Elternzeit und nun?

    • (1) 03.12.11 - 16:08

      Hallo,

      mein zweites Kind ist inzwischen vier Wochen alt und ich werde das erste Jahr zu Hause verbringen. Ich habe meinem großen Sohn angeboten, in dieser Zeit die Kita nicht regelmäßig oder nur ein paar Stunden zu besuchen. Er möchte das nicht, möchte lieber weiterhin den ganzen Tag mit seinen Freunden spielen, was ich irgendwie verstehen kann. Hier zu Hause hat er nur mich und seine kleine Schwester, die Nachbarskinder sind auch den ganzen Tag in der Kita.

      Nun merke ich bereits jetzt, daß ich beim zweiten Kind vieles entspannter angehe. Zudem ist meine Kleine auch recht pflegeleicht und brav.

      Ich denke, da kann ein Jahr zu Hause ganz schön lang werden. Wie verbringt Ihr Eure Tage? Ich meine, ich möchte nicht immer nur shoppen gehen oder mich mit Freundinnen treffen. Zumal meine Freundinnen auch tagsüber keine Zeit haben.

      Ich habe überlegt, in ein paar Wochen evtl. mit beruflichen Weiterbildungen zu beginnen. Oder lieber Kurse in der VHS (Sprachen?) zu belegen.

      So ganz sicher bin ich mir noch nicht, was ich machen werde und bin daher für Anregungen dankbar.

      LG, Neumama

      • Hallo

        Ich habe viele Kurse Besucht, vielleicht wäre das eine Idee

        * Baby Massage
        * Baby Schwimmen

        * Baby Treff ( Stillgruppe, Krabbelgruppe)

        Sonst viel an die Frische Luft

        Saludo

        • Hallo,

          danke für Deine Antwort.

          Deine Vorschläge sind für mich leider nicht tauglich. Ich möchte ja gerade etwas machen, um in der Elternzeit auch mal was anderes als nur BABY zu sehen/hören etc. Da sind wohl Babytreffs die falsche Adresse.

          Zum Babyschwimmen werde ich wohl sowieso gehen. Damit ist meine Woche aber auch nicht ausgefüllt.

          An der frischen Luft sind wir auch. Ganz klar.

          Nur das alles füllt mich nicht aus. Ich suche einen Ausgleich, der nichts mit Kindern und Windeln zu tun hat.

          LG, Neumama

          • Hmm die Pläne hatte ich am Anfang auch - Fortbildungen, Weiterbildungen etc ... nun ist mein Kind fast 10 Monate und ich habe nichts geschafft ... weil dann plötzlich so viel kam (2-3x die Woche zur Physio, lasse mir meine Zähne sanieren etc) ... da genieße ich dann zwischendurch die "Ruhe" ;-)

            LG und eine entspannte Adventszeit!!

          • Hallo

            dann wäre deine Idee mit einen Sprachkurs doch gut

            Oder Vielleicht was Handwerkliches ?

            Hier hat man nur 1 Jahr Babyzeit und da war es mir sehr wichtig, nur für mein Baby dazu sein und viel mit Baby zu machen

            Ab 1 Jahr gibt man hier die kleinen in den Kindergarten
            und mit 3 Jahren in die Schule

            saludo

            • Ich habe auch nur ein Jahr Elternzeit. Alles andere wäre mir zu lange, das habe ich schon bei meinem großen Sohn gemerkt.

              Wenn ich nebenher noch was für mich mache, heißt das auch nicht, daß ich nicht für mein Baby da bin. Ich bin immer für meine Kinder da. Für mich ist das allerdings nicht gleichbedeutend damit, daß ich jede Minute um die Kinder rum sein muß. Wenn ich mal ein paar Stunden zur VHS gehe, wird sich mein Mann oder wenn der Dienst hat, entweder die Oma oder ein Kindermädchen um die beiden Kinder kümmern.

              Wahrscheinlich wird es wirklich auf eine neue Sprache hinauslaufen.

              Oder irgendetwas mit Fotografie. Das würde mich auch sehr interessieren.

      HAllo,

      so wie du dein Kind beschreibst war mein Sohn am Anfang auch. Aber Dinge ändern sich, so wurde auch mein Alltag ständig anders. Die Große hab ich weiterhin in den Kiga gebracht da ihre Freunde und alles dort einfach wichtig für sie sind. Ich wollte halt auch die Zeit diesmal besser nutzen als damals bei meiner Tochter.

      Ich hab ehrlich gesagt nichts weiter gemacht außer am Anfang den Rübikurs bei der Hebamme. Ich habe jeden Tag mit meinem Sohn genossen, ohne mir selbst Stress zu machen was ich alles noch erledigen müsste. Ich hab es zB nicht mal geschafft sämtliche Fotos zu sortieren und ins Album zu bringen.

      Ich war vormittags meist von 9 bis halb 10 im Kiga, hab dann zH n bissl Haushalt gemacht, war mit dem Zwerg viel spazieren, dann war Mittagszeit und Mittagsschlaf und danach haben wir wieder die Große vom Kiga abgeholt. Der Nachmittag hat dann beiden Kindern gehört bis dann Papa von der Arbeit kam. Klingt alles ziemlich langweilig, ich weiß. Als bei meinem Sohn aber festgestellt wurde dass er chronisch krank ist (Bluter) und wir von heut auf morgen zwei Mal in der Wo zum Arzt müssen genieße ich umso mehr die faulen Tage.

      Am 02.01. werde ich wieder arbeiten gehen. Glaube mir, die Zeit ist soooo schnell um. Hätte ich die Zeit nicht für mich und meinen Kleinen genutzt hätte ich das Gefühl irgwas falsch gemacht zu haben. Und die Dinge ändern sich so schnell, irgendwann hat er auch nicht mehr so viel geschlafen.

      Ich habe mich bewusst dafür entschieden, nichts machen zu müssen während meiner Elternzeit.

      LG

      • Hallo,

        mir ist schon klar, daß die Kleine irgendwann länger wach ist und mehr Ansprache braucht. Ist schließlich nicht mein erstes Kind.;-)

        Trotzdem brauche ich Zeit für mich, in der ich mich mit anderen Dingen beschäftige, als mit Kindern und mal außer Haus bin. Es geht ja nicht um ganze Tage, sondern nur um ein paar Stunden. Das Baby und mein großer Sohn sind in dieser Zeit durch die Kinderfrau oder meinen Mann gut betreut.

        Ich liebe meine Kinder sehr, wirklich. Ich hoffe natürlich, daß uns auch nichts dazwischenkommt, also keine Krankheiten, so wie es bei Dir ist. Solange alles gut ist bei uns und ich die Möglichkeit habe, brauche ich das. Mir fällt jetzt schon manchmal die Decke auf den Kopf. Daher habe ich gedacht, daß ich ab Januar, spätestens Februar noch etwas für mich machen möchte. Vorhin habe ich mit meinem Mann gesprochen. Er will sich mal umtun, was für Fortbildungen dann losgehen. Wir arbeiten in der gleichen Klinik.

        Derzeit sieht mein Tagesablauf so aus:

        Die Kleine wird gegen 5.00 Uhr wach und ich stille sie. Dann bleiben wir noch bis ca. 6.30 Uhr liegen. Je nachdem, was mein Mann für einen Dienst hat, steht er mit auf. Unser großer Sohn wird geweckt, wir machen uns alle fertig und wir frühstücken zusammen. Bei schönem Wetter bringe ich meinen Großen zusammen mit dem Baby in die Kita. Bei schlechtem Wetter fährt ihn mein Mann meist. Auf dem Rückweg nach Hause hole ich mir eine Zeitung. Dann wird die Kleine noch mal gestillt/gewickelt und ich trinke noch einen Kaffee und lese Zeitung oder ein Buch. Wenn sie irgendwann wach wird, bespaße ich sie ... ist ja noch nicht viel, sie ist noch so klein. Dann gehe ich nochmal mit ihr raus. Ab und an schaue ich bei meiner Schwiegermutter vorbei oder bei einer Freundin. Vorausgesetzt ich treffe vormittags überhaupt jemanden an.

        Ich möchte mit der Kleinen auch nicht ständig durch Einkaufszentren laufen, dahingehend gibts also auch keine Abwechslung. Jetzt im Winter ist es wirklich teilweise öde.

        Gut, im Sommer wirds besser. Dann kann ich mich in den Garten legen und die Kleine steht draußen bzw. ist sie bis dahin auch schon größer und braucht mehr Ansprache.

        Jedenfalls hole ich dann gegen 15.oo Uhr meinen Sohn ab. Dann spielen wir, lesen usw. bis es dann Abendessen gibt und der Tag sein Ende nimmt.

        Wie Du siehst, bleibt da wirklich genug Zeit, damit ich noch irgendwas Sinnvolles mache, was nicht mit Familie zu tun hat. Meine Kinder kommen dadurch nicht zu kurz.

        Meine Tage bestehen derzeit nur aus Kinderpflege, spielen, Kaffee trinken, lesen. Da brauche ich wenigstens einmal die Woche Abwechslung.

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