleine Wohnung. Sie hat ein hübsches Zimmer, schönes Spielzeug. Natürlich ist vieles gebraucht und ich spare und überlege jede Investition ganz genau. Aber das macht mir eigentlich Spaß. Ich freue mich, wenn ich etwas Schönes für sie auf dem Flohmarlt oder bei Ebay bekommen habe. Sie hat sogar ziemlich viel Markenzeug, obwohl ich da keinen Wert drauf lege. Ich überlege mir Dinge immer langfristig. Ihr Bett ist umbaubar bis sie quasi auszieht, dann spare ich Geld für 3 Betten. Ich habe ihr beigebracht achtsam mit den Dingen umzugehen. Größere Dinge gibt es zu Weihnachten. Ich bestimme das Geschenk und die Familie gibt Geld dazu, anstatt von 1000fachem Blödsinn unterm Baum.

        Das Problem ist die Zeit. Vor allem wenn Julie krank wird, nicht in die Kita kann und ich eine Deadline für eine Hausarbeit habe, ist Land unter angesagt. Ohne meinen Ex und meinen Freund... hätte ich vieles knicken können. Da brauch man sich gar nichts vormachen. Ohne Hilfe, Unterstützung, ein Netzwerk - Keine Chance.

        Man braucht ja auch regelmäßig jemanden für die 18-20 Uhr Abendkurse. Gut Paare die noch zusammen sind, können sich da vielleicht abwechseln. Aber ich brauche immer einen Babysitter.

        Was auch schwer ist, ist das es keinen interessiert, ob das Kind krank war. Krankschreibungen sind keinen Pfifferling wert. Es kommt immer auf den Dozenten an, ob er Verständnis aufbringt, wenn man das 3. Mal fehlen muss weil, das Kind krank ist. Ich hab einmal um einen Tag Verlängerung für eine Arbeit gebeten, weil meine Tochter am Vortag mit Norovirus ins KH kam und ich natürlich nicht mehr dazu kam meine Arbeit abzurunden und die Frau lachte und sagte: "Ich habe 4 Kinder. Ich habe 16 nicht vernünftig geschlafen und studiert. Ich weiß wie das ist. Machen sie sich keinen Kopf. Geben sie die Arbeit ab, wenn sie fertig sind." Bis hin zu.... "Ja, sie haben gefehlt, dann machen sie mal das und das als Extraaufgabe zum Ausgleich, neben dem Nacharbeiten von dem verpassten Stoff versteht sich."

        Es ist einfach Willkür. Man muss immer das Gespräch suchen. Und dann die Probleme mit der Uni selbst. Ja, die Uni ist laut ihrem Flyer sooo kinderfreundlich.

        Kindertagesstätte? Fehlanzeige
        Essen fürs Kind in der Mensa? Nur mit spezieller Karte, die man erstmal in Schlagmichtod auftreiben muss.
        Wickelraum? Er soll existieren, aber niemand weiß wo der Schlüssel ist. Ach ja beim Hausmeister, aber niemand weiß wo der Hausmeister ist. Ich habe also im Kiwa oder auf Bänken gewickelt.

        In der Bibliothek soll es eine Kinderecke geben, aber sie ist genauso unauffindbar wie der Fahrstuhl für Behinderte. Auch andere Studimütter suchen noch bis heute ;)

        Kinder darf ich natürlich in die Vorlesung mitbringen, aber wehe ich tue es ;). Welcher Dozent will schon eine plappernde 2-3 Jährige oder einen heulenden 1 Jährigen, während er gerade seine wichtigen theoretischen Theorien vorträgt. Und wie viele Studenten im zeugungswilligen, aber sich nicht trauenden Alter, konzentrieren sich noch aufs Thema, wenn ein kleiner Steppke gerade Mama mit Nase putzen, Blätter vollkrakeln, plappern, nicht so still sitzen bleiben wie gewünscht, auf Trapp hält.

        Aber ich will nicht meckern. Es ist so wahnsinnig bereichernd ein Kind zu haben. Es sollte üblicher sein. Warum? Man wird reifer und arbeitet effizienter. Mein Notendurchschnitt ist besser geworden, seid ich ein Kind habe! Und es ist sogar eine 1 vor dem Komma. Ich denke und arbeite tiefgründiger. Ich habe nicht viel Zeit. Keine Zeit, um Zeit zu vertrödeln. Wenn ich Zeit habe, muss ich sie nutzen. Wenn ich zu wenig habe, muss ich improvisieren. Friß oder stirb. Man wird ungeheuer praktisch und lebenstauglich.

        Am Tag hört man sich die großen Theorien der Dichter und Denker an, man verfolgt Konzepte, diskutiert Ideen, verwendet einen Haufen Fremdwörter und arbeitet natürlich total wissenschaftlich und dann kommt man nach der Uni nach Hause, holt sein Kind ab.... und bekommt erstmal einen Beutel vollgekackerter Wechselwäsche in die Hand gedrückt. Adieu Nietsche. Seife zum Hosen schrubben - Ich komme.

        Eines habe ich gelernt: Arbeiten und Kind unter 5 Jahren gleichzeitig - Das geht überhaupt nicht. Man braucht Betreuung. Was mit meiner 3-Jährigen gerade noch geht, ist, wenn ich schon weiß, welche Bücher ich haben will, dann mit ihr in die Bibo zum Kopieren zu gehen. Da hilfst sie mir leidenschaftlich gern.

        Ich genieße sehr die Zeit mit meinem Kind. Ich kann mir natürlich auch mal einen Tag ohne Kurse legen und dann hol ich sie früh ab oder wir bleiben mal Zuhaus und machen etwas Schönes. Und wenn ich keine Abendkurse habe, habe ich natürlich auch viel vom Nachmittag mit ihr. Sie ist ziemlich schlagfertig und es ist ein bisschen so wie bei den Gilmore Girls mit uns. Es geht immer ziemlich bunt zu. Vormittags habe ich vielleicht noch versucht Kierkegaard zu verstehen und Nachmittags tröste ich "Mimmy" das Stofftier, weil es vom bösen Stoffhund "Molf" gefressen wurde. Ich tanze zu Leo Lausemaus mit ihr, obwohl ich ihn nicht mehr hören kann. Und Abends wenn mein Kind dann schläft, sitze ich manchmal bis tief in die Nacht und mache all das, was ich nicht unitechnisch geschafft habe.

        Texte zur Vorbereitung - Ich würde sagen, ich lese sogar mehr davon als vor dem Kind.
        Hausarbeiten - Ich habe keine Zeit sie zu schreiben, aber wenn ich es tun muss, gelingen mir 1er Arbeiten in der selben Zeit die andere Studenten brauchen, die sich nicht mit Magen-Darm-Viren aus der Kita, dem Run auf Winterschuhe für Kinder oder Kinderfesttraditionen beschäftigen mussten.

        Viele Studenten ohne Kind erscheinen mir total theoretisch und manchmal sogar lebensuntauglich, je länger sie an der Uni sind. Es ist so, als leben sie auf einer Art Insel und ich denke viele fürchten auch den Praxisschock des Berufslebens. Das geht mir nicht so. Ich habe auch gern mein Praktikum gemacht. Ich habe das Gefühl, dass ich täglich mit der Welt vor den Toren der Uni konfrontiert werde. Auf Spielplätzen, bei Ämtergängen, beim Kauf für dies und das was mit Kind so benötigt wird. Man ist nicht nur unter Leuten aus der Uni.

        Plötzlich bringt man Dinge auf den Punkt, die andere umständlich angehen oder irgendwie unnötig verkomplizieren müssen. Man hinterfragt die Attitude der Uni. Hinter erwürdigen Professoren, entdeckt man plötzlich Väter mit denen man sich über Kinderspielsachen unterhalten kann.

        Was entsetzlich schwer war, ist die Abschlussphase. Ich habe sie gerade hinter mir und bin total ausgebrannt. Aber Gott sei Dank ist bald Weihnachten.

        Länger studiert habe ich. 2 Semester. Das ist okay. Ich bin ja auch alleinerziehend und musste eben doch noch Rückstände aus der Schwangerschaft, Geburt abarbeiten bzw. gerade im Wintersemester habe ich Fehlzeiten, weil die Kids da einfach viel mehr kränkeln.

        Ich habe einige sehr gute Freunde, die auch Kinder haben und studieren und wenn mal alles echt hart wird, dann weiß ich, wenn ich mit ihnen rede, dass es ihnen auch so geht und das es nicht an mir liegt. Es ist ein Spagat.

        Man hat zwar theoretisch eigentlich mehr Zeit als im Berufsleben und kann diese besser legen, aber defakto hat man gerade im Bachelor doch so viel zu tun, dass schon die kleinste Krankheit einen beträchtlichen Berg an Nacharbeit verursachen kann, der sich punktlich zum Semesterende mit Prüfungen und Hausarbeiten verbindet. Und so kommt immer irgendwie eins zum Anderen und es gibt dann zwar mal 1-2 lockere Monate, aber auch Monate, wo man total am Limit ist, um noch alles zu schaffen.

        Ich würde sagen, mein Kind ist recht selbstständig und bekommt natürlich ein bisschen mehr Bildung ab, als wenn ich Hausfrau wäre oder Verkäuferin im Klamottenladen wäre, wobei ich großen Respekt vor jeder arbeitenden Mutter habe, egal was sie tut. In Prüfungsphasen bin ich manchmal traurig das ich nicht so viel Zeit habe, um einfach nur Mutter zu sein. In normalen Phasen, finde ich, dass es ganz gut vereinbar ist und ich wohl mehr Zeit habe, als wenn ich 8 Stunden von x bis y arbeiten müsste. So arbeite ich zwar oft auch 8 Stunden aber ich lege mir die Zeit z.B. auf Vormittag bis 14Uhr oder spät Abends, wenn sie schläft und habe dann trotzdem Zeit für sie.

        Es ist also immer ein fröhlicher Wechsel aus sehr harten und ganz guten Phasen.

        Und noch etwas. Ich möchte den Master machen. Ehrlich gesagt, ich glaube das liegt am Kind. Ja, ... ich hatte Zeit über meine Zukunft zu reflektieren im Babyjahr und da ist mir der Wert des Studiums erst richtig gegenwärtig geworden. Meine beste Freundin hat mir das bestätigt. Es ist eine große Chance so viel Bildung zu bekommen. 1 Jahr raus zu sein, macht Bildungshunger. Ich bin eine der wenigen Studenten, die nach dem BA noch so richtig Bock auf den Master haben.

        Das passt auch super. Meine Tochter ist wenn ich damit fertig bin 5 und kommt bald in die Schule. Ich bin dann fertig und stehe der Berufswelt bestgebildet zur Verfügung und muss nicht mal Lügen im Vorstellungegespräch, wenn es darum geht, ob ich mit Ende 20 nicht auch mal an Nachwuchs denken will. Den habe ich schon. :) Ich bin quasi durch mit der Baby-Kleinkindphase, wenn andere damit anfangen. Das hat auch Vorteile. *Aufsatzbeendet*

        • Hallo,

          vielen Dank für Deinen wunderbar geschriebenen Beitrag. Leider habe ich mich nicht getraut, während des Studiums Kinder zu bekommen. Zur Strafe ;-) fehlt mir jetzt im gesetzten Alter von 38 der Nachtschlaf...

          Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg
          Tabea

          Vielen Dank für deine ausführlichen Schilderungen!!!!

          Mein Freund und ich wollen im Februar die Verhütung aufgeben und schauen, wie fruchtbar wir sind :-p ;-), dh es wäre ein geplantes Kind.
          Ich bin jetzt im 3. Fachsemester.

          Ich suche immer wieder nach Erfahrungsberichten von studierenden Müttern (gerne auch jung), um nicht ganz ohne Antwort dazustehen, wenn meine Mutter erfährt, dass ich schwanger bin (wenn es denn schnell klappt #verliebt). Sie wird garantiert sagen: ihr seid doch sooo jung / Geh doch erst ein bisschen arbeiten / ...

          Vielen Dank, es hat mir Freude gemacht deinen Beitrag zu lesen!

          #winke

        • (7) 27.11.11 - 21:14

          Huhu...

          das hast du sehr scxhön geschrieben...

          Beim Lesen ist mir eingefallen...stimmt man lernt teilweise die profs auch von einer ganz anderen Seite...hab mal einem geschrieben dass ich ne Hausaufgabe nicht machen konnte weil Kim krank war...da hieß die Antwort nur: " macht nichts ich konnte auch noch keine machen wg meinem Sohn...."!!

          Auch die unterschiedlichen Reaktionen kenn ich und es regt mich immer wieder auf...genau wie die Fehlzeiten..."nur zweimal fehlen" einen Kurs musste ich dreimal machen weil der Prof kein Auge zu drückte als ich dreimal fehlte :(...andere würden mich sogar 4mal fehlen lassen...

          Wünsche dir und deiner Maus eine schöne Adventszeit und Zeit zum knuddeln..

          LG

      (8) 27.11.11 - 14:12

      Hallo,

      ich bin 32, verheiratet und habe zwei Kinder 2,8 und 5,8 Jahre. Mit dem Studium habe ich angefangen, da waren die beiden 1,5 und 4,5 Jahre alt und ja, ich habe mich bewusst dafür entschieden, denn es ist für mich DIE Möglichkeit, nochmal etwas anderes zu machen als das, was ich ursprünglich gelernt habe. Leider kann ich Dir aber nicht sagen, ob es einfacher wäre als ohne Kind, denn es ist mein erstes Studium, ich habe allerdings eine abgeschlossene Ausbildung.

      In meinem Studiengang gibt es erstaunlich viele Mütter mit Kindern. Derzeit in unserem Jahrgang eine Quote von 25%. Vermutlich liegt das daran, dass es ein sozialer Studiengang ist...nichts desto trotz war deswegen gerade unser Jahrgang schon Objekt für einige Befragungen und sogar eine Bachelor-Thesis zum Thema "Studieren mit Kind /Familienfreundliche Hochschule".

      Ich finde, mit Kindern zu studieren hat sowohl Vor- als auch Nachteile:
      Vorteile:
      Man muss sich gut organisieren, weil man insgesamt weniger Zeit hat und diese nutzen muss, wenn man was schaffen will -->dadurch IST man meist auch organisierter als Studenten ohne Kind

      Gerade in meinem Fachbereich ist es günstig, bereits eigene Kinder zu haben und so auf eigene Erfahrungen zurückgreifen zu können

      Die Studiengebühren fallen weg bei Kindern unter 12:-p (wobei die bei uns jetzt sowiso abgeschafft wurden)

      Nachteile:
      Weniger Zeit zum Lernen, immer straffen Zeitplan
      Schwierigkeiten in Praxisphasen, die Betreuung mit den Arbeitszeiten zu koordinieren
      Es müssen immer alle Eventualitäten vorgeplant werden (Kind krank oder sonstiger Betreuungsausfall...)
      Das typische Studentenleben mit Parties und Ausgehen kommt definitiv mit Kindern zu kurz - meine persönliche Meinung

      Insgesamt bereue ich es nicht, das Studium begonnen zu haben. Die Noten sind gut und ich schon im dritten von 6 Semestern...das Fach interessiert mich und ich bin ausgefüllt, ohne überfordert zu sein (in der letzten Praxisphase war ich allerdings schon am Limit - das war echt hart...aber auch das haben wir überstanden)...und ich habe nicht das Gefühl, dass meine Kinder darunter leiden müssen. Ich muss auch nur an zwei bis drei Tagen die Woche zur FH.

      LG

      Andrea

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