TÜV sagt so, Werkstatt sagt so...was denn nun?

    • (1) 07.12.11 - 17:27

      Hallo,

      bin heute mit meinem Auto zum TÜV gefahren wegen HU/AU. Habe die Plakette nicht erhalten (HU), weil vorne rechts was mit der Radaufhängung nicht in Ordnung war. Der TÜV-Mitarbeiter hatte mich dann mehrfach darauf hingewiesen, dass nach Behebung des Problems unbedingt eine Achsvermessung gemacht werden müsse.

      Nun bin ich gleich danach in die Werkstatt mit dem Bericht und dort sagte man mir, sie würde diese Radaufhängung in Ordnung bringen, aber keine Achsvermessung machen, denn dieses sei absolut nicht nötig.

      Ja was denn nun #gruebel ? Wenn es nicht so wäre, hätte man mich doch nicht mehrfach darauf hingewiesen oder?? Habe beim TÜV leider keinen mehr erreicht, werde morgen dort nochmal anrufen, aber vielleicht kennt sich ja hier jemand damit aus.

      Mein Mann sagt auch, es sei ungewöhnlich, KEINE Achsvermessung danach zu machen.

      Hab nur keine Lust, dass ich den Schaden beheben lasse und der TÜV dann wieder "Pustekuchen" sagt, weil es nicht vollständig ist oderso...

      Hmm....

      Gruß Melle

      • Gelinde gesagt wenn du eine Achsvermessung haben willst,solltest du die bekommen bzw. dein Auto.

        Was ist denn das für eine Aussage?
        Denen dürfte das doch egal sein,was die machen sollen.
        Würde ich der Werkstatt auch sagen.

        Steffi

        • Ja sicher sollte ich die bekommen, ich bezahle ja auch dafür! Verstehe ich auch irgendwie nicht...WENN ich es in hiesiger Werkstatt denn machen lasse (werde mir woanders nochmal ne Meinung holen, weil ich erst in 2 Wochen einen Termin bekommen habe), dann auch mit der Bitte um Vermessung. Mein Verstand sagt auch, dass der TÜV-Ingenieur wohl recht hat mit seiner Aussage...

      Ich würde auf eine Achsvermessung unbedingt bestehen!
      Bei unserem hat diese auch nicht ganz genau gestimmt,die Folge war,das die Reifen nicht "schlüssig"abgefahren wurden sondern schief.Es ist eine etwas aufwändige Arbeit,vieleicht hatte deine Werkstatt einfach keine lust drauf?!?

        • Ich bin mir da nicht 100% sicher.

          Hol Dir eine 2. Werkstattmeinung ein!

          Hallo,
          für das auswecheln des Traggelenks ist eigentlich keine Achsvermessung nötig.

          Hintergrund, mit dem Traggelenk wird ein "Fixpunkt" getauscht an dem nichts eingestellt werden kann.

          Achsvermessung wird eigentlich nur gemacht aus folgenden Gründen.
          1. Wenn die einstellbaren Spurstangen oder die Lenkung, wo die Spurstangen angebaut sind, getauscht werden.
          2. Wenn eine Anomalie feststellbar ist. z.B unnormal abgefahrene Reifen, oder man einen heftigen Bordsteinrempler hatte.

          Das austauschen von Bauteilen am Fahrwerk an denen nichts eingestellt werden kann, bedarf keiner Achsvermessung.

          Die technische Begründung des TÜV Prüfers, für die Forderung nach einer Achsvermessung, würde mich ja mal brennend interessieren.

          Gruß
          Demy

          • Hallo,

            erstmal Danke für Deine Antwort. Ich habe den TÜV-Ingenieur, der gestern die Kontrolle durchgeführt hat, jetzt erreicht. Seine Antwort war, dass die das in einer VW-Fachwerkstatt ja wissen müssen, und dass es für ihn ok ist, den Schaden OHNE Achsvermessung zu beheben. Er meinte, wenn ich den Wagen dann erneut vorführe, setze er ihn einmal auf den Prüfstand und wir können dann ja schauen, ob von der Spur her alles ok ist!

            • Ganz ehrliche Antwort zu dem Kommentar des TÜV-Ingenieurs?

              Spinner!

              Ob die Spur i.O. ist oder nicht, kann er gar nicht sehen wenn das Auto auf dem Prüfstand ist.
              Sein Prüfstand besteht aus einer Hebebühne mit "Rüttler".

              Da kann er nur eine allgemeine Sichtkontrolle durchführen und mit den "Rüttelplatten", die schlagartig eine Bewegung unter dem Rad ausführen, wird geprüft, ob die Kugelgelenke an den Fahrwerksgelenken ausgeschlagen sind und erneuert werden müssen.

              Die Spur kann tatsächlich nur zuverlässig mit einer Achsvermessung überprüft werden.
              Die Achsvermessung wird in elektronischer Form mit CCD Kameras oder Laserkameras und Lage/Neigungssensoren aufgenommen und im Computer berechnet.
              Das Auto muss entsprechend vorher eingerichtet werden.
              Vor der Computerära war es noch aufweniger mit dem Messequipment.

              Früher, war es gang und gäbe eine Achsvermessung durchzuführen, da jeder "Furz" den man am Fahrwerk machte, dazu führte das die Achsgeometrie verstellt wurde.
              An alten Autos konnte man nämlich noch alles einstellen, Spur,Sturz,Neigung, Spreizung etc.
              Hat man ein Teil am Fahrwerk gewechselt was eines dieser Einstellkriterien betraf, musste überprüft und eingestellt werden.
              Das geht bis auf die Spur an heutigen Autos NICHT mehr.
              Sturz, Neigung, Spreizung etc. sind bei Standardfahrwerken in Serienfahrzeugen in der Regel FESTwerte die nicht veränderbar/einstellbar sind.

              Deshalb schrieb ich, dass die Achsvermessung nur in Ausnahmen gemacht wird, da technisch schlicht nicht notwenig.

              Ich bin zwar schon mehrere Jahre aus der Fahrzeugtechnik raus, aber das sind Basics die man nicht vergisst und wo ich immer so ein bissl auf dem laufenden bin.

              Gruß
              Demy

    TÜV und DEKRA-Ingenieure sind Theoretiker!

    Je nach defektem Teil und Fahrzeugtyp kann es durchaus sein, dass KEINE Achsvermessung nötig ist.

    Das ist einer der der Hauptgründe, warum ich seit Jahren lieber EUR 10,- mehr investiere und mein Auto nach erfolgter Inspektion direkt noch in der Werkstatt vom TÜV abnehmen lasse.

    Dann kann der TÜV-Mensch das gleich mit dem Mechaniker besprechen, wenn ihm was nicht passt. Den Stempel gibt es dann trotz Mängel i.d.R. trotzdem, wenn die Werkstatt zusagt, den Mangel sofort zu beheben.

    Auto ist übrigens 11 Jahre alt, letzter Tüv vor 2 Wochen: "ohne Mängel"

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